Posts Tagged ‘jahreszeitiges

16
Sept
16

Herbst in der Provence

Inzwischen kehrt hier bei Forcalquier der Herbst ein. Die Tage sind schon nachsommerlich kurz, morgens ist es kühl. Im Moment kehrt mit elegantem Schwung ein Regen nach dem nächsten ein, zum Glück aber immer mit sonnigen Stunden dazwischen. In der vergangenen Woche war die Luft noch staubig von der langen Trockenheit, jetzt ist sie frisch.


Auf dem Plateau von Valensole werden die Felder, auf denen die im nächsten Jahr nicht mehr brauchbaren Lavendin- und Lavendelstauden stehen, abgeflämmt, lange Rauchschwaden stehen über der Hochfläche.
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Gejagd wird auch, jetzt, wo Herbst ist, einzelne Schüsse hallen durch die Täler. Madame sagt, dass nach dem Vollmond und dem Regen ab Dienstag die Pilze aus dem Boden sprössen, vor allem Steinpilze. Mal schauen, ob sie mich auf eine kleine Pilztour mitnimmt.

30
Jul
16

Aprikosen-Frischkäse-Brownies

Beim Blogsblättern bin ich auf eine schmackhaft klingende Idee gestoßen, die ich unbedingt nachbacken wollte. Zwar habe ich derzeit keine Himbeeren hier, aber mit Aprikosen konnte ich mir die Kombination auch gut vorstellen. Schon Frau Chili-und-Ciabatta hatte nicht die im eigentlichen Originalrezept gewünschte Backform, ich hatte eine noch kleinere, die (schnell gerechnet) das 0,56fache der Grundfläche hat (10 x 35 cm), dafür eine herausnehmbare Grundplatte zum leichteren Entnehmen des fertigen Kuchens. Also noch einmal gerechnet und die Zutatenmenge auf die Hälfte schrumpfen lassen.

Aprikosen-Frischkäse-Brownies

Für den Brownieteig
40 g Butter
100 g Bitterschokolade
60 g Zucker
1 Ei
1/4 Vanilleschote, resp. deren Mark
1/4 TL Salz
1 Msp. Backpulver
55 g Mehl

für die Frischkäsemasse
120 g Doppelrahmfrischkäse
50 g Zucker
1 TL Zitronensaft
1 Ei (M) (tja, ein halbes kriege ich nicht hin!)
1 Prise Salz
20 g Speisestärke (habe ich gelassen, wegen der erhöhten Eimenge)

außerdem
4 Aprikosen, in Spalten geschnitten
1 TL Zucker

Zubereitung
Den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen (Umluft nicht geeignet).
Die Backform mit Backpapier auskleiden, der Brownieteig würde sicherlich bei einer Form wie der meinen aus der herausnehmbaren Bodenplatte davonlaufen.
Schokolade und Butter über einem heißen Wasserbad schmelzen, dann in einer Rührschüssel den Zucker unterschlagen, die Masse weitgehend abkühlen lassen. Dann das Ei und das Vanillemark unter die Mischung ziehen. Salz, Mehl und Backpulver mischen und dann mit einem Löffel ebenfalls unterziehen.
Für den Belag Frischkäse und Zucker mit den Quirlen des Handrührers cremig aufschlagen. Zitronensaft, Ei, Salz und Speisestärke unterrühren.
Den Teig in die vorbereitete Form geben und glattstreichen. Die Frischkäsemasse darauf verteilen, dabei einen Rand von etwa 1 cm frei lssen. Das hat bei der von mir verwendeten kleinen Form nicht geklappt, finde ich nicht weiter tragisch.
Die Aprilosenspalten auf den Frischkäse setzen und mit dem Zucker bestreuen.
Den Kuchen etwa 40 Minuten auf der 2. Schiene von unten mit Unterhitze backen. Den Kuchen in der Form auf einem Rost auskühlen lassen.

Vor dem Servieren eine Stunde in den Kühlschrank stellen, damit der Kuchen stabiler wird. Den Kuchen aus der Form heben und in kleine Quadrate schneiden.
(Bei mir hat er über Nacht geruht, wurde auf einen Besuch mitgenommen und dort in längliche Rechtecke geschnitten… aber auch vorher gekühlt.)

02
Jan
15

Neujahr 2015

Eigentlich wollte ich in guter alter „Erinnerungsengramm“-Tradition auch dieses Jahr wieder das Feuerwerk fotografieren, aber meine Knipse wollte nicht so wie ich. Allerdings funktionierte sie am Folgetag wieder tadellos. Dummes Ding!

neujahr 1

So kann ich euch nur mit einem Linkfeuerwerk auf ältere Fotos dazu ein frohes neues Jahr wünschen, bleibt mir und meinem Blog auch bei kreativen Pausen treu und habt ein wunderbares Jahr!

Feuerwerk 2009

Feuerwerk 2010

Feuerwerk 2011

Feuerwerk 2012

Feuerwerk 2013

Feuerwerk 2014

14
Okt
12

Das musste einmal wieder sein: Quittenkonfekt

Nun habe ich dieses köstliche Konfekt in den letzten Jahren irgendwie nie zustande bekommen: einmal fehlten die Quitten, ein anderes Mal waren sie innen so braun, dass ich nur Gelee gekocht habe oder ich hatte gar keine Zeit. Gestern nun habe ich auf dem Markt am Boxhagener Platz kurz vor Toresschluss noch einen Armvoll Quitten überaus günstig bekommen, denn die Marktfrau wollte die letzten beiden Kilos nicht mehr mit nach Hause nehmen.
Schon der Duft war wunderbar aromatisch, als ich sie in die Einkaufstasche füllte, diese Mischung aus Birnen- und Apfelquitten. Und der Entschluss stand fest: heuer gibt es einmal wieder Konfekt!

Quitte mit Birne

Quittenkonfekt

Zutaten:
1 gehäufter EL getrocknete Lindenblüten
1 gehäufter EL Zitronen-Verbenen-Blätter
1 ½ kg Quitten
½ kg Birnen
1 kg Zucker
1 Vanilleschote
8 EL Zitronensaft
4 EL Rosenwasser
100 g geschälte Mandelhälften
wer mag: 2 EL Calvados
Zucker, zum Dekorieren
Lorbeerblätter, für die Aufbewahrung
Für 60 Stück

Lindenblüten und Verbene-Blätter in 300 ml Wasser 10 Minuten zugedeckt köcheln lassen. Den Sud durch ein Sieb gießen, gut ausdrücken.
Quitten und Birnen schälen und vierteln, das Kerngehäuse herausschneiden. Die Früchte auf der Gemüsereibe fein reiben (am einfachsten geht das mit der Küchenmaschine).
Kräutersud und Zucker in einem großen Topf vermischen. Die Vanilleschote längs aufschlitzen und das Mark herauskratzen, die Schote in 3 Stücke schneiden. Die Schotenstücke, das Vanillemark und den Zitronensaft in den Sud geben, bei mittlerer Hitze erwärmen und gelegentlich umrühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat, dann 5 Minuten ziehen lassen.
Das geriebene Fruchtfleisch unterrühren, aufkochen und halb zugedeckt bei schwacher Hitze etwa 3 Stunden köcheln, bis ein sehr dickes, orange-rotes Mus entstanden ist – dabei gelegentlich umrühren, damit das Mus nicht ansetzt. Es ist dick genug, wenn sich mit dem Kochlöffel eine „Straße“ durch das Mus ziehen lässt. Sodann die Vanilleschoten entfernen und das Rosenwasser unter das Mus ziehen. Eine flache Kuchenform (28 x 42 cm) mit Backpapier auslegen und das Mus gleichmäßig etwa dauemendick darauf füllen. Den Backofen auf 50 Grad erhitzen und das Mus zum Trocknen für 5-6 Stunden auf die unterste Einschubleiste schieben, dabei einen Kochlöffel zwischen Tür und Backofen klemmen, damit die Feuchtigkeit entweichen kann. Nach 1 Stunde mit einem Messer Längsreihen im Abstand von 3 cm und Querreihen von 5 cm andeuten und in jedes entstandene Rechteck 1 Mandel drücken. Das Mus aus dem Ofen nehmen, mit einem Küchentuch abdecken und mindestens weitere 5-6 Stunden trocknen lassen, am besten über Nacht.
Die getrocknete Paste nach Geschmack dünn mit dem Calvados bestreichen und mit Zucker bestreuen. Konfektstücke an den markierten Linien auseinander schneiden, vorsichtig vom Papier lösen und in eine Dose schichten. Die einzelnen Lagen mit Butterbrotpapier trennen. Zwischen jede Lage ein Lorbeerblatt legen.
Verschlossen hält sich das Konfekt etwa ein halbes Jahr, rein theoretisch, aber praktisch nie länger als bis zum ersten Adventstee!

Mis en place

Mis dans la casserole

Wer nicht soviel Geduld hat, kann das Mus, nicht ganz so dick eingekocht als Brotaufstrich noch heiß in kleine Gläschen abfüllen, wie eine dicke Marmelade. Aber ehrlich gesagt, sollte man sich die Zeit nehmen, das Konfekt herzustellen. Und weil es noch auf dem Herd köchelt, dauert es noch etwas, bis die Bilder vom Resultat hier erscheinen…

viel später…

08
Jul
12

Gartenbeute, die erste

Im Tantengarten war eine Menge zu tun, vom Unkrautjäten angefangen bis hin zum Blumeneintopfen, Tomatenausgeizen und Erdbeeren suchen.

Nein, eine große Plantage voller Erdbeeren sucht man vergebens auf den Latifundien, aber hinter dem ehemaligen Hühnerstall hat sich eine Kolonie Walderdbeeren zurück gezogen. Die Kulturvarianten stehen in zwei kurzen Reihen zwar gleich um die Ecke, aber die kleinen schmecken einfach himmlich.

Zwei Handvoll habe ich geerntet, weit davon entfernt, ausreichend für Erdbeerlimes zu sein. Diese haben aber abends ihren Weg in einen gut gekühlten Sekt aus dem Weinkeller fanden.

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27
Mai
12

Grüne Gräten

Im Meer gibt es viele Fische: für mich als Landratte eine echte Binsenweisheit. Und nur die wenigsten kenne ich überhaupt, auch wenn es bei den Speisefischen inzwischen etwas besser aussieht. Als Kind in Ostwestfalen lernte ich zunächst den guten alten „Blockfisch“ kennen, besser als „Fischstäbchen“ bekannt. Als meine Mutter sich nicht mehr so sehr sorgte, dass wir unverzüglich an einer Gräte ersticken würden, bereitete sie auch Rot- und Goldbarsch, selten Kabeljau zu, die sie im örtlichen Fischgeschäft am Freitag erstand. Mein Vater weigerte sich schlichtweg, Fisch zu essen, denn er machte geltend, dass man ihn als Kind des Freitags zum Fischessen gezwungen und er sich einmal fürchterlich dabei vergiftet habe. Ja, Papa, schon klar! Auch meine Oma, in deren Haus wir damals wohnten, wollte partout keinen Fisch essen. Was für ein Dilemma, denn das „nicht-essen-wollen“ umschloss auch weitere Wahrnehmungen des Fischgerichtes: „nicht-sehen-wollen-des-Einkaufs“ und „nicht-riechen-wollen-der-Zubereitung“. Somit wurde meine Mutter und der Fisch in den Keller verbannt, dort bereitete erstere letzteren auf einem Zweiplattenherd zu und brachte das fertige Fischgericht, in der Regel, mehlierte Fischfilets mit Resten von Gräten, die meine Mutter und der Fischhändler einig übersehen hatten, als Tellerportion in das 1. Obergeschoss, wo wir wohnten, vorbei an den Wohnräumen ihrer Schwiegermutter. So richtig schätzen lernten meine Schwester und ich Fisch damals nicht, nur durch das wunderbare Kartoffelpüree, welches die regelhafte Beilage bildete, vermochten wir den meist etwas trockenen Stücken etwas abzugewinnen. Immerhin lernten wir den sicheren Umgang mit Fischbesteck.

Inzwischen traue ich mir das eigenhändige Zubereiten der vormaligen Wasserbewohner auch jenseits des Mehlierens und Trockenbratens zu. Vor Grätenlastigem auf dem Teller habe ich immer noch größten Respekt, eine umfassende Kenntnis aller Fischanatomien würde womöglich und unter Umständen Abhilfe schaffen. Daher habe ich mich bei meinem letzten Aufenthalt in und um Greifswald vor dem Verkosten der lokale Spezialität des Frühlings gedrückt: Hornfisch!

Der Hornfisch, hätte ich ihn gekostet, hätte mir deutlich gezeigt, wo er seine Gräten hat, denn diese sollen kräftig grün sein. Im Greifswalder Bodden laichen diese bis zu einem Meter langen Fische in Landnähe und werden dort im Mai während einer etwa drei Wochen dauernden Zeit gefischt. In großem Umfang befischt man die Hornhechte (Belone belone) heutzutage nicht mehr, vermutlich zu ihrem Glück.
Die grüne Farbe ihrer Gräten soll durch die Reaktion von Eisen und Phosphat zu Vivianit entstehen, so genau habe ich das auch nach eifrigem Studium der entsprechenden Wikipedia-Artikel nicht verstanden.
Und da mir die Bedienung in einem der Fischrestaurants in Wieck, dem ehemaligen Fischerhafen vor den Toren Greifswalds, auch nicht so richtig viel zu Zubereitungsart und Geschmack der Spezialität berichten konnte, landete dann doch Dorsch auf meinem Teller. Natürlich ärgere ich mich nun über meinen fehlenden Mut, aber der Hunger nach dem Lustwandeln durch Greifswald war einfach zu groß.

Der Hornfischer hat schon Feierabend

Für den Fang des kommenden Tages aufnahmebereit

08
Mai
11

Mehr Rhabarber: jetzt als Kuchen

Nun denn, weitere 700 g Rhabarber wollten in einen wunderbaren Kuchen verzaubert werden.
Das Internet ist ja voll von Rezepten, die Kochblogs quellen geradezu über damit, ich habe mich aber dann für ein Rezept mit Baiserhaube entschieden, mit kleineren Abwandlungen.
Also, zunächst für den Teig:

200g Mehl (Dinkelmehl war’s bei mir)
100 g Butter
80 g Zucker
3 Eigelb (die von den Eiweiss für den Baiser übrig bleiben werden)
2 TL Backpulver.
Alle Zutaten zu einem Mürbeteig verkneten und kühl stellen.

Für die Füllung
500 – 700 g Rhabarber
100 g Zucker
Rhabarber säubern, evt. schälen und in kleine Würfel schneiden, zuckern, etwa anderthalb Stunden stehen lassen, immer mal umrühren. Dann abtropfen lassen. Das „Zuckerwasser“ mit Rhabarbergeschmack habe ich gleich für die noch zu kochende Rhabarberkonfitüre zur Seite gestellt.

300 ml Milch
1 Pckch. Puddingpulver (Sahne-)
werden zu einem dicken Pudding verkocht, dann werden die Rhabarberwürfel untergemischt.

Inzwischen den Teig in einer Springform (Dm. 26 cm) verteilen, den Rand nicht vergessen! Darauf wird dann die Rhabarber-Pudding-Mischung verteilt.

Ab damit in den auf 180° C vorgeheizten Backofen und das für etwa 20 – 25 min.

In der Zwischenzeit hat man Zeit, die Baisermasse vorzubereiten.

Dafür braucht man die vorhin schon erwähnten

3 Eiweiße und 100 g gesiebten Puderzucker.
Erstere werden zunächst zu standfestem Eischnee geschlagen, dann mit Puderzucker zur Baisermasse verarbeitet. Diese wird dann auf dem vorgebackenen Kuchen verteilt.
Der Backofen muss nun bei etwa 150°C (Ober- und Unterhitze) den Kuchen fertigbacken und das etwa 30 – 40 min (je nach Ofen).
Verkostet wurde das Prachtstück noch lauwarm (mangelnde Geduld!) mit etwas Vanilleeis. Die Baiserkruste war wirklich comme il faut: mit leichtem Knistern brach die Gabel den Widerstand…. Absolut lecker!

05
Dez
10

änderungen, nur ein paar kleine…

Heute ist der 2. Advent, Schnee liegt in Berlin, es ist also rein dekotechnisch an der Zeit, den Header der Jahreszeit anzupassen. So habe ich die kleinen Goldboote aus Kopenhagen gegen ein Bild von meinem Balkon ausgetauscht.

Daneben ist die Kategorie „war mal bei qype“ verschwunden, auch da fand ich, dass es Zeit für diesen Schritt war. Ansonsten ist noch eine Seite dazu gekommen, die den klassischen Blogroll ergänzt, denn hier sind ein paar Links hin gewandert, die ich nicht löschen will, da ich immer wieder gerne nachschaue, ob sich doch etwas getan hat auf diesen Seiten.

Genug Änderungen für heute…




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