Posts Tagged ‘Wasser

14
Sep
16

Da haben wir den Salat!

Im westlichen Teil der Provence erstreckt sich das Luberon, ein mitunter fast einsamer Teil der Provence. Kleine Dörfer auf Felsabhängen, durch enge, kurvige Landstraßen verbunden, dazwischen krüppelige Wälder mit Eichen, Kastanien und Ginsterbüchen. Trotz magerer Böden wird mitunter intensive Landwirtschaft betrieben, sofern dies in den Tälern möglich ist. Ansonsten ist die Gegend natürlich auch für ihren Lavendel und dessen wirtschaftlich interessanteren (aka mit höheren Erträgen lockenden) Lavendin bekannt. Heute knallte die Sonne nicht so vom Himmel wie in den letzten Tagen, daher wollten wir eigentlich in einer der kleineren Schluchten wandern gehen. Auf dem Weg zur Gorge d’Opedette fuhren wir an einem eigentümlichen Feld mit lustigen weißgrauen Plastikzipfelmützen vorbei. Da musste natürlich angehalten werden, um der Sache auf den Grund zu gehen!
Der beste aller Reisegefährten hielt an, ich sprang aus dem Auto und stapfte Richtung Feld.

Zipfelmützen!

Zipfelmützen!


Aha!

Aha!


Des Rätsels Lösung!

Des Rätsels Lösung!


Auf dem Feld warteten tausende von Salatköpfen unter diesen Abdeckungen auf die Ernte, offensichtlich sind diese Zipfeldinger ein Schutz der Pflanzen vor dem Austrocknen und der Sonne. Ohne Bewässerung kommt der Salat zwar auch nicht aus, aber sicherlich braucht es auf diese Weise viel weniger wertvolles Wasser. Und der Salat bildet auch richtige Salatköpfe aus und schießt nicht „in’s Kraut“.

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30
Aug
15

Erfrischung in Brandenburg/Havel

Nach dem Museumsbesuch verlangte es uns nach einer Erfrischung, zumal das Landesmuseum seit geraumer Zeit bedauerlicherweise kein Museumscafé mehr hat. Da Brandenburg ja geradezu von Wasser umschlossen ist, Weiterlesen ‚Erfrischung in Brandenburg/Havel‘

21
Jan
10

Spaziergang am Osthafen

Das kalte Winterwetter lädt zum Spazierengehen ein, die Lunge will gelüftet sein, der Kopf auch. So lockte mich die Spree und ihre Eisschollenbewohner zu einem neuerlichen Ausflug. Die Temperaturen im untersten Plusbereich der letzten Tage haben dafür gesorgt, dass in Teilen die Schollen wieder durchsichtig wurden und nicht einmal mehr leichtgewichtige Möwen halten. So ziehen Möwen und schwarze Vögel wieder auf leisen Schwingen übers Wasser und lassen ihren Unmut hören.

Als Gelegenheitsspaziergängerin habe ich mich einmal mehr nach den Veränderungen umgeschaut, denn der Bereich am Osthafen, aber auch die Wassergrundstücke bis zur Jannowitzbrücke sind ja seit Jahren Ziel vieler Planungen, Diskussionen und sogar eines Berliner Volksentscheides. Auch wenn im vorletzten Jahr die Mehrzahl der abgegebenen Stimmen gegen die Weiterbebauung des Ufers war, so wurde und wird dennoch weiter gebaut. Noch kann ich am Osthafen-Ufer entlang spazieren, auch in der weiteren Planung sind Rad- und Gehwege entlang des Flusses vorgesehen, ein Teilerfolg der Bürgerinitiativen und Protesten. Zur Beruhigung der Proteste wurde zudem die Anlage von so genannten Pocketparks, also Grünflächen im Westentaschenformat versprochen.

Am Osthafen war es heute ruhig. Labels Berlin 2, ein Entwurf des Baseler Architekturbüros HHF (Herlach – Hartmann – Frommenwiler), steht mit seiner merkwürdigen Camouflage-Fassade aus olivgrünem Sichtbeton wenig passend neben den doch behutsam mit neuen Anbauten versehenen historischen Gebäuden. Noch kurz vor der Abstimmung 2008 war die Baugenehmigung ergangen, so dass die durch das Ergebnis, welches 50 m Abstand zwischen Ufer und Neubebauung getrost ignoriert werden konnte.

Und vorgestern soll nun die fulminante Eröffnung gewesen sein, berichtet zumindest der Tagesspiegel, Demonstration gegen die weitere Bebauung inklusive.




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