Posts Tagged ‘Apfel

22
Jul
16

Bierwaffel an adeliger Beilage

Vor einiger Zeit geriet das Waffeleisen für belgische Waffeln auf das Wunschradar des Herrn D. Und siehe da, es geriet sogar in unseren Haushalt, das „Männerwaffeleisen“, wie ich es seitdem nenne. Die ersten Versuche ergaben sehr schmackhafte, knackige Waffeln in Rechteckform.
Als ich letztens mit Frau indica verabredete, sich endlich einmal wieder zu treffen, entstand die Idee zu unserem Abendessen, da mir die „Galette Surprise“ durch den Kopf schoss, die ich vor einigen Jahren einmal in der Bretagne probierte. Frau Indica wusste seit einem ihrer dienstlichen Essensgehentermine auch sofort, wo es die Blutwurst für die Beilage geben würde: bei der Blutwurstmanufaktur in Rixdorf. Als adelig darf sich die dort hergestellte Blutwurst bezeichnen, denn seit 2004 ist Fleischermeister Benser von der französischen „Confrèrie des Chevaliers du Goûte Boudin“ zum „Chevalier du Boudin Noir“ also zum Ritter geschlagen. Und schon ging sie shoppen und bekam neben einer fachkundigen Beratung auch die Ware im hübschen Tütchen.


Nun denn, da brauchte ich einen ebensolchen Waffelteig, die Recherche ging los. Internet hoch und runter.. was soll ich sagen: ich wurde auf der dem Männerwaffeleisen beiliegenden Rezept-CD fündig: Bierwaffeln! Ich habe weniger Zucker genommen, leicht süß sind sie trotz des herben Biers.

Bierwaffeln

300 g Mehl
2 gestrichene TL Weinsteinbackpulver
1 Pr Salz
70 g Puderzucker
3 Eier
500 ml Bier (hier: helles Brauhausbier aus Bayreuth)
75 g Butter, zerlassen, lauwarm
5 g Ingwer, fein gerieben.
Mehl, Backpulver und Puderzucker in eine Schüssel sieben. Eier verquirlen, mit Salz zur Mehlmischung geben, unterziehen. Das Bier dazugeben, verquirlen, den geriebenen Ingwer abschließend in den Teig geben.
Den Teig etwa 1 Stunde kühl stellen.
Das Waffeleisen auf höchste Stufe vorheizen, eine Kelle Teig einfüllen. Waffeleisen sofort schließen, nach 10 Sekunden drehen und ca. 3,5 min goldbraun backen.

Beilagen:
Adelige Blutwurst
Karamelisierte Apfelspalten
Vanilleeis!

Die adelige Blutwurst in mittlerer Hitze in geklärter Butter leicht anbraten und warm ziehen lassen. In einer zweiten Pfanne einen hellen Karamell herstellen und darin die Apfelspalten gar ziehen lassen.

waffel_surprise 1

Die Blutwurst hat den Ritterschlag wirklich verdient! Sie ist wunderbar mit Pfeffer und Majoran abgeschmeckt, Speck sucht man vergebens in der Wurst. Leider sieht man auf dem Foto die Details nicht so schön, denn wir hatten Hunger und keine Zeit für ausführliche Fotosessions.

25
Apr
12

Geflügelsalat oder was vom Huhn übrigblieb

Am Wochenende trieb es mich in meinen alten Kiez auf den Markt am Boxhagener Platz. Ich hatte mir überlegt, ein paar Pflanzen für den noch nackten Balkon zu kaufen, etwas zu bummeln, einen Kaffee zu schlürfen und mal nach der ehemaligen Nachbarschaft zu schauen. Die Frage, was auf dem Speisezettel der nächsten Tage stehen sollte, konnte ich hier ebenfalls nachgehen und mich von den Angeboten inspirieren lassen. Zwei volle Taschen später stand ich mitsamt einem ordentlichen Hahnepampel (vulgo für Hähnchen) wieder zuhause und teilte das Geflügel rein gedanklich auf die nächsten Mahlzeiten auf. Griechisches Zitronenhuhn, Gemüsepfanne mit Reis und Huhn und Geflügelsalat aus den Resten.
Das Geflügel wanderte, mit Pfeffer und Salz gewürzt, mit zwei kleingeschnittenen Zitronen und fünf Knoblauchzehen im Bauch in den Ofen und harrte bei 200°C eine halbe Stunde und bei 150°C eine weitere Stunde aus, zum Schluss wurde es noch einmal unter den Grill geschoben und mit Salzwasser bepinselt schön übergebräunt.
So gab es abends die Brust, einen Tag später die beiden Keulen und der Rest wurde liebevoll von der Karkasse abgesammelt und für den Geflügelsalat beiseite gestellt.
Vor einiger Zeit bin ich auf der Suche nach einer wohl schmeckenden Resteverwertung auf dieses Rezept gestoßen und habe es etwas abgeändert, diese Mal hatte ich alle Zutaten, bis auf tagesfrische Eier für die selbstgemachte Mayonnaise, im Haus.

