Posts Tagged ‘Geschichte

29
Nov
16

Schöner erben – unsere Oma Else

Noch immer sind wir im „schöner-erben“-Modus, meine Schwester und ich, noch immer ist nicht alles gesichtet, aber trotz mancherlei Ungemach finden sich immer wieder kleine Familienschätze, die für uns unbezahlbar sind. Hier ist wieder einer:
Unsere Oma Else hat uns ein posthumes Geschenk gemacht, sehr posthum, denn sie starb 1984. Aber sie war eine ordentliche Frau und hat in einer Schatulle einige Stapel an Papieren hinterlassen, die jetzt erst, als ihr jüngster Sohn, also unser Vater starb, an uns ging, an meine Schwester und mich.
Und zwischen diesen Papieren fand ich unsere kleine Weihnachtsgeschichte, die sich 1942 zutrug. Unser Großvater war in jener Zeit technischer Direktor einer kriegswichtigen Firma im Ostwestfälischen und somit auch in gewisser Weise eine Person des öffentlichen Lebens. Er selber hatte einen politischen Hintergrund, den man mit „aus der katholischen Arbeiterschaft stammend“ umschreiben kann und somit hat er sich nur auf Drängen den machthabenden Organisationen angeschlossen, offensichtlich erst immer, wenn es nicht mehr anders ging. Unsere Tanten erzählten uns davon, aber inzwischen können wir dieses auch in Papierform nachweisen. Hiermit gilt einmal der Dank an unseren Vater, dass er nichts weggeworfen hat!
Zurück zu unserer Oma Else: 1942 wurden auch bei ihrem Mann die Daumenschrauben einmal wieder angezogen, dass auch das letzte Familienmitglied in eine der braunen Organisationen eintreten sollte. Das war seine Frau, unsere Oma Else. Vier der fünf Kinder waren inzwischen bei den Jugendorganisationen eingefangen, nur sie war nirgendwo Mitglied. Das sollte sich ändern, befand man in der Stadt. Else bekam also Besuch von einer Frau Kaiser, die die Aufnahme und auch gleich das Erheben der Beitrittsgebühren besorgen sollte. Else wurde also gefragt, wie sie sich engagieren wolle, wollte Else aber nicht, sondern sie gab an, nur zahlendes Mitglied sein zu wollen. Dieses wurde natürlich weitergegeben. Schön, dass unsere Oma Jahre später eine Art Aktennotiz zu der ganzen Sache schrieb. else_3
Kurz vor Weihnachten 1942 bekam sie dann einen Brief, dass ihr Antrag abschlägig beschieden sei, sie würde nicht Mitglied in der NS-Frauenschaft werden.


Auf der Rückseite des Briefumschlages ging man offensichtlich zur Tagesordnung über: die Abrechnung vom Einkauf! Die Weihnachtsgans schlug mit 23 Mark zu Buche, Wurst, Speck, Leberwurst und Brot, summa summarum 30,10 Mark.
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Von den Kommentierenden gab es einen berechtigten Einwand, nämlich den Hinweis auf die Lebensmittelkarten, die 1942 natürlich in Gebrauch waren und dem Preis. Nicht nur Fleischwaren waren rationiert.

Die Schrift auf der Briefrückseite ist nicht von meiner Oma, ich werde recherchieren!

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19
Dez
13

Ausstellung „Geraubte Mitte“ in Berlin

Derzeit läuft im Ephraimpalais, der Dependance des Stadtmuseums eine Ausstellung über die planmäßige Plünderung des jüdischen Eigentums in der Stadt. Die Ausstellungsmacher haben sich auf die historischen Stadtkerne von Alt-Berlin und Alt-Cölln beschränkt, da bereits in diesem Bereich die Recherche unglaublich umfangreich war. So wurden die Berliner Adressbücher ausgewertet sowie eine schier unglaubliche Anzahl von Grundbucheinträgen.

