01
Mrz
16

It-girl

Hach, ich war mal auf dem besten Wege, ein It-Girl zu werden, den coolen Gang und die Sonnenbrille waren offensichtlich Bestandteil frühkindlicher Erziehung.

Leider ist nichts draus geworden, dem It-Girl, welches im Geld schwimmt oder zumindest wie bei „Frühstück bei Tiffany“ überzeugend so tut.

Fundstücke aus dem Nachlass….

28
Feb
16

Brombeer-Tarte mit weißer Schokolade

Und wieder hatte sich Kaffeebesuch angesagt, dumm nur, dass ich kein 550er Weizen- oder 630er-Dinkelmehl mehr hatte, aber (gefühlte) Not macht erfinderisch. Vollkorndinkel- und Mandelmehl und ein wenig Speisestärke sollten es doch auch tun, oder?

Die Inspiration zum Kuchen holte ich mir hier: Weiße Trüffel-Tarte mit Himbeeren.

Nun denn:

Tarteform von 26 cm Durchmesser (ich hatte eine mit 24 cm Dm.)

Zutaten für den Teig
220 g Mehl (Typ 550), heute: 100 g Vollkorn-Dinkel-Mehl, 100g Mandelmehl, 20 g Speisestärke
100 g Butter, gekühlt
60g Zucker
1 Ei Größe M
1 Pr. Salz

Zutaten für die Brombeerfüllung
300 g TK Brombeeren
50 g Zucker
1 Zitrone, Saft und abgeriebene Schale
60 ml Wasser
2 EL Speisestärke
1 Msp. Chili (Ernte vom Balkon, also nur eine Winzigkeit, da scharf!!)

Zutaten für den Guss von weißer Schokolade
300 g weiße Schokolade, feingehackt
150 ml Sahne
50 g Butter.

Die Zutaten für den Mürbeteig rasch zu einem glatten Teig verkneten, diesen ca. 1 h kühl stellen. Den Backofen auf 180°C vorheizen, die Tarteform mit Backpapier auslegen.

Den Teig in die Form geben. Da ich eine etwas kleinere Form mit 24 cm verwendet habe, ist etwas Teig übrig geblieben, daraus habe ich später noch ein paar Kekse gebacken.
Den Teig einstechen, dann blind ca. 25 min backen, abkühlen lassen.

Währenddessen die TK Brombeeren mit Zucker, Zitrone in einem kleinen Topf aufkochen, in einem hohen Rührgefäß pürieren, zurück in den Topf geben und aufkochen. Speisestärke mit Wasser anrühren und in die kochende Brombeermassen geben. Schnell verrühren, abkühlen lassen, dann mit Chili abschmecken. Vorsicht, es soll nur eine Ahnung von Schärfe haben, als Gegengewicht zu der krachsüßen Schokomasse später.

Wenn Kuchen und Brombeermasse etwas abgekühlt sind, letztere auf den Kuchen geben, weiter auskühlen lassen. Heute ging es auf dem Balkon recht zügig.

Nun Butter und Sahne in einem weiteren Topf erwärmen, kurz aufkochen, vom Feuer ziehen und dann die kleingehackte weiße Schokolade zugeben und unter Rühren schmelzen lassen. Diese Masse dann vorsichtig und langsam auf die durchgekühlte Brombeerschicht geben und alles wiederum gut durchkühlen lassen, am besten über Nacht, dann aber im Kühlschrank und nicht mehr auf dem Balkon.

Im Originalrezept wurde mit frischen Himbeeren am Folgetag dekoriert, da keine Beerenzeit ist, gibt es keine Dekoration. So!

Nach der langen Abkühlphase auf Balkon und im Kühlschrank war es am Folgetag soweit: Anschnitt! Die Crème aus weißer Schokolade und Sahne ist nicht sehr fest, die Brombeermus hat gut Stand bekommen, der Boden sowieso.
Der Kuchen ist durch die weiße Schokolade sehr süß, da braucht es schon ordentlich Saures (hier Brombeer mit weniger Zucker, mehr Zitrone) und den vollwertigeren Boden mit weniger Zucker als Gegengewicht.Beim nächsten Versuch werde ich mit der Crème noch experimentieren, ich hätte es etwas standfester gehabt.

Dennoch sehr lecker, eine echte Mörderpraline…

26
Feb
16

Europäisches Haus

Ja, es ist viel zu warten und wieder „heile“ zu machen, da, am Europäischen Haus.
Letzte Woche in Berlin aufgenommen:
europhaus

19
Feb
16

Birnen-Gorgonzola-Quiche

Eigentlich wollte ich einen Birnen-Speck-Flammkuchen werden, aber hatte den Speck beim Einkaufen vergessen. Naja, und auch die Crème fraîche. Bei der Suche nach einer Alternative kam ich noch einmal bei Aurélie Bastian vorbei. Bei ihr gab es eine kleine Quiche mit Birne und Roquefort, das las sich gut und passte gut zu den bei mir in Küche und Kühlschrank vorhandenen Zutaten.

Zutaten für den Boden:
125 g Mehl
60 g Butter
30 g geriebener Parmesan
3-4 EL Wasser
Salz, Pfeffer

Zutaten für den Belag:
1 kleine Zwiebel
1/2 TL Butter
2 Birnen
50 ml Weißwein
80 g Gorgonzola
150 g griechischer Joghurt (10%)
1 Ei
Salz, grüner Pfeffer.
Springform 18 cm Durchmesser

Aus den oben genannten Zutaten einen Mürbeteig bereiten, alle Zutaten schnell verkneten und etwa eine halbe Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.
Währenddessen die Zwiebel sehr fein würfeln, die Birnen ebenfall in Würfel schneiden. Zwiebel in der Butter anschwitzen, dann die Birnen dazu geben, alles mit dem Weißwein ablöschen, diesen einkochen lassen. Die Birnen abkühlen lassen, dann den Joghurt zugeben sowie das Ei und den gewürfelten Gorgonzola. Mit Salz und grünem Pfeffer kräftig abschmecken.
Backofen auf 200°C/ Umluft 180°C vorheizen. Die Springform mit Backpapier auslegen, die Wandung mit Butter fetten. Den gekühlten Teig in die Form bringen, einen hohen Rand formen. Den Boden etwa 20 min (blind) vorbacken.
Dann die Füllung darauf geben und alles etwa 30 min abbacken. Etwas abkühlen lassen.
Dazu passt ein Grauburgunder und natürlich ein Salat wie ein winterlicher Feldsalat oder einer mit Bitternoten wie Endivie.

18
Feb
16

Spitzenmäßig in Amelungsborn

Endlich hat die Klosterkirche von Amelungsborn einen neuen Dachreiter, sechs Jahre hat es gedauert, bis die 29m hohe Spitze das Dach der Kirche wieder krönt. Im Juni soll der neue Turm dann offiziell eingeweiht werden.
Heute dient das Kloster als Tagungsort, allerdings gibt es bis heute auch eine kirchliche Communitas der evangelischen Landeskirche, bestehend aus Abt und acht Konventsbrüdern, sowie aus etwa 30 weitern Laienbrüdern. weiterlesen ‚Spitzenmäßig in Amelungsborn‘

17
Feb
16

Schneller Orangenkuchen

Meine Zeit in Halle ist ja nach zwei Jahren herum, nun bin ich wieder/erstmal in Berlin. Der Umzug war zum Glück nicht zu heftig, da ich ja nur eine Mini-Zweitwohnung dort hatte. Und schlussendlich hat Frau Vau kräftig bei der vorletzten Ladung geholfen. Nun sind die Kisten und Kartons soweit geleert, der Inhalt in den letzten Ecken der Erstwohnung und im Keller verstaut. Jetzt werden auch die Halleschen Zucker- und Mehlvorräte verbraucht. Und – schwupp – gibt es noch ein Kuchenrezept hier, denn Frau Vau kommt zum spätnachmittäglichen Kaffeeklatsch.

Und auch das Rezept hat den Bezug zu Halle, denn ich habe es von Aurélie Bastians Blog, die in Halle auch ihr Koch- und Backstudio betreibt. Lustigerweise habe ich sie auch ein paar Mal in der Nähe meiner Wirkungsstätte gesehen. So groß ist Halle dann doch nicht.

Zum Kuchen: ich habe das Originalrezept auf die Hälfte der Zutaten reduziert und da ich keine Bio-Orangen zuhause hatte, die Schale nicht mitverwendet. Dafür habe ich die Zitronenschale verwendet, denn die war Bio.

Zutaten

2 Orangen, ohne Schale
3 EL Zucker
2 Eier
110 g Zucker
110 g Butter, geschmolzen
125 g Mehl
2 TL Weinsteinbackpulver, gestrichen
1 Zitrone, Saft und Schale

Die Backform (22 cm Dm.) mit Backpapier auslegen, die Kanten zum Boden falzen, damit austretende Flüssigkeit nicht aus der Form läuft. Ich habe eine geschlossene Tarteform verwendet, da kann nichts in den Ofen laufen.
Den Ofen auf 200 / 180°C Umluft vorheizen.
Die Orangen ohne Schale in 0,5 -0,8 cm dicke Scheiben schneiden.
Zunächst 2 EL Zucker auf das Backpapier streuen, darauf die Orangenscheiben legen, dann noch 1 EL Zucker darauf verteilen. Da ich dieses Mal die Orangenschalen für das Aroma nicht verwenden konnte, habe ich die feingeriebene Zitronenschale noch darauf gegeben.
Nun Eier und Zucker zu einer hellgelben Creme aufschlagen, dann abwechselnd das mit dem Backpulver gemischte Mehl, Butter und Zitronensaft in den Teig geben.

Den Teig in die Form geben, glattstreichen und in den Ofen stellen, etwa 40 min abbacken.
Den Kuchen kurz abkühlen lassen, dann noch heiß auf eine Platte stürzen und vorsichtig das Backpapier abziehen.

 

11
Feb
16

Des Friedhofsgärtners Zitronen

In der Regel geht man nur zum Friedhofsgärtner, wenn es um den Friedhof geht. Oder wenn man keine eigene Orangerie hat. In Höxter kann man seine Orangerie vom Balkon oder aus dem Garten bei der örtlichen Friedhofsgärtnerei und Kranzbinderei überwintern lassen. Eine win-win-Situation, denn im Winter braucht der Gärtner weniger Platz in seinen Gewächshäusern für die Anzucht von Stiefmütterchen und Primeln, die Zitruspflanzen sind dort zur Zwischenmiete.

Nun waren meine Schwester und ich nicht deswegen dort, sondern um die Gebinde für die Beerdigung unseres Vaters zu bestellen. Nur eine Station in jenen Tagen, unsere Liste der zu erledigenden Dinge war sehr lang. Sarggebinde, Handstrauß für uns für die Beerdigung, zwei Kränze (Tante und wir) und ein Herz aus roten Rosen (LAG), nur nichts vergessen, damit die LAG nicht wieder rumschrie.

Die Zitronen lagen dekorativ auf dem Tisch, an dem wir mit Herrn Fahle saßen, um die Einzelheiten zu besprechen. Die Wahl von Blumensorte und Farbe war schnell erledigt, nun stand noch der Spruch für die Kranzschleife zur Wahl. Die Tante und die LAG hatten sich für Kombinationen mit „stillem Gruß“ und „stillem Gedenken“ vorher entschieden, meine Schwester und ich brauchten noch Hilfe, denn „still“ wollten wir nicht. Aber auch da war Herr Fahle gut vorbereitet und reichte uns zwei Seiten mit möglichen Kranztexten. Von „Adieu“ bis „Ruhe sanft“ war eine breite Palette im Angebot. Echte Heiterkeit erregte der Vorschlag „Endlich Ruhe“! Wir entschieden uns schlussendlich für „Dona nobis pacem“ (Gib uns Frieden), denn wir hatten ja in den letzten anderthalb Jahren bereits einen Vorgeschmack auf den mutmaßlichen Ablauf dessen, was nach dem Tod unseres Vaters auf uns zu kommen würde, erlebt.

Als wir nun mit unserem Anliegen soweit fertig waren, fragten wir Herrn Fahle, was er denn mit den vielen Zitronen machen würde. Och, sagte er, er gar nichts, die liegen da zum Mitnehmen. Manche seiner Kunden würden extra vorbei schauen und sich welche holen und daraus Marmelade, Kuchen und so weiter machen. Die wären ja echtes Bio, ungespritzt. Och, sagte ich darauf, dann würde ich gerne ein paar mitnehmen.

Er packte uns dann die Tagesausbeute in eine Tüte und meine Schwester und ich entschieden schon auf dem Parkplatz, dass die bestimmt gut im Gin Tonic schmecken würden.

Taten sie auch!

In den mitunter absurden Tagen bis zur Beerdigung und danach, solange wir zu diesem Anlass noch in Höxter waren, haben wir die Zitronen aufgebraucht.
Zu rein therapeutischen Zwecken, ehrlich!
Gin Tonic 03




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