Posts Tagged ‘Neue Residenz

30
Jul
15

Halles Lustgarten – reloaded

Bereits im letzten Jahr habe ich im Sommer den Besuch im ehemaligen Lustgarten der Hallenser Neuen Residenz verbloggt: an einem wunderbaren Wochenende weilte ich mit meiner Schwester und einer lieben Freundin dort im Blauen.
Dieses Jahr hatten die Veranstalter das Thema „Sonnenuhr“ in Orange- und Gelbtönen gewählt. Leider war es mir nicht vergönnt, an einem Sonnentag dort zu sein, sondern „nur“ zweimal an einem wolkenverhangenen Abend. Dennoch bezauberte die Atmosphäre wieder, nicht nur mich, sondern auch viele Hallenser, die in zu zweit zu einer feierabendlichen Plauderei oder auch zu mehreren die Ruhe mitten in der Stadt bei einem Glas Sekt, einem Kaffee oder einer Fettbemme genossen. Von der Vierflügelanlage ist derzeit nicht so viel zu sehen, denn ein Gutteil verbirgt sich hinter Plastikplanen: es wird renoviert. Die “Neue Residenz” wurde seit 1531 von Kardinal Albrecht von Brandenburg, den Luther gerne anfeindetet, errichtet. Sie gilt als eines der bedeutendsten Bauwerke der Frührenaissance nördlich der Alpen, ja, das denkt man von Halle gar nicht. Als Bauverwalter war bis zum September 1534 jener Hans von Schönitz (Schenitz) tätig, der Finanzverwalter und Vertrauter des Kardinals danach in Ungnade fiel und zum Tode verurteilt wurde. Seit 1645 residierten in der Anlage die Erzbischöfe und die weltlichen Administratoren des Magdeburger Erzbischofs hier. Seine Hoch-Zeit erlebte Halle zwischen 1644 und 1680 zu Zeiten des letzten Administrators, Herzog August von Sachsen-Weißenfels, der Halle auch zur führenden Opernstadt des Frühbarocks machte. Ein wenig sollte offensichtlich an diese Zeit erinnern, denn durch den abendlichen Garten in seinen Orangetönen zogen leise Musik aus Händel-Opern.

16
Jun
14

Halles Lustgarten

Am vergangenen Wochenende kam die beste aller Schwestern zu mir zu Besuch nach Halle, denn es war allerhöchste Zeit für ein Schwesternwochenende. Das Programm für Freitag abend und Samstag war proppevoll, aber der Sonntag sollte eher gemächlich daher kommen. Frühstück bei Fräulein August mit einer lieben Freundin, die sich zu uns gesellt hatte, danach eine elegische Stadtpartie durch Halles Innenstadt. So kamen wir am Dom vorbei, der bedauerlicherweise schon wieder geschlossen hatte, der heute der reformierten Gemeinde als Kirche dient. Direkt neben dem Dom erstreckt sich die „Neue Residenz“, eine vierflügelige Anlage, die seit 1531 von Kardinal Albrecht von Brandenburg errichtet wurde. Sie gilt als eines der bedeutendsten Bauwerke der Frührenaissance nördlich der Alpen, auch wenn heute von außen nur wenig daran erinnert. Als Bauverwalter war bis zum September 1534 jener Hans von Schönitz (Schenitz) tätig, der Finanzverwalter und Vertrauter des Kardinals danach in Ungnade fiel und zum Tode verurteilt wurde. Seit 1645 residierten in der Anlage die Erzbischöfe und die weltlichen Administratoren des Magdeburger Erzbischofs hier. Seine Hoch-Zeit erlebte Halle zwischen 1644 und 1680 zu Zeiten des letzten Administrators, Herzog August von Sachsen-Weißenfels, der Halle auch zur führenden Opernstadt des Frühbarocks machte. Ihm ist übrigens ab August 2014 eine Ausstellung im Kunstmuseum des Landes-Sachsen Anhalts, in der Moritzburg in Halle gewidmet. Nach seinem Tod wurde das Erzstift und damit auch Halle gemäß den Bestimmungen des Westfälischen Friedens brandenburgisch.
Aber zurück zum Lustgarten: heute ist von der frühbarocken Gartenanlage nichts mehr übrig, nur einige alte Bäume verleihen dem Innenhof Flair, wenn nicht ein Projekt des Berufsbildungswerkes Halle mit Unterstützung des Jobcenters aus dem Hof eine blaue Oase verwandelt hätte.


Uns blieb der Mund offen stehen, als wir durch das Tor traten: der gesamte Hof ist mit Kunstrasen ausgelegt, welches die Geräusche dämpft und uns auf weichem grünen Teppich laufen lässt. Eine bunte Mischung von Jung und Alt schlenderte zwischen den blauen Installationen, Sitzelementen, Schaukeln und blauen Blumen umher. Alle haben ein Lächeln auf den Lippen, denn sie sind wie wir verzaubert von dieser Oase.
Wir setzen uns in den Schatten einer großen Blutbuche und genießen ein Schlückchen Sekt, fast so elitär wie zu Zeiten des letzten Administrators August.




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