Elefantös!

6. Juli 2009 by richensa

Leipzig, Kaffeehaus Riquet

Leipzig, Kaffeehaus Riquet

Gerade habe ich etwas in Wassilys Weisheiten gestöbert und stolperte dort über ein schönes Bild. Zunächst dachte ich, dass er eine Reise in’s schöne Leipzig getan habe, aber nein, es gibt auch bei ihm um die Ecke offensichtlich Elefanten.

Schnell habe ich in meinen Bilder geblättert, welche ich im Sommer 2007, als ich mich mit ehemaligen, zu Freunde gewordenen Kollegen in Leipzig traf, auf die Platte gebannt habe. Und siehe da: auch außerhalb des Leipziger Zoos zieren zwei eindrucksvolle Charakterköpfe die Stadt.

Das Kaffeehaus Riquet wurde nach 1990 wieder zu einem Kaffee, welches im Stil eines plüschigen Wiener Kaffeehauses eingerichtet ist. Die Kuchenauswahl ist elefantös groß, die Servierdamen sind flink und niemals auf den Mund gefallen.

Auf der hauseigenen Website kann man nachlesen, dass das Gebäude 1908/09 errichtet wurde, der Architekt erinnerte mit den Elefantenköpfen und dem aufwändigen Mosaik an die Geschichte der Firma Riquet, die seit der Mitte des 18. Jahrhunderts im Orienthandel tätig waren.

Also, Wassily, fahr’ mal nach Leipzsch und gehe die Elefanten besuchen, es lohnt sich!

Wo bleibt der Sommer?

25. Juni 2009 by richensa

Ein Rundgang über den Balkon… so richtig sommerlich sind grüne Tomaten noch nicht, oder?

Neues Zuhause gesucht!

19. Juni 2009 by richensa

Eigentlich ist Anke an allem schuld, eine wirklich gute Freundin. Anke hatte letztes Jahr beschlossen, unser liebliches Deutschland zugunsten von Norwegen zu verlassen, zumindest zeitweise. Kurz und gut: der Umzug, der eigentlich ja keiner war, vollzog sich etwas… hmm… verteilend. Ein kleiner Teil, nämlich der, der in ihrem geliebten schwarzen GOLF Platz hatte, wanderte mit, der Rest nicht. Ein Teil zog zu ihrem Bruder nach Süddeutschland in den Keller, ein Teil zu einer Containerfirma zu den Sachen von dem Umzug davor und ein Teil zunächst zu einer Kollegin in den Keller. Ich hatte leichtsinnigerweise Asyl für “so drei Bücherkisten” zugesagt, schon die Warnung ausgesprochen, dass in meinem Keller nur wasserfeste Dinge von Bestand sind. Anke hatte mich beruhigt, es seien wirklich nur drei Kistchen. Da sie meine liebe Freundin ist, hatte ich ihr natürlich geglaubt.

Als ich das nächste Mal in der Stadt weilte, in der Anke vorher gewohnt hatte, hatte mich ihre zukünftige Ex-Kollegin gebeten, die Sachen von Anke dann nach Berlin mitzunehmen. Ich war immer noch arglos. Als ich dann bei ihr ankam und sie meinte: “Na dann wollen wir mal, wo steht denn dein Auto?” begann ich zu ahnen, dass drei Kisten in meiner Vorstellung nicht mit der wahren Menge übereinstimmten.

Kurz und gut: mein Auto wurde bis zur Dachrinne vollgeladen, die Parade der Kisten und Pakete, die noch im jenem anderen Keller blieben, verlor sich im schwachen Schein des Kellerlichts. Ein paar Wochen später bekam ich von jener Kollegin und einer weiteren Studienfreundin Besuch, die beiden hatten auch noch etliche Kisten dabei. Inzwischen ist mein Keller vollgestellt, meinen Abstellraum kann ich nur noch betreten, wenn ich mehrere große Tüten mit Kleiderbügeln und ähnlichem erst einmal herausräume.

Aber Anke will ja bald mit ihrem Auto von Norwegen herbei fahren und ihre Sachen holen, hat sie gestern am Telefon gesagt, wir haben auch schon einen Termin.

Nun habe ich sie vorsichtig gefragt, ob ich die Krimis, die sie als Mängelexemplare in großen Stapeln kauft und mir zum Lesen hinterlassen hat, weiter schenken darf. Mit ihrer Zustimmung verteile ich die Taschenbücher nun in den Cafés des Viertels und langsam kommt mein wunderbarer klassizistischer Schreibtisch im Arbeitszimmer wieder zum Vorschein.

Dieses Verschenken und Wegwerfen hat wahrlich etwas Katharsisches an sich. Ich habe nun angefangen, auch bei meinen Sachen auszumisten und Dinge entweder wegzuschmeißen oder weiterzugeben. Der Anfang ist das schwerste beim “Ausmisten”: wenn Regale und Schränke geleert werden, tritt, rein aufräumtechnisch zunächst so etwas wie eine “Erstverschlimmerung” ein; es sieht noch tausendmal schlimmer als vorher aus. Aber danach wird es besser, ehrlich!

Die meisten Dinge gebe ich unserer sehr speziellen Verschwindemaschinerie anheim. Diese geheimnissvolle Maschine funktioniert ganz ohne Strom! Hier in Friedrichshain gibt es eine Menge Leute, die Dinge noch gebrauchen können und die wohnen zum Teil sogar bei mir im Haus. Also stelle ich die Dinge, die ich loswerden will, erst einmal unten in das geräumige Treppenhaus, ein Zettel mit “funktioniert noch” ist hilfreich. Schon nach kurzer Zeit beginnen die Sachen, sich ein neues Zuhause auszusuchen. Die beiden Deckenfluter waren nach einer halben Stunde gegangen, die alten Videobänder hielten es nur solange aus, wie ich brauchte, um in den 4. Stock zu steigen und mit der nächsten Ladung wieder runterzugehen. Andere Nachbarn halten es ähnlich: so tauschen wir Bücher, Blumentöpfe oder Elektrokleingeräte. Genial! Und wenn die Dinge noch nach einer Nacht bei den Briefkästen stehen, wird der 2. Kreislauf aktiviert: man stellt das Zeug draußen vor die Haustür, als zweite Chance, ein neues Zuhause für Casettenrecorder oder den metallenen Mülleimer. Und auch hier bekommen die Dinge schnell Beine und machen sich auf und davon.

Bislang habe ich noch nie etwas wieder einsammeln müssen und es seufzend dem Müllcontainer übergeben müssen.

Heute nachmittag packte mich ein Anfall von Aufräum- und Ausmistwut im Arbeitszimmer. Nun ist das Regal in der Ecke wieder aufgeräumt, es ist sogar noch reichlich Platz drin. Dafür müssen sich nun eine elektrische Schreibmaschine, ein Scanner und ein uralter externer CD-Brenner von ca. 1999 ein neues Zuhause suchen, alles natürlich noch voll funktionsfähig. Ich gehe gleich mal runter und stelle alles in den Flur. Auf dem Weg runter werde ich mich angemessen von den dreien verabschieden, die Schreibmaschine hat meine Referate zu Beginn des Studiums brav ausgespuckt, der Scanner und der CD-Brenner standen Jahre später auf meinem Schreibtisch.

Byebye Dinge!

Emily heisst eigentlich gar nicht Emily

10. Juni 2009 by richensa

Gestern abend war ich auf der Suche nach einem Parkplatz in meiner Straße, was zugegebenermaßen nach halb sieben abends schon fast an Kühnheit grenzt. Aber das Glück war mir in zweifacher Hinsicht hold: mein Auto und ich erspähten die Lücke in Hausnähe fast gleichzeitig. Zwei Wagenbreiten neben uns hingegen parkte so etwas wie ein Den Rest des Beitrags lesen »

Stöckchen, nein Kleiderbügel aufgefangen

7. Juni 2009 by richensa

Da las ich letztens in lakritzes normalverteilt etwas über Kleiderbügel, die guten alten hölzernen und nun habe ich die Gelegenheit aufgegriffen, beim Bügeln mal zu schauen, welche guten alten hölzernen bei mir noch rumhängen. Den Rest des Beitrags lesen »

Holla!

6. Juni 2009 by richensa

Und weil ich am Donnerstag nicht nur Blumen vor die Linse gezerrt habe, sondern auch mit einer handlichen Blumenschere ausgerüstet war, habe ich eine ganze Tüte voller Holunderblüten von meinem Streifzug am Rande einer kleinen Hügelkette bei Oderberg mitgebracht. Wichtig ist, dass man die frisch erblühten nimmt, die, die schon vor dem Verblühen sind, besser nicht, denn sie eignen sich nicht mehr so gut für Holunderblütensirup. Den Rest des Beitrags lesen »

Lasst Blumen sprechen…

5. Juni 2009 by richensa

Blumen

Auf dem Markt entdeckt: die “Bergpartei”

30. Mai 2009 by richensa

Bei meinem samstäglichen Marktgang entdeckte mein nicht so sehr auf gut riechende Erdbeeren, Spargel und Grünzeug fixierter Begleiter heute morgen zwei Plakate: Den Rest des Beitrags lesen »

Oder oder nicht?

28. Mai 2009 by richensa

Brandenburg ist ja nicht dafür bekannt, dass es wenige Gewässer hat, allerdings so richtige, echte Flüsse sind doch eher selten. Die (Eis-)Zeiten mit ihren gewaltigen Wasser- und Schuttmassen, die in Urstromtälern vor den mächtigen Eisrandlagen entlangflossen, haben die Landschaft geformt, Den Rest des Beitrags lesen »

Zeitzonen

22. Mai 2009 by richensa

In Zeiten, in denen die Zeit von Kirchturmuhren zerteilt wurde und die Eisenbahn noch nicht ein börsenorientiertes Unternehmen war, sondern mit dekorativen Rauchwölkchen und schrillem Pfeifen als das schnellsten Beförderungsmittel galt, wurde diesselbe, nämlich die Zeit zum Problem. Den Rest des Beitrags lesen »