Posts Tagged ‘living at home

04
Okt
20

Bananenbrotkuchen

Wenn dir im Leben die Bananen braun werden, dann mach ein Bananenbrot draus.
Ich bemühe mich, keine Lebensmittel wegzuwerfen und besonders gut dafür sind Pfannengerichte oder Restekuchen geeignet. Zwei Bananen hatten die beste Zeit, sie „so“ zu essen, deutlich überschritten. Nach kurzem Überlegen und noch kürzerer Recherche habe ich ein Rezept umgesetzt, welches schnell zu einem sehr schmackhaften Ergebnis führte. Ich habe es zwar anpassen müssen, weil ich nicht über die für das Rezept ausreichende Menge der Schalenfrucht verfügte. So kam es auch nicht in die Kastenform, sondern in eine kleine Gugelhupfform.

Schokoladiger Bananenkuchen

2 reife Bananen (ca. 300 g)
80 ml Öl, neutrales
30g Zucker
200g Mehl (Typ 550)
8 g Weinsteinbackpulver
40g Kakaopulver (Backkakao)
50g Bitterschokolade

Zunächst die Bananen mit einem Kartoffelstampfer zu Mus zerkleinern, dann das Öl und den Zucker zugeben, kurz vermengen. Es folgen Mehl mit Backpulver, das Kakaopulver und das Lebkuchengewürz, zum Schluss die Schokoladenstückchen. Alles mit einem Kochlöffel nach und nach vermengen.
Die mittelgroße Form einfetten und mit Semmelbrösel ausschwenken, dann den Teig einfüllen.
Der Backofen sollte etwas vorgeheizt sein, dann die Steinzeugfom in den noch nicht zu heißen Ofen stellen. Er sollte bei 165°C Umluft den Kuchen in etwa 40 Minuten ausbacken.
Den Kuchen in der Form ca. 5 min abkühlen lassen, dann auf ein Kuchengitter stürzen und weiter auskühlen lassen.
Mir hat er heute mit einem Espresso lauwarm schon sehr gut geschmeckt.

20
Jul
13

A G’schicht‘ ausm Plänterwald

Puh, es ist schon langelange her, als ich vom Ostwestfälischen in die weite Welt aufbrach, um zu studieren. Nach Würzburg, gute 300 km von zuhause fort. Und es war überhaupt nicht einfach, eine gute Bleibe zu finden, denn damals war noch nix mit Internet und mal fix guugeln. Immerhin, mein Immatrikulationstag bleibt mir in ewiger Erinnerung, voller Hochstimmung, ein bisschen stolz, dass ich es geschafft hatte, Bafög-Antrag war auch abgegeben und am Tag, als Franz-Joseph Strauß starb. Eine Bleibe hatte ich auch gefunden, in einem 1970er-Jahre-Billigbau, der im Winter eher frisch war, im Sommer durch die großen Fenstern bullig warm. Aber der Blick über Würzburg mit allen Kirchtürmen, auf die Festung und das Käppele war spektukulär. Wenn ich den Blick senkte, fiel selbiger auf eine vierspurige Schnellstraße und den Rangierbahnhof. Egal, die ersten eigenen vier Wände, auch wenn diese recht nahe beieinander standen.
Zum Glück will ich heute nicht mehr studieren und das Ende gar noch in Berlin. Der Wohnungsmarkt ist ja heftigst umkämpft, aber ein Investor hat sich für Studenten etwas einfallen lassen: das Containerdorf!
Es soll chick, schnell errichtet und quasi abwaschbar sein. Und um die Kosten im Auge zu behalten, soll es auch nicht in einem der Trendbezirke errichtet werden, sondern im Stadtteil Plänterwald. Heute morgen las ich davon in der örtlichen Presse, zwei Klicks später war ich auf die Projektwebsite gelangt. Die Idee ist schnell skizziert: insgesamt bis zu 400 ehemalige Seecontainer sollen auf- und nebeneinander gestapelt werden, gedämmt und mit einer Minimalausstattung, was Bad und Küche angeht ausgestattet werden, um dann in Einer-, Zweier- und Dreiereinheiten unterschiedlicher Größe Platz für Studierwillige zu bieten. Die Gebäuderiegel sollen dann „Frankie“ und „Johnny“ und „Nelly“ heißen. Gemeinschaftsgärten nach dem „urban gardening“-Gedanken soll es geben und eine Menge weiterer Gemeinschaftseinrichtung. Studentenwohnheim goes cooles Berlin oder so…
Und ei-der-Daus! Heute konnten sich Interessenten einen Probecontainer anschauen. Och, das fand ich doch auch ganz interessant, zumal hier in Baumschulenweg so wenig Trendiges passiert („Und das ist auch gut so…“). Weit hatte ich es ja nicht. Eigentlich wollte ich den gerade zu Besuch weilenden Neffen mitnehmen und mich als liebende Tante und eiskalte Interessentin ausgeben. „Guck mal Schatz, das ist doch hübsch… Nein, ich will nicht, dass Du bei mir wohnst, wenn Du in Berlin studieren willst… Schaumal, hier gibt’s auch ein Toilettchen“ und er hätte auch meckern dürfen, dass es zuhause viel mehr Platz hat. Aber der junge Herr wollte nach dem Promenieren und Shoppen im Städtchen nur noch ausruhen. Schade eigentlich. Also musste ich alleine losziehen. Nur schnell noch das Tantenhütchen gegen die Sonne aufgesetzt.
Zunächst überraschte mich die Menge der Besucher auf dem nur notdürftig hergerichteten Areal, aber wie ich nach kurzem Umherschauen bemerkte, waren das überwiegend Bewohner der Gegend, die, wie ich, „mal kurz gucken“ wollten. Radio Fritz sorgte für die Beschallung, wahrscheinlich wäre Antenne Brandenburg geeigneter gewesen. Im Besichtigungscontainer war’s hübsch eng, nicht nur der Container selber, sondern auch die Besucher. Somit ist schon einmal klar, dass innerhalb des Single-Containers kaum die Gesichtsbuch-Freundesliste auf einmal eingeladen werden kann. Das Errichterteam war deutlich erkennbar: einer der Architekten aus dem Team trug seine Berufsbezeichnung hinten auf dem himmelblauen Hemd, desgleichen die Projektleiterin, die Pressetante, der Bauguru und das Mädchen für Alles. Der Nachmittag war ja schon fortgeschritten, leichte Ermüdungserscheinungen machten sich bei den Herrschaften bemerkbar: meine Fragen an die Projektleiterin nach Heizung und energetischen Daten beantwortete diese schon leicht genervt. Der Herr im Container sprach sehr intensiv mit einem Besucher, der offensichtlich ebenfalls eine Menge Fragen hatte. Nein, sie wollten keine Dauermieter, sondern nur Studenten. Mhmm, dachte ich mir, denn die veranschlagte Miete ist mit 349 – 399 € für den Single-Container (je nach Ausstattung) jetzt auch nicht so gering, es ist eine All-inclusive-Miete mit Strom, Heizung, Wasser und wichtigwichtig Hochgeschwindigkeitsinternetanschluss. Für die Ausstattung des Probecontainers wurde zumindest im Sanitärbereich eher gespart als einmal in eine High-End-Ausstattung zum Anlocken der Kundschaft zu investieren.
So habe ich keine weiteren Fragen mehr gestellt und mir nur einen Gang über das Gelände gegönnt, vorbei an den spärlich besetzten Pflanzkisten hin mit Entwürfen des beauftragten Architekturbüros Holzer Kobler aus Zürich und am obligatorischen Würstchengrillstand.
Mal schauen, wie das Projekt weiterläuft, Wohnwillige können sich über die Projektwebsite vormerken lassen, um dann ab Oktober dort einzuziehen.
Übrigens eher unprofessionell, dass auf der Website noch so einiges an den berühmten „Lore ipsum“-Blindtexten zu lesen ist.

11
Dez
10

Teig zubereiten macht Freude

Der Tag verspricht ungemütlich zu werden, zumindest, wenn man sich draußen tummelt. Nach den letzten kalten und schneereichen Tagen hier schlug das Wetter um, die Temperaturen klettern fix wieder über die Null-Grad-Grenze nach oben und der Schnee auf den Dächern verschwand, der auf den immer noch schlecht geräumten Fußwegen verwandelt sich in grau-braune Matsche. So wurde heute morgen für den Gang über den Wochenmarkt auf dem Boxhagener Platz nicht der warme Winterschuh, sondern die wasserdichte Gummistiefelchen gewählt. Eine gute Wahl, wie ich feststellen musste, kamen mir doch eine Menge übellauniger Mitmenschen mit durchgeweichten Schuhen entgegen. Ja, der Lohn dafür, die Schuhe doch nicht geputzt und imprägniert zu haben. Mit einigen Zutaten für das Weihnachtsessen-Probekochen für nächste Woche, wenn auch meine Schwester hier im Städtchen weilt, machte ich mich wieder auf den Heimweg.

Und da die Umstände nicht gerade für ein vorweihnachtliches Bummeln bei einer immer noch hohen Ausfallrate von S-Bahnen bei gleichzeitigem hohen Besucher- und Bummelantenaufkommen und schlechtem Wetter für ein Zuhausebleiben sprachen, habe ich heute meinen zweiten Teig für den Back-Wahn nächste Woche (natürlich auch mit meiner Schwester) angesetzt.

Angeregt von den „weißen Kuchen“ beim Küchenlatein, habe ich den Teig mit kleineren Abwandlungen hergestellt, denn ich wollte noch mehr weihnachtlichen Geschmack drin haben.

Dafür habe ich

125 g Butter, 50 g Honig, 175 g hellen Sirup, 400 g Zucker und 1/4 l Rosenwasser kurz aufgekocht und dann auf dem Balkon bis zur Handwärme abgekühlt, dann 8 g Hirschhornsalz dazu geben.

Die Mischung wurde dann mit 900 g Mehl und 150 g Mandeln und zwei Eiern vermengt und in der Küchenmaschine zu einem glatten, aber recht festen Teig verarbeitet und dann in einer Schüssel auf den weiterhin frostfreien Balkon zum Ruhen gestellt.

Hirschhornsalz und Pottasche sind Backtriebmittel aus der Zeit, bevor es die industriellen Backpulver allenthalben gab, wobei Pottasche den Teig in die Breite, Hirschhornsalz den Teig in die Höhe treiben soll. Besonders Teige mit Pottasche sollten längere Zeit von mehreren Wochen ruhen, die Zugabe von Hirschhornsalz zum selben Teig sollte eher eine kürzeren Ruhezeit nach sich ziehen, also erst etwa einen Tag vor der Weiterverarbeitung erfolgen. Grundsätzlich sollten die Teige kühl gelagert werden, so dass die Ruhezeit von bis zu 12 Wochen, wie bei Mosers Geschmackssachen vorgeschlagen, ohne eigenen kühlen Keller o.ä. schwer umzusetzen sind. Im übrigen halte ich drei Monate auch für ziemlich übertrieben! Nach dem Backen sollten dererlei Gebäcke mindestens zwei Wochen in Dosen ruhen, am besten mit einem Apfelschnitz, damit sie bis Weihnachten weich genug sind. Ich bin also knapp dran…

Kurz und gut, still ruht der Teig bei mir, Fotos folgen, wenn die Gebäcke vom Blech kommen…




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