Der Besucher wird im ersten Raum, einem der aufwändigsten Salons des barocken Palais(nachbaus) mit der Geschichte der Juden in der Mark Brandenburgs und natürlich Berlins empfangen. Bereits die Ersterwähnung zeugt von nicht spannungsfreiem Miteinander: 1295 wird den Wollwebern verboten, ihre Rohstoffe bei den jüdischen Händlern zu kaufen. Mit der Pestpandemie um die Mitte des 14. Jahrhunderts kommt neues Unheil über die jüdische Gemeinde, denn sie werden verdächtigt, die Krankheit durch vergiftetes Brunnenwasser verbreitet zu haben. Erste Enteignungen, erst Jahre später dürfen sie wiederkommen, ihre einstigen Häuser dürfen sie mieten, Grundeigentum bleibt ihnen verwehrt. Der nächste Tiefschlag trifft die Juden 1510: nach einem Diebstahl liturgischer Gefäße in einem Dorf außerhalb Berlins werden sie beschuldigt, die darin enthaltenen Hostien geschändet zu haben und zudem auch noch (christliche) Kinder ermordet zu haben. Ermordet werden nur sie: 39 Männer werden auf dem Platz an der Marienkirche verbrannt, ihre Angehörigen des Landes verwiesen. Münzfälschungen und Vergiftung des Kurfürsten 1572 werden ebenfalls als Vorwand für Vertreibung und Plünderung des fremden Besitzes genommen. Erst die Aufklärung des 18. Jahrhunderts auf beiden Seiten, der christlichen und jüdischen, bringt erste Annäherungen mit sich, die aber erst nach dem 1. Weltkrieg in einer rechtlichen Gleichstellung abgeschlossen ist.

Ein Hauptstilmittel der Ausstellung sind die weißen Schreibtische, die in allen folgenden Räumen in unterschiedlichen Formationen erscheinen. Ansonsten sind die Wände mit flächendeckenden Plots historischer Fotos, die die Inhalte illustrieren, abgehängt. Ich bin immer wieder fasziniert, in welcher Qualität sich die Schwarzweißbilder „hochpusten“ lassen. Schade nur, dass die Bahnen nicht in allen Fällen verschweißt und an der unteren Kante zum Straffhalten beschwert waren, so wird der gestrenge Besucher einen kleinen Punktabzug in der B-Note geben, aber das nur am Rande.

Die Ausstellung nimmt den Besucher nun auf die Jahre nach 1933 mit: in einer Schriftbanderole lassen sich die allmählichen Einschränkungen ablesen. Im Hauptteil des Ausstellungsbereiches werden die Schicksale von einzelnen jüdischen Familie gezeigt. Gegenübergestellt sind drei Lebenläufe der Täterseite, die als Schreibtischtäter nach dem 2. Weltkrieg meist unbehelligt blieben.

Die Schicksale der Enteigneten gingen mir als Besucher einmal mehr „an die Nieren“: nicht nur Ermordung in einem KZ stand viel zu oft am Ende eines Lebenslaufes, sondern auch Selbstmord, Depressionen und viel zu selten auch erfolgreiche Flucht, bei der sich die Nazibehörden ein letztes Mal bereicherten.

Am Ende stehen Kriegszerstörung und Wiederaufbau, aber auch die Fragen zur Entschädigung des geraubten Eigentums. Besonders bitter erscheinen die auch im Begleitband aufgeführten Beispiele, wie bis heute nur in wenigen Fällen eine für die einstigen Besitzer und deren Angehörigen akzeptable finanzielle Entschädigung gezahlt wurde. Beschämend.

Bestürzend zu sehen, wie viele Grundstücke allein in Mitte seit 1933 ihren einstigen Besitzern von den Machthabern auf die eine oder andere unredliche Art genommen wurden, durch die leisen und unsichtbaren Schreibtischtäter. Und hinter jedem der rot auf einem großen Fotoplot hervorgehobenen Grundstücke und Häuser oder in der Datenbank in der Medienstation stehen Schicksale, echte Menschen, die in der Mehrzahl die zwölf Jahre des mörderischen Regimes nicht überlebten.

