Posts Tagged ‘Oder

06
Mrz
11

Zeitreise: Kienitz als Brückenkopf

Im Winter 1945 war es um die Oder lange nicht so ruhig wie im Spätwinter 2011, und vor allem lange nicht so friedfertig. Die Rote Armee schaffte am 30. Januar 1945 unter General Bersarin den Übergang über die zugefrorene Oder und erreichte im Morgengrauen den Ort. Von hier aus startete die sowjetische Armee den Vormarsch nach Westen auf Berlin zu. Viele der russischen Soldaten zogen von hier aus in den Tod in die Schlacht um die Seelower Höhen.
Heute erinnert eine Edelstahlstele am Altarm östlich vom Dorf an den Beginn des russischen Vormarsches.

Im Ort selber steht seit 1970 ein ausgemusterter sowjetischer T 34 – Panzer, der an diese für Kienitz letzten Kriegstage erinnert.  Auf der gegenüberliegenden Straßenseite steht ein weiteres, welches an die Opfer der Kriege erinnern soll, schlichter, stiller.

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So zeugen die drei Denk- und Mahnmale in Kienitz irgendwie nicht nur von den Januartagen 1945, sondern sind auf ihre Art auch Zeugnisse der Zeit, in der sie aufgestellt wurden.

06
Mrz
11

Landpartie an die Oder: Lebus

Der Wetterbericht versprach Sonnenschein, nur an der Oder solle ein scharfer Wind von Norden wehen. Also wurde bei der Planung die Zuladung von Mützen, Schals und Handschuhen noch berücksichtigt, bevor es morgens kurz nach zehn gen Osten ging: auf an die Oder!
Das erste Ziel war Lebus, der kleine Ort nördlich von Frankfurt/O. Heute ein verträumtes Landstädtchen im Osten Brandenburgs, hart an der Grenze zu Polen, im Mittelalter aber so etwas wie das Oberzentrum seiner Region mit Burg- und zeitweise sogar Bistumssitz. Die Burg ist etwa seit Ende des 10. Jahrhunderts belegt, geistliches Zentrum mit einer Domkirche war Lebus spätestens seit 1133. Wer Lebus kontrollierte, war auch Herr über die Handelswege entlang der Oder und derjenigen, die hier den Fluss querten. So entstand neben dem Verwaltungszentrum auf dem Berg auch eine Kiezsiedlung als „Unterstadt“ am Wasser. Wie kaum anders zu erwarten, fanden seit Beginn des 13. Jahrhunderts mehrfach heftige Kämpfe um die Vormachtstellung im Lebuser Land statt, in deren Verlauf Burg und Bischofskirche zerstört wurden. Archäologische Untersuchungen bei Bauprojekten auf dem Berg und unten in der „Unterstadt“ deuten auf diese wechselvolle Geschichte hin.
Heute schien aber nur die Sonne in dem zur Mittagszeit ausgestorben wirkenden Ort, die Oder floss gemächlich dahin, immer noch mit hohem Wasserstand und dicken Eispanzern an den Ufern, hüben wie drüben. Mütze und Handschuhe, aber auch die Sonnenbrille waren gut gegen den Nordwind.

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Zur weiteren Information: M. Aufleger/S. Eickhoff/G. Wetzel (Hrsg.), Frankfurt an der Oder und das Land Lebus. Führer zu archäologischen Denkmälern in Deutschland 45 (Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 2005).
Viele Einzelbeiträge, wirklich gut geeignet für die Landpartie hinterm Oderdeich!

28
Mai
09

Oder oder nicht?

Brandenburg ist ja nicht dafür bekannt, dass es wenige Gewässer hat, allerdings so richtige, echte Flüsse sind doch eher selten. Die (Eis-)Zeiten mit ihren gewaltigen Wasser- und Schuttmassen, die in Urstromtälern vor den mächtigen Eisrandlagen entlangflossen, haben die Landschaft geformt, Weiterlesen ‚Oder oder nicht?‘




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