Posts Tagged ‘Brakel

15
Jul
12

Kein Bier auf Schloss Rheder

Der erste Halt auf der Rundreise durch den südlichen Kreis Höxter wurde schon nach einer nur etwa dreißigminüten Fahrt eingelegt. Rheder, wie oft waren wir als Kinder mit unseren Eltern durch den kleinen Ort mit seiner mächtigen Schloss- und Scheunengebäuden. Damals noch steingrau und mit dem Charme des baldigen Verfalls, leuchten die Gebäude heute in warmem Gelbtönen in der Ortsmitte und laden inzwischen zu einem Spaziergang durch den Schlossgarten, das Husarenmuseum und durch das Weidenpalais ein.
Das Anwesen ist im Besitz der Familie von Spiegel und Mengersen, die hier seit 10 Generationen, seit 1686 auch die Brauerei betreibt, leider hatten wir an jenem Samstag das Pech, dass der Direktverkauf nicht geöffnet hatte. Dafür konnten wir einen kleinen Plausch mit dem Freiherrn halten, der danach flugs im rosafarbenen Schlösschen verschwand. Die heutige noch bestehenden Gebäude sowie die Dorfkirche gehen auf die umfangreichen Umgestaltungen nach dem Dreißigjährigen Krieg zurück, für die der in Westfalen überaus geschätzte Johann Conrad von Schlaun im beginnenden 18. Jahrhundert verantwortlich zeichnen soll. Das Schloss selber wurde erst in der Mitte des 18. Jahrhunderts erbaut und unterscheidet sich stilistisch auch von der umgebenden Anlage. Neben dem Ausbau der Brauereianlagen wurde im 19. Jahrhundert der Park als Landschaftgarten umgestaltet, der noch heute die Umgebung prägt. Inzwischen gibt es außerhalb der direkten Schlossumgebung Installationen auf umgestürzten oder gefällten Bäumen in Form von eingravierten Texten der amerikanischen Künstlerin Jenny Holzer und denen ihres Landsmannes Henri Cole.
Als wir durch die Anlage streiften, fand gerade eine Hochzeit im Weidenpalais statt, die wir natürlich nicht stören wollten. So schlenderten wir über die Nethebrücke, um den besten Blick auf das Schloss zu erhaschen.
Wirklich schade, dass wir das Rheder Schlossbräu nicht kosten konnten, so blieb uns nur der Schluck aus der mitgeführten Wasserflasche und die Weiterfahrt nach Warburg.

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Öffnungszeiten des Bierverkaufs in Rhder (lt. Website)
Mai bis September Montag bis Freitag: 07.00 bis 16.00 Uhr
Oktober bis April Montag bis Donnerstag: 07.00 bis 15.45 Uhr, Freitag: 07.00 bis 15.00 Uhr,
weitere Einkaufsmöglichkeiten: HIER

14
Jul
12

Elegische Landpartie mit Tante und Schwester

Da sitze ich nun und schaue den schnell ziehenden grauen Wolken nach, die ganz bestimmt bald wieder ihre regenschwere Last abladen werden. Letztes Wochenende war es noch besser, zumindest zeitweise. Meine Tante hatte sich einen Ausflug von Höxter nach Warburg gewünscht, immerhin ist sie nun 84 Jahre alt und war in ihrem ganzen Leben dort noch nicht. Sie hat bereits in den 1970er Jahren mit ihrer Schwester Reisen um die ganze Welt gemacht, die knappen 45 km bis Warbung hingegen noch nie geschafft. Nun fanden meine Schwester und ich es an der Zeit, dieses Versäumnis dringend abzuschaffen!

So planten wir die Tour. Es wurden kleine Leckereien für unterwegs, genügend Wasser für die Erfrischung zwischendurch ins Auto geladen und eine Picknickdecke. Man weiß ja nie, wo es einen während dieser elegischen Landpartien so hinverschlägt.

Unser erster Halt war das Schloss Rheder südlich von Brakel. Brauerei und schöne Schlossanlage, das Haupthaus sieht aus wie aus einem Jane-Austen-Film entschlüpft.

Nach einem kleinen Spaziergang ging es weiter nach Warburg, dem Hauptziel. Hier gabe es einen schönen Rundgang durch die Stadt inklusive Hutshopping und Mittagessen.

Am Rande der Warburger Börde nach Nordhessen hat man wunderbare Blicke auf den Desenberg, diesen Vulkankegel mit Burg oben drauf. Weiter ging es bis zur Trendelburg, kurzer Stop bei den Kamelen oder waren es Dromedare?

Die Burg in Trendelburg ist in Privatbesitz und wird als hochpreisiges Hotel vermarktet, im Bergfried ist der Wellnessbereich inklusive Sauna. Für eine Kaffeepause hat das Landpartieportemonnaie gerade noch genügend Kleingeld parat.

Durch heftige Regenschauer führte der Weg auf die Hochebene von Haarbrück und Jakobsberg, bevor das treue Autogefährt hinter Jakobsberg die mit bis zu 15%igem Gefälle verlaufende Straße durch die Sturzbäche herunterschwimmt. Zurück über Beverungen und Godelheim ging’s nach Höxter, vorbei an pitschnassen Schützen durch die Altstadt.

Die einzelnen Halte mit Bildern folgen in den nächsten Tagen, versprochen!




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