Posts Tagged ‘regionale Küche

13
Sept
16

Forcalquier, die zweite

Vor etwa zwei Jahren waren wir schon einmal in Forcalquier gelandet, auch dieses Mal wählten wir dasselbe Gîte und auch dieses Jahr zog es mich am Montagmorgen zum Markt.
Dieses Mal sind wir etwa zwei Wochen später dran als beim letzten Mal, also auch eine Zeit später nach dem touristischen Hoch von Juli und August. Und so war es ein wenig leerer, was ich ja nicht unangenehm fand.
Einige Stände erkannte ich auch wieder: so der Stoffmann, bei dem ich Stoffreste als Tischdeckenersatz erstanden hatte oder die Dame am Knoblauchstand. Erstaunen erweckte der Stand der die lokale Süßigkeit der Calisson als Riesenausgabe zum Abschneiden anbot. Calisson d’Aix sind eigentlich etwas größer als eine Mandel und bestehen aus einer Paste aus kandierten Früchten (Melonen, Orangen, Aprikosen etc.) von marzipanartigen Konsistenz mit einer Eiweißglasur.
Aber wie immer, war es ein echter Augenschmaus und Genuss, über den Markt zu schlendern und einzukaufen. Glücklicherweise lag das Frühstück noch nicht allzulange zurück, so dass keine Hamstereinkäufe zu beklagen waren.

Im Schatten von Notre-Dame-du-Bourget

Im Schatten von Notre-Dame-du-Bourget


Riesen-Calisson, vielleicht werde ich beim nächsten Besuch schwach...

Riesen-Calisson, vielleicht werde ich beim nächsten Besuch schwach…


22
Jul
16

Bierwaffel an adeliger Beilage

Vor einiger Zeit geriet das Waffeleisen für belgische Waffeln auf das Wunschradar des Herrn D. Und siehe da, es geriet sogar in unseren Haushalt, das „Männerwaffeleisen“, wie ich es seitdem nenne. Die ersten Versuche ergaben sehr schmackhafte, knackige Waffeln in Rechteckform.
Als ich letztens mit Frau indica verabredete, sich endlich einmal wieder zu treffen, entstand die Idee zu unserem Abendessen, da mir die „Galette Surprise“ durch den Kopf schoss, die ich vor einigen Jahren einmal in der Bretagne probierte. Frau Indica wusste seit einem ihrer dienstlichen Essensgehentermine auch sofort, wo es die Blutwurst für die Beilage geben würde: bei der Blutwurstmanufaktur in Rixdorf. Als adelig darf sich die dort hergestellte Blutwurst bezeichnen, denn seit 2004 ist Fleischermeister Benser von der französischen „Confrèrie des Chevaliers du Goûte Boudin“ zum „Chevalier du Boudin Noir“ also zum Ritter geschlagen. Und schon ging sie shoppen und bekam neben einer fachkundigen Beratung auch die Ware im hübschen Tütchen.


Nun denn, da brauchte ich einen ebensolchen Waffelteig, die Recherche ging los. Internet hoch und runter.. was soll ich sagen: ich wurde auf der dem Männerwaffeleisen beiliegenden Rezept-CD fündig: Bierwaffeln! Ich habe weniger Zucker genommen, leicht süß sind sie trotz des herben Biers.

Bierwaffeln

300 g Mehl
2 gestrichene TL Weinsteinbackpulver
1 Pr Salz
70 g Puderzucker
3 Eier
500 ml Bier (hier: helles Brauhausbier aus Bayreuth)
75 g Butter, zerlassen, lauwarm
5 g Ingwer, fein gerieben.
Mehl, Backpulver und Puderzucker in eine Schüssel sieben. Eier verquirlen, mit Salz zur Mehlmischung geben, unterziehen. Das Bier dazugeben, verquirlen, den geriebenen Ingwer abschließend in den Teig geben.
Den Teig etwa 1 Stunde kühl stellen.
Das Waffeleisen auf höchste Stufe vorheizen, eine Kelle Teig einfüllen. Waffeleisen sofort schließen, nach 10 Sekunden drehen und ca. 3,5 min goldbraun backen.

Beilagen:
Adelige Blutwurst
Karamelisierte Apfelspalten
Vanilleeis!

Die adelige Blutwurst in mittlerer Hitze in geklärter Butter leicht anbraten und warm ziehen lassen. In einer zweiten Pfanne einen hellen Karamell herstellen und darin die Apfelspalten gar ziehen lassen.

waffel_surprise 1

Die Blutwurst hat den Ritterschlag wirklich verdient! Sie ist wunderbar mit Pfeffer und Majoran abgeschmeckt, Speck sucht man vergebens in der Wurst. Leider sieht man auf dem Foto die Details nicht so schön, denn wir hatten Hunger und keine Zeit für ausführliche Fotosessions.

01
Okt
11

Kreuzberg – Markthalle 9

Der Wunsch nach regionalen Produkten scheint in Berlin mehr und mehr zu steigen. Bei dem vielen Umland (id est Brandenburg), welches zum Anbau genutzt wird, ist es ja auch verständlich, dass die Direktvermarktung auf den Wochenmärkten allmählich einen höheren Stellenwert einnimmt. Somit steigt auch die Nachfrage der Anbieter nach Markt- und Verkaufsflächen.

Gestern wurde in Kreuzberg in der Markthalle 9 ein reguläres Marktgeschehen wieder eröffnet, genau 120 Jahre nach der ersten Eröffnung. Seit den späten 1970er Jahren hatte sich in dem Gebäude mehrere Discounter angesiedelt, die zwar weiterhin dort ihre Filialen haben, aber mittel- und langfristig mit dem Ablauf der Mietverträge aus der Halle ausziehen sollen. Seit gestern gibt es einen echten Wochenmarkt, der freitags und samstag Gemüse aus der Region, Spezialitäten aus Berlin und dem Rest der Welt anbietet.

Nach dem Weg vom Moritzplatz bis zur Eisenbahnstraße waren meine Schwester und ich schon etwas hungrig und durstig und freuten uns auf das schon im Radio morgens angepriesene kulinarische Angebot. Aber eigentlich sollte frau natürlich nicht am Eröffnungstag dort erscheinen, denn es war rappel-dicke-voll und angesichts der Außtemperaturen und der teilweise aus Baustellenstrahlern zugesetzten Wärme fast tropisch. Dennoch bummelten wir durch die Gänge, mit jedem Schritt lief das Wasser im Munde mehr! Bekannte Anbieter wie Olivia, dem Kuchenladen bei mir hier in Friedrichshain wechselten sich mit italienischen Bruschettaständen, polnischen Wurstspezialitäten oder schweizer Käse ab. „Slow food“ warb ebenfalls für Heimisches und Selbstgemachtes, da war die Auswahl wirklich schwer. Schließlich saßen wir bei Rixdorfer Brause, Verbenensirupbrause aus dem Prinzessinnengarten, einer Bockwurst und Bruschetta am Eingang zur Eisenbahnstraße auf den Stufen im Schatten und beobachteten das Treiben zwischen Kreuzberger „Besseresserpopulation“ und Bewohnern der umliegenden Straßen.

Das wird eine gute Mischung, da bin ich sicher!

Diese Diashow benötigt JavaScript.




November 2022
M D M D F S S
 123456
78910111213
14151617181920
21222324252627
282930  

Bloggeramt.de

Nicht ICH werbe, sondern WORDPRESS
Eingeblendete Werbebanner, ads mit Spielen und Videos stammen von Wordpress und nicht von mir. Das ist der Preis fürs kostenlose Bloggen.
Auf Anzahl & Inhalte habe ich keinen Einfluss.


%d Bloggern gefällt das: