Posts Tagged ‘Fotoapparat

26
Sept
16

Die Tuxi meines Vaters – Teil 2

Die Minikamera unseres Vaters hatte uns ein Rätsel aufgegeben, das es galt zu lösen.


DER FILM! Ob er sich noch entwickeln ließ? Und noch viel spannender: würde etwas zu erkennen sein?
Während meines Urlaubs war der Film also in der Entwicklung und heute habe ich ihn abgeholt. Auch der Chef des Fotoladens war sehr gespannt, ob die Entwicklung uns des Rätsels Lösung näher gebracht haben könnte, wie der Blick auf die Papiertüte zeigt, war der Entwicklung mindestens ein Telefongespräch zwischen Fotoladen und Labor vorangegangen.
tuxi-7
Mangels Leuchttisch musste der Filmstreifen am Fenster hinterleuchtet werden, ein wenig profimäßig ist wenigstens mein Fadenzähler mit zehnfacher Vergrößerung.


Viel war zunächst nicht zu erkennen, das Auffallenste war das „Schneegestöber“ verhieß nichts Gutes! Aber dann sah ich Beine… Beine mit Sandalen. Und auf einem Bild waren Häuser zu erkennen. Nichts, was ich auf Anhieb zuordnen konnte. Etwas Enttäuschung kam schon auf, um ehrlich zu sein.
Zum Glück habe ich einen etwas angejahrten Scanner, der über eine gute Auflichteinheit verfügt, mit dem ich also die Negativstreifen scannen konnte. Spannung pur!
Mehr Schneegestöber, aber endlich auch die ersten Umrisse. Eine Häuserzeile und das Gitter auf dem Balkon in Höxter, der von unserem Haus. Welcher von beiden? Der vordere oder der hintere zum Garten hinaus? Schwer zu sagen, die Hausecke… Ach, das Bild muss gespiegelt werden, dann waren schon einmal die Hausecke, das Balkongitter und das Nachbarhaus an der richtigen Stelle. Drei Fotos mit demselben Motiv.
1973-haeuser
1973_balkon-1
1973_balkon-2
1973_balkon-3
Aber es dauerte noch eine Weile, bis sich endlich für mich das Rätsel auflöste und sich die beiden Paar Füße zuordnen ließ.
Dankenswerterweise hat unsere Tante die beiden Fotoalben mit Kinderbildern, die sie mir und meiner Schwester schenkte, Seite für Seite abfotografiert, damit jede eine digitale Version des jeweils anderen Albums hätte. So ist das Schuhwerk der beiden folgenden Fotos hilfreich für die Identifikation der Tuxi-Fotos.


Somit ist des Rätsels Lösung: Auf den Fotos im Film aus der Tuxi unseres Vaters sind meine Schwester und ich zu sehen, aufgenommen 1973, als sie etwa anderthalb Jahre alt war und ich somit viereinhalb.
Und damit hat uns unser Vater posthum ein unverhofftes, ganz großes Geschenk gemacht.

25
Aug
16

Die Tuxi meines Vaters

Gut Ding will Weile haben. Dieser Allgemeinplatz passt auch gut auf so manche Dinge in der Nachlassregelung unseres Vaters. Noch längst ist nicht alles erledigt, das Gute an der Sache, um das vorweg zu schicken, ist die Tatsache, dass meine Schwester und ich uns bisher um nichts untereinander gestritten haben. Und das ist auch gut so, um da mal ein oft kolportiertes Zitat aus Berlin zu bringen.

Aber zurück zu einer echt kleinen Sache, die in einem der recht prall gefüllten Schränke schlummerte: es ist eine Miniaturkamera.
tuxi 1