Webinfo: Stadtmuseum Ephraimpalais

Öffnungszeiten: Di, Do–So 10–18 Uhr | Mi 12–20 Uhr

Eintrittspreise: 7,00 / erm. 5,00 Euro; Begleitbändchen ist im Preis enthalten
jeden 1. Mittwoch im Monat Eintritt frei, dann Katalog 3,00 Euro

Adresse: Poststraße 16, 10178 Berlin (Mitte)

01
Sep
13

Das Harzhorn und sein Event

Gestern wurde die Landesausstellung zur Schlacht am Harzhorn in Braunschweigischen Landesmuseum eröffnet. Vor fünf Jahren kamen zwei Sondengänger mit ihrem illegal ergrabenen Funden zur zuständigen Kreisarchäologin und legten ihr erste Funde mit römischem „Migrationshintergrund“ vor, welches schnell dem Militär zugeordnet werden konnten. An sich sollte es nach gängiger Forschungsmeinung kaum Römisches hier geben, abgesehen von Importgut, welches sich der wohlhabende Germane auf den Märkten hüben und drüben vom Limes besorgen ließen. Für die Archäologie war es neben Kalkriese mit den Hinweisen auf die Varusschlacht (9 n.Chr.) und dem Marschlager bei Hedemünden (ebenfalls um Chr. Geburt) der dritte „echte“ römische Fundplatz, dieses Mal aber einer mit mehr Sensationspotential. Denn die Funde datieren ins 3. Jahrhundert, in eine Zeit, als das Römische Reich schon in unruhiges Fahrwasser geriet. Germanische Trupps drangen als Räuberbanden bis weit in das Römische Reich vor und erbeuteten wahre Warenberge, wie zum Beispiel der „Schatz von Neupotz“ zeigt. Hier waren die Fluchtboote über den Rhein wohl so überladen, dass sie mitsamt der Beute sanken. Glück für die Archäologen! Die Funde waren vor einigen Jahren im Museum in Kalkriese zum „Varus-Jubiläum“ zu sehen.
Und was machte das so düpierte Römische Reich? Es sammelte seine Legionen und schickte sie hinter den Germanen her. Und um solch eine Strafexpedition scheint es sich gehandelt zu haben. Auf dem Rückweg scheinen die römischen Truppen an einem Pass (heutzutage direkt an der A 7 gelegen) in einen Hinterhalt geraten zu sein. Wer wirklich gewonnen hat, ist mir immer noch unklar. Die beteiligten Wissenschaftler sind der Meinung, dass in diesem Fall die Römer siegreich wieder zurück in ihre Lager am Rhein marschierten. Sandalennägel markieren ihren Weg weg von diesem Pass.
Nun, fünf Jahre nach der Entdeckung, nach unzähligen Stunden dort am Berg mit der Metallsonde der regionalen Denkmalbehörden sind die Ergebnisse in einer beeindruckenden Schau in Braunschweig zu sehen.
Gestern war die Eröffnung mit einer Menge Reden im offiziellen Teil im Dom St. Blasii und dem anschließenden Rundgang der VIPs durch die Ausstellung.
Auf 1000 qm sind in neun Kapiteln „Die Entdeckung eines Schlachtfeldes“, „Rom und Germanien – eine wechselvolle Geschichte“, „Eskalation in Germanien“, „Bilder einer Schlacht“, „Das Harzhorn-Ereignis. Rekonstruktion einer Schlacht“, „Triumph und Verdammnis“, „Die Toten der Schlacht“, „Römische Soldatenkaiser und germanische Fürsten“ die Ergebnisse der Arbeitsgruppe zu sehen, natürlich nicht nur die Funde vom Harzhorn, sondern auch eine Vielzahl von Informationen rund um das Römische Imperium, um die Legionäre aus aller Herren Länder. Optisch unterscheiden sich die Abteilungen stark voneinander: in denen es hauptsächlich um das Harzhorn und seine Erforschung geht sind in einem fast klinischen Weiß gehalten, andere, in denen es um die Ausrüstung, den Kampf und die unterschiedlichen Bestattungssitten von Römern und Germanen geht, in sehr dunklen Farben und abgedunkelten Räumen. Sehr beeindruckt hat mich der Raum, in dem die Soldaten aus allen Ecken des Römischen Reiches vorgestellt wurden, die offensichtlich auch an der Strafexpedition teilnahmen. Hier sind die unregelmäßig angeordneten Vitrinen mit ihren großflächigen Rückwänden mit Filmsequenzen bespielt, die dem Besucher das Gefühl vermitteln, mitten im Marsch, mitten im Kampf, einfach mittendrin zu sein. Die Exponate selber sind leider schlecht zu erkennen, die Beschriftung ist etwas für Leute mit extrem guten Augen oder Nachtsichtgerät. Aber dennoch sehr beeindruckend.
Dem geübten Museums- und Sonderausstellungsbesucher fallen noch ein paar Dinge auf: die Silhouetten der „1636“-Ausstellung sah ich wieder, die Vitrinengestaltung aus der Kalkrieser „IMPERIUM KONFLIKT MYTHOS. 2000 Jahre Varusschlacht” von 2009 wieder. Dennoch: Für mich ist klar, dass ich noch einmal zum Anschauen wieder kommen muss, denn neben den ersten Eindrücken ist das Plaudern mit den anderen Gästen ja auch sehr wichtig an so einem Abend!

Und die zweite Ausstellung im Herzog Anton-Ulrich-Museum in der Burg Dankwarderode auf der gegenüberliegenden Seite des Platzes habe ich gar nicht angeschaut: der Römische Soldat in der Kunst der frühen Neuzeit.

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Infos von HIER
Laufzeit: 1. September 2013 bis 19. Januar 2014
Öffnungszeiten: Di 10 – 20 Uhr, Mi bis So 10 – 18 Uhr

Eintrittspreise:
Erwachsene 10 €, ermäßigt 8 €
Kinder (6 – 16 Jahre) 3 €
Familienkarte 1 (2 Erwachsene + 3 Kinder bis 16 Jahre) 20 €
Familienkarte 2 (1 Erwachsener + 3 Kinder bis 16 Jahre) 13 €

Gruppenführungen:
10 – 25 Personen, Dauer 1 / 1,5 h, Kosten 60 € / 80 €
(Preise zzgl. ermäßigten Ausstellungseintritts pro Teilnehmer)
Vorherige Buchung erforderlich unter Tel 0531 – 1215 0

27
Mrz
12

Weißes Gold an der Weser

Seit 1747 wird in Fürstenberg Porzellan hergestellt und damit gehört die Manufaktur zu den ältesten in Deutschland. Das Jagdschloss der Braunschweiger Herzöge wurde Produktionsstätte, der Herzog wurde im merkantilistischen System des 18. Jahrhunderts auch Unternehmer. So bekannt wie die Meißner Produktion oder die der Königlich Preußischen Manufaktur in Berlin wurde Fürstenberg nicht, aber wer auf sich hält im Weserbergland hat Fürstenberg als Sonntagsgeschirr im Schrank. Und meine Großmutter hatte auch das eine oder andere Stück, besonders große Vasen hatten es ihr angetan. Ein Kaffeekännchen ohne Deckel und eine Milchkanne mit blauem Dekor aus der Zeit um 1900 ist aus dem Haushalt meiner Urgroßmutter mit mir durch’s Leben gezogen. Aber irgendwie fand ich die Modelle einfach zu traditionell, eben etwas für Leute im vorgerückten Lebensalter, wie ich immer etwas bedauernd feststellen musste.

Nun ist aber doch etwas frischer Wind in’s Jagdschloss gezogen, welches heute Museum und Platz für Sonderausstellungen ist: einerseits auch durch wirtschaftlichen Druck, der die Manufaktur schon mit dem Rücken an der Wand stehen ließ kam offensichtlich doch die Erkenntnis, dass es neuer Ideen und Formen bräuchte, um die Marke Fürstenberg vom 18. Jahrhundert über die Wirtschaftswunderjahre bis ins 21. Jahrhundert zu bringen. Der Erfolg scheint ihnen recht zu geben: für das neue Corporate Design gab’s Preise, aber endlich auch für die neue Porzellanlinie für den Gourmetbereich.

Zeit, dem Werksverkauf mal wieder einen Besuch abzustatten! Er ist umgezogen, der Shop ist großzügig und hell, dazu gibt es neben den Fürstenberger Porzellanserien auch noch eine Menge Dekoartikel im gehobenen Segment. Das Fürstenberger Porzellan hier etwa 20% günstiger als im Fachhandel, womit sich ein Einkauf hier durchaus lohnt. Das Personal ist gut geschult, unser Einkaufsberater stand mit großer Begeisterung hinter „seiner“ Marke und führte mit großem Enthusiasmus das neue Porzellan vor. Unglücklicherweise für ihn haben wir nicht gleich Gedecke für 6 Personen eingekauft, es ist bei zwei Paar Espressotassen im Empirestil geblieben, weiß, klassisch und fast wie um 1805. Somit habe ich endlich etwas selbstgekauftes Fürstenberg im Schrank!

