Posts Tagged ‘Whisky

26
Jun
11

Edinburgh – The Scotch Malt Whisky Society

Um es gleich vorweg zu sagen: ich traue mich kaum, überhaupt etwas über das schottische „Wasser des Lebens“ zu schreiben, denn ich kann nur wenige der vielen Geschmacksnuancen unterscheiden. Mein Urteil bleibt bei „schmeckt mir“ oder „naja, ist nicht so mein Ding“. Wahrscheinlich liegt das aber an der mangelden Übung, soweit zu meiner Entschuldigung. Dennoch habe ich etwas geübt während meiner fünf Tage in den Landen nördlichen des Hadrianswalls. Leider kann ich mir auch kaum die Namen merken, wenn ich nur die wunderbare goldene Flüssigkeit im Glas sehe, die in der Regel nur ein „wönziger Schlock“ ist, nicht aber die Flasche samt Etikett dazu. Immerhin kann ich berichten, dass ich das Verkosten der Ardbeg Supernova mit 60% Alkohol (mit Wasser unwesentlich verlängert) und einem supertorfigen Aroma durchaus zu schätzen wusste. Sehr zur Überraschung meiner Begleitung, die mich wohl ernsthaft testen wollte und auf den Restinhalt meines Glases spekuliert hatte.
Nun denn, heraus aus dem Pub, hinein in einen echten Club. Die Scotch Malt Whisky Society in Edinburgh ist nur Mitgliedern geöffnet, die Mitgliedschaft kann für 100 GPL/110€ jährlich erworben werden. Da meine Gastgeber Mitglieder sind, konnte ich mit ihnen einen Sonntagabend ebenda verbringen. Zunächst wurde unsere Plaudereien von Livemusik untermalt, etwas laut, aber gut, bluesig. An dem Sonntagabend war nicht sehr viel los im Club, an Freitags- und Samstagabenden müsse man schon reservieren, sagten die beiden. Richensarote Wände, perfektes Ambiente für mich! Die Whisky-Karte zeigte eine große Auswahl aus verschiedenen Regionen Highlands, Islay, von den Inseln und aus den Lowlands. Aber: keine Namen, nur eine ausführliche Beschreibung des Geschmackes und der Preis. Tja, was soll ich sagen: ich hatte 6.90, aber außer Highlands weiss ich nichts über seine Herkunft. Sherry, nussig-malzig, ein Hauch von Vanille, sehr lecker. Ich bin bei der 6.90 auch noch weiter geblieben, noch unter 5 Pfund das Gläschen.
Speisen kann man im Club auch, die Karte ist sehr klein, dafür wird frisch aufgekocht. Wenn ein Gericht „aus“ ist, ist die Karte noch kürzer. Neben dem Probieren von Whisky hatte ich mir auch vorgenommen, Haggis, das berühmte schottische Schafsmagen-mit-Innereien-Gericht, zu probieren. Hier standen die Sterne gut dafür: auf der Karte stand mit Haggis gefüllte Hähnchenbrust mit grünem Spargel und Kartoffeln. No risk, no fun, ich bestellte. Und ehrlich gesagt, schmeckte es nicht viel exotischer als das Möppkenbrot aus dem Münsterland oder sonstigen norddeutsche Grützwürste. Das Haggis war gut gewürzt, nur die Zusammenstellung mit grünem Spargel war ungewöhnlich. Insgesamt eine schmackhafte, kräftige Mahlzeit, zu der der Whisky nachher wieder ganz gut passte.
Zum Schluss des Abends durfte der Karteninhaber einen Whisky zu 21.95 Pfund probieren, wir durften auch nippen, mir persönlich war er zu spritig.

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20
Nov
10

Hot toddy

Nach einem langen Tag in den nebelgrauen, kalten und unendlichen Weiten Brandenburgs kam ich zurück nach Berlin. Durchgefroren war es, obwohl heute der Wind gar nicht so stark war, trotz Mütze, Überlebensjacke und Handschuhen. Und so schnell, wie ich mir das an einem Samstag nachmittag vorgestellt hatte, kam ich auch nicht nach Hause, denn die jährlich stattfindende Gedenkdemo für Silvio Meier lief gerade in meinem Viertel ab. Polizei, so weit das Auge blicken kann, Demonstranten habe ich nicht gesehen, nur die hohe Frequenz von Glasscherben auf den Straßen ließ ihre Anwesenheit vor nicht allzu langer Zeit vermuten. Parkplätze waren schwierig in Hausnähe zu bekommen und so trottete ich einige Zeit später leicht missmutig durch die Dämmerung gen Heimat.

Die innere Kälte hatte trotz erneuter Bewegung mitsamt meiner Umhängetasche, dem gefüllten Rucksack, der Arbeitsschuh-Tüte und der Kamera nicht ganz nachgelassen. So dachte ich über heilsame, wärmende Getränke nach und diese schottische Variante eines Grogs ließ meine Laune wieder steigen.

Hot Toddy besteht pro Portion aus heißem Wasser, etwa 2 cl Whisky, einer halben, dafür etwas dickeren Scheibe Zitrone, die mit drei bis vier Nelken gespickt wurde und etwa1 TL brauner Zucker. Die Gläser, vorzugsweise Tumbler (die ich nicht besitze) vorwärmen, Wasser erhitzen, Zitrone vorbereiten, Whisky auswählen.

Den Zucker in das Glas geben, Wasser aufgießen, etwa zwei bis drei Daumenbreit, dann die nelkige Zitrone zugeben, zum Schluss den Whisky einfüllen, etwa 3 min ziehen lassen, heiß genießen, Foto nicht vergessen!

Die wärmende und entspannende Wirkung stellt sich sofort ein.

Schottisches Hausmittel gegen aufziehende Erkältungen




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