Posts Tagged ‘Gebäck

07
Jul
13

Heidelbeertörtchen

Derzeit gibt es jede Menge Beeren auf dem Markt, die allerletzten Erdbeeren, aber die durften mit den anderen Marktbesuchern heimgehen. Ich entschied mich gestern für ein Körbchen Blaubeeren, rote Stachelbeeren und weiße Johannisbeeren. Da drängte sich doch ein beeriger Sonntagskuchen auf. Und nun kam die schwere Entscheidung: Stachelbeerkuchen mit Baiser? Mein Favorit, aber da gibt es Baiserverächter in der potentiellen Gästerunde. Heidelbeeren… hm… ja, das wäre doch etwas. Im aktuellen Heft von Lust auf Genuss geht es um Beeren in aller Bandbreite, da wurde ich fündig. Panna-cotta-Törtchen mit Blaubeeren, ja, das Törtchen ein Mürbeteigboden, die Panna-Cotta-Creme sollte mit Gelantine und Schlagsahne entstehen, ersteres hatte ich nicht im Haus, mag es auch nicht so gerne. Auch die verlangten Tartelettförmchen mit 10 cm Durchmesser hatte ich nicht, habe nur welche mit 14 cm Durchmesser. Also musste das Rezept an Equipment, Vorratsschrank und persönliche Vorlieben angepasst werden.

Heidelbeertörtchen

ausreichend für vier Tartelettförmichen mit 14 cm Durchmesser
für den Teig:
50 g fein gemahlene Mandelkerne, ohne Haut
130 g Mehl
30 g Puderzucker
60 g Butter
1 Ei
1 Prise Salz

Hülsenfrüchte zum Blindbacken

für die Creme
400 ml Milch
1 Päckchen Puddingpulver „Sahne“
4 EL Zucker
150 g weiße Schokolade
120 g Heidelbeeren
1 TL Zitronensaft

Mandelkerne fein mahlen, mit den restlichen Zutaten zu einem Teig verarbeiten, in Folie etwa 60 min kühlen.
Den Teig in vier Teile teilen und dünn ausrollen, in die Tartelettförmchen drücken, mit einer Gabel mehrfach einstechen. Die meinen haben einen herausnehmbarem Boden, sie müssen nicht eingefettet werdenn.
Den Teig mit Backpapier abdecken und mit Hülsenfrüchten beschweren. Im auf 180°C vorgeheizten Backofen 15 min blind backen, dann die Hülsenfrüchte und Backpapier entfernen und weitere 5 min goldbraun abbacken. Die Böden auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.
Die weiße Schokolade grob hacken, im Wasserbad schmelzen. Die Böden mit der Hälfte der flüssigen Schokolade einpinseln. Alles abkühlen lassen.
Inzwischen den Pudding zubereiten, die restliche weiße Schokolade unterziehen. Dann die verlesenen Heidelbeeren mit 1 EL Zitronensaft pürieren und unter die abgekühlte Puddingcreme heben.
Die Heidelbeercreme auf die abgekühlten Tarteletts geben und etwa zwei Stunden kühl stellen. Mit Heidelbeeren garnieren.

05
Jan
13

Kleine Torte

… statt großer… Versprechungen.. (nicht, dass ich wegen einer Verwendung eines möglicherweise geschützten Werbeslogans abgemahnt werde…)
Nein, ich nehme mir zum neuen Jahr nicht vor, weniger oder gar keinen Kuchen mehr zu essen, denn bereits in den ersten Januartagen hagelt es an Geburtstagen. Mein Vater, Freunde und Schwippschwäger und überhaupt, alle schon in der ersten Januarhälfte! Da zitiere ich einmal eines der Geburtagskinder: „Wer zu Ostern mit den Eiern spielt, hat zu Weihnachten die Bescherung..“

Wie dem auch sei, es gab die Kleinversion einer Schwarzwälder Kirschtorte, die im Familienkreis auch als „Omatorte“ bekannt ist.

Kleine Schwarzwälder Kirschtorte aka „Omatorte“

Zutaten für den Biskuit für eine Springform Dm. 18 cm

3 Eier
1 Pkt. Vanillezucker
110 g Zucker
130 g Mehl
20 g Kakaopulver, ungesüßt

200 g Sahne
70 g Zartbitterschokolade
1 kleines Glas Schattenmorellen (Abtropfgewicht 175 g)
1/2 Pckch. Puddingpulver („Sahne“)
2 EL Zucker (oder weniger, je nach Geschmack)
2 cl Kirschwasser

Die Eier, den Vanillezucker und den Zucker 30 min. lang rühren. Mehl und Kako vermischen, zusammen sieben und unterheben.
Springform einfetten. Boden mit Backpapier auslegen. Masse einfüllen, im vorgeheizten Ofen bei 175°C etwa 25 min. backen.

Das Geheimnis dieses Rezeptes liegt in dem sehr langen Rühren von Ei und Zucker. Dabei wird genug Luft untergeschlagen, so dass der Boden richtig locker wird, natürlich ist das eine Herausforderung für das Handrührgerät.

Wenn der Boden abgekühlt ist, ihn zweimal horizontal durchschneiden, den Boden mit dem Kirschwasser tränken.

