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31
Aug
14

Lavendel bei Valensole

Dieser Urlaub ist schon der dritte in der Haute-Provence, dieses Mal aber nicht auf dem Plateau de Valensole, da wo der Lavendel wächst. Heute wollten wir aber testen, wie lange man von Forcalquier nach Manosque fährt (ca. 49 min) und dann, als wir schon in Manosque waren, wollten wir den Ort früherer Urlaube (2008 und 2010) wiedersehen: das Plateau de Valensole, da, wo der Lavendel wächst.
Nun muss ich etwas ausholen: 2008 waren wir zu dritt unterwegs, ich hatte in einem Reiseführer für Besseresser und Genießer eine wunderbare Gîte gefunden, bei Odile und Laurent in der Nähe von St-Jurs. Sie hatten dort einen Bauernhof gekauft und drei Freienwohnungen ausgebaut, was damals im September 2008 etwa 350€ pro Woche kostete. Table d’hôtes boten sie auch damals schon an, das heißt also, dass sie als Gastgeber für uns Gäste ein wunderbares Drei-Gänge-Menü für ca. 30€ inkl. Getränke zubereiteten. Sie saßen mit am Tisch und besonders Laurent hielt kräftig bei den alkoholischen Getränke mit. Der Höhepunkt war ein Destillat mit eingelegter Schlange, ja, wirklich SCHLANGE! An den Geschmack kann ich mich nicht mehr erinnern, ich hatte schon voher ordentlich vorgetrunken. Anyway, die Unterkunft und Table d’hôtes gibt es immer noch, die Preise sind seit damals ordentlich gestiegen.
Das Plateau von Valensole ist aber weiterhin einen Ausflug wert, den wir heute, am Sonntag unternommen haben. Die eigentliche Lavendelernte ist natürlich schon durch, aber die Felder liegen dort in der Sonne, teilweise ausgedörrt, andere Felder zeigen junge Anpflanzungen, die dieses Jahr noch nicht abgeerntet wurden, also echten Lavendel und kein Lavendin, wieder andere weisen nur noch die großen Haufen von augepflügten Lavendin- und Lavendelpflanzen auf, die gegen Mitte September abgebrannt werden. Manches Mal liegen auch dicke Bündel von Lavendelstroh an den Höfen, wie Getreidestroh in Ballen gepresst. Wenn die Ernte frisch eingebracht wird, duftet die ganze Gegend nach Lavendel, heute ware es nur an wenigen Ecken zu riechen.
Damals habe ich von Laurent noch ein Fläschchen Lavendelöl und ein Glas Lavendelhonig geschenkt bekommen, die Gattin schaute etwas schmallippig.

* Auf Wunsch eines einzelnen Kommentators der Nachtrag:
Das Menü damals bei Odile und Laurent war sehr gut: Wenn ich mich recht entsinne, gab es zum Apéro sehr gutes Brot mit verschiedenen Tomaten- und Olivenaufstrichen, dann als Vorspeise kleine Auberginen in Olivenöl ausgebacken mit frittiertem Knoblauch, dann ein mächtiges Stück Fleisch über offenem Feuer des Kamins gebraten, dazu Gemüse aus dem Garten und dann noch Crème brûlée und Ziegenkäse aus der Region, gut gereiften Banon inklusive. Dann den Schlangenschnaps.
Beim ersten Urlaub wurde das Menü nur für uns drei plus die beiden als Gastgeber bereitet, 2010 saßen wir mit weiteren Gästen am Tisch, da bekomme ich das Menü nicht mehr zusammen, es war aber auch sehr gut, lokal geprägt, definitiv ohne Schlangenschnaps…




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