Posts Tagged ‘Sonntagssüß



21
Aug
16

Schneller Johannisbeerkuchen

Für das Wochenende hatte sich Besuch angesagt, Treffpunkt: das liebliche Ostwestfalen. Meine ehemaligen Austauscheltern des Schüleraustausches nach Arras in Nordfrankreich wollten nach vielen, vielen Jahren einmal wieder nach Höxter kommen. Wir kennen uns inzwischen seit mehr als 30 Jahren und so treffen wir uns mal hier, mal da, nicht immer alle, aber wir sehen uns doch meist mindestens einmal pro Jahr. Die ganze Familie ist so etwas wie der verwandtschaftliche Ableger der unsrigen Mischpoke geworden.
Das heißt auch, dass man sich auch gut vorbereitet, wenn die Eltern auf Besuch kommen aka Kuchen backt.
Beim Einkaufen war mir ein Körbchen rote Johannisbeeren in tiefstem Richensarot in’s Auge gefallen, die den Grundstock für mindestens einen Kuchen bilden sollten. Rezept hatte ich noch keines dazu, aber das Internet hilft ja immer bei der Ideenfindung, so auch jenes Mal.

Johannisbeerkuchen auf die Schnelle

2 Eier (Größe M)
220 g Zucker
1 TL Vanillezucker
150 g Mehl
1 TL Backpulver, Weinstein-
75 g geschmolzene Butter
200 g rote Johannisbeeren

Johannisbeeren waschen, vorsichtig trockentupfen und von den Reben zupfen, am besten mit einer Gabel, damit die Beeren ganz bleiben.
Ofen auf 180°C vorheizen.
Die Eier schaumig aufschlagen, den Zucker dabei langsam einrieseln lassen. Mehl und Backpulver mischen, auf die Masse sieben und am besten per Hand mit einem Schneebesen unterziehen. Die geschmolzene und leicht abgekühlte Butter unter die Masse heben.
In eine mit Backpapier ausgelegt Tarteform füllen, die Johannisbeeren auf dem Teig verteilen und 20 – 30 Minuten backen. Der Kuchen soll goldgelb werden, nicht zu dunkel werden lassen!
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Abkühlen lassen, dann lässt sich der Kuchen mit dem Backpapier auch bruchfrei aus der Form heben.
Der Kuchen hat eine mandelige Note. Das Miteinander von Süß und Sauer fand großen Beifall, es wurde Sahne dazu gereicht.

 

15
Aug
16

Strausberger Platz

An einer sechsspurigen Straße zu wohnen, scheint auf den ersten Blick nicht besonders erstrebenswert, aber man muss Wohnungen auch eine Chance geben, in einer Großstadt sowieso. Freunde von mir haben ihre Wohnung in einem architektonischen Kleinod gefunden, ganz ohne Makler, nur über eine Wohnungsbaugesellschaft, einfach so. Und der Ausblick ist einfach grandios und einen Springbrunnen hat auch nicht jeder vor dem Haus.
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Lichtspiele von Sonne und Wolken veränderten die Ausblicke in jeder Minute. Da wir aber plauderten und kaffeesierten, blieb die Knipse meist in der Tasche.

28
Feb
16

Brombeer-Tarte mit weißer Schokolade

Und wieder hatte sich Kaffeebesuch angesagt, dumm nur, dass ich kein 550er Weizen- oder 630er-Dinkelmehl mehr hatte, aber (gefühlte) Not macht erfinderisch. Vollkorndinkel- und Mandelmehl und ein wenig Speisestärke sollten es doch auch tun, oder?

Die Inspiration zum Kuchen holte ich mir hier: Weiße Trüffel-Tarte mit Himbeeren.

Nun denn:

Tarteform von 26 cm Durchmesser (ich hatte eine mit 24 cm Dm.)