Geflügelsalat mit Cranberries, Staudensellerie und Apfel

300 g Geflügelfleisch, vom Brathähnchen abgesammelt und klein geschnitten
150 g Staudensellerie, in feine Würfel geschnitten
3 Frühlingszwiebeln, fein geschnitten
100 g getrocknete Cranberries, fein gehackt
1 säuerlichen Apfel, ebenfalls gewürfelt
50 g Walnusskerne aus dem Tantengarten
150 g Mayonnaise (die Eier waren nicht mehr frisch genug, daher aus dem Glas)
50 g Joghurt
Salz, grüner Pfeffer, einige Spritzer Zitronensaft

Sehr einfaches Rezept, das Dressing wird aus Mayonnaise, Joghurt, einer guten Prise Salz, grünem Pfeffer und ca. 2 TL Zitronensaft gerührt und über die vorbereitenen Zutaten, die sich idealerweise gemeinsam in einer Schüssel befinden, gegossen. Gut durchrühren und am besten ein paar Stunden kühl stellen, damit der Salat gut durchziehen kann.

Schmeckt wunderbar zu frischem Brot und einem kühlen Kerner aus dem Frankenland und hat einen Staudensellerieverächter bekehrt!

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31
Okt
11

Mein Schatzzzzz

Nach all‘ dem Ungemach soll einmal wieder etwas Schönes hier diese Seite zieren!

Auch am vergangenen Wochenende habe ich im Garten meiner Tanten mein Unwesen getrieben, natürlich wie üblich zusammen mit meiner Schwester. Und so richtig fassen konnte ich auch nicht, dass es keine „Sternrenetten“ mehr geben sollte, so weit ist das Jahr doch noch gar nicht fortgeschritten und Nikolausiiii war doch noch gar nicht.

Als ich nach dem vorletzten Wochenende mit einer großen Ladung Äpfel zurück kam, kamen wir in unserer Mittagsrunde auf die verschiedenen Apfelsorten zu sprechen. Natürlich kannte niemand die Sorte „Rote Sternrenette“. So trifft es sich gut, dass ich doch noch ein paar in der Ecke zwischen Gartenmauer, Carport des Nachbargrundstückes und dem großen alten Schuppen gefunden habe. Ein besonderes Kennzeichen dieser wunderbaren Äpfel ist nämlich, dass sie relativ stoisch ihr Dasein als Fallapfel akzeptieren und nicht gleich vor Zorn über einen unsanften Aufprall anfangen, zu faulen. Ein paar Handvoll angelte ich also gestern morgen aus dem dichten Gestrüpp und freute mich von Apfel zu Apfel mehr. Natürlich wurde die Beute schwesterlich geteilt!

So, liebe Frau Vau, hier sind also die fameusen Äpfel, sie haben, wenn sie ordentlich ausgereift sind, eine dunkelrote Schale mit kleinen helleren Fleckchen, denen sie das „Stern“ im Namen verdanken. Das Fruchtfleisch ist rötlich durchzogen und die Äpfel duften einfach wunderbar nach einer Mischung aus Apfel und Rose, mit einem Stip Ananas.

Im übrigen bin ich mir ganz sicher, dass nicht ein oller Granatapfel von Eva dem Adam gereicht wurde, sondern ganz, ganz sicher eine rote Sternrenette! Widerspruch ist zwecklos!

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23
Okt
11

Fund des Monats

Gerade komme ich aus Ostwestfalen zurück, wo ich zusammen mit meiner Schwester Gutes im Garten unserer Tanten vollbrachte: Apfelernte! Es wurde auch Zeit, denn nun sind auch die späteren Sorten reif! Da lachten uns von fünf hochstämmigen Bäumen, in den 1930ern von unserem Großvater gepflanzt, noch Boskoop, Gülderling und Goldrenette von Blenheim an. Der Cox Orange und die Rote Sternrenette waren leider schon abgeerntet. Gerade letzterer ist mein allerliebster Lieblingsapfel, der „Nikolausapfel“. Schade, dass nichts mehr davon am Baum hing.

Die Tanten haben den kühlen Keller schon voll duftender Äpfel liegen, gerade diese drei Sorten eignen sich gut für die Lagerung bis in’s Frühjahr, kontrolliert müssen die Stellagen mit dem Obst, auch wenn es Pflückobst ist, regelmäßig.

