Posts Tagged ‘Wohnungssuche Berlin

12
Jan
12

Ungemach und Gemach gehören zusammen

Mehrfach habe ich über das Ungemach, welches mir ins Haus steht berichtet. Nun wird es richtig ordentlich Zeit, dass es auch einmal wieder „Gemach“ gibt, so wie es lakritze mir schon wünschte. Und es gibt nun wirklich ein neues Gemach, wenn auch nicht mehr in Friedrichshain, sondern in Treptow, also außerhalb des Berliner S-Bahnringes.

Die Suche gestaltete sich nicht einfach, Massenbesichtigungen trotz Makler waren ebenso dabei wie Absagen, Vertröstungen („Sie rücken doch nach, wenn die anderen absagen“) und Frustrationen. Einmal hatten wir sogar vier Stunden lang eine Zusage für eine Wohnung, die uns eigentlich nicht besonders gefiel, die aber aus verschiedenen Gründen doch in Betracht gekommen wäre. Der Vermittler sagte mir am Telefon etwas davon, dass er nicht gewusst habe, dass ausgerechnet heute morgen der Mietvertrag anderweitig unterschrieben worden sei.

Irgendwann war dann uns das Glück doch noch hold. Die Wohnung war eine Weile im Angebot gewesen, aber durch die Lage offensichtlich nicht auf dem „Must have“-Radar der Wohnungssucher. Die Vergabe wurde durch einen Makler abgepuffert, auch Kosten, die man nicht eben mal so einfach haben möchte. Aber da mit dem derzeitigen Vermieter eine Art finanzieller Übereinkunft im Raum schwebte, wenn wir bis zu einem bestimmten Zeitpunkt ausgezogen sein würden, haben wir den Termin mit der Maklerin vereinbart.

Die Wohnung ist wirklich schön, auch wenn sie zwei bis drei Minuspünktchen hat, die aber durch einige andere Pluspünktchen aufgewogen werden: Die Lage ist nicht mehr so zentral wie die der jetzigen Wohnung, dafür ist der Preis ähnlich dem jetzigen. Leider geht sie nach Osten und Norden hinaus (also nie mehr rote Pepperoni vom Balkon), dafür ist das Schlafzimmer zum ruhigen Innenhof. Leider passt die Waschmaschine nicht mehr ins Bad, dafür sind Bad und WC nun getrennt. Leider muss die Waschmaschine nun in die Küche, dafür wird sie mit Spülmaschine und einem Unterschrank zusammen mit einer Arbeitsplatte überbaut und so habe ich mehr Arbeitsplatz, denn die Anrichte muss in die Kammer auswandern. Dafür kann ich mich von Überflüssigem in der Küche trennen. Ein Minus, welches wirklich nicht aufgewogen werden kann, hat die Wohnung doch: es gibt kein Gas mehr zum Kochen! Achja, Küche und Wohnzimer sind nun zwei durch einen Flur getrennte Räume, nix mehr mit großer offener Wohn-Ess-Küche!

Dank einem CAD-Programm konnte ich alle Möbel schon im Grundriss hin- und herschieben, es scheint alles zu passen. Zudem gibt es eine größere Kammer, in der die Anrichte aus der Küche, die Wäschekommode aus dem Bad und der Trockner nunmehr eine neue WG gründen können, unterstützt von IVAR aus dem Schwedenland.

Die Zeit hier in Friedrichshain neigt sich dem Ende zu, natürlich bin ich nicht glücklich über dieses von außen aufgezwungene Ungemach. Inzwischen waren die ersten Kaufinteressenten in der Wohnung, die für 321.000 € über den Tresen gehen soll. In einem Hochglanzprojekt wird mit schönen 3-D-Zeichnungen für den Einkauf geworben, am Haus hängt inzwischen auch ein großes Werbebanner.

aus der Werbebroschüre: Lage Lage Lage




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