Die Schattenmorellen (Sauerkirschen) abtropfen lassen, die Früchte mit dem Messer je nach Größe ein- oder zweimal durchschneiden, somit ist auch sicher, dass kein Stein übersehen wird. Den Saft mit dem Zucker verrühren, etwas Flüssigkeit abnehmen, mit dem halben Paketinhalt des Puddingpulvers vermischen. Den Saft aufkochen lassen, das Saft-Pulver-Gemisch zugeben, kurz aufkochen, etwas abkühlen lassen. Diese Mischung auf den unteren Boden verstreichen, den nächsten Boden auflegen, leicht andrücken.
Die Schokolade klein hacken. Die Sahne mit etwas Puderzucker steifschlagen, die Schokolade unterheben. Wer mag, kann noch einen EL Kakao unterziehen, somit wird die Creme noch kakaohaltiger. Nun etwa 3 EL auf den zweiten Boden geben und verstreichen, den dritten Boden aufsetzen, wieder etwas andrücken.
Die restliche Schokoladensahne zur Garnitur über der ganzen Torte verteilen, sowohl auf der Oberfläche als auch an den Seiten.
Ich bin ja nicht so die Garniturfreundin, Sahne oder die guten alten Cocktailkirschen muss ich nicht haben, daher lasse ich die einfach weg.

Kühl stellen, am besten zwei bis drei Stunden.

Enjoy!

08
Apr
12

Osterzopf

So, fertig!
Und nun frohe Ostern!

Fertig!

Das ist er, der Hefezopf...

12
Mai
10

Mitbringsel

Wenn ich in fremden Gefilden unterwegs bin, bringe ich ja gerne ein Mitbringsel mit nach Hause. So bleibt die Reise, wenn sie denn schön war, in guter Erinnerung, so hoffe ich zumindest. Von meinem Trip nach Dinkelsbühl in der letzten Woche wollte es auch etwas Typisches sein mitbringen.

Im Rückblick betrachtet hätte ich eine gute Flasche fränkischen Weines kaufen sollen, aber ich ließ mich von meinen beiden Mitreisenden zum Kauf einer typischen Touristenfalle verleiten: den „Schneeballen“. An sich handelt es sich um eine fränkische Spezialität, einen einfachen Teig, der ausgerollt in Streifen geschnitten und im heißen Fett ausgebacken wird. Damit das Gebäck eine rundliche Form bekommt, gibt es sogar ein Backutensil namens „Schneeballzange„, mit dem man den Teig im Fett in Form bringt. Zum Schluss wird das Fettgebackene mit viel Puderzucker überstäubt. Fertig ist der „Schneeball“.

In den fränkischen Touristenstädtchen Rothenburg o. T. und Dinkelsbühl gibt es diese Spezialität auch ohne Kirchweih, Hochzeit oder Weihnachtsmarkt zu kaufen. Vor vielen Jahren habe ich die puderbezuckerte Variante in Rothenburg ob der Tauber probiert und befand sie so staubtrocken, dass mir sogar die Erinnerung, was ich mit dem Rest des ca. 10 cm großen Gebäckstückes angestellt habe, fehlt. Dumm gelaufen! Hätte ich diese noch gehabt, hätte ich sicherlich von einem erneuten Kauf abgesehen.

In Dinkelsbühl wurden die Schneeballen, nun modisch mit verschiedenen Überzügen und Füllungen aus der Schokoladen-, Marzipan- und Fettglasurenecke in so manchen Läden feil geboten. Zwischen 1,20 und 2,90 Euro kosteten die Fettböller in der Filiale eines Rothenburger Herstellers, touristengünstig am Dinkelsbühler Marktes gelegen. Wider besseres Wissen wollte ich dann doch einen zweiten Versuch wagen.

Ich entschied mich für einen mit Marzipanfüllung, einen mit Schokoladenüberzug und einen mit Champagnertrüffelfüllung. Der Karton selber schlug mit sage und schreibe 0,6 € zu Buche. Das Gebäck, auch mit Füllung soll bis zu 8 Wochen haltbar sein.

So lange sollte die Verkostung nicht auf sich warten lassen: drei Tage später, zu hause, wurde der Karton mit den drei Gebäckstücken geöffnet und der von einer hellen Fettglasur überzogene Marzipanball angeschnitten. Im Inneren befand sich eine Füllung von Haselnussgröße. Der Geschmackstest war dann eher enttäuschend: das Gebäck selber mag zwar frisch gebacken besser schmecken, ich fand es sehr trocken und auch die Füllung und die Glasur machten es leider nicht besser. Das Marzipan der Füllung schmeckte wie reine industrielle Rohmasse, die Glasur kam sehr fettig und geschmacksneutral herüber. Dem Mittester schmeckte es auch nicht. Den angeknabberten Marzipan-Schneeball erwartete ein ähnliches Schicksal wie vermutlich dem ersten Versuch vor vielen Jahren in Rothenburg o.T.

So blieben die beiden anderen Schneebälle erst einmal in der Verpackung. Heute wollte ich doch noch einmal die Varianten mit Schokolade und Champagnertrüffel testen. Schon beim Herausnehmen aus der Verpackung fiel der Schokoladenböller durch die Konsistenz des sehr fetthaltigen Schokoladenüberzuges durch. Auch die Verkostung von Gebäck und Füllung konnten keinen besseren Eindruck hinterlassen.





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