Posts Tagged ‘wunderbar

07
Mai
17

Spaziergang mit Tieren links und rechts

Da muss erst ein Besucherin aus München nach Berlin kommen, damit ich mich endlich einmal in den Tierpark aufmache. Auch die zweite Langzeitberlinerin mit westfälischem Migrationshintergrund war schon lange nicht mehr dort gewesen.
So spazierten wir drei plaudernd durch den Tierpark, wo es sowohl für die Besucher als auch für die meisten Tiere deutlich mehr Platz als im Innenstadt-Westberlin-Zoo gibt.

Und es gab viel zu sehen: mittelelegante junge Pelikane und ältere Artgenossen, die in’s Wasser wie Rentner in der Badeanstalt plumpsten, atzungverabreichende Bartgeier, Silberäffchen, indische und afrikanische Elefanten und vor allem die wunderbaren Giraffen und Zebras mit den dekorativen Fellzeichnungen oder die Stachelschweine oder der Sekretär-Vogel.

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Mittendrin liegt das Schloss Friedrichsfelde, welches ich mir beim nächsten Besuch auch bestimmt einmal anschaue.

Und irgendwann trinke ich mal Kaffee in der Flamingobar…

23
Apr
17

Deine Spuren im Sand

… die ich gestern noch fand…
Feinsand mit Schluffanteil ist perfekt, um die Tierspuren ein paar Regengüsse und windige Stunden lang zu konservieren, bevor sie, wie auch meine Fußspuren, verwehen. Zugegeben, bei meinen dauert es länger, da ich mehr wiege als das hundeartige Tier, auf dessen Spuren ich gestoßen bin.
Als erstes ist mir beim Gang über den Sand aufgefallen, dass außer den Tierspuren keine menschlichen Schuhabdrücke zu sehen waren, meine waren die ersten auf der frischen Fläche.
Ich blieb abrupt stehen und schaute. Ein großer Hund? Oder gar… ich schaute weiter: die Spuren sind nicht so rundlich wie vom Hund, oder? Eher oval. Die Richtung zielgerichtet, nicht wie ein freilaufender Hund, der mal hier, mal da hin- und herläuft.
Also sind dies Wolfsspuren!
Wolfsspuren!
Echte!
Vom freilebenden!
Puh! Ganz schön aufregend!
Meister Isegrimm, so nah?


Gemessen habe ich nicht, aber ein Bild zeigt einen Schuhabdruck von mir (Schuhgröße 39).
Jetzt, am Wochenende habe ich mal etwas nachrecherchiert und bin natürlich sehr schnell bei den brandenburgischen und sächsischen Wolfsnachweisen fündig geworden, sogar inklusive Karte.
Meine Spurensichtung gehört zu Rudel 10 im Bereich des Forstes Hohenbucko, ganz in der Nähe des blauen Punktes, des erst von wenigen Wochen tot aufgefundenen Wolfes bei Langengrassau.
Der Wolf ist ganz tiefenentspannt bei mir in der Nähe „mal gucken“ gewesen, vielleicht auch den Rehen gefolgt, die die Fläche auch einmal gequert haben.
Wie aufregend!

15
Apr
17

Frohe Ostern 2017

Richtig feines Osterwetter wird es wohl dieses Jahr nicht geben, aber wir haben ja die Sonne im Herzen und diesen Hefezopf auf dem Frühstückstisch.

