Posts Tagged ‘Küchengeschichten

17
Jun
16

Käsekuchen mit Eierlikör

Es musste einmal wieder ein Käsekuchen her, ein wenig Soulfood. Zwar habe ich keinen selbstgemachten Eierlikör, aber gekaufter tut es auch! Entliehen ist das Rezept bei zorra.
kaesekuchen 03

Eierlikör-Käsekuchen

Springform von 20 cm Durchmeser

Zutaten
• 70 g mit Vanille aromatisierter Zucker
• 65 g Butter
• 1 Ei (M)
• 130 g Mehl
• 15 g Kakao
• 6 g Weinsteinbackpulver
• 1 Prise Salz
Für die Füllung
• 2 Eier, Eigelbe und Eiweiß getrennt
• 50 g mit Vanille aromatisierter Zucker
• 250 g Mascarpone
• 50 Joghurt (10%)
• 50 ml Eierlikör
• 20 g Speisestärke
• 85 g Sonnenblumenöl
• 80 ml Eierlikör

Zubereitung
Alle Zutaten für den Teig verkneten. Springformboden mit Backpapier auslegen, die Seiten ausbuttern. Teig in die Springform geben, dabei auch einen hohen Rand formen.

Für die Füllung Eiweiß leicht anschlagen, aber nicht zu steif. Wenn es etwas schaumig wird, den Zucker langsam einrieseln lassen. Eigelbe, Mascarpone, Joghurt, 50 ml Eierlikör, Speisestärke und Öl glatt rühren, nicht zu luftig rühren! Eiweiß vorsichtig unterheben.
Die Quarkmasse auf den vorbereiteten Teig einfüllen und 80 ml Eierlikör darüber giessen.
Bei 165° C und 50 Minuten abbacken, im Ofen abkühlen lassen.

Vollständig auskühlen und durchziehen lassen. Es ist außerordentlich schwer, bis zum nächsten Tag zu warten, aber es lohnt sich. Bis dahin ist der Kuchen gut durchgezogen.

06
Apr
15

Nostalgisches Dessert

Das Osteressen sollte dieses Jahr bei der Tante stattfinden. Fernmündlich wurde mir von Schwester und Tante mitgeteilt, was denn der Hauptgang sein sollte: Lamm. Die Tante ist im Moment im zarten Alter von bald 87 Jahren in ihrer kulinarisch experimentierfreudigen Phase, denn sie wünschte sich „Lamm mit Minzsauce“. Da sie über einen umfangreichen Bestand an sogenannten Kochkarten verfügt, hatte sie auch das Rezept parat. Die Hauptmenge dre Sammlung der Kochkarten stammt aus den späten 1970ern und frühen 1980ern, so dass das Kochen nach jenen Rezepten etwas von einer Zeitreise in geschmacklicher Hinsicht an sich hat.

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Zum Einstimmen auf das Rezept hat unsere Tante uns die Karte fotografiert und per Mail geschickt. Nun wurde fernmündlich zwischen meiner Schwester und mir um die Minzsauce diskutiert: ich war strikt gegen dagegen, eine minzige Note wäre für mich in Ordnung, schnell fanden wir einen Ausweg mit einem Bündel weiter Kräuter, etwas Knoblauch und einem griechischen Joghurt unter Weglassen des Zuckers und des Essigs aus dem Originalrezept.
Die Tante hatte beim Fleischer den Knochen schon aus der Keule entfernen lassen, diesen aber glücklicherweise mitgenommen. Meine Schwester bereitete das Fleisch nun am Vorabend der gemeinsamen Kochaktion vor, Fett und Sehnen wurden entfernt, die entbeinte Keule mit Pfeffer, frischem Rosmarin und einem Hauch Knoblauch eingerieben und fest in eine Folie eingewickelt und kühl gelegt. Am Brattag briet sie die aus der Folie befreite Keule von allen Seiten scharf an, dann wanderte diese im Bräter in den 160°C heißen Ofen, ein Gläschen Rioja kam dazu und dann konnten wir in den kommenden 3 Stunden plaudern, die Kartoffeln, Bohnen und die abgewandelte Minzsauce vorbereiten.
Als Nachtisch gab es ebenfalls einen Klassiker, der aber aus den 1990ern: Mousse au chocolat nach dem Rezept aus meinem alten Rezeptbuch, ist zu Studienzeiten gerne zubereitet worden und mit der Hand in das dicke Heft eingetragen.

