Posts Tagged ‘Kreuzberg

27
Jun
12

Prinzessinnengarten

Am Moritzplatz braust der Verkehr, von der Prinzen- in die Oranienstraße und in die anderen. An einer Ecke lag seit Jahrzehnten die Wertheimfläche brach, bis sich 2009 eine Initiative fand, Müll wegzubringen und Pflanzerde und -gut zu besorgen. Allmählich wurden mobile Beete und Pflanzkörbe aufgestellt und bepflanzt, der Nutzgarten entstand in emsiger Arbeit von Interessierten und Anwohnern. So entstanden die „Prinzessinnengärten„.

Die „Nomadisch Grün“ Initiative mietet das Gartenland für jeweils ein Jahr von der Stadt Berlin, daher hat man auch das Prinzip des mobilen Gartens entwickelt, um die Gärten im Falle einer Nichtverlängerung der Nutzung alles „einpacken und umsiedeln“ zu können. Ein interessanter Ansatz…

Es wird nach biologischen Gesichtspunkten gearbeitet und es sollen eine möglichst große Pflanzenvielfalt angebaut werden, wobei auf alte Sorten besonderer Wert gelegt wird. Inzwischen sind auch mehrere Bienenvölker Bewohner des Prinzessinnengartens.

Die Ernte wird im Gartencafé und im Restaurant im Garten verarbeitet, auch die Besucher dürfen ernten. Der Erlös kommt wieder dem Garten zugute. Über die vielfältigen Aktionen in und rund um die Gärten berichtet das Blog der Prinzessinnengärten.

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02
Okt
11

„Kochlusts“ heißt jetzt anders

Gestern war es soweit: meine Schwester und ich besuchten die Kochbuchhandlung „Kochlust“ an neuer Wirkungsstätte in Kreuzberg. Nachdem Britt Leipold den „Kochlust-„Laden an der Alten Schönhauser Straße in Mitte im Januar geschlossen hatte, hatte ich immer mal auf der Website nachgeschaut, wann denn die für April geplante Eröffnung an neuer Stelle am Moritzplatz in Kreuzberg stattfinden würde. Der Termin war dann erst im Juni, bis jetzt habe ich es aber noch nicht bis dorthin geschafft.

Gestern endlich war es soweit, am Tag, als auch das „Drumherum“ im Aufbau-Haus die offizielle Eröffnung mitsamt dem Regierenden Bürgermeister feierte. Glücklicherweise gibt es in den riesigen Hallen von „modular“, dem Laden für Künstlerausstattung, auch Wegweiser, dass wir mit überquellenden Augen endlich unseren Weg zu „coledampf’s & companies“ fanden. Von dem Ladennamen „Kochlust“ ist leider nur noch auf den zweiten Blick etwas in den Broschüren und Hinweisblättern zu sehen. Als wir aus dem „modular“-Bereich in „coledampf’s“ Reich traten, fanden wir uns zunächst einmal im Küchenwerkzeug-Bereich wieder. Hochwertig, aber auch hochpreisig! Zwischen Kupfergeschirr, Einmachgläschen, Quirlen, Messern und Serviergeschirr bahnten wir uns den Weg. Der gesamte Bereich ist sehr offen und großzügig gestaltet, der Besucher oder potentielle Einkäufer wird Richtung Sitzbänke und offener Küche geführt, wo man sich aus einer kleinen Karte etwas Leckeres zubereiten lassen kann. Endlich konnten wir auch in die liebevoll gestaltete Bücherecke abbiegen. Was früher den kleinen Laden füllte, ist allerdings nun am Moritzplatz in der großen „coledampf’s“ Familie nur noch ein kleinerer Teil, abseits der Kundenlaufstrecke. Brit Lippold und Sigrid Fischer waren aber, wie früher, unsere freundlichen und kompeten Ansprechpartnerinnen, über deren Anwesenheit wir uns wirklich gefreut haben, auch wenn das glänzende Drumherum doch bei diesem ersten Besuch sehr fremd wirkt. Wie gewohnt plaudern die beiden über die Bücher, beraten und erzählen dann auch über die Zeit nach der Schließung des Ladens in Mitte. Ich meinte, doch ein klitzekleines Quentchen Wehmut zu vernehmen, die auch mich erfasste. Ehrlich gesagt vermisse ich doch die Sitzbank im Fenster, wo ich mich mit einem Stapel Bücher zum Schmökern zurück ziehen konnte und langsam, aber stetig von der guten Vorauswahl zum Kauf überzeugt wurde.

Dennoch wanderte wie immer wieder Kochbücher in meine Tasche: über Quitten, über Äpfel & Birnen und eines über die Zubereitungsarten für Lachs.

Ich drücke „Kochlust“ ganz doll die Daumen, dass sie nicht zu sehr untergehen bei „Coledampf’s & Companies“! Eines ist gewiss, und das soll ein Versprechen sein: es war natürlich nicht mein letzter Besuch. Ich kann noch Platz schaffen in meinem Kochbuchregal!

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01
Okt
11

Kreuzberg – Markthalle 9

Der Wunsch nach regionalen Produkten scheint in Berlin mehr und mehr zu steigen. Bei dem vielen Umland (id est Brandenburg), welches zum Anbau genutzt wird, ist es ja auch verständlich, dass die Direktvermarktung auf den Wochenmärkten allmählich einen höheren Stellenwert einnimmt. Somit steigt auch die Nachfrage der Anbieter nach Markt- und Verkaufsflächen.

Gestern wurde in Kreuzberg in der Markthalle 9 ein reguläres Marktgeschehen wieder eröffnet, genau 120 Jahre nach der ersten Eröffnung. Seit den späten 1970er Jahren hatte sich in dem Gebäude mehrere Discounter angesiedelt, die zwar weiterhin dort ihre Filialen haben, aber mittel- und langfristig mit dem Ablauf der Mietverträge aus der Halle ausziehen sollen. Seit gestern gibt es einen echten Wochenmarkt, der freitags und samstag Gemüse aus der Region, Spezialitäten aus Berlin und dem Rest der Welt anbietet.

Nach dem Weg vom Moritzplatz bis zur Eisenbahnstraße waren meine Schwester und ich schon etwas hungrig und durstig und freuten uns auf das schon im Radio morgens angepriesene kulinarische Angebot. Aber eigentlich sollte frau natürlich nicht am Eröffnungstag dort erscheinen, denn es war rappel-dicke-voll und angesichts der Außtemperaturen und der teilweise aus Baustellenstrahlern zugesetzten Wärme fast tropisch. Dennoch bummelten wir durch die Gänge, mit jedem Schritt lief das Wasser im Munde mehr! Bekannte Anbieter wie Olivia, dem Kuchenladen bei mir hier in Friedrichshain wechselten sich mit italienischen Bruschettaständen, polnischen Wurstspezialitäten oder schweizer Käse ab. „Slow food“ warb ebenfalls für Heimisches und Selbstgemachtes, da war die Auswahl wirklich schwer. Schließlich saßen wir bei Rixdorfer Brause, Verbenensirupbrause aus dem Prinzessinnengarten, einer Bockwurst und Bruschetta am Eingang zur Eisenbahnstraße auf den Stufen im Schatten und beobachteten das Treiben zwischen Kreuzberger „Besseresserpopulation“ und Bewohnern der umliegenden Straßen.

Das wird eine gute Mischung, da bin ich sicher!

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30
Dez
10

kennt ihr die noch?

Heute schien die Sonne, nun ja, sie schien fast. Immerhin hatte der Wetterbericht für heute noch sehr kaltes, aber gutes Wetter angesagt, so dass ich heute zu einem etwas ausgedehnteren Winterspaziergang aufbrechen wollte. Nun noch etwa so dick wie ein Michelin-Männchen einpacken, den Fotoapparat frostsicher in die Umhängetasche und schon konnte es los gehen.

Oh, es wurden eine Menge ganz unterschiedlicher Impressionen, die ich heute mit nach Hause brachte. Und eine davon fand ich in einem leeren Schaufenster:

Rosetten!

In unserem Kinderzimmer, also dem meiner Schwester und dem meinen, gab es eine Weile einen ganzen Korb davon. Rot, blau, grün, weiß, gelb. Es sind runde Plastikscheiben mit einem Loch in der Mitte und acht Einbuchtungen, an denen man die Rosetten zusammen stecken konnte. Und was haben wir daraus gebaut! Prinzessinnen- und Königinnenkronen, Roboter und Schiffe, je nachdem, wie das aktuelle Thema im Kinderzimmer gerade war.

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Und in diesem Kreuzberger Schaufenster standen sie als „Törtchen“ und „Schubkarren“ oder so… ich musste lachen und rief sofort meine Schwester an und fragte sie, ob sie sich erinnern konnte. Na klar konnte sie!




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