11
Jan
17

Dona nobis pacem

Dies ist die Fortsetzung des Sternsinger-Beitrages, es bleibt weiter eher traurig!

Es hatte drei Stunden gedauert, bis vom hausärztlichen Notdienst (Wochenende auf dem Land!) jemand kam, um den Totenschein für unseren Vater auszustellen. Die Untersuchung dauerte etwa eine halbe Stunde inklusive unserer Befragung. Der Arzt war selber schon im Rentenalter, er war von Detmold aus nach Höxter gefahren (Wochenende auf dem Land!), was etwa 50 km sind.
Ich rief den Bestatter an, der in der 3. Generation in unserer Familie für die angemessenen Beerdigungen sorgt und nebenbei gesagt inzwischen der einzige am Ort ist. Sie ließen uns ausreichend Zeit, so konnte die Lebensgefährtin auch ihre Verwandt- und Bekanntschaft benachrichtigen, die zum Schauen kamen. Natürlich wurde früher der Tote zuhause aufgebahrt, auch bei unserer Mutter Ende der 1980er Jahre bestand unser Vater noch darauf. Allerdings erst nachdem der Leichnam hergerichtet war. Hier widerstrebte es uns sehr, ihn so, wie er im Bett lag, Fremden vorzuführen. Wir konnten es nicht verhindern. Erst gegen Abend kam der Bestatter und vollzog sein Zauberwerk.
Am Folgetag gingen wir zum Bestatter, um den Sarg auszusuchen, den Termin für die Beerdigung festzulegen und den Papierkram zu übergeben.
Freundlicherweise kümmern sich Bestattungsunternehmen heute um die Meldung beim Standesamt (Sterbeurkunde), bei der Rente/Arbeitgeber, Krankenkasse, also bei den Stellen, die vom Tod verwaltungstechnisch als erstes erfahren sollten. Natürlich sollte es auch eine Todesanzeige in der Lokalzeitung geben, Trauerkarten verschickt werden und die Einzuladenden zum Beerdigunskaffee bestimmt werden. Auch die Beerdigung selber mit vorangehender Andacht musste geplant werden, in Zeiten von Pastoralverbünden ist es auch gar nicht so einfach, einen Priester zu finden, der Zeit für eine kirchliche Zeremonie hat, nicht einmal mehr auf dem Land!
Es war also eine Menge zu tun, meine Schwester hatte sich bereits Gedanken über das Bibelzitat für die Karten und die Zeitung gemacht, sie fand auch drei wunderbare Musikstücke für die Beerdigung, die sehr gut zum Leben unseres Vaters passten.
Zusammen mit der Tante hatten wir uns auch Gedanken über die Gestaltung gemacht, etwas, was wir auf gar keinen Fall aus der Hand geben wollten. Als an jenem Montag nachmittag der von uns ausgesuchte Priester kam, konnten wir ihm einen langen Zettel mit Einzelheiten aus dem Leben unseres Vaters mitsamt Daten und seinen Eigenheiten und Vorlieben in die Hand geben. Wir besprachen auch die Musikstücke, insgesamt war das Thema „wohlbehütet in der Herde sein“. Ich rechne es dem Geistlichen hoch an, dass er sehr genau zuhörte und verstand, was wir ihm sagten. Als die Lebensgefährtin befragt wurde, was ihr wichtig sei, kam nur, dass es nie ein böses Wort zwischen ihnen gegeben habe (stimmt definitiv nicht!) und dass sie ihn lange Jahre gepflegt habe. Es stimmt zwar, dass er in den letzten Jahren nicht mehr der fitteste Mensch war, aber ein Pflegefall, wie sie es darstellen wollte, war er nicht. Und dann kam von dem Geistlichen eine Antwort, die genau passte: „Aber Sie haben es sich doch gegenseitig versprochen, in guten wie in schlechten Zeiten!“ Etwas, was er in der Andacht wiederholen würde: mein Vater und seine Lebensgefährtin hatten vor vielen Jahren in einer rein kirchlichen Zeremonie so etwas wie eine Hochzeit begangen. Eine standesamtliche Trauung gab es nie, denn beide wollten ihre jeweilige Hinterbliebenenrente behalten.
Der Tag sollte noch mehr Überraschungen für uns bereithalten: Beim Friedhofsgärtner bestellten wir auftragsgemäß das Herz aus Rosen für die Dame und suchten für die Tante und uns zusammenpassende Gebinde aus, die wir auch als Sargschmuck nahmen. Da die Aufdrucke für die Kranzbinden mit den üblichen Wendungen bereits vergeben waren, mussten wir uns etwas Eigenes einfallen lassen. Wir wollten etwas mit für uns besonderer Bedeutung, was die Situation beschreiben würde. Der Friedhofsgärtner hielt uns zwei Din A 4 Seiten mit Sprüchen hin, und das erste Mal seit ein paar Tagen konnte ich herzhaft lachen, denn es stand recht weit oben auf der ersten Seite „Endlich Ruhe!“ Ehrlich! „Endlich Ruhe!“ Sehr gerne hätte ich dieses genommen, denn bis wir endlich Ruhe haben sollten, würde noch sehr viel Zeit in’s Land gehen, das wussten wir schon nach diversen Schreiereien und Anschuldigunegn in den letzten Tagen! Wir entschieden uns für „Dona nobis pacem“ (Gib uns Frieden). Wenn auch dieser Wunsch eher unser war, so passte er gut auf die kommende Zeit. Zum Schluss gab es noch Bio-Zitronen zum Mitnehmen!
Die Beerdigung war noch einmal etwas, an das meine Schwester und ich nur mit Traurigkeit und viel Kopfschütteln zurückdenken. Der Priester hielt eine schöne Andacht, viel von unseren Gedanken hatte er einfließen lassen und die Musik brachte mir einerseits Ruhe und doch wühlte sie mich auf. Später wurden wir mehrere Mal nach den Stücken gefragt, weil sie so gefallen hatten, dabei weitab von den Beerdigungsklassikern.
Als der Sarg aus der Kapelle geschoben wurde, bemühte sich die Familie der Lebensgefährtin sich vorzudrängen, wir hatten der Frau durchaus den Vortritt lassen wollen, aber mehr auch nicht! Die Posse ging noch weiter: nachdem der Sarg in das Grab gesenkt worden war und wir verharrten, verweigerten uns ein Großteil der Bekannten der Lebensgefährtin die kleine Geste der Anteilnahme, die man üblicherweise den Hinterbliebenen erweist. Ich dachte immer, dass so etwas nur in preisgünstig hergestellten Filmen vorkommt.
Und auch beim Beerdigungskaffee, um den es vorher Ärger gegeben hatte, hörte es nicht auf: eine Nachbarin drohte mir mit Anwälten, wenn wir nicht täten, was die Lebensgefährtin wolle. Und überflüsisg zu sagen, dass unsere ursprüngliche Kalkulation von etwa 30 Gedecken, die wir auf ihr Gezeter hin auf 50 erhöht hatten, genau gepasst hätte. Aber so ließ sich die Dame die Reste einpacken, von dem sie ihre Gefolgschaft noch mehrere Tage bewirten konnte. Bezahlt wurde es alles von unseres Vaters Konten.
Der Ankündigung der Dame, dass sie etwas zu den Beerdigungskosten dazugeben würde, folgten keine Taten.

dnp_

09
Jan
17

Sternsinger

Als die Sternsinger im Flur standen, nur durch eine Tür von ihm getrennt, ist er gegangen. Ohne sich zu verabschieden. Als ich an sein Bett zurücktrat, war er weg.
fa
Heute vor einem Jahr ist mein Vater gestorben. Er hat nicht lange körperlich leiden müssen, denn es hat nur etwa einen Monat gedauert, von seiner Rückkehr aus dem Krankenhaus, wo er wegen akuter Atemnot zwei Tage behandelt wurde, bis zu seinem letzten Atemzug. Die letzten zweieinhalb Jahre waren von fortschreitender Demenz, begleitet von einer Art Miniaturschlaganfälle und -herzattacken, die seine Lebensgefährtin vor der Umwelt zu verschleiern versuchte. Als meine Schwester und ich dessen gewahr wurden, bemühten wir uns, das tägliche Leben zu erleichtern, regten eine Pflegestufe an, bemühten uns um den barrierefreien Umbau des Bades im Erdgeschoss des eigentlich zu großen Hauses und mussten immer wieder bittere Pillen der Zurückweisung schlucken. Das Verhältnis zu unserem Vater war seit vielen Jahren nicht mehr sehr eng gewesen, die Lebensgefährtin wollte uns augenscheinlich nicht sehr präsent in seinem Leben haben und er ließ es sich gefallen. Ähnliche Geschichten sind Legion… Dennoch bemühten sich unsere Tanten immer wieder, uns zusammenzubringen, sei es zum Kaffeetrinken bei ihnen oder zum abendlichen Glas Wein. Gegeneinladungen kamen nicht, in den letzten Jahren wurden meine Schwester und ich samt unserer Familien vom Mittagstisch zum 1. Weihnachtsfeiertag ausgeladen, lediglich zwei Stündchen zum Kaffeetrinken durften wir vorbeikommen. Es sei ihr zu viel Arbeit, sagte unser Vater. Offensichtlich nur bei uns, denn ihr Sohn samt Familie war weiterhin gerne gesehen.
Dennoch sind wir bei fast jeder Benachrichtigung, dass der Vater wieder ins Krankenhaus gemusst habe, die wir zumeist über unsere Tante bekamen, losgefahren, waren dort.
Als unser Vater das letzte Mal aus dem Krankenhaus kam, war meiner Schwester und mir klar, dass er nur noch wenig Zeit haben würde, die Durchblutung der Füße war schon stark eingeschränkt. Da ich eine Menge Urlaub aufgespart hatte, konnte ich nach Höxter fahren und manche Dinge gegen den Widerstand der Lebensgefährtin in die Hand nehmen. Meine Schwester, die auch schon den Papierkram für die erste Pflegestufe übernommen hatte, beantragte die zweite. Überraschenderweise (Kleinstadt sei Dank!) funktionierte das. Für mich war das Erste der Gang zum Hausarzt, wo ich bestürzt erfuhr, dass unser Vater dort das letzte Mal vor etwa einem Jahr gewesen war. Ich erzählte dem Hausarzt, wie es um meinen Vater stand und er mir, dass die Lebensgefährtin bei ihren eigenen Besuchen berichtet habe, dass es meinem Vater gut ging. Allerdings hatte der Arzt bei Vaters letztem Besuch wohl darauf hingewiesen, dass mein Vater aktiv mitarbeiten müsse, etwas, was der Patient gar nicht gerne gehört habe. Wenige Stunden später kam der Hausarzt zur Visite und war sichtlich geschockt, als er meinen Vater sah und sprach. Er sorgte sofort für den Kontakt zum örtlichen Palliativnetzwerk, die sich auch sehr schnell bei uns meldeten. Arzt und Beraterin waren am selben Tag noch bei uns, sprachen mit unserem Vater und mit der Lebensgefährtin und mir.
