Archive for the 'Brandenburg' Category

27
Jan
21

Muffins mit weißer Schokolade und Himbeeren

Das Jahr 2021 ist bisher noch nicht besser als das letzte, ehrlich! Und seit gestern hat das Schicksal mich und meine beiden Kolleginnen in die häusliche zweiwöchige Covid-Quarantäne geschleudert. Wir sind ja alle schon etwas älter, eine ist selber mit Vorerkrankung sehr vorsichtig, ich für meinen Mann, der vor anderthalb Jahren eine neue Niere bekam und natürlich meine bald 93jährige Tante. Im Endeffekt hat das social distancing über die Feiertage und natürlich auch am Arbeitsplatz untereinander und auch das Tragen von Masken leider nicht ausgereicht, um uns zumindest die Quarantäne zu ersparen: am Montag wurde eine Auszubildende, die bei uns kurzfristig zum Einsatz kam, positiv getestet. Geschockt, wütend und fassungslos fühlte ich mich, als ich das Ergebnis erfuhr: Sie war in der Vorwoche schon etwas malad, hatte sich morgens krank gemeldet und in einem Nebensatz erwähnt, dass sie seit Donnerstag als Kontakt zu einem anderen Erkrankten geführt würde. Warum zur Hölle ist sie dann am Freitag noch einmal zu uns zur Arbeit gekommen? Dann hätte es zumindest meinen beiden Mitarbeiterinnen, die nur kurz zu einer Dienstbesprechung im Haus waren, nicht getroffen, sondern nur mich, die ich die Azubine seit zwei Wochen betreue.
Die Wege zum Gesundheitsamt in Brandenburg an der Havel sind derzeit aus beruflichen Gründen sehr kurz, so dass ich unverzüglich dort telefonisch meldete, was ich gerade erfahren hatte. 10 Minuten später kam dann der offizielle Anruf, dass wir uns wohl alle drei auf die Quarantäne einstellen sollten. Es hat dann aber doch noch vier Stunden gedauert, bis alles vorbereitet war, Termine verschoben oder abgesagt. Schließlich packte ich meine Tasche, löschte das Licht, schloss die Türen ab und die Alarmanlage scharf. Ab in’s zwangsweise Home-office! Solange es keinen positiven Test und damit eine Krankschreibung gibt, ist man verpflichtet, zuhause seinen dienstlichen Pflichten, soweit möglich, nachzukommen.
Ach, zum Glück wurde uns das Wochenende schon von den 14 Quarantänetagen abgezogen, so dass wir heute mit Tag 2 des Zuhausearbeitens gleichzeitig schon Tag 5 der häuslichen Quarantäne erreicht haben. Wir sind glücklich, dass bis jetzt keine von uns Symtome zeigt.
Heute vormittag kam der erste Kontrollanruf, es wurde die Temperatur abgefragt, ob man Erkältungssymtome oder/und Kopf- oder Halsschmerzen habe oder ob man noch riechen und schmecken könne. Alles nein, alles gut, morgen geht es auf „Einladung“ des Gesundheitsamtes an die frische Luft und zum echten Coronatest.

Und um zu testen, ob ich weiter alles ordnungsgemäß weiterhin schmecke, habe ich heute ein kleines Blech Muffins gebacken. Ich habe das Rezept, welches ich hier fand, auf die Zusammensetzung mit nur einem Ei heruntergerechnet, weil ich natürlich derzeit mit allen Zutaten geize, um meine Vorräte zu schonen und die liebe Freundin, die mich einkaufstechnisch versorgt, nicht zu überstrapazieren.

Muffins mit weißer Schokolade und Himbeeren

  • 1 Ei
  • 65 g Zucker
  • 1/3 Päckchen Vanillezucker
  • 70 g Frischkäse
  • 100 g Mehl
  • 1 gestr TL Backpulver
  • 20 g geschmolzene Butter
  • 50 g TK-Himbeeren
  • 50 g gehackte weiße Schokolade
  1. Das Ei, den Zucker und den Vanillezucker schaumig schlagen. Frischkäse unterheben. Das gesiebte Mehl mit dem Backpulver dazugeben, anschließend die geschmolzene Butter dazu.
  2. Die weiße Schokolade fein hacken, die Späne in den Teig einarbeiten, dann kurz die gefrorenen Himbeeren unterziehen.
  3. Muffinblech mit sech Papierförmchen auskleiden, den Teig einfüllen und das Ganze bei 170°C (Umluft) backen, ca. 20 – 25 min.

Ich hatte leider keine Papiermanschetten, daher habe ich gefettet und mit Semmelbröseln ausgestreut, geht auch! Geschmacksknospen sind derzeit unversehrt, ist doch auch schon was!

17
Feb
19

Ton, Steine, Scherben… in Crinitz

Ja, es ist schon eine ganze Weile her, dass ich hier geschrieben habe. Asche auf mein Haupt, allerdings habe ich auch einen Armvoll Ausreden parat: vor allem das echte Leben fordert, aber dazu ein anderes Mal. Außerdem gestehe ich es: ich bin etwas schreibfauler geworden, weil es so viel einfacher ist, einfach einmal bei instag**m ein Bilchen mit entsprenden Hashtags hochzuladen.
Aber wieder einmal gelobe ich Besserung!
Und somit möchte einen kleinen Abendausflug aus dem letzten Jahr aus der Erinnerungskiste holen, als ich Ende Juni 2018 nach Crinitz fuhr, um auf den letzten Drücker noch beim Töpfer noch ein paar kleine Gugelhupfformen zu erstehen.


Seit mehr als 125 Jahren gibt es die Töpferei, im Laufe der Zeit wurde das Sortiment immer einmal den Zeiten angepasst, geblieben ist die Handarbeit. Als ich meinen kurzfristigen Besuch machte, hatte ich Glück, denn Töpferin Annett Schulze hatte Zeit für mich und zeigte mir den Ofen und Teile der Werkstatt. Zur Werkstatt gehören zwei Öfen, von denen derzeit nur der größere mit 6 m² Volumen betrieben wird. Bis allerdings diese Volumen mit Rohware in ausreichender Menge bestückt werden kann, dauert es einige Monate. Betrieben wird der Ofen mit Öl und auch mit Holz, denn nur durch die Flammen bekommt die Töpferware die charakteristische, pointilistische Oberfläche im Steinzeugton. Ja, Steinzeug wird hier produziert, dazu braucht es Temperaturen von mehr als 1150°C im Ofen. An sich reichen dies aus, um den Scherben wasserundurchlässig zu machen, bei Schulzens werden die Gefäße jedoch noch mit einer Glasur versehen.
Einen Gutteil der Töpfe wird im Freilandmuseum Lehde bei Lübbenau im Spreewald verkauft, darüber bin ich auch an die Töpferei „geraten“.
Mit nach Hause genommen habe ich zwei Kugelhupfformen, die ich endlich heute mit dem Orangenkuchen von der giftigenblonde eingeweiht habe, ein schönes Sonntagssüß!

Herbert Schulze Crinitz ®
Hauptstraße 67 – 03246 Crinitz
Telefon : 035324 480 oder -528
http://www.schulze-crinitz.de

22
Aug
17

Morgennebel

Offensichtlich nimmt der Hochsommer langsam seinen Hut, die frühen Morgen sind kühler, auch wenn es über den Tag noch sehr warm wird. Der erste Schwung Schwalben ist gen Süden abgereist, die Storche sammeln sich auch. Und der Morgennebel kann ganz schön dick sein, morgens so kurz vor sechs Uhr.

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Es riecht auch schon etwas nach Herbst, selbst wenn die Sonne durchkommt, ist das Licht anders.

20
Aug
17

Die Vordermühle bei Krossen

Als ehemalige Friedrichshainerin kannte ich natürlich die Krossener Straße, hatte mich aber nie gefragt, wo denn das zugehörige „Krossen“ lag. Durch meine kleinen feierabendlichen Streifzüge durch die Niederlausitz weiß ich es inzwischen: nordwestlich von Luckau und südwestlich von Golßen. Aber bis Krossen kam ich an jenem Abend nicht, denn ich blieb schon an der Vordermühle „hängen“.
Das hohe Mühlengebäude sah ich schon beim Näherkommen, das rote Ziegelmauerwerk war von der sich hinter den Bäumen versteckenden Sonne angestrahlt. Als ich genauer hinschaute, fielen mir die zerbrochenen Fensterscheiben auf, sogar ganze Fensterrahmen hängen nur noch am letzten „Faden“ aus leeren Höhlen.

Ich ging um das Gebäude herum, vorbei an dem leicht schiefen Mäuerchen mit der noch blanken Jahreszahl 1991. Die Fenster im mintgrünen Wohnhaus haben keine Gardinen mehr, die Zimmer sind leer. Nur ein paar blühende Geranien verleihen dem Anwesen etwas Bewohntes, im Hof steht auf einem wackeligen Tisch eine leere Bierflasche.


Die Dahme plätschert in den Mühlteich, hinter dem Haus ist im dichter werdenden Unterholz das erst 1991 installierte Mühlrad zu sehen, der Mühlenstau läuft mit lautem Plätschern hinter dem Gebäude in das untere Schlagd, kaum noch im Dickicht auszumachen.



Die Mühle war einst eine Getreidemühle, bis zur Schließung 2000 wurde Futtermittel geschrotet. Die Gebrüder Scholz hatten die Mühle von den Eltern übernommen, die als Flüchtlinge aus Schlesien nach dem 2. Weltkrieg die Mühle übernommen hatten. Noch 2006 wurde Jubiläum gefeiert, einen Artikel gibt es in der Lausitzer Rundschau hier. Inzwischen sieht die Welt in der Krossener Vormühle leider deutlich trauriger aus, trotz der lachsfarbenen Geranien.

15
Aug
17

Spreewaldgurken

Immer noch treibe ich mich in der Niederlausitz herum, etwas nordwestlich des eigentlich Spreewaldes, der Heimat der Spreewaldgurke.


Ich kannte zwar den Begriff „Gurkenflieger“, aber so nahe habe ich noch keinen gesehen. Es ist im Prinzip ein Traktor mit zwei langen Ausliegern, auf dem auf jeder Seite bis zu 30 Erntearbeiter liegen, die die Gurken per Hand ernten. Kopf runter, Arme runter und dann jeden Tag wohl so um die acht Stunden. Hier bei Zützen arbeiten nur zumeist junge Leute aus Polen und Rumänien. Sie werden frühmorgens mit einem ausgemusterterten Linienbus zur Arbeit gefahren, mit dem sie nach Feierabend auch zum Einkaufen gefahren werden. Inzwischen bekommen die Saisonkräfte immerhin auch den deutschen Mindestlohn. Dennoch: Es steckt viel Arbeit, Schweiß und sicher auch schmerzende Arme und Schultern im Gurkenglas und -eimerchen. Also, esst die leckeren Cornichons, die Gurkenhappen, die Senf-, Dill- und Gewürzgurken mit Bedacht!

06
Aug
17

Bei den grünen Pfützen von Zützen

Ich gestehe, dass es ein schwaches Wortspiel ist, aber eine Überschrift musste her…

09
Apr
17

Zitronengugelhupf zum Frühstück

Morgen gibt es zum Frühstück Zitronenkuchen, gerade kühlt er ab. Und dann muss er morgen sehr, sehr früh raus und mit mir gen Süden fahren.

Die Idee, morgen Kuchen mitzunehmen, stammt von mir, das Rezept für den Kuchen von Frau giftigeblonde.

Zitronengugelhupf

Zutaten für zwei kleine Gugelhupfformen

4 Eigelb
4 Eiweiß
200 g Mehl
180 g Zucker
1 TL Vanillezucker
1 TL Backpulver (Weinstein-)
Saft und Schale einer Zitrone
100 ml Zitronen-Olivenöl
ca. 50 ml Wasser
1 Prise Salz
Butter und Mehl für die Gugelhupfform
Puderzucker und Saft einer weiteren Zitrone für den Guss

Backofen auf 180° Ober/Unterhitze vorheizen.
Die beiden kleinen Gugelhupfformen mit weicher Butter ausfetten und mit Mehl bestäuben.
Die Eiweiße mit einer Prise Salz sehr steif schlagen.
Die Eigelbe mit Vanillezucker, sowie dem Abrieb der Zitrone sehr schaumig rühren.
Den Zitronensaft mit dem Zitronen-Olivenöl mischen, und dann mit kaltem Wasser auf insgesamt 200 ml auffüllen (ca. 50-70 ml).
Diese Mischung in dünnem Strahl zur Eigelb-Zucker-Mischung einfließen lassen. Nicht wundern, es ist recht flüssig.
Das gesiebte Mehl mit Backpulver unter die Masse heben.
Den Eischnee ganz zum Schluss vorsichtig einrühren.
Den Kuchenteig in die Form füllen und in den Ofen schieben. Den Kuchen ca. 50 Minuten backen, nach 40 Minuten die Temperatur auf 160° C zurückdrehen, damit der Kuchen nicht zu dunkel wird.
Den Kuchen sofort aus der Form stürzen, kurz abkühlen lassen.
Den Puderzucker mit etwas Zitronensaft verrühren und den Guss auf den leicht abgekühlten Kuchen geben.

Und in den unendlichen Weiten Brandenburgs ist ein solcher wunderbar fluffiger, stimmungsaufhellender Kuchen immer genau das Richtige.

30
Aug
15

Erfrischung in Brandenburg/Havel

Nach dem Museumsbesuch verlangte es uns nach einer Erfrischung, zumal das Landesmuseum seit geraumer Zeit bedauerlicherweise kein Museumscafé mehr hat. Da Brandenburg ja geradezu von Wasser umschlossen ist, Weiterlesen ‚Erfrischung in Brandenburg/Havel‘

30
Aug
15

Archäologisches Landesmuseum Brandenburg

Seit 2008 gibt es ja in Brandenburg an der Havel das Archäologische Landesmuseum des Bundeslandes Brandenburg. Das Paulikloster, in dem es eingerichtet wurde, richtete man mit großem Aufwand wieder her, vor nicht allzulanger Zeit zeigte das google-Satellitenbild immer noch den Vorzustand ohne Dach, aber das nur am Rande. Aber wie dem auch sei, das Landesmuseum ist weiterhin vielen unbekannt, das merke ich immer wieder, wenn ich davon erzähle und erstaunte Blicke ernte.
Nun hat es eine neue Sonderausstellung, nach „1636“ die zweite „hausgemachte“. Der Sonderausstellungsbereich ist ein knapp 600 m² großer rechteckiger Raum, der sich an sich famos bespielen lässt. Die Sonderausstellung „Zeugen der Vergangenheit“ zeigt dann auch Objekte aus mehr als 100 000 Jahren archäologischer Landesgeschichte, von Ritzungen auf neanderthalerzeitlichen Knochen bis hin zu Relikten aus einem Fluchttunnel der 1960er Jahre, ein weites Feld also.
So zeigen die Ausstellungsmacher die ganze Bandbreite der neueren Ausgrabungsergebnisse aus dem Bundesland, von jungsteinzeitlichen Goldfunden und bronzezeitlichen Vogelgefäßen über die Hühnergötter aus Drense, importierte römische Luxusgegenstände, einen Schatzfund des 6. Jahrhunderts bis hin zu Schwertfunden des 11./12. Jahrhunderts und Ergebnissen von Untersuchungen im KZ Sachsenhausen. Tolle Objekte, leider war ich mit der Präsentation nicht so zufrieden: In zwei Reihen stehen die hohen Vitrinen im Ausstellungsraum, einzeln, in zwei Reihen mit sehr viel Platz in der Mitte, einer Landebahn gleich. Das geht doch heute besser, oder? Auf der rückwärtigen Ausßenseite der Glaskuben sind die erläuternden Texte befestigt, und zwar so, dass man, um den Inhalt der Vitrine zu betrachten, einmal herum gehen muss. Ich gestehe, dass ich die Hälfte der teilweise recht langen Textinhalte schon wieder vergessen habe. Die Exponate liegen überwiegend direkt auf den Glasböden, sie werden nur von der Lichtquelle oben an der Vitrinendecke angestrahlt. Auch das wirkt sehr „old school“, denn in aktuellen Schauen bemühen sich die Vitrineneinrichter, dass das Licht bis zu den Objekten nur einen kurzen Weg hat.
Die Ausstellung hinterlässt eine gewisse Enttäuschung, nicht wegen der Objekte, die wirklich toll sind, sondern wegen der Präsentation, die so gar nicht den tollen Exponaten angepasst zu sein scheint, sogar teilweise lieblos wirkt.
Schade, sehr schade…

Zeugen der Vergangenheit
20. Mai – 18. Oktober 2015

Archäologisches Landesmuseum Brandenburg, Paulikloster
Neustädtische Heidestraße 28
14776 Brandenburg an der Havel
Telefon: +49 (0)3381 – 41 0 41 12
Reguläre Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag, 10 – 17 Uhr, Montag geschlossen

13
Dez
13

Wustermark

Wustermark an der Wublitzrinne bietet nur wenig, um eine elegische Landpartie dorthin an einem überwiegend nebeligen Tag zu unternehmen. Ich habe es trotzdem getan und ein paar Impressionen von der Bahnstation mitgebracht. Zwei Wellblechunterstände auf dem zwischen den beiden Gleisen gelegenen Bahnsteig, kein Fahrtkartenautomat, der Aufzug zum Bahnsteig außer Betrieb, die Treppe eben dahin ist perfekt, um auf selbiger zu stürzen und sich mindestens einen Oberschenkelhalsbruch zu zuziehen.




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