Posts Tagged ‘Neubauten

24
Apr
12

Baustelle

Noch mehr Kaufparks, noch mehr Baumärkte, noch mehr Einrichtungshäuser? Ich wundere mich oft darüber, denn irgendwie stelle ich bei mir selber fest, dass ich mein Geld dummerweise nur einmal und unwiederbringlich ausgeben kann. Dennoch kämpfen hier in Berlin und seinen Stadtteilen immer mehr Baumärkte, Einkaufsparks und Einrichtungshäuser um die Kunden.
Auch an der Schnellerstraße in Niederschöneweide entsteht wieder so ein Riesenmonstrum, für den die Bebauung aus der Zeit um 1880 – 1900 längst gewichen ist. Hier standen früher ein Werk der Berliner Metallhütten- und Halbzeugwerke, eine Kabeltrommelfabrik und die Bärenquell-Brauerei. Die Brauereigebäude stehen noch, sind durch den Denkmalschutz zunächst vom Abriss verschont geblieben. Der Rest ist eine weite Industriebrache, die demnächst von einem Riesenbaumarkt mit „drive-in“-Baustoffhandel und weiteren, noch nicht näher benannten Geschäfte überbaut werden (Quelle: BA Treptow-Köpenick von Berlin, Sanierungsverwaltungsstelle).
Die Fabrikantenvilla an der Schnellerstraße, nach 1990 von einer Polyklinik bewohnt, wurde ebenfalls abgerissen, obschon unter Denkmalschutz, wurde abgerissen, damit mehr Platz für Parkplätze ist.
Dank der Bilder bei street view gibt es ein paar Vorher- und Nachher-Impressionen.

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21
Jan
10

Spaziergang am Osthafen

Das kalte Winterwetter lädt zum Spazierengehen ein, die Lunge will gelüftet sein, der Kopf auch. So lockte mich die Spree und ihre Eisschollenbewohner zu einem neuerlichen Ausflug. Die Temperaturen im untersten Plusbereich der letzten Tage haben dafür gesorgt, dass in Teilen die Schollen wieder durchsichtig wurden und nicht einmal mehr leichtgewichtige Möwen halten. So ziehen Möwen und schwarze Vögel wieder auf leisen Schwingen übers Wasser und lassen ihren Unmut hören.

Als Gelegenheitsspaziergängerin habe ich mich einmal mehr nach den Veränderungen umgeschaut, denn der Bereich am Osthafen, aber auch die Wassergrundstücke bis zur Jannowitzbrücke sind ja seit Jahren Ziel vieler Planungen, Diskussionen und sogar eines Berliner Volksentscheides. Auch wenn im vorletzten Jahr die Mehrzahl der abgegebenen Stimmen gegen die Weiterbebauung des Ufers war, so wurde und wird dennoch weiter gebaut. Noch kann ich am Osthafen-Ufer entlang spazieren, auch in der weiteren Planung sind Rad- und Gehwege entlang des Flusses vorgesehen, ein Teilerfolg der Bürgerinitiativen und Protesten. Zur Beruhigung der Proteste wurde zudem die Anlage von so genannten Pocketparks, also Grünflächen im Westentaschenformat versprochen.

Am Osthafen war es heute ruhig. Labels Berlin 2, ein Entwurf des Baseler Architekturbüros HHF (Herlach – Hartmann – Frommenwiler), steht mit seiner merkwürdigen Camouflage-Fassade aus olivgrünem Sichtbeton wenig passend neben den doch behutsam mit neuen Anbauten versehenen historischen Gebäuden. Noch kurz vor der Abstimmung 2008 war die Baugenehmigung ergangen, so dass die durch das Ergebnis, welches 50 m Abstand zwischen Ufer und Neubebauung getrost ignoriert werden konnte.

Und vorgestern soll nun die fulminante Eröffnung gewesen sein, berichtet zumindest der Tagesspiegel, Demonstration gegen die weitere Bebauung inklusive.




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