Der Lebensweg war kurz und wurde zusehends kürzer und steiniger für den Vater. Konnte er am Tag nach der Krankenhausentlassung noch aus eigener Kraft die Treppe in den 1. Stock hinaufsteigen, ging dies am nächsten Tag hoch- und hinunter nur noch mit vereinten Kräften. Auch die eigenständindige Essensaufnahme stellte er nach einigen Tagen ein, flüssige Speisen und Getränke konnte er nur noch mit Hilfe zu sich nehmen, unterhalten konnte er sich schon noch. Die Lebensgefährtin war mit der Pflegesituation zunehmend überfordert, lehnte zunächst kategorisch jede Hilfe, die sie als Einmischung verstand ab. Schließlich setzten sich meine Schwester und ich über die lautstark vorgebrachten Einwände hinweg, bestellten den Pflegedienst und ein Pflegebett. Zu viert trugen wir unseren Vater die Treppe hinunter, er war inzwischen sehr schmerzempfindlich. Und dank der guten Unterstützung durch Haus- und Palliativarzt war der regelmäßige Pflegedienst nur Stunden später mit an Bord, ebenso konnte die Schmerztherapie einsetzen.
Leider war der Hausarzt über die Feiertage im wohlverdienten Urlaub, so dass die Entscheidung, die allnächtliche Dialyse abzustellen, von der Lebensgefährtin nicht mitgetragen wurde. Hier hätte es ein Machtwort des Arztes gebraucht, denn die Patientenverfügung des Vaters sah uns alle drei in der Verantwortung, die sie nicht mittragen wollte. Das tägliche Telefonat mit dem etwa 60 km entfernten Facharzt war wenig hilfreich, denn dieser konnte natürlich keine Entscheidung treffen, ohne den Patieten zu sehen. Und die Dialysewerte waren unauffällig, so wie sie aus dem Gerät kamen. Nur die Morphingaben wurden von Tag zu Tag angepasst, die Pflegerinnen konnten ihn nicht mehr anfassen, ohne dass er vor Schmerzen wimmerte. Die Durchblutung in den Extremitäten ließ auch immer mehr nach. Wir saßen abwechselnd an seinem Bett, mitunter war er wach und ansprechbar, aber diese Zeiten wurden immer kürzer.
Als fürchterlichen Tag habe ich auch seinen Geburtstag in Erinnerung, der 2. Januar 2016, sein 80. Die Lebensgefährtin hatte es sich nicht nehmen lassen, Freunde einzuladen, auch ihr Sohn mitsamt Familie war da. Mein Vater wusste, dass es sein Geburtstag war, er bemühte sich, möglichst lange wach zu bleiben. Es fiel ihm offensichtlich sehr schwer. Und fürchterlich war es für mich und meine Schwester, dass er – aus unserer Sicht – den Bekannten regelrecht „vorgeführt“ wurde, damit alle sahen, wie „schwer“ es doch die Lebensgefährtin hatte.
Der Hausarzt war gleich am ersten Tag nach seinem Urlaub zum Hausbesuch da und unterstützte uns voll und ganz in unserer Entscheidung, die Dialyse abzustellen. Auf die Einwände der Lebensgefährtin reagierte er mit einem „Wollen Sie ihn noch länger leiden lassen?“
Sechs Tage sollte es noch dauern, am Tag vor seinem Tod kam auch jemand, der den Antrag auf die zweite Pflegestufe begutachtete. Die dritte käme ja nicht in Frage, weil man nicht so viel Zeit für die Pflege bräuchte, da er nur im Bett liegen würde.
Die Sterbesakramente, auf die er in seiner Patientenverfügung bestanden hatte, bekam er kaum mit. Dafür drängte ein befreundetes Ehepaar, welches die Lebensgefährtin dazu geladen hatte, meine Tante und die Schwester zur Seite. Ich war für einen Tag nach Hause gefahren, weil mein Liebster Geburtstag hatte und ich auch einen Tag Abstand brauchte.
Dafür war ich alleine da, als die Sternsinger klingelten.

01
Jan
17

2017 beginnt…

… wie immer mit Feuerwerk!

31
Dez
16

Silvester oder: Früher war mehr Buffet…

Den Abschluss des Jahres 2016 begehen meine Schwester und ich gemeinsam, so wie vieles Andere auch im zurückliegenden Jahr.
Wir lassen es gemächlich angehen, Raclette in der deutschen Variante, so mit Tischgrill und Käsescheiben. Das Coctailkleid wird auch nicht angezogen, wir bleiben „casual“.
Früher wurde da glamouröser in unserer Familie gefeiert: das kalte Buffet wurde gerichtet, der Käseigel durfte nicht fehlen, der Kartoffelsalat und die Schnittchen. Ach, und die Luftschlangen mussten auch gepustet werden. Daran erinnere ich mich mit großem Spaß!
Mit ein paar Impressionen aus dem Familienarchiv wünsche ich Euch allen einen guten Rutsch, kommt gut in’s neue Jahr und feiert kräftig!


24
Dez
16

Frohe Weihnachten 2016

xmas2016

Liebe Leser und Vorbeispazierer,
ich wünsche Euch von Herzen ein frohes Weihnachtsfest, ganz in Ruhe, ohne Vorbereitungsstress.
Lasst es Euch alle gut gehen und bleibt meinem Blog und mir weiterhin gewogen.

Frohe Weihnachten, Merry Christmas et Joyeux Noël!

21
Dez
16

Weihnachtsbäckerei 2016 – Walnuss-Balsamico-Hörnchen

Ein weiterer Klassiker der deutschen Weihnachtsbäckerei sind ja die Vanillekipferln, dieses zarte Mandel-Butter-Gebäck, das einem mit der vanilligen Note im Mund zergehen sollte. Meine schlesische Oma konnte die wirklich zaubern, ich versuche ihr nachzueifern, hier ohne Erfolg!
Nach vielen Jahren des Bemühens habe ich mir gedacht, dass ich doch einmal etwas Anderes ausprobieren sollte. In einer Plätzchen-Sonderbeilage der Zeitschrift „Brigitte“ (wird jedes Jahr aus diesem Grund gekauft!) des Jahres 2009 habe ich eine spannende Variante gefunden, die es nachzubacken galt: die „Walnuss Balsam Hörnchen“. Walnüsse habe ich jede Menge aus dem Tanten- und Schwesterngarten, aber „Hörnchen“ gibt es zum Frühstück und „Balsam“ braucht meine Seele immer noch, aber ich meine, das hat im Backwerk nichts zu suchen. Wenngleich das gelungene Backwerk später auch gerne als Balsam fungieren darf. Also wurden es:

Walnuss-Balsamico-Kipferl

reicht für etwa 2 Backbleche:
Vorbereitungen gehen über zwei Tage!!
100 g Walnusskerne
4 EL Aceto Balsamico di Modena
300 g Mehl (Type 550)
200 g feiner brauner Zucker
knapp 1 TL feines Meersalz
175 g Butterschmalz

Die Walnüsse grob hacken und zusammen mit dem Balsamico in einem kleinen Topf unter Rühren erwärmen. Auf einem großen Teller ausbreiten und abgedeckt über Nacht bei Zimmertemperatur ziehen und trocknen lassen. Am Folgetag die Walnüsse mahlen. Ich habe die Walnusskerne erst gemahlen und dann mit dem Balsamico vermengt. Über Nacht zog dieser in die gemahlenen Nüsse gut ein, mit dem Stößel des Mörsers wurde alles wieder wie frisch gemahlen. Da ich eine Handmühle für Nüsse habe, wollte ich sie mir nicht mit den Balsamicorückständen verkleben.
Die gemahlenen Walnüsse mit dem Mehl, 125 g Zucker und dem Meersalz mischen. Butterschmalzwürfel gleichmäßig darauf verteilen und alles mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig zu zwei langen Rollen (etwa je 30 cm ) formen und für ca. 1 Stunde kalt stellen.
Den Backofen auf 180 Grad vorheizen (Umluft 160 Grad, Gas Stufe 3).
Jede Teigrolle in ca. 35 Scheiben schneiden, jede mit den Händen zu einem Kipferl formen und auf mit Backpapier ausgelegte Bleche legen. Im Backofen dann ca. 10-12 Minuten goldbraun backen. Den restlichen Zucker puderzuckergleich zermörsern und in einen tiefen Teller geben. Die Hörnchen ca. 10 Minuten abkühlen lassen, mit einer Palette/Backmesser vorsichtig vom Backblech nehmen und noch warm mit 2 Gabeln im Zucker wälzen. Die Kipferl sind noch sehr zerbrechlich, erst mit einer gewissen Ruhezeit in einer Dose werden sie „stabiler“.
Nach ein paar Tagen kommt der Geschmack des Essigs als säuerliche Note im Hintergrund gut heraus, durch die Walnüsse schmecken die Plätzchen insgesamt kräftiger. Wird ein neuer Klassiker bei mir!
walnusshoernch

20
Dez
16

Weihnachtsbäckerei 2016 – Shortbread mit Quittenfüllung

Ich mag ja die einfachen, aber leckeren Gebäcke, kein großes Gedöns. Und da ist dieses Shortbread genau richtig, fruchtige Füllung zwischen mürben Gebäckplatten. In mein Backbuch habe ich es vor vielen Jahren eingetragen, daher kann ich nicht sagen, woher ich es habe, vermutlich auch aus einer Zeitschrift abgeschrieben. Da wird es auch mit Hagebuttenmarmelade gefüllt, ich wollte aber einen etwas säuerlicheren Geschmack, daher habe ich das letzte Glas Quittenmarmelade verwendet, kein Gelee, sondern richtig mit Fruchtfleisch, nicht so süß, standfest, lecker.

Shortbread mit Quittenfüllung

200 g Butter
75 g Puderzucker
250 g Dinkelmehl (Type 630)
Mehl zum Ausrollen
100 g Quittenmarmelade (kein Gelee)

Butter, Puderzucker und Mehl zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig mindestens 1 Stunde in Folie verpackt kühlen. Den Backofen auf 150 Grad Ober- und Unterhitze (Umluft 130 Grad) vorheizen. Den Teig halbieren. Jede Portion auf wenig Mehl zu einem Quadrat von 20 cm Seitenlänge ausrollen. Eine Teigplatte auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Die Quittenmarmelade darauf verteilen. Die 2. Teigplatte auflegen und leicht andrücken. Etwa 35 Minuten backen.
Das Shortbread noch warm in kleine Stücke schneiden.

shortbr




%d Bloggern gefällt das: