29
Jun
14

Höhenrausch in Hemer

Auch wenn das Wetter nicht dazu einlud, Picknickkorb und Sonnenschirm für einen Nachmittag an der frischen Luft zu packen, wollten wir einen Ausflug in die Umgebung von Iserlohn machen. Unser Gastgeberin schlug uns den Sauerlandpark Hemer inklusive des exklusive gelegenen “Felsenmeers” vor. Auf dem Gelände der Landesgartenschau NRW von 2010 ist eine Parklandschaft als Naherlohungsgebiet entstanden, welches zum Spazierengehen, Laufen, Blumengucken, Skaten und Entdecken einlädt. Zur eher düsteren Geschichte des Areals als Kriegsgefangenenlager StaLag VI A habe ich erst hier bei der Hintergrundrecherche erfahren und verweise auf den ausführlichen Artikel bei wikipedia: Stammlager VI A bei Hemer. Nach der Aufgabe des Bundeswehrstandortes 2007 wurde das Gelände mit den verbliebenen vier Kasernen für die Landesgartenschau 2010 vorbereitet und mit einer Vielzahl an Themengärte im unteren Teil ausgestattet, besonders aber die Landschaft mit ihren steilen Hügeln gartenarchitektonisch mit der “Himmelsleiter” und dem Jübergturm einbindet.
Für den Besucher zur Information stehen lustigerweise überall Schilder mit der aktuellen Höhe über Normalnull und ehrlich gesagt waren gar nicht so viele Höhenmeter zu überwinden, bis wir oben auf dem Jübergturm standen und ins Land schauten.

28
Jun
14

Einmal um den Pudding

So, ich wollte also von Halle nach Iserlohn fahren. An sich muss ja der Zug nur noch “geradeaus” gen Westen fahren, da ja eigentlich beide Städte fast auf dem selben Breitengrad. Mit dem Auto sind es laut Routenplaner sind es 375 km. Nun denn, ich war einmal wieder mit der Deutschen Bahn unterwegs, wollte möglichst selten umsteigen, aber möglichst schnell ankommen. Schließlich saß ich im Zug: Halle – Köthen – Magdeburg – Braunschweig – Hannover – Bielefeld – Bad Oeynhausen – Hamm – Dortmund. Hier musste ich einmal umsteigen und schaute dem Zug nach, der weiter nach Köln fahren sollte. Und dann zuckelte mein kleiner Zug nach Iserlohn weiter.
So fuhr ich also einmal ordentlich “um den Pudding”!

23
Jun
14

Landpartie ins Schaumburgische

richensa:

Hach, das muss in der Familie liegen, der Hang zur elegischen Landpartie. Meine Schwester kann das auch…

Ursprünglich veröffentlicht auf Conlaisa's Blog:

Ein fester Termin in meinem Kalender ist der Weihnachtszauber im und um das Schloss Bückeburg herum. Zu Beginn der Adventszeit öffnet der Herzog von Schaumburg-Lippe seine Residenz für Aussteller rund um die Bereiche Bekleidung, Wohnen und Beköstigung. Natürlich auch für die alljährlich wiederkehrenden Menschenmassen, die sich das Spektakel – wie ich eben auch – nicht entgehen lassen wollen. Im Außenbereich zwischen Hauptportal und Marstallei befindet sich dann der Weihnachtsmarkt mit seinen Glühweinständen und Fressbuden, die mit allerlei leckeren Gerüchen die hungrigen Schaulustigen anlocken.

Nun hat es sich herumgesprochen, dass die Veranstaltung im Winter schon schön ist; drum gibt es eine jahreszeitlich angepasste Entsprechung auch im Sommer.

In Erinnerung an die Winterveranstaltung schwelgend musste ich auch nicht lange überredet werden. Das Wetter war gnädig, der Tag war noch jung und so habe ich denn auch zur ersten Hälfte meiner Tour viel gesehen ohne in einer Menschenmasse gefangen zu sein. Lange währte…

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16
Jun
14

Halles Lustgarten

Am vergangenen Wochenende kam die beste aller Schwestern zu mir zu Besuch nach Halle, denn es war allerhöchste Zeit für ein Schwesternwochenende. Das Programm für Freitag abend und Samstag war proppevoll, aber der Sonntag sollte eher gemächlich daher kommen. Frühstück bei Fräulein August mit einer lieben Freundin, die sich zu uns gesellt hatte, danach eine elegische Stadtpartie durch Halles Innenstadt. So kamen wir am Dom vorbei, der bedauerlicherweise schon wieder geschlossen hatte, der heute der reformierten Gemeinde als Kirche dient. Direkt neben dem Dom erstreckt sich die “Neue Residenz”, eine vierflügelige Anlage, die seit 1531 von Kardinal Albrecht von Brandenburg errichtet wurde. Sie gilt als eines der bedeutendsten Bauwerke der Frührenaissance nördlich der Alpen, auch wenn heute von außen nur wenig daran erinnert. Als Bauverwalter war bis zum September 1534 jener Hans von Schönitz (Schenitz) tätig, der Finanzverwalter und Vertrauter des Kardinals danach in Ungnade fiel und zum Tode verurteilt wurde. Seit 1645 residierten in der Anlage die Erzbischöfe und die weltlichen Administratoren des Magdeburger Erzbischofs hier. Seine Hoch-Zeit erlebte Halle zwischen 1644 und 1680 zu Zeiten des letzten Administrators, Herzog August von Sachsen-Weißenfels, der Halle auch zur führenden Opernstadt des Frühbarocks machte. Ihm ist übrigens ab August 2014 eine Ausstellung im Kunstmuseum des Landes-Sachsen Anhalts, in der Moritzburg in Halle gewidmet. Nach seinem Tod wurde das Erzstift und damit auch Halle gemäß den Bestimmungen des Westfälischen Friedens brandenburgisch.
Aber zurück zum Lustgarten: heute ist von der frühbarocken Gartenanlage nichts mehr übrig, nur einige alte Bäume verleihen dem Innenhof Flair, wenn nicht ein Projekt des Berufsbildungswerkes Halle mit Unterstützung des Jobcenters aus dem Hof eine blaue Oase verwandelt hätte.


Uns blieb der Mund offen stehen, als wir durch das Tor traten: der gesamte Hof ist mit Kunstrasen ausgelegt, welches die Geräusche dämpft und uns auf weichem grünen Teppich laufen lässt. Eine bunte Mischung von Jung und Alt schlenderte zwischen den blauen Installationen, Sitzelementen, Schaukeln und blauen Blumen umher. Alle haben ein Lächeln auf den Lippen, denn sie sind wie wir verzaubert von dieser Oase.
Wir setzen uns in den Schatten einer großen Blutbuche und genießen ein Schlückchen Sekt, fast so elitär wie zu Zeiten des letzten Administrators August.

08
Jun
14

Grün

Es ist sehr heiß dieser Tage. Abkühlung verspricht nur der Aufenthalt im Keller oder im Schatten. Ich wählte heute den Schatten und das Arboretum der Späthschen Baumschule. Gemeinsam mit Frau Indica elegisierte ich über die schattigen Wege, immer mal von glitzernden Tropfen aus der Bewässerung zusätzlich erfrischt.

07
Jun
14

Wiener Worte

Viel Zeit war ja nicht, letzte Woche, aber die Knipse war immer im dabei.
Poenitentiam agite, oder so…

Pönalgebühr.. mhm..

Pönalgebühr.. mhm..

03
Jun
14

Wien

Der Abend ist hereingebrochen, nach einem langen Tag in der Stadt von Sisi und Franzl sitze ich auf der Fensterbank des Hotelzimmers im dritten Stock und schaue zum Volkstheater hinüber. Keine Sorge, vor dem Fenster verläuft ein breiter Sims mit Balustradenumgang, ich kann also kaum aus dem Fenster die drei Stockwerke über Hochparterre hinunterfallen. Draußen rauscht der Verkehr vom Museumsplatz herüber, die Polizeisirene hört sich fremd an. Das letzte Tageslicht verkriecht sich hinter ein paar Wolken.
Morgen geht es zurück gen Norden, quasi durch die Hintertür, die schöne, denn wir fahren über Land, keine Autobahn.

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