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08
Mrz
17

Frühling im Schwesterngarten

Auch wenn die Temperaturen nicht immer mit dem Wunsch nach Frühling, Sonne, Wärme einhergehen, sprießt es doch überall, so auch im Schwesterngarten.
Die Schneeglöckchen und die Winterlinge treten in Jahr für Jahr größer werdenden Rudeln auf, vor allem im Steingarten rund um die große Terrasse.


Auch die Krokusse breiten sich allmählich über den moosigen Rasen aus. Zu unserer Kinderzeit standen nur drei Urahnen von ihnen dort. Ihr Erscheinen wurde jedes Jahr ängstlich erwartet und die Blüten liebevoll von uns Kindern umsorgt. Inzwischen haben sich die Frühlingsboten zu einem regelrechten zartlila Teppich ausgebreitet.
Tja, ein Großteil wird auch weiterhin im Schwesterngarten bleiben, ein Teil wird zusammen mit dem Schwesternhaus schon im nächsten Jahr für die neuen Besitzer blühen. Noch erfreuen wir uns aber an allen als „unsere Krokanten“.

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03
Sep
12

Nachhauseweg

Der Tag war lang und jeder meiner Mitfahrer wollte genauso dringend nach Hause wie ich. Aber am Ostkreuz war dann Schluss. Nun habe ich in der letzten Zeit diverse neue Ausflüchte der S-Bahn gehört und gelesen, warum ausgerechnet die, die mich meinem Ziel etwas näher bringen soll, nicht kommt und dazu gehört auch die Begründung: „wegen eines Polizeieinsatzes verkehren die Züge unregelmäßig…“; heute hingegen stand soviel dunkelgewandetes Personal der Bundespolizei am Ostkreuz, dass ich es notgedrungen glauben musste. Und dann auch schon die Durchsage, dass wegen eines Polizeieinsatzes die Züge der Ringbahn und deren Anschlüsse „bis auf weiteres“ nicht fahren. Schöner Sch….T! Das Bahnpersonal konnte auf Nachfrage nicht sagen, um welche Art von Polizeieinsatz es sich denn handelte, Transparenz und Information geht anders, liebe S-Bahn! Ich fragte dann einen der Herren in Uniform, der etwas von „Lokalderby“ murmelte. Pferde? Hier?? Ich wäre bereit gewesen, eines zu besteigen, um nach Hause zu kommen.

Kurz darauf erkannte auch ich des Rätsels Lösung: Hertha gegen Union… Ah! Fußball! Hunderte von blauweiß Kostümierten ergossen sich vom Ringbahnsteig herunter in Richtung der Züge gen Köpenick.

Als die erste Runde die Züge bestiegen hatte und der Bahnsteig wieder leerer schien, wagte ich mich die Treppe zur Ringbahn hoch und oh… nein! geriet mitten in die zweite Woge, die mir treppab entgegenkam. Eingekeilt zwischen schwitzenden Menschenmassen, einem Kordon hochgerüsteter Polizisten atmete ich die dickflüssige, testosterongeschwängerte Luft ein, hörte Fangesänge und „Bullen-sind-scheiße“-Sprechchöre und fühlte mich extrem unwohl. Mir ging die dabei ein Titelbild des SPIEGELS durch den Kopf, der einen jungen Mann zeigte und sinngemäß die Überschrift hatte: das gefährlichste Tier der Welt.

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Wie wäre es wohl gewesen, wenn so eine Masse bereit ist, anderen körperliche Gewalt anzutun? Mir wurde ganz kalt und elend bei dem Gedanken… und dabei wollten diese „doch nur spielen…“




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