Zutaten für den Teig
220 g Mehl (Typ 550), heute: 100 g Vollkorn-Dinkel-Mehl, 100g Mandelmehl, 20 g Speisestärke
100 g Butter, gekühlt
60g Zucker
1 Ei Größe M
1 Pr. Salz

Zutaten für die Brombeerfüllung
300 g TK Brombeeren
50 g Zucker
1 Zitrone, Saft und abgeriebene Schale
60 ml Wasser
2 EL Speisestärke
1 Msp. Chili (Ernte vom Balkon, also nur eine Winzigkeit, da scharf!!)

Zutaten für den Guss von weißer Schokolade
300 g weiße Schokolade, feingehackt
150 ml Sahne
50 g Butter.

Die Zutaten für den Mürbeteig rasch zu einem glatten Teig verkneten, diesen ca. 1 h kühl stellen. Den Backofen auf 180°C vorheizen, die Tarteform mit Backpapier auslegen.

Den Teig in die Form geben. Da ich eine etwas kleinere Form mit 24 cm verwendet habe, ist etwas Teig übrig geblieben, daraus habe ich später noch ein paar Kekse gebacken.
Den Teig einstechen, dann blind ca. 25 min backen, abkühlen lassen.

Währenddessen die TK Brombeeren mit Zucker, Zitrone in einem kleinen Topf aufkochen, in einem hohen Rührgefäß pürieren, zurück in den Topf geben und aufkochen. Speisestärke mit Wasser anrühren und in die kochende Brombeermassen geben. Schnell verrühren, abkühlen lassen, dann mit Chili abschmecken. Vorsicht, es soll nur eine Ahnung von Schärfe haben, als Gegengewicht zu der krachsüßen Schokomasse später.

Wenn Kuchen und Brombeermasse etwas abgekühlt sind, letztere auf den Kuchen geben, weiter auskühlen lassen. Heute ging es auf dem Balkon recht zügig.

Nun Butter und Sahne in einem weiteren Topf erwärmen, kurz aufkochen, vom Feuer ziehen und dann die kleingehackte weiße Schokolade zugeben und unter Rühren schmelzen lassen. Diese Masse dann vorsichtig und langsam auf die durchgekühlte Brombeerschicht geben und alles wiederum gut durchkühlen lassen, am besten über Nacht, dann aber im Kühlschrank und nicht mehr auf dem Balkon.

Im Originalrezept wurde mit frischen Himbeeren am Folgetag dekoriert, da keine Beerenzeit ist, gibt es keine Dekoration. So!

Nach der langen Abkühlphase auf Balkon und im Kühlschrank war es am Folgetag soweit: Anschnitt! Die Crème aus weißer Schokolade und Sahne ist nicht sehr fest, die Brombeermus hat gut Stand bekommen, der Boden sowieso.
Der Kuchen ist durch die weiße Schokolade sehr süß, da braucht es schon ordentlich Saures (hier Brombeer mit weniger Zucker, mehr Zitrone) und den vollwertigeren Boden mit weniger Zucker als Gegengewicht.Beim nächsten Versuch werde ich mit der Crème noch experimentieren, ich hätte es etwas standfester gehabt.

Dennoch sehr lecker, eine echte Mörderpraline…

12
Jul
15

Ihr Früchtchen!

Es ist Aprikosenzeit, aber auch Beerenfrüchte haben gerade Saison. Aprikosenmarmelade, Aprikosenkuchen und dann noch die Kombi von Beeren und Aprikosen, das spukte mir im Kopf herum.
Aus Heidelbeeren und einer Packung TK-Brombeeren hatte ich ein Fruchtmus passiert, das auch als Einlage in kühle Buttermilch sehr gut schmeckte. Vom letzten Wochenende war dieses Mus übrig geblieben und harrte in der Tiefkühle auf weitere Ideen.
Für das Grillen mit den Mitbewohnern in Halle will ich etwas Nachtischiges mitbringen, der Eierkarton von der Woche musste auch geleert werden, also wurde es Kuchen. Transportabel musste er auch sein, also einer aus der Kastenform.
Bis ich ein passendes Rezept gefunden hatte, waren Eier und Butter zimmerwarm, etwas abgewandelt ist das Rezept auch (kein Kakao, mehr Fruchtmus, weniger Zucker).

Marmorkuchen, aber mit Frucht!

225g Butter
180g Zucker
Salz
4 Eier (zwei in M und zwei in L)
325g Mehl
1 TL Backpulver
40g Mandelmehl
150g Waldbeerenmus (passierte Früchte, gesüßt)
Den Ofen auf 175°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Die Kastenform mit Backpapier auskleiden, bereit stellen.
Butter, Zucker und Salz mit dem Handrührgerät cremig schlagen. Die Eier dann nach und nach dazu geben und erst mit dem nächsten fortfahren, wenn das vorherige gut eingemischt wurde. Dann das Mehl samt Backpulver dazu geben und letztlich die Milch einrühren.
Den Teig auf zwei Schüseln verteilen. In eine Teighälfte nun das Fruchtmus und das Mandelmehl unterziehen, alles sehr gut vermischen.
Die Hälfte des hellen Teiges auf den Boden der Form geben, gut verteilen und glattstreichen. Dann den Frucht-Mandel-Teig darauf geben und mit dem Rest des hellen Teiges enden. Mithilfe einer großen Gabel einmal kurz durch den Teig ziehen, so dass sich eine Marmorierung als Kuchenmuster ergibt.
Den Kuchen dann 60-70 Minuten lang backen. Auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.
Für meinen Transport: in der Mitte durchschneiden, zwei Scheiben für die Brotbox für Montag abschneiden, dann passt der Restkuchen auch in die Kuchenbox.

Tarte mit Aprikose auf Fruchtmus

Mürbeteig aus
60 g Butter
90 g Zucker
140 g Mehl
1 Eigelb
kneten, eine Stunde kühl stellen. Dann den Teig für eine Tarteform mit 22 cm ausrollen, einen kleinen Rand hochdrücken.
Als Belag habe ich 3 EL des Fruchtmuses auf dem Teig verteilt, dann noch Aprikosenspalten rosettenartig darauf verteilen.
Bei 185°C ca. 25 min abbacken.
Abkühlen lassen, mit steif geschlagener Sahne später genießen.

Achja, Marmelade von 2 kg Aprikosen ist auch noch ins Glas gewandert.

04
Mai
15

Zitronenkekse

Die Kekse sollten an sich schon zum Kaffeesieren am Samstag bereitet werden, dann musste ich feststellen, dass das Zuckerglas im Schrank nicht mehr ausreichend gefüllt war. Als ich später des Abends vom „Kondittern“, wie frau indica das nannte, zurück kam, fand ich doch noch ein Paket des weißen Gestreus im Vorrat und so konnte ich doch noch den Teig bereiten, der dann über Nacht schön durchkühlen konnte und erst am Sonntag abgebacken wurde. Puderzucker hatte ich definitiv keinen zuhause, aber wozu hat frau denn einen Mörser samt Stößel herumstehen?

Zitronenkeks_01

Zitronenkekse mit Glasur

(für 2 Bleche, ca. 40 Stück)

Zutaten für Teig:
115 g weiche Butter
160 g feiner Zucker
1 Prise Salz
feingeriebene Schale von 2 Zitronen
1 Ei und 1 Eigelb
4 EL Zitronensaft
240 g Mehl
1/2 TL Weinsteinbackpulver

Zutaten für die Glasur:
2 EL Zitronensaft
5 EL Puderzucker
feingeriebene Schale von 1 Zitrone

Zubereitung:
In einer Schüssel Butter, Zucker, Zitronenschale und Salz mit dem Handrührgerät schön schaumig rühren. Ei und Eigelb zugeben und gut unterrühren. Zitronensaft beigeben und ebenfalls unterrühren. Das Mehl mit dem Backpulver dazu sieben und vorsichtig unterrühren. Den Teig für mindestens für 1 Stunde in den Kühlschrank stellen, gerne auch länger, z. B. über Nacht.
Walnußgroße Teigkugeln rollen, diese etwas flach drücke n und auf die Backbleche verteilen, Abstand lassen, die Cookies zerlaufen etwas.
Im auf 170°C Umluft vorgeheizten Ofen 15 Minuten backen bzw. so lange bis die Ränder leicht goldig sind.
In der Zwischenzeit die Glasur anrühren. Cookies aus dem Ofen nehmen und direkt mit der Glasur bestreichen. Noch etwas auf dem Blechen liegen lassen und dann auf einem Gitter ganz auskühlen lassen.

Ich habe das Rezept bei hier mit Verlinkung auf hier gefunden, auf sämtliche Vanillezutaten verzichtet, da die Kekse ja zitronig sein sollen und den Zucker nochmal reduziert. Da ich auch nicht über einen Eisportionierer verfüge, musste das Abmessen der Teigkugeln nach grober Erinnerung an die Größe von Walnüssen erfolgen.
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25
Apr
15

Samstagssüß im Tantengarten

Man sollte ja alle Feste feiern, wie sie fallen. Gesagt, getan! Nun stand der Tantengeburtstag an, immerhin der 87. und zum Glück für die Tante fiel er in diesem Jahr auf einen Samstag. Leider musste ich dafür eine andere Feier zum Wiegenfeste „sausen“ lassen, aber die Tante hat einfach die älteren Rechte. An den Tagen davor wurde das Gartenhaus für die Saison durchgelüftet, geputzt, der Ofen angeheizt und schlussendlich die Geranien auf die Blumenkästen verteilt.

Als ich sie dann fragte, welchen Kuchen sie denn gebacken haben wollte, guckte sie nachdenklich und meinte dann, dass wir doch welchen kaufen könnten. Begeisterung klingt anders, fand ich.

Aber zurück zur Geburtstagsplanung: die Tante und ich steckten die Köpfe zusammen und schauten durch einige Ordner „gesammelter Internetrezepte“, die ich schon immer einmal nachkochen oder -backen wollte. Die Tante hatte einige Anforderungen an ihren Kuchen: zu aufwändig sollte es nicht sein, sahnige Kreationen oder neumodischer Kram wie Cupcakes kamen auch nicht in Frage und trocken sollte er auch nicht sein.

Schnell kamen wir über eine, dass es der nachfolgende Kuchen werden sollte, den ich bei küchenlatein gefunden hatte:

Tantengeburtstag_03

Aprikosen – Amarettini-Kuchen

Zutaten

Springform von 22 cm Durchmesser

200 g weiche Butter
200 g Zucker (hier: 160g Zucker)
195 g Weizenmehl Type 405
9 g Weinstein – Backpulver
4 Eier, Größe M
1/2-1 TL Mandelessenz, optional 1 Bittermandel fein gemörsert (hier: beides nicht, also ohne)
1 Dose Aprikosenhälften, abgetropft, Abtropfgewicht 240 g, 100 g grob gewürfelt (ich: große Dose, Abtropfgewicht 420g)
85 g Amarettini, zerbröselt (hier: 100g)
25 g Mandelblättchen

Zutat, da vom Mittagessen übrig: 2 Portionen Sahnepudding, aus 250 ml Milch, ½ Päckchen Puddingpulver sowie 3 EL Zucker.

Zubereitung

Den Backofen auf 160 °C Heißluft vorheizen, die Springform (22 cm Ø) ausbuttern und den Boden mit Backpapier auslegen.
100 g der abgetropften Aprikosen würfeln, die Amarettini grob zerbröseln.
Butter und Zucker schaumig rühren, die Eier nach und nach zugeben, dann das Mehl, mit Backpulver gemischt, unterziehen.

Ein Viertel des Teiges (ca. 190g) abnehmen, mit Mandelblättchen und 75 g Kekskrümeln sowie dem Pudding gut vermengen.

In den restlichen Teig 25 g der Kekse und die gewürfelten Aprikosenstücke geben. Den Teig in die Springform füllen und die Oberfläche mit der Rückseite eines Esslöffels glätten. Die Form in den Ofen geben und ca. 25 Minuten backen, bis der Kuchen eben fest und leicht gebräunt ist.

In der Zwischenzeit die Aprikosenhälften auf dem angebackenen Kuchen verteilen, dann die Pudding-Teig-Mischung schnell auf dem vorgebackenen Teig verteilen und weitere 20 Minuten oder länger backen, bis die Stäbchenprobe gelingt.

Kurz in der Form, dann auf einem Kuchengitter gänzlich abkühlen lassen.

19
Apr
15

Frühlingshafter Rhabarberkuchen

Gestern beim Einkaufen lockten sie mich das erste Mal in diesem Jahr, die schicken grün-roten Stangen. „Rhabarbersirup“ sollte es werden, dazu mehr im nächsten Post. Aber ich hatte genügend eingekauft, dass es auch noch für einen Mitnehmkuchen für nächste Woche nach Halle reichte. Unsere Eierlieferung dieser Woche war von einem frühlingshaftem Ei mit hübscher grüner Schale gekrönt, welches unbedingt in den Kuchen sollte.
Gedacht, Rezept gesucht und losgebacken.

rhabarberkuchen 5

Rhabarberkuchen aus der Kastenform

350g roter Rhabarber
100g weiche Butter
150g Zucker
4 Eier
200 g Mehl (Type 550)
75g Weizenvollkornmehl
1 Pckch. Backpulver
1 Prise Salz
1 TL Zimt
50 g Mandelblättchen
50 ml Sahne.

Rhabarber waschen, putzen, in kleine Würfel schneiden. Mit 2 EL Mehl bestäuben, durchrühren. Die Form mit Backpapier auskleiden. Restlichen Mehl mit Vollkornmehl, Salz, Zimt und Backpulver mischen.

Butter mit Zucker schaumig rühren, dann die Eier einzeln zugeben. Anschließend die Mehlmischung zugeben, Sahne unterziehen. Zum Schluss den Rhabarber und die Mandelblättchen unterheben.

Teig in die Form einfüllen, auf unterster Stufe im vorgeheizten Backofen bei 180°C ca. 70 min backen. Kuchen kurz in der Form ruhen lassen, dann auf einem Kuchengitter endgültig auskühlen lassen.

Mit halbgeschlagener Sahne servieren, dazu einen schönen Kaffee und schon ist der Sonntagnachmittag perfekt!

29
Mrz
15

Zum Winterende: Orangen-Zitronen-Kuchen mit Glasur

Mit dem Besuch gestern im Café Solvey bekam ich richtig Lust, für den Sonntagnachmittag einen schönen Kuchen zu backen. Einen weiteren Schubs zum Backen kam fernmündlich, eine Einladung für das Osterwochenende zum Kaffeetrinken mit selbstgebackenem Kuchen. Das schaffe ich doch für heute auch, dachte ich mir. In der Obstschale liegt noch eine bunte Mischung aus Zitronen, Blutorangen und Orangen, die genau das Richtige den saftigen Kuchen. Das Rezept habe ich bei „moey’s kitchen“ gefunden und mit geringen Abweichungen in der Zutatenliste nachgebacken.zitrorangenkuchen 00

Zitronen-Orangenkuchen mit Blutorangenglasur

leicht abgewandelt (bei den Zutaten) nach moey’s kitchen
für 1 kleine Kastenform (26 cm Länge)

Für den Kuchen:
3 Eier (Größe L), getrennt in Eigelb, Eiweiß
1 Prise Salz
150 g weiche Butter
175 g Zucker
abgeriebene Schale von 1 unbehandelten Zitrone und von einer 1 Orange
300 g Mehl (Mischung Dinkel / Weizenmehl Typ 550)
2 Tl Weinstein-Backpulver
100 g Joghurt (10 % Fett)
50 g Quark
Saft von 1 der beiden Zitrusfrüche (ca. 70 ml)

Für die Glasur:
180 g Puderzucker
2 Tl sehr weiche Butter
Saft einer Blutorange

Den Backofen auf 175 °C vorheizen. Eine Kastenform mit Backpapier auslegen.

Die Eier trennen, das Eiweiß mit Salz steif schlagen. Schale der Zitrusfrüche abreiben, Saft auspressen.
Die weiche Butter, den Zucker und die abgeriebene Orangenschale in einer Rührschüssel mit dem Handmixer oder in der Küchenmaschine einige Minuten lang zu einer dicken Creme aufschlagen. Dann die drei Eigelb einzeln unterziehen.
Mehl und Backpulver mischen und auf die Buttermasse sieben.
Joghurt und Zitrussaft glatt rühren und ebenfalls zum Teig geben. Alles kurz, aber gründlich unterziehen, zum Schluss den Eischnee unterheben.

Den Teig in die vorbereitete Kastenform füllen und im vorgeheizten Backofen etwa 55-60 Minuten backen. Den Kuchen in der Form auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Für die Glasur den Puderzucker in eine Rührschüssel sieben, die weiche Butter dazu geben und unterrühren. Nun soviel Blutorangensaft hinzufügen, bis die gewünschte Konsistenz und die Farbe für das Icing erreicht ist. Die Butterzutat war für mich ungewohnt, das hübsche Rosa durch den Blutorangensaft gefällt mir.

Den Kuchen aus der Form lösen, mit der Glasur überziehen und diese fest werden lassen.
Den Kuchen erst anschneiden, wenn er komplett ausgekühlt ist, das war schwierig, dieses Warten!


zitrorangenkuchen 04

Nachtrag nach dem Probieren: der Kuchen ist wunderbar saftig und zitrusfruchig, alleine die Glasur ist mir zu süß und etwas zu mächtig, beim nächsten Mal bleibt die weg…

04
Mai
14

Käsekuchenlust

Dieser Kuchen hat eine Vorgeschichte: am Dienstag schickte mir ein Kollege einen Link zu einer Sendung des rbb zu einem echten Käsekuchenwettbewerb in den Marktheinekehallen. Es dauerte zwei Tage, genaugenommen bis heute, bis ich Zeit hatte, den halbstündigen Film rund um den perfekten Käsekuchen zu schauen. Naja, ihr wisst ja, wie das ist: das Wasser läuft im Munde zusammen und der Wunsch, JETZT auch ein Stückchen Kuchen genießen zu können.
Ein Blick in den Kühlschrank verriet, dass nur das zur Menge der vorhandenen passende Rezept gefunden werden musste.
Nach einiger Zeit des Suchens wurde ich hier fündig, allerdings fand ich die Menge der Masse auf dem Teig zu viel, also wurde das Rezept angepasst, die Anweisungen für den Teig blieben unverändert.

kaesekuchen 1

Käsekuchen mit doppeltem Boden

Für den Teig
150g Butter,
50g Zucker,
1 Prise Salz,
300 g Mehl
50 ml Wasser
3 EL Aprikosenmarmelade

Für die Füllung
3 Eigelb,
3 Eiweiß,
360 g Quark (über Nacht abgetropft, vorher 500 g),
240 g Frischkäse,
200 g Zucker,
Saft einer Zitrone
50 g Speisestärke.

Zunächst die Butter mit Zucker und Salz schaumig schlagen, das Mehl und Wasser nach und nach zufügen. Dann mit den Händen alles zu einem glatten Teig verarbeiten. Die Springform (Dm. 26cm) fetten, den Boden mit Backpapier auslegen. Zwei Drittel des Teiges ausrollen, auf dem Boden auslegen, einen Rand hochziehen. Den Teigboden nun mit der Konfitüre bestreichen. Anschließend auch den restlichen Teig auf Größe des Springformbodens ausrollen und darüber legen, die Ränder leicht andrücken. Kühl stellen.
Für die Füllung das Eigelb mit dem Zucker cremig aufschlagen, dann den Quark und den Frischkäse unterrühren, den Zitronensaft zugeben und die Speisestärke einsieben. Zu einer glatten Masse verrühren. Eiweiße steif schlagen und vorsichtig unterheben. Masse auf den Teig geben, glatt streichen.
Bei 180°C etwa 35-40 min backen. Dann herausholen und rundherum von der Seite ca. 2 cm tief einschneiden. Nach 10 min wieder in den Ofen schieben und ca. 20-25 min fertig backen.
Wichtig ist es (leider), den Kuchen zunächst in der Form zu lassen und ihn erst vollständig auskühlen zu lassen, bevor man ihm sein „Korsett“ abnimmt und ihn genießen kann. Lauwarm mit einer Tasse Kaffee war er köstlich, aber auch durchgezogen am nächsten Tag war er himmlich.

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07
Jul
13

Heidelbeertörtchen

Derzeit gibt es jede Menge Beeren auf dem Markt, die allerletzten Erdbeeren, aber die durften mit den anderen Marktbesuchern heimgehen. Ich entschied mich gestern für ein Körbchen Blaubeeren, rote Stachelbeeren und weiße Johannisbeeren. Da drängte sich doch ein beeriger Sonntagskuchen auf. Und nun kam die schwere Entscheidung: Stachelbeerkuchen mit Baiser? Mein Favorit, aber da gibt es Baiserverächter in der potentiellen Gästerunde. Heidelbeeren… hm… ja, das wäre doch etwas. Im aktuellen Heft von Lust auf Genuss geht es um Beeren in aller Bandbreite, da wurde ich fündig. Panna-cotta-Törtchen mit Blaubeeren, ja, das Törtchen ein Mürbeteigboden, die Panna-Cotta-Creme sollte mit Gelantine und Schlagsahne entstehen, ersteres hatte ich nicht im Haus, mag es auch nicht so gerne. Auch die verlangten Tartelettförmchen mit 10 cm Durchmesser hatte ich nicht, habe nur welche mit 14 cm Durchmesser. Also musste das Rezept an Equipment, Vorratsschrank und persönliche Vorlieben angepasst werden.

Heidelbeertörtchen

ausreichend für vier Tartelettförmichen mit 14 cm Durchmesser
für den Teig:
50 g fein gemahlene Mandelkerne, ohne Haut
130 g Mehl
30 g Puderzucker
60 g Butter
1 Ei
1 Prise Salz

Hülsenfrüchte zum Blindbacken

für die Creme
400 ml Milch
1 Päckchen Puddingpulver „Sahne“
4 EL Zucker
150 g weiße Schokolade
120 g Heidelbeeren
1 TL Zitronensaft

Mandelkerne fein mahlen, mit den restlichen Zutaten zu einem Teig verarbeiten, in Folie etwa 60 min kühlen.
Den Teig in vier Teile teilen und dünn ausrollen, in die Tartelettförmchen drücken, mit einer Gabel mehrfach einstechen. Die meinen haben einen herausnehmbarem Boden, sie müssen nicht eingefettet werdenn.
Den Teig mit Backpapier abdecken und mit Hülsenfrüchten beschweren. Im auf 180°C vorgeheizten Backofen 15 min blind backen, dann die Hülsenfrüchte und Backpapier entfernen und weitere 5 min goldbraun abbacken. Die Böden auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.
Die weiße Schokolade grob hacken, im Wasserbad schmelzen. Die Böden mit der Hälfte der flüssigen Schokolade einpinseln. Alles abkühlen lassen.
Inzwischen den Pudding zubereiten, die restliche weiße Schokolade unterziehen. Dann die verlesenen Heidelbeeren mit 1 EL Zitronensaft pürieren und unter die abgekühlte Puddingcreme heben.
Die Heidelbeercreme auf die abgekühlten Tarteletts geben und etwa zwei Stunden kühl stellen. Mit Heidelbeeren garnieren.




Juli 2022
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