Posts Tagged ‘analoge Kerzen

23
Dez
13

Frohe Weihnachten 2013!

weihnachtsstrauch 2 Kopie

Dieses Jahr war in den letzten Tagen so viel zu tun, so viel los, dass das übliche Suchen nach dem perfekten Bäumchen, welches auf dem Beistelltisch im Wohnzimmer stehen könnte, ausfallen musste.  Aber etwas Deko darf dennoch sein,  die silbernen kleinen Glaskugeln machen sich doch gut an den Ästen des rotbebeerten Ilex, oder?

Nun wünsche ich allen Lesern, die hier auf einen Besuch vorbeilesen, ein ruhiges und schönes Weihnachtsfest und hoffe, dass wir uns bald hier wiedertreffen.

27
Dez
11

2. Weihnachtsfeiertag 2007

Der 2. Weihnachtsfeiertag ist traditionell der ruhigste bei mir. Nach den Aufregungungen, Völlereien und Reisen vor Heiligabend und am 1. Weihnachtstag zurück nach Hause brauche ich Ruhe, nur viel Tee und eventuell noch eine funktionierende Fernbedienung, sollten keine neuen Bücher unterm Weihnachtsbaum gelegen haben.

Frohgestimmt kam ich damals am 1. Feiertag abends nach Hause. Leicht erhitzt noch vom Treppensteigen in den 4. Stock, dabei vollbeladen wie das Christkind vor Weihnachten merkte ich zuerst gar nicht, dass es unziemlich frisch in der Wohnung war. Als ich mir die Hände waschen wollte, bemerkte ich schon, dass nur noch eiskaltes Wasser aus dem Hahn floss und die Gastherme nicht ansprang. Der Zündfunke wollte nicht zünden. Somit war auch klar, warum es so frisch in der Wohung war. Im Sicherungskasten sah alles normal aus, keine Sicherung war herausgesprungen. Es war schon so spät, dass ich nicht mehr beim Hausmeister anrufen wollte. So ging ich schlafen. Am nächsten Morgen sollte es dann zumindest erstmal ein Heißgetränk geben, um die Lebensgeister aufzutauen. Der Wasserkocher lief kurz, dann war alles tot: kein Strom mehr, gar keiner mehr. Die Sicherungen im Kasten standen immer noch auf „alles ist gut“. Der Strom blieb weg.

Also ging ich runter zum Haupsicherungskasten, der mit einem ordentlichen Vorhängeschloss gesichert war, zu dem ich natürlich keinen Schlüssel hatte. Schlecht gelaunt stieg ich die vier Treppen wieder hoch. Ich suchte die Nummer vom Hausmeister und wählte. Nichts, außer der Dame, die den Anrufbeantworter einläutet. Ich sagte freundlich mein Sprüchlein und bat um schnelle Hilfe. Die Temperatur in der Wohnung war auf etwa 13°C gesunken, eindeutig kalt! Als Freundin der analogen Kerzen zündete ich nach und nach alle an, die mir in die Hände fielen. Schließlich wurde das Wohnzimmer von gut 30 Kerzen illuminiert, der Gasherd sorgte für Heißgetränke! Und schließlich hatte ich ja Bücher zu Weihnachten geschenkt bekommen.

Drei Stunden später rief ich erneut den Anrufbeantworter des Hausmeisters an. Wie sich inzwischen herausgestellt hatte, war nur diese eine Wohnung von der herausgeflogenen Hauptsicherung kaltgestellt. Aber es war sowieso kaum jemand zuhause, und schon gar keiner, bei dem ich den Tag hätte verbringen wollen. Und noch ein Anruf beim Anrufspeicher, denn geantwortet hatte er ja nicht, da auch der Hausmeister Weihnachten hatte. Meine Nachrichten wurden auch etwas schärfer im Tonfall, später etwas verzweifelter. Immerhin hatten die Kerzen die Wohnung auf kuschelige 17°C erwärmt! Gegen abend beschloss ich, ins Kino zu gehen, es würde sowieso keiner mehr kommen, um die Sicherung auszutauschen. Aber auch dort war mir das Glück nicht hold: keiner der Filme konnte mich locken, in einen weichen Sessel zu sinken und für 2 Stunden meine missliche Lage zu vergessen. Also zog ich, noch schlechter gelaunt als vorher zurück nach Friedrichshain, um dort bei einem sonst sehr guten Thai meinen Magen mit wärmenden Speisen zu füllen. Und, es war wie verhext, meine Bestellung wurde vergessen. Ich war den Tränen nahe und auch die sofort nachgekochte Speise konnte mich nicht wirklich versöhnen, ebensowenig die Entschuldigungsflasche Pflaumenwein, den ich nicht mag.

Zurück zuhause kochte ich mir Wasser für die Wärmflasche und stieg in das eiskalte Bett.

Am nächsten Morgen rief der Hausmeister an und fragte, warum ich denn nicht beim Elektriker angerufen hätte, die Nummer würde im Hausflur unten hängen. Ich konnte es nicht fassen: ich hatte überall gesucht, aber nur die Sprechzeiten der Hausverwaltung und deren neue Telefonnummer gefunden. Der Hausmeister versprach, den Elektriker sofort zu benachrichtigen.

Und wirklich: keine zwei Stunden später war der Elektriker da! Aber auch er hatte keinen Schlüssel für das Vorhängeschloss