Meine Schwester hatte vor zwei Wochen schon einmal die Nachbarbäume geschüttelt und etwa 80 kg aufgesammelt. Als Ausbeute nach dem Mosten in Ockensen schleppte sie dann 65 l feinsten kaltgepresster Apfelsafts nach Hause!

Nun hatten die Äpfel noch eine Menge guter Oktobersonne getankt, bis wir dann gestern uns mit Apfelpflückern und Stangen zum Schütteln bewaffnet in den noch leicht nebligen Morgen aufmachten und die Grundlage für einen schönen Vorrat an Obst auf der einen Seite und die Basis für einen merklichen Muskelkater im Schultergürtel und den langen Muskelsträngen im Rücken legen wollten. Eimer und Eimer füllte sich und wir entschlossen uns, auf den großen „Bollerwagen“ als Zwischenstation für die runden Dinger umzusteigen.

Für die Schüttelei war gestern meine Schwester verantwortlich: meine Tanten haben seit einigen Jahren eine etwa 5 m lange Stange aus Leichtmetall mit einem Haken an der Spitze, die ein Nachbar für sie gebaut hat, die jeder Pike im Dreißigjährigen Krieg, zumindest in der Länge zur Ehre gereicht hätte! Aber jene Stangenwaffen wurden vermutlich eher selten zur Obsternte eingesetzt. Hilfreich war gestern das unhandliche Ding aber schon, wenn sie sich hochkonzentriert und mit ernster Miene dem Baum näherte, sorgsam die Äste inspizierte, anlegte und sich dann mit aller Macht betätigte.

Und so haben wir am Ende des Tages ausprobiert, wieviel Äpfel in mein Auto passen, ohne dass Wochenendgepäck und Schwester zurück bleiben mussten.

Heute abend gibt’s Apfelpfannkuchen!

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30
Mai
11

Mein Kuchenbackprojekt

Ricotta-Zitronen-Kuchen, so oder so ähnlich lautete der Titel des Rezeptes, welches ich auf einem Foodblog vor geraumer Zeit gefunden habe. Die Zutatenliste habe ich mir notiert, eigentlich alles, was ich sowieso zuhause habe. Ricotta, Bio-Zitrone (wegen der Schale), Mehl, Eier, Zucker, Backpulver, Äpfel, die berühmte Prise Salz.

Tja, bis ich meinen Blick Richtung Obstecke schweifen ließ: keine Äpfel! Das lag natürlich daran, dass ich am letzten Sonnabend keine auf dem Markt gekauft habe. Es mussten halt Erdbeeren und Spargel sein, passend zur Jahreszeit. Die Äpfel bei meinem Lieblingsstand werden langsam etwas mehlig, sie sind hier aus Brandenburg. Also würde ich während der Woche mal im Supermarkt einen Boskoop kaufen, nur einen, nur für den Kuchen. Ich habe den Apfel natürlich vergessen, zu kaufen und nochmal wollte ich so kurz vor Geschäftsschluss nicht noch einmal loslaufen. Verschieben wir es auf morgen, ganz Scarlett O’Hara.

Bis auf den Apfel hatte ich ja alles da.

Gestern fiel mir wieder ein, dass ich ja noch, bevor der Holunder im Hof in vollster Blüte steht oder gar die Holunderblüten das Beste hinter sich haben, Holunderblütensirup ansetzen wollte. Die Wassermenge für den Zuckersirup wurde für die Zuckermenge im Vorratsschrank angepasst. Bis auf den letzten Krümel wanderte er in den gr0ßen Topf, zusammen mit den Biozitronen und der letzten Orange aus dem Obstkorb. Dazu ein halber Armvoll Holunderblüten. Nun zieht die Mischung und duftet durch den Kühlschrank. Und nun muss nur noch neuer Zucker her, ab auf den Einkaufszettel!

Tja, also wanderten heute Äpfel in den Einkaufskorb und noch so einiges andere, denn es sollte Matjesfilet in einer Joghurt-Schmand-Tunke mit Äpfeln, Zwiebeln und Gewürzgürkchen geben. Zuhause musste ich feststellen, dass ich leider den Zucker vergessen hatte. Ich sollte einfach immer einen Einkaufszettel mit mir führen, einen aktuellen natürlich.

Ich bleibe zuversichtlich, was das Ricotte-Zitronen-Kuchen-Projekt angeht. Im Moment fehlt nur der Zucker, der Apfel ist da, Zitrone ist noch da. Mal schauen, wie sich die Sache mit den Eiern, dem Mehl, dem Backpulver und der Prise Salz in den nächsten Tagen so entwickelt. Und Butter! Butter ist auch noch da…. Mal schauen, wie lange noch…

19
Jan
10

Bild des Tages

Nature morte




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