Mousse au chocolat

(für sechs bis acht Portionen)

200 g Schokolade (mind. 70% Kakao)
3 Eier, getrennt
2 EL Zucker, braun
200 ml Sahne

Schokolade über dem Wasserbad schmelzen, leicht abkühlen lassen. Inzwischen die drei Eiweiße steif schlagen, die Sahne ebenfalls, natürlich in getrennt. Die drei Eigelbe mit dem Zucker über dem Wasserbad schaumig aufschlagen, über Eiswasser kurz weiterschlagen.

Die Eicreme unter die Schokolade ziehen, dann die Sahne darunterziehen und zum Schluss das Eiweiß schnell unterheben.

Zum Schluss in einer Schüssel kaltstellen oder auf sechs Portionsgläser aufteilen und dann kühl stellen, mindestens 3 Stunden, am besten über Nacht.

Dieses Mal hat die Mousse so schnell „angezogen“, dass das Aufteilen optisch nur wenig ansprechend gelungen ist. Da ich die Mousse in fremder Küche am Vortag zubereitet habe, sollte die Mousse in Marmeladengläsern für den Transport abschließbar verteilt werden. Geschmeckt hat die dichte Schokoladenmousse am nächsten Tag trotzdem sehr.

 

mousse 4

Passend zu diesen nostalgischen Gerichen läuft „Während du schliefst“ im Fernsehen, von 1995, auch etwas zu süß. Passt zum Blusenbügeln…

04
Nov
11

Scharf im Glas

Hiermit soll erst einmal die Trilogie der Verwertungsvorschläge der herbstlichen Ernte von Balkon und aus dem großelterlichen Garten ihren Abschluss finden.

Nach der Tabula rasa fanden nun die feurigen Schoten ebenfalls ihren Weg in’s Glas und damit in den Wintervorrat. Süß-sauer-scharf sollte es werden.

Schnell und einfach aus dem Küchenvorrat waren die Zutaten bereit:

Für den Sud wurden 650 ml Wasser, 350 ml Weißweinessig, 300 g grober Einmachzucker, 2 EL Meersalz, 150ml Sonnenblumenöl, 3 Lorbeerblätter (vom im letzten Winter erfrorenen Gebüsch), 4 Nelken, 2 EL Senfkörner, Fenchel und Koriander (gemörsert) im großen Topf aufgekocht.

Alldiweil verloren die roten, halbroten, grünen und schwarzen Pepperonischoten ihren Stiel und Fruchtansatz und wurden mit Schwung in die kochende Essigmischung gekippt. Alles zusammen sollte etwa 3 – 4 min leise köcheln. Die heiß ausgespülten Gläser standen schon bereit, zunächst kamen das Gemüse hinein, dann wurde der Sud noch einmal aufgekocht und dann so heiß wie möglich über die Schoten gegossen. Schnell das Glas zugedreht und schon fertig!

Die Schoten sollten ein bis zwei Wochen durchziehen, dann sind sie zum Verspeisen bereit, auf dem Vorspeisenteller oder auch als geschmackliches Gegengewicht zu einem kräftigem Käse.

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30
Mai
11

Mein Kuchenbackprojekt

Ricotta-Zitronen-Kuchen, so oder so ähnlich lautete der Titel des Rezeptes, welches ich auf einem Foodblog vor geraumer Zeit gefunden habe. Die Zutatenliste habe ich mir notiert, eigentlich alles, was ich sowieso zuhause habe. Ricotta, Bio-Zitrone (wegen der Schale), Mehl, Eier, Zucker, Backpulver, Äpfel, die berühmte Prise Salz.

Tja, bis ich meinen Blick Richtung Obstecke schweifen ließ: keine Äpfel! Das lag natürlich daran, dass ich am letzten Sonnabend keine auf dem Markt gekauft habe. Es mussten halt Erdbeeren und Spargel sein, passend zur Jahreszeit. Die Äpfel bei meinem Lieblingsstand werden langsam etwas mehlig, sie sind hier aus Brandenburg. Also würde ich während der Woche mal im Supermarkt einen Boskoop kaufen, nur einen, nur für den Kuchen. Ich habe den Apfel natürlich vergessen, zu kaufen und nochmal wollte ich so kurz vor Geschäftsschluss nicht noch einmal loslaufen. Verschieben wir es auf morgen, ganz Scarlett O’Hara.

Bis auf den Apfel hatte ich ja alles da.

Gestern fiel mir wieder ein, dass ich ja noch, bevor der Holunder im Hof in vollster Blüte steht oder gar die Holunderblüten das Beste hinter sich haben, Holunderblütensirup ansetzen wollte. Die Wassermenge für den Zuckersirup wurde für die Zuckermenge im Vorratsschrank angepasst. Bis auf den letzten Krümel wanderte er in den gr0ßen Topf, zusammen mit den Biozitronen und der letzten Orange aus dem Obstkorb. Dazu ein halber Armvoll Holunderblüten. Nun zieht die Mischung und duftet durch den Kühlschrank. Und nun muss nur noch neuer Zucker her, ab auf den Einkaufszettel!

Tja, also wanderten heute Äpfel in den Einkaufskorb und noch so einiges andere, denn es sollte Matjesfilet in einer Joghurt-Schmand-Tunke mit Äpfeln, Zwiebeln und Gewürzgürkchen geben. Zuhause musste ich feststellen, dass ich leider den Zucker vergessen hatte. Ich sollte einfach immer einen Einkaufszettel mit mir führen, einen aktuellen natürlich.

Ich bleibe zuversichtlich, was das Ricotte-Zitronen-Kuchen-Projekt angeht. Im Moment fehlt nur der Zucker, der Apfel ist da, Zitrone ist noch da. Mal schauen, wie sich die Sache mit den Eiern, dem Mehl, dem Backpulver und der Prise Salz in den nächsten Tagen so entwickelt. Und Butter! Butter ist auch noch da…. Mal schauen, wie lange noch…

08
Mai
11

Rhabarber Chutney

Wenn Rhabarberzeit ist, ist dies für mich, neben der Erdbeerzeit, das Zeichen, dass wirklich endlich Frühling ist. Auf dem Mark, etwas schrumpelig im Supermarkt, etwas klein ob mangelnder Fütterung mit Kompost in meines Vaters Garten, überall sprießt das Gemüse!

Am Freitag bekam ich von einer Kollegin eine Riesentüte voller grün-golden-roter Stangen. Eigentlich sollte ich den Inhalt mit einer anderen Kollegin teilen, die dann aber doch keine Verwendung dafür hatte. Da stand ich nun mit etwa 3 kg Rhabarber.

Ein Blick über die Vorräte half dann schon weiter: viele kleine Marmeladengläser warteten auf erneute Befüllung, da waren noch Äpfel, Zitronen und dann kamen die Ideen. Einen Kuchen würde es geben, dann noch Rhabarbermarmelade und Rhabarber-Chutney.

Los ging es mit dem Chutney:

1,5 kg Rhabarber
676 g Apfelstücke
2 Zitronen, resp. ihr Saft und ein paar Zesten von der Schale
700 g Zucker
350 ml Weißweinessig (5%iger)
1 EL Senfkörner
2 TL Salz
1 TL grüner Pfeffer, frisch aus der Mühle
2 EL rosa Beeren
1 Msp. Zimt
4 Nelken

Den Rhabarber mit den Apfelstücken, dem Zitronensaft, dem Essig, ca. 500 g Zucker, den Senfkörnern, Salz und den Nelken auf kleiner Flamme köcheln, bis Rhabarber und Apfel weich sind, aber noch nicht zerfallen. Dann mit den restlichen Gewürzen abschmecken, Zucker nachgeben und zum Schluss einmal ordentlich heftig aufkochen lassen.
So heiss wie möglich in die Gläschen mit twist-off-Deckel abfüllen und abkühlen lassen.
Bis sich der Geschmack der Gewürze vollständig entfaltet hat, dauert es ein paar Wochen. Grundsätzlich ist das Chutney etwa sechs Monate haltbar, wobei ich sicher bin, dass es bei mir im Vorrat nicht so lange „überleben“ wird!
Schmeckt zu kurz gebratenem Fleisch, kräftigem Käse mit Landbrot, ersetzt auch gerne mal das Ketchup beim Grillen..

Bon Appetit!

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