Osterzopf

Zutaten
500 Mehl (Typ 550)
250 ml handwarme Milch
70 g Zucker
1/2 Würfel frischer Hefe
75 g weiche Butter
1 TL Salz
1 Ei
1 EL frisch abgeriebener Zitronenschale
Zum Bestreichen
1 Ei
2 EL Hagelzucker
Mehl in eine große Schüssel sieben. Milch leicht erwärmen und darin den Zucker einrühren. Die Hefe dazu geben und verrühren, bis sich die Hefe ebenfalls auflöst.
Mehl und Zitronenschale vermengen, dann die Milch-Hefe-Mischung dazu geben, die Butter, Salz und das Ei zugeben und zu einem Teig verarbeiten. Kneten bis der Teig glatt und geschmeidig ist.
Den Teig an einem warmen Ort gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat, vor Zugluft schützen. Die Hefeteigschüssel von T*pper, die seit mindestens 20 Jahren in meiner Küche wohnt, ist das wichtigste Utensil dabei.
Den Hefeteig auf eine bemehlte Unterlage geben und von Hand noch einmal durchkneten, dann in drei Teile aufteilen. Diesen zu drei Rollen ausrollen und anschließend zu einem Zopf flechten.
Das Geflecht auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen, ein zweites Paar Hände ist hier hilfreich.
Nun das 2. Ei sorgfältig verquirlen, den Zopf damit bestreichen. Nochmals eine halbe Stunde gehen lassen.
Inzwischen den Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen, auf der mittleren Schiene des Ofens etwa 45 Minuten backen, nach der Hälfte der Backzeit auf 180° herunterschalten.

Frohe Ostern euch allen!

07
Apr
17

Brandenburgisches Wiedersehen

Demnächst gibt es wieder mehr Bilder aus den unendlichen Weiten Brandenburgs.
Ein paar erste Impressionen aus der Nähe von Luckau: blühende Bäume und Büsche auf der einen Seite und dann der Keilerkopf auf der anderen Seite, im Kornfeld verborgen. Der Rest fehlt, sicherlich ist der eine oder andere Braten oder ein paar Würste daraus entstanden.

Von weitem blumig…


… von Nahem blutig…

12
Mrz
17

Scones zum Sonntagsfrühstück

Wenn es mal wieder Sonntag wird und der Brotkasten leer ist, muss eine Idee her. Gut, gestern abend habe ich gemütlich lesend verbracht, auch durch diverse gerngelesene Blogs und dabei habe ich im „Knusperstübchen“ ein Sconesrezept entdeckt, das mir zum Frühstück zusagte. Glücklicherweise befanden sich alle benötigten Zutaten im Kühl- und Vorratsschrank.

Scones zum Frühstück

Zutaten für 16 Scones

480-500g Mehl (Type 550)
1 TL Natron
2 TL Backpulver
1 TL Meersalz
130 g kalte Butter
20 g Zucker
1 Ei
230 ml Buttermilch

Mehl mit Backpulver, Natron und Salz mischen, die kalte Butter unterkneten. Ei gut verquirlen, etwa ¾ zu der Masse geben. Das restliche Ei wird später zum Bestreichen der Teiglinge gebraucht.
Buttermilch und Zucker hinzugeben und gut einarbeiten.
Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben und nochmal gut durchkneten. Teigmenge halbieren und rundlich auswallen. Der Teigling sollte etwa 2 cm hoch sein.
Nun den Teig in Dreiecke schneiden und die Teiglinge auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und mit dem restlichen Ei bestreichen. Bei 200°C Ober-/Unterhitze ca. 12 – 15 Minuten backen. Kurz abkühlen lassen.

Im Mutterland des Scones werden sie mit clotted cream oder Butter serviert, dazu gibt es Erdbeermarmelade zum Tee.
Wir hatten die leckeren Dreiecke zum Frühstück mit Butter und einem Reigen selbstgemachter Aprikosen- und Kiwi-Bananenkonfitüre, Apfelgelee und Pflaumenmus mit Zimt. Adaptiert halt… und lecker!

 

 

 

31
Dez
16

Silvester oder: Früher war mehr Buffet…

Den Abschluss des Jahres 2016 begehen meine Schwester und ich gemeinsam, so wie vieles Andere auch im zurückliegenden Jahr.
Wir lassen es gemächlich angehen, Raclette in der deutschen Variante, so mit Tischgrill und Käsescheiben. Das Coctailkleid wird auch nicht angezogen, wir bleiben „casual“.
Früher wurde da glamouröser in unserer Familie gefeiert: das kalte Buffet wurde gerichtet, der Käseigel durfte nicht fehlen, der Kartoffelsalat und die Schnittchen. Ach, und die Luftschlangen mussten auch gepustet werden. Daran erinnere ich mich mit großem Spaß!
Mit ein paar Impressionen aus dem Familienarchiv wünsche ich Euch allen einen guten Rutsch, kommt gut in’s neue Jahr und feiert kräftig!


21
Dez
16

Weihnachtsbäckerei 2016 – Walnuss-Balsamico-Hörnchen

Ein weiterer Klassiker der deutschen Weihnachtsbäckerei sind ja die Vanillekipferln, dieses zarte Mandel-Butter-Gebäck, das einem mit der vanilligen Note im Mund zergehen sollte. Meine schlesische Oma konnte die wirklich zaubern, ich versuche ihr nachzueifern, hier ohne Erfolg!
Nach vielen Jahren des Bemühens habe ich mir gedacht, dass ich doch einmal etwas Anderes ausprobieren sollte. In einer Plätzchen-Sonderbeilage der Zeitschrift „Brigitte“ (wird jedes Jahr aus diesem Grund gekauft!) des Jahres 2009 habe ich eine spannende Variante gefunden, die es nachzubacken galt: die „Walnuss Balsam Hörnchen“. Walnüsse habe ich jede Menge aus dem Tanten- und Schwesterngarten, aber „Hörnchen“ gibt es zum Frühstück und „Balsam“ braucht meine Seele immer noch, aber ich meine, das hat im Backwerk nichts zu suchen. Wenngleich das gelungene Backwerk später auch gerne als Balsam fungieren darf. Also wurden es:

Walnuss-Balsamico-Kipferl

reicht für etwa 2 Backbleche:
Vorbereitungen gehen über zwei Tage!!
100 g Walnusskerne
4 EL Aceto Balsamico di Modena
300 g Mehl (Type 550)
200 g feiner brauner Zucker
knapp 1 TL feines Meersalz
175 g Butterschmalz

Die Walnüsse grob hacken und zusammen mit dem Balsamico in einem kleinen Topf unter Rühren erwärmen. Auf einem großen Teller ausbreiten und abgedeckt über Nacht bei Zimmertemperatur ziehen und trocknen lassen. Am Folgetag die Walnüsse mahlen. Ich habe die Walnusskerne erst gemahlen und dann mit dem Balsamico vermengt. Über Nacht zog dieser in die gemahlenen Nüsse gut ein, mit dem Stößel des Mörsers wurde alles wieder wie frisch gemahlen. Da ich eine Handmühle für Nüsse habe, wollte ich sie mir nicht mit den Balsamicorückständen verkleben.
Die gemahlenen Walnüsse mit dem Mehl, 125 g Zucker und dem Meersalz mischen. Butterschmalzwürfel gleichmäßig darauf verteilen und alles mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig zu zwei langen Rollen (etwa je 30 cm ) formen und für ca. 1 Stunde kalt stellen.
Den Backofen auf 180 Grad vorheizen (Umluft 160 Grad, Gas Stufe 3).
Jede Teigrolle in ca. 35 Scheiben schneiden, jede mit den Händen zu einem Kipferl formen und auf mit Backpapier ausgelegte Bleche legen. Im Backofen dann ca. 10-12 Minuten goldbraun backen. Den restlichen Zucker puderzuckergleich zermörsern und in einen tiefen Teller geben. Die Hörnchen ca. 10 Minuten abkühlen lassen, mit einer Palette/Backmesser vorsichtig vom Backblech nehmen und noch warm mit 2 Gabeln im Zucker wälzen. Die Kipferl sind noch sehr zerbrechlich, erst mit einer gewissen Ruhezeit in einer Dose werden sie „stabiler“.
Nach ein paar Tagen kommt der Geschmack des Essigs als säuerliche Note im Hintergrund gut heraus, durch die Walnüsse schmecken die Plätzchen insgesamt kräftiger. Wird ein neuer Klassiker bei mir!
walnusshoernch




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