Diese Kameras wurden in den 1950ern bis in die frühen 1960er Jahre von einem Lieferanten aus Frankfurt/M., Walter Kunik, vertrieben, aber von unterschiedlichen Herstellern produziert. Diese hier ist eine „Tuxi“ aus dem Jahr 1960. Ausgestattet ist sie mit der „achromatic“ Linse (25 mm) von Röschlein in Kreuznach. Zwischen 90 cm und unendlich konnte alles dazwischen scharf fokussiert werden. Verkauft wurde die Kamera mit einer Makrolinse zum Aufstecken, Gelbfiltern und Lederbehältnissen. Diese hier kann auch mit einem Blitz betrieben werden, ein Fuß ist aufgeschraubt. Der Auslöser hakt ein wenig.
Bisher haben wir keine weiteren Teile gefunden, aber es ist noch nicht aller Schränke Abend.
tuxi 2
Ich habe die Kamera nun seit knapp drei Wochen bei mir hier und gestern abend eine Überraschung entdeckt: es ist noch ein Film darin! Und zwar ein belichteter!
tuxi 3
Eingelegt war ein winziger Rollfilm von 17 mm Höhe, der 16 Bilder von 14 x 14 mm erbrachte. So habe ich vorhin den Film zu einem Fotogeschäft gebracht mit der Bitte um Entwicklung. Ich bin gespannt, ob da etwas herauskommt, denn der Film müsste ja seit etwa 50 Jahren in der Kamera ruhen. Und da die Kamera immer im Schrank lag, also relativ kühl und dunkel bin ich vorsichtig optimistisch.
Also, bleiben Sie dran, das ist ein Beitrag mit Fortsetzungspotential!
tuxi 4
Update vom 6.9.2016: Der Film ist nach Rücksprache mit dem Herrn im Fotogeschäft nun wirklich in die Entwicklung gegangen… Mehr nach meinem Urlaub…

30
Sept
12

Nur rot

Letztens sah ich bei jou ein paar Fotos, welche nur ein paar Spritzer rote Farbe enthielten, das restliche Bild war in Schwarz-Weiß gehalten. Diese Funktion hat meine kürzlich erstandene „Knipse“ auch, selbst im farbenstrotzenden frühherbstlichen Tantengarten habe ich nicht umhin können, ein paar solcher „Restrotbilder“ aufzunehmen.

Eine Dahlie, ein Blatt vom Ahorn, der erst im späteren Herbst so wunderbar rote Blätter hat und die Himbeeren. Allerdings muss ich gestehen, dass die Himbeeren mit der restlichen Welt in grau drumherum nicht so zusagen. Es erinnert mich zu sehr an Schimmel auf den Früchten.

23
Jul
12

Rumliegende Tiere

Die letzten Tage waren ganz schön aufregend! Nicht nur, dass ich Besuch von meinem Neffen hatte, über den ich mich riesig gefreut habe, sondern auch die Entscheidung um eine neue „Knipskiste“ stand an. Dabei ist der Begriff „Knipskiste“ natürlich sehr despiktierlich, aber er beschreibt einfach eine kleinformatige Kamera, die ich ohne große Fototasche mal schnell einstecken kann, wenn ich unterwegs bin. Sie ist als eine Art optisches Notizbuch gedacht, besser ausgestattet als meine am mobilen Telefon angebrachte Fotolinse sollte sie sein und vor allem ein ordentliches Makro haben. Nach langem Hin und Her, Befragen von Testen im Internet und einer guten Beratung in einem Elektronikmarkt (ganz unerwartet gut bei drei mäßigen bis nicht vorhandenen bei der Konkurrenz) habe ich mich für eine Sony entschieden, obwohl ich bei den Spiegelreflexen, die ich so in meinem Leben erworben habe, eine eindeutige Canonliebhaberin bin.
Nun habe ich also eine Sony DSC-HX20V, die ich nun kennenlernen will. Die Fotoprogramme, die diese Kamera mitbringt, überfordern mich etwas, besonders, da die Dokumentation zum Gerät leider mehr als mäßig ist: ein dicker Schicken im Karton gibt in allen Kultursprachen der Welt (oder fast allen) nur ein paar Hinweise zum Starten der Kamera, den Rest möge man sich bitte auf der Website herunterladen. Nun denn, die Adresse stimmte schon nicht und es dauerte bestimmt fünf Minuten, bis ich mich dank der Hilfe einer Suchmaschine halbwegs an die richtige Stelle geklickt hatte. Dann wurde mir das Handbuch zum Herunterladen angeboten, welches ich als Papierbackstein schon hatte. Der Rest der weiterhin spärlichen Doku ist als html-File angelegt, was bedeutet, dass ich immer ins Netz muss, wenn ich mal eine Frage habe, deren Beantwortung mir nicht selber durch Nachdenken und Ausprobieren gelingt.
Egal!

Zwei Bilder mit der neuen Knipse, das eine ist „Hasi“ aus dem Hof, der andere ist „alter schwarzer Hund von gegenüber aus dem Laptopladen“. G’schichten aus’m Plänterwald…

„Hasi“

„alter schwarzer Hund“




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