Posts Tagged ‘Himmel über Berlin

15
Apr
17

Frohe Ostern 2017

Richtig feines Osterwetter wird es wohl dieses Jahr nicht geben, aber wir haben ja die Sonne im Herzen und diesen Hefezopf auf dem Frühstückstisch.

Osterzopf

Zutaten
500 Mehl (Typ 550)
250 ml handwarme Milch
70 g Zucker
1/2 Würfel frischer Hefe
75 g weiche Butter
1 TL Salz
1 Ei
1 EL frisch abgeriebener Zitronenschale
Zum Bestreichen
1 Ei
2 EL Hagelzucker
Mehl in eine große Schüssel sieben. Milch leicht erwärmen und darin den Zucker einrühren. Die Hefe dazu geben und verrühren, bis sich die Hefe ebenfalls auflöst.
Mehl und Zitronenschale vermengen, dann die Milch-Hefe-Mischung dazu geben, die Butter, Salz und das Ei zugeben und zu einem Teig verarbeiten. Kneten bis der Teig glatt und geschmeidig ist.
Den Teig an einem warmen Ort gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat, vor Zugluft schützen. Die Hefeteigschüssel von T*pper, die seit mindestens 20 Jahren in meiner Küche wohnt, ist das wichtigste Utensil dabei.
Den Hefeteig auf eine bemehlte Unterlage geben und von Hand noch einmal durchkneten, dann in drei Teile aufteilen. Diesen zu drei Rollen ausrollen und anschließend zu einem Zopf flechten.
Das Geflecht auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen, ein zweites Paar Hände ist hier hilfreich.
Nun das 2. Ei sorgfältig verquirlen, den Zopf damit bestreichen. Nochmals eine halbe Stunde gehen lassen.
Inzwischen den Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen, auf der mittleren Schiene des Ofens etwa 45 Minuten backen, nach der Hälfte der Backzeit auf 180° herunterschalten.

Frohe Ostern euch allen!

31
Dez
13

Das eine geht, das andere kommt…

So, geschafft… 2013…

Normalerweise ist es ja nur ein Wechsel im Datum, denn irgendwie laufen die Tage ja ohne Innehalten weiter. Dieses Mal ist es etwas anders. Ich gehe gen Süden, nicht sehr weit, nur in die „mitteldeutsche Scheibenwelt“ und auch immer nur von Montag bis Freitags. Meistens. Hoffe ich zumindest. Und dann Freitag bis Sonntag hier im Bundesdorf. Hoffe ich stark.

So ein (Teil)Umzug ist auch aufregend, denn irgendwie muss ich die Dinge, die schon einmal in einem Zweitwohnsitz mit mir zusammen wohnten, wiederfinden:

  • Handrühgerät (wieso komme ich da zuerst darauf?)
  • Töpfe (wohnen inzwischen in Hannover bei meiner Schwester)
  • Wasserkocher (gestorben, in der Uckermark geblieben, zu Weihnachten gab es einen richensaroten)
  • Bettstatt (brauche ich neu)
  • Sessel (der bleibt hier, ich leihe mir vor der Tante einen, der meiner Oma gehörte, hinreißend in grün mit gelben Blumen)
  • Tisch für die Küche (auch von der Tante geliehen, gehörte vorher der Großtante)
  • Tisch für Arbeitskram und Bewirtung von kleineren Gästescharen (ja, Beine im Keller, Platte hinter dem Regal)
  • Toaster (der alte hat mal fast gebrannt, wurde entsorgt)
  • Stühle (auch von der Tante geliehen, sechs Klappstühle aus solidem Holz in dunkelgrün, komplementär zu richensarot)
  • Eierbecher (wer braucht die?)
  • Geschirr (ja, das bunte aus der Studentenausstattung und ein paar Schälchen, davon zwei nach Formen des 17. Jahrhunderts nachgetöpfert, ein Geschenk von einem sehr netten Authentizitätsfreak)
  • Wassersprudler (will keine Flaschen mehr schleppen, nur alle paar Monate die Sprudelpatrone, neu!)
  • Besteck, Küchengedöns, scharfe Messer, Messerschärfer (habe ich noch)
  • Magnetleiste für scharfe Messer (ha!)
  • Wecker (habe ich noch, der hat ein echt fieses Klingeln, habe ich seit der Erstkommunion in zahnsteinbeige, der geht einfach nicht kaputt!)
  • Bettzeug und -wäsche, Handtücher (ja, alles da, schon verpackt so vacuumierten Päckchen, sehr praktisch, dafür braucht’s nur einen
  • Staubsauger (musste neu, jetzt einen ohne Beutel, der alte hatte schlappe 500 W und wurde 2006 entstorgt, da hätte ich auch Strohhalme nehmen können)
  • Duschkopf und -schlauch (es hat zwar einen in der Dusche in der neuen Wohnung, aber „da ist mir fies vor“)
  • Haushaltsleiter (ist schon da, ist noch aus dem Haushalt meiner Eltern, hat mein Vater je eine neue gekauft??)
  • Haarfön (der alte Zweitfön ist beim Abtauen einer Tiefkühltruhe in die ewigen Föngründe gelangt, brauche ich noch)

Was fehlt wohl noch? Irgendwie habe ich immer die Panik, dass ich vor dem ersten Arbeitstag da stehe und irgendwas wichtiges fehlt. Bügeleisen… ja, habe ich nur fürs Wochenende…

Was auch immer in 2013 noch passiert, ich stehe da mit gepacktem Gedöns und schaue mal, was dann nächstes Jahr so alles passiert. Ich bin gespannt!

 

 

01
Jul
13

Männer, die ganz oben sind

Berlin-Mitte ist ja ein wildes Pflaster, irgendwie. In der großen Pfütze, die wir immer brav nachfüllen tummelt sich ein buntes Völkchen: die dicken Tauben nippen artig vom Rand, die fidelen Schwalben bezaubern mich mit ihren Flugkünsten und schnappern sich ein Schnäbelchen voller Matsch, um gegenüber an der ehemaligen Telefonzentrale der DDR-Bosse ihre Nester auszubessern. Grünfinken und Hausrotschwänzchen sah ich schon, sogar ein Pärchen Stieglitze (nicht zu verwechseln mit „Steglitzern“) traut sich ab und zu, wenn die zweite, natürlich befüllte Pfütze etwas abseits ausgetrocknet ist. Dann gibt es noch das Rudel Amseln, teilweise ziemlich abgerockt was das Federkleid angeht und natürlich die allgegenwärtigen Spatzen. Kaum zu glauben, was sich da alles tummelt, nur wenige Meter von der fetten Grunerstraße. Leider sind die gefiederten Besucher sehr kamerascheu, nie habe ich die Knipse abfeuerbereit in der Hand. Aber die schönsten Bilder sind sowieso die, die in der eigenen Erinnerung ungeteilt sind.
Wenn ich mal Muße habe und den Blick von der Arbeit gen Himmel hebe, sehr ich noch andere Zeitgenossen an unerwarteten Ausgucken. Nein, ich meine nicht die Herren, die im edlen Zwirn mit Maßschuhwerk in den oberen Etagen der Macht sind, nein, ich meine die, die wirklich oben sind!
Am Tag vor dem „Freunde, zieht doch mal eure Jacken aus“-Besuch kletterte eine Dreiergruppe auf das Rote Rathaus, um mal nachzuschauen, ob da oben alles in Ordnung ist. Oder dann letzte Woche die beiden, die den Laternen auf der Kreuzung Spandauer-/Grunerstraße mal einen Besuch abstatteten. Dann sind da noch die Gerüstbauer auf dem Stadthaus.
Alle ganz weit oben, die Herren!

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21
Okt
12

Abendstimmung in Berlin-Mitte

Allerweil werden wieder diverse öffentliche Gebäude bei Einbruch der Dämmerung in buntes Licht getaucht. Als ich am Mittwoch abend auf dem Weg nach Hause den Blick nach oben wandte, zeigte sich auch der Fernsehturm im bunten Gewand.
Schade, dass er morgens nur schlaftrunken im eigenen mageren Licht erscheint, aber die Illumination scheint eher für die Touristen gedacht, nicht für den Teil der Berliner Bevölkerung, der morgens auf dem Weg zur Arbeit viel mehr eine optische Aufmunterung verdient hätte.

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11
Aug
12

Abendröte

 

10
Aug
12

Morgens in Berlin

Jeden Morgen, wenn ich die Rolläden vor dem Fenster vor dem Schreibtisch hochziehe und aus dem Fenster schaue, muss ich den Impuls unterdrücken, die Feuerwehr anzurufen, weil da hoch oben jemand auf dem Gebäudesims steht, der so aussieht, als wolle er gleich herunterspringen!

Das Zoom meiner Kamera hat ihn so weit herangeholt, dass auch Details erkennbar sind. Morgens jedoch erscheint er fast als Silhouette gegen den Himmel, als denke er wirklich darüber nach, sich in die Tiefe zu stürzen.

Somit werfe ich einmal wieder ein Suchbild in die Runde!

 

Spring nicht!

12
Mai
12

Leicht lila

Wenn im Frühjahr alles grünt und blüht, ist die Zeit gekommen, mit den verschiedenen Blüten wohlschmeckende Sirups herzustellen. Bislang habe ich mich ja nur an den Holunderblüten versucht, durch my gardener’s table inspiriert, habe ich mir einen Arm voll der duftenden zwartlila Blüten besorgt. Eigentlich sollten es die dunkleren sein, aber die hellen taten es auch.

Fliederblüten

Fliederblüten

Fliedersirup

7 Fliederdolden, 1 unbehandelte Zitrone, 10 g Zitronensäure,

1 l Wasser, 750g Zucker.

Die Dolden säubern, kleine Bewohner der Blüten abschütteln und von diesen trennen.

Aus Wasser und Zucker unter gelegentlichem Rühren aufkochen lassen, bis der Zucker vollständig gelöst ist, abkühlen lassen, die Zitronensäure unterrühren.

In der Zwischenzeit die Fliederblüten von den Dolden zupfen, die abgewaschene Zitrone in dünne Scheiben schneiden.

Flieder und Zitrone

Fliederblüte und Zitrone

Blüten und Zitrone in ein hohes Gefäß mit Deckel geben und danach mit dem abgekühlten Zuckersirup übergießen und durchrühren. Die Mischung fünf Tage möglichst kühl stehen lassen, pro Tag  einmal durchrühren. Danach den Sirup abseihen, Blüten und Zitrone ordentlich abtropfen lassen, in saubere Flaschen abfüllen und im Kühlschrank aufbewahren.

Soll sich laut Rezept etwa vier Wochen halten, nachdem ich verkostet habe, bin ich skeptisch, dass ich dem Sirup so lange Zeit gebe, denn dazu schmeckt er zu gut. Süß, etwas zitronig und blumig.

Zartlila ist das Ergebnis..

04
Apr
12

Mein Hausberg

Nur wenige Minuten von meinem neuen Zuhause entfernt erhebt sich ein Berg, zumindest, wenn man seine Höhe nach Berliner Maßstäben bestimmt. In etwas weniger flachen Regionen wie der Uckermark wäre er ein Hügel und in hügligeren bis bergigen Umgebungen wie dem Voralpengebiet oder Schottland würde man die Erhebung nicht einmal wahrnehmen. Aber wir sind ja hier in Berlin südlich der Spree, wenn auch nur knapp südlich. Der Hausberg, der den netten Namen Rodelberg trägt, war endlich einmal das Ziel eines kleinen Spazierganges zur sonnigen Mittagszeit, denn ich wollte seiner Genese etwas auf die Spur kommen. Der Blick auf die geologische Karte ließ im ehemaligen Urstromtal keine überraschenden Erhebungen vermuten, was also hatte dem Rodelberg zu seiner Existenz verholfen? Die angrenzende kleine Straße mit einer Bebauung aus der Zeit kurz vor dem 1. Weltkrieg im südlichen Bereich und genossenschaftlich wirkenden Häusern aus den 1920ern heißt sogar „Rodelbergweg“, ob dieser Straßenname wirklich so alt wie die Bebauung ist, ist fraglich. Zunächst stand also eine Geländebegehung auf dem Plan! Flugs waren die Schuhe geschnürt, der Fotoapparat geschultert, der Rucksack mit Steigeisen gepackt und die Sonnenbrille ergriffen. Die Steigung war gerade noch zu bewältigen, aber noch nicht ganz auf dem Gipfel erspähte ich den ersten Hinweis: ein Bodenaufschluss, sicher nicht vom Grünflächenamt ergraben! Kräftig braune krümeliges Substrat, definitiv Braunkohlasche, Porzellan-, Glas- und Steinzeugscherben aus den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts. Nun war der Fall schon gelöst, fast war ich ein wenig enttäuscht: der Rodelberg ist eine künstliche Aufschüttung aus klassischem Mülldeponiematerial des frühen 20. Jahrhunderts. Und auf der nördlichen Seite wurde wirklich eine Rodelbahn angelegt, wie der Baumbewuchs zeigt, der eine breite Schneise freilässt. Wenn man mit offenen Augen dort umherwandert, sieht man überall Scherben zwischen dem noch kargen Bewuchs.

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Später habe ich noch etwas gesucht, ob sich nicht doch noch genauere Angaben zur Aufschüttung finden lassen und da wurde ich nicht enttäuscht: Und um diese Frage zu klären, befragte ich zunächst die von der Zentral- und Landesbibliothek Berlin bereitgestellten Adressbücher zwischen 1799 und 1943 und darüber das Straßennamenlexikon für Berlin. Dieses wusste mir zum Straßennamen zu berichten, dass der Rodelbergweg zwischen 1905 und 1931 Cecilenstraße hieß (nach Cecilie Auguste Marie, bis 1919 deutsche Kronprinzessin), zwischen 1931 und 1934 Braunweg (nach Lily Braun, der deutschen Frauenrechtlerin).

Bevor aus der Cecilenstraße aber der Braunweg wurde, entstand mein Hausberg! Die Bezirksverwaltung beschloss, hier, wo der Britzer Verbindungskanal in die Spree mündet und es bis zum Plänterwald auch nur ein paar Schritte sind, einen kleinen Park anzulegen. Und wenn man keinen 12 m hohen Berg hat, dann baut man sich eben einen, für den man nur ca. 60 000 Fuhren Schutt und Müll benötigt. Spree und Kanal waren für die Anlieferung perfekt, die Müllschiffe konnten gleich anlegen. Neben dem Müll aus der Hauptstadt fiel bei der Bautätigkeit in Berlin auch genügend Oberbodenmaterial an, dass der Berg auch hübsch abgedeckt und bepflanzt werden konnte.  Und eine Rodelbahn wurde auch angelegt. Dass Lily Braun als sozialdemokratische Frauenrechtlerin nach 1933 nicht mehr als Namenspatin für eine Straße dienen durfte, ist auch nicht ganz überraschend!

Fall gelöst! Is‘ alles Müll, mein Hausberg!

31
Okt
11

Ungemach steht ins Haus 5

Interessanterweise lag in unserem Briefkasten ein Umschlag mit einem Erhebungsbogen des Bezirksamtes Friedrichshain-Kreuzberg. In der Papiersammelbox unterhalb der Briefkästen liegen bestimmt 10 dieser Umschläge, für die die Adressaten offenbar keine Verwendung hatten. Ich nehme unseren mit nach oben.

Im Begleitschreiben teilt uns unser Bürgermeister mit, dass in regelmäßigen Abständen der Milieuschutz um den Boxhagener Platz überprüft werden müsse. Somit bräuchte man eine Datenbasis, um die Voraussetzungen und die Wirkungsweise der Verordnung zu überprüfen. Man habe das Büruo ASUM beauftragt, diese Befragung durchzuführen. Diesem Schreiben liegt ein achtseitiger Fragebogen bei, den man doch bitte ausfüllen und im bezahlten Rückumschlag zurück senden solle.

Brav füllte ich den Bogen aus und steckte ihn in den Umschlag. Dann entdeckte ich, dass auf der Rückseite des Anschreibens des Bürgermeisters noch eines der beauftragten ASUM zu lesen ist, mit Angabe einer Telefonnummer samt Ansprechpartnerin. Ich griff nach dem Telefon und wählte die Nummer. Als ich meine Fragen stellte, wurde ich rasch weiter vermittelt und hatte ein längeres Gespräch mit einer Kollegin, die im Laufe desselben zugeben musste, dass der Milieuschutz ein eher „stumpfes Schwert“ sei und dass man ihn wohl demnächst sowieso aufheben werde, weil man von politischer Seite sowieso keine Handhabe habe und die betroffenen Mieter sich selber mit Hilfe der Gerichte darum kümmern müssten, um erfolgreich zu sein. Immerhin, eine ehrliche Antwort! Ob ich die angebotene Rechtsberatung in Anspruch nehmen wolle? Muss ich mal überlegen, hilfreich erscheint sie mir zum jetzigen Zeitpunkt, wo die Messen offensichtlich gesungen sind, nicht mehr.

22
Aug
11

Wildes Köpenick

Besuch ist da, na, dann machen wir mal einen Ausflug in die berühmten Berliner Randbezirke!

Am Wasser sollte es irgendwie sein, vielleicht auch eine Bootstour, aber nur vielleicht, weil wir ja soviel Sonne gar nicht mehr gewohnt sind. Nicht, dass wir noch einen Sonnenbrand kriegen! Kurz und gut, wir entschieden uns dafür, den Nachmittag mal nach Köpenick und zum Müggelsee zu reisen.

Köpenick ist ja schon ordentlich aufgehübst, aber ein paar wilde Ecken gibt es ja abseits vom Schloss und Rathaus mit seiner kleinen Hauptmann-von-Köpenick-Figur doch noch.

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November 2022
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