Archive for the 'Brandenburg' Category

15
Aug
17

Spreewaldgurken

Immer noch treibe ich mich in der Niederlausitz herum, etwas nordwestlich des eigentlich Spreewaldes, der Heimat der Spreewaldgurke.


Ich kannte zwar den Begriff „Gurkenflieger“, aber so nahe habe ich noch keinen gesehen. Es ist im Prinzip ein Traktor mit zwei langen Ausliegern, auf dem auf jeder Seite bis zu 30 Erntearbeiter liegen, die die Gurken per Hand ernten. Kopf runter, Arme runter und dann jeden Tag wohl so um die acht Stunden. Hier bei Zützen arbeiten nur zumeist junge Leute aus Polen und Rumänien. Sie werden frühmorgens mit einem ausgemusterterten Linienbus zur Arbeit gefahren, mit dem sie nach Feierabend auch zum Einkaufen gefahren werden. Inzwischen bekommen die Saisonkräfte immerhin auch den deutschen Mindestlohn. Dennoch: Es steckt viel Arbeit, Schweiß und sicher auch schmerzende Arme und Schultern im Gurkenglas und -eimerchen. Also, esst die leckeren Cornichons, die Gurkenhappen, die Senf-, Dill- und Gewürzgurken mit Bedacht!

06
Aug
17

Bei den grünen Pfützen von Zützen

Ich gestehe, dass es ein schwaches Wortspiel ist, aber eine Überschrift musste her…

09
Apr
17

Zitronengugelhupf zum Frühstück

Morgen gibt es zum Frühstück Zitronenkuchen, gerade kühlt er ab. Und dann muss er morgen sehr, sehr früh raus und mit mir gen Süden fahren.

Die Idee, morgen Kuchen mitzunehmen, stammt von mir, das Rezept für den Kuchen von Frau giftigeblonde.

Zitronengugelhupf

Zutaten für zwei kleine Gugelhupfformen

4 Eigelb
4 Eiweiß
200 g Mehl
180 g Zucker
1 TL Vanillezucker
1 TL Backpulver (Weinstein-)
Saft und Schale einer Zitrone
100 ml Zitronen-Olivenöl
ca. 50 ml Wasser
1 Prise Salz
Butter und Mehl für die Gugelhupfform
Puderzucker und Saft einer weiteren Zitrone für den Guss

Backofen auf 180° Ober/Unterhitze vorheizen.
Die beiden kleinen Gugelhupfformen mit weicher Butter ausfetten und mit Mehl bestäuben.
Die Eiweiße mit einer Prise Salz sehr steif schlagen.
Die Eigelbe mit Vanillezucker, sowie dem Abrieb der Zitrone sehr schaumig rühren.
Den Zitronensaft mit dem Zitronen-Olivenöl mischen, und dann mit kaltem Wasser auf insgesamt 200 ml auffüllen (ca. 50-70 ml).
Diese Mischung in dünnem Strahl zur Eigelb-Zucker-Mischung einfließen lassen. Nicht wundern, es ist recht flüssig.
Das gesiebte Mehl mit Backpulver unter die Masse heben.
Den Eischnee ganz zum Schluss vorsichtig einrühren.
Den Kuchenteig in die Form füllen und in den Ofen schieben. Den Kuchen ca. 50 Minuten backen, nach 40 Minuten die Temperatur auf 160° C zurückdrehen, damit der Kuchen nicht zu dunkel wird.
Den Kuchen sofort aus der Form stürzen, kurz abkühlen lassen.
Den Puderzucker mit etwas Zitronensaft verrühren und den Guss auf den leicht abgekühlten Kuchen geben.

Und in den unendlichen Weiten Brandenburgs ist ein solcher wunderbar fluffiger, stimmungsaufhellender Kuchen immer genau das Richtige.

30
Aug
15

Erfrischung in Brandenburg/Havel

Nach dem Museumsbesuch verlangte es uns nach einer Erfrischung, zumal das Landesmuseum seit geraumer Zeit bedauerlicherweise kein Museumscafé mehr hat. Da Brandenburg ja geradezu von Wasser umschlossen ist, Weiterlesen ‚Erfrischung in Brandenburg/Havel‘

30
Aug
15

Archäologisches Landesmuseum Brandenburg

Seit 2008 gibt es ja in Brandenburg an der Havel das Archäologische Landesmuseum des Bundeslandes Brandenburg. Das Paulikloster, in dem es eingerichtet wurde, richtete man mit großem Aufwand wieder her, vor nicht allzulanger Zeit zeigte das google-Satellitenbild immer noch den Vorzustand ohne Dach, aber das nur am Rande. Aber wie dem auch sei, das Landesmuseum ist weiterhin vielen unbekannt, das merke ich immer wieder, wenn ich davon erzähle und erstaunte Blicke ernte.
Nun hat es eine neue Sonderausstellung, nach „1636“ die zweite „hausgemachte“. Der Sonderausstellungsbereich ist ein knapp 600 m² großer rechteckiger Raum, der sich an sich famos bespielen lässt. Die Sonderausstellung „Zeugen der Vergangenheit“ zeigt dann auch Objekte aus mehr als 100 000 Jahren archäologischer Landesgeschichte, von Ritzungen auf neanderthalerzeitlichen Knochen bis hin zu Relikten aus einem Fluchttunnel der 1960er Jahre, ein weites Feld also.
So zeigen die Ausstellungsmacher die ganze Bandbreite der neueren Ausgrabungsergebnisse aus dem Bundesland, von jungsteinzeitlichen Goldfunden und bronzezeitlichen Vogelgefäßen über die Hühnergötter aus Drense, importierte römische Luxusgegenstände, einen Schatzfund des 6. Jahrhunderts bis hin zu Schwertfunden des 11./12. Jahrhunderts und Ergebnissen von Untersuchungen im KZ Sachsenhausen. Tolle Objekte, leider war ich mit der Präsentation nicht so zufrieden: In zwei Reihen stehen die hohen Vitrinen im Ausstellungsraum, einzeln, in zwei Reihen mit sehr viel Platz in der Mitte, einer Landebahn gleich. Das geht doch heute besser, oder? Auf der rückwärtigen Ausßenseite der Glaskuben sind die erläuternden Texte befestigt, und zwar so, dass man, um den Inhalt der Vitrine zu betrachten, einmal herum gehen muss. Ich gestehe, dass ich die Hälfte der teilweise recht langen Textinhalte schon wieder vergessen habe. Die Exponate liegen überwiegend direkt auf den Glasböden, sie werden nur von der Lichtquelle oben an der Vitrinendecke angestrahlt. Auch das wirkt sehr „old school“, denn in aktuellen Schauen bemühen sich die Vitrineneinrichter, dass das Licht bis zu den Objekten nur einen kurzen Weg hat.
Die Ausstellung hinterlässt eine gewisse Enttäuschung, nicht wegen der Objekte, die wirklich toll sind, sondern wegen der Präsentation, die so gar nicht den tollen Exponaten angepasst zu sein scheint, sogar teilweise lieblos wirkt.
Schade, sehr schade…

Zeugen der Vergangenheit
20. Mai – 18. Oktober 2015

Archäologisches Landesmuseum Brandenburg, Paulikloster
Neustädtische Heidestraße 28
14776 Brandenburg an der Havel
Telefon: +49 (0)3381 – 41 0 41 12
Reguläre Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag, 10 – 17 Uhr, Montag geschlossen

13
Dez
13

Wustermark

Wustermark an der Wublitzrinne bietet nur wenig, um eine elegische Landpartie dorthin an einem überwiegend nebeligen Tag zu unternehmen. Ich habe es trotzdem getan und ein paar Impressionen von der Bahnstation mitgebracht. Zwei Wellblechunterstände auf dem zwischen den beiden Gleisen gelegenen Bahnsteig, kein Fahrtkartenautomat, der Aufzug zum Bahnsteig außer Betrieb, die Treppe eben dahin ist perfekt, um auf selbiger zu stürzen und sich mindestens einen Oberschenkelhalsbruch zu zuziehen.

25
Apr
13

Waterloo

Es war einmal mehr Zeit für eine elegische Landpartie, dieses Mal in eine Gegend, in der ich noch nicht so häufig war. Das Wetter war bedauerlicherweise nicht so frühlingshaft wie meine Laune, ich hätte bei der steifen Brise gut und gerne Schal und Mütze brauchen können. Grau war der Himmel, aber dann war ich am Ziel der Etappe. Das gelbe Schild an der Landstraße wies den Weg: Waterloo.
waterloo 01
Viel geht mir durch den Kopf, denn natürlich muss ich sofort an den Ort wenige Kilometer südlich von Brüssel in Belgien denken, dort, wo Napoleon Bonaparte 1815 seine allerletzte militärische Schlacht schlug und gegen eine alliierte Streitmacht verlor. Abertausende Soldaten verloren viel mehr an diesem Tag: Mehr als 25.000 Angehörige der französischen Armee fielen oder wurden verwundet, auf der Gegenseite auch immerhin etwa 22.000 Soldaten.
Und der Stolz über den Sieg und seine erfolgreiche Teilnahme an der Schlacht brachte den preußischen Staatsministers Otto Karl Friedrich von Voss (1755 – 1823) dazu, einen Teil seines Gutsbesitzes nach dem Ort irgendwo im heutigen Belgien zu benennen. Um die Mitte des 19. Jahrhunderts entstand der Ort, bis heute säumen nur ein paar wenige Häuser die holprige Dorfstraße.
Waterloo ist ein kleines Dorf in der Prignitz, das liest sich ungewohnt.. irgendwie.

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