17
Mrz
12

Monbijou – ein Augenblick

Bei einem Spaziergang bei bestem Sonnenwetter durchquerte ich schlendernd den Monbijoupark zwischen Spree und Oranienburger Straße. Das übliche Szenario, sobald die Sonne etwas Wärme verschenkt: der noch vom Winter recht schwächliche Rasen war gesprenkelt von Leuten, die unbedingt ihr Hinterteil leicht erdfarben einfärben wollten. Ich musste grinsen, ging weiter und dachte an Kindertage, als meine Schwester und ich auch unbedingt ein erstes Picknick mit der Puppenschar im Garten abhalten wollten. Und natürlich gab es Schimpfe, wenn die Spieldecke und unsere zarten Rückseiten feucht vom nassen Boden wurden.

In den engen Straßen und kleinen Parks fällt es mir immer schwer, verschwundene Gebäude vorzustellen, südlich der S-Bahn am Hackeschen Markt die ehemalige Berliner Garnisonkirche, hier gar ein ganzes Schloss, welches zumeist von den alleine gelassenen preußischen Köninnen bewohnt wurde, das Schloss Monbijou.

Nachdem das im 20. Jahrhundert als „Hohenzollernmuseum“ genutzte Gebäude 1943 ausgebrannt war und schlussendlich 1959 ganz abgerissen wurde, blieb nur noch das Gelände mitsamt einem Schwimmbad für Kinder und Liegewiese für Berliner und Zugereiste.

2006 wurde bei Umgestaltungsarbeiten eine Spolie des Schlosses entdeckt, die nun, einsam wie weiland im 18. Jahrhundert die vom Gatten ungeliebten preußischen Königinnen halb aus der Erde in das gleissende Licht der Berliner Gegenwart blinzelt.

Ein Stücke architektonischer Heiterkeit des 18. Jahrhunderts

12
Feb
12

Im Keller ist es duster

Es ist schon das dritte Mal, das ich ein Kellerabteil von meinen Vermietern zugewiesen bekam und als ich einzog, war da *schwups* schon jemand anderes eingezogen und weigerte sich, mitsamt seinem Kram dort wieder auszuziehen. Dieses Mal hat der Ersatzkeller wenigstens etwas, das der ursprünglich angedachte nicht hat: ein interessantes Innenleben!

Die Wände sind mit Zeitungen von 1963 tapeziert. Sobald es wieder wärmer ist, werde ich die Kellerwände einmal einer intensiveren Inspektion unterziehen.

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22
Mai
11

Jernaldergarden in Stavanger

Von den Wikingerschwertern ging es direkt in den „Eisenzeitgarten“, den Jernaldergarden. Mit einem wunderbaren Blick über den Hafirsfjord hatte hier in der so genannten Völkerwanderungszeit (etwa 350 – 550 n.Chr.) ein Gehöft gestanden, welches aus vier Langhäusern und einigen Nebengebäuden bestanden hatte. Bereits in den späten 1960er Jahren war das Areal archäologisch untersucht und später auf den originalen Fundstellen mit den Rekonstruktionen wieder bebaut. Der Grund für die Ausgrabungen war wohl der geplante Bau der Universität Stavanger, deren Hochhausbebauung die Zeitreise optisch etwas stört. Oben auf dem Hügel liegen zudem die Reste eine Flagstellung aus dem 2. Weltkrieg, mutmaßlich deutscher Bauart, eine andere Art Zeitreise.

Das Gelände wird als Freiluftmuseumsabteilung des Archäologischen Museums in Stavanger genutzt, welches am Wochenende während der Sommersaison zu Führungen und vielfältigen Aktivitäten zum Leben während des „Jernalders“, der Eisenzeit einlädt.

Als wir dort herumspazierten, waren wir mit der kleinen Schafsherde mit ihren entzückend lebendigen Lämmern alleine. Die fünf Jungschafe rannten und hüpften über die grünen Hügel und Felsblöcke, dass ich erst genau hinschauen musste, ob es sich nicht um Bergzicklein handelte. Neugieriges Pack, das wollige!

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Jernaldergården
Ullandhaugveien 165
N-4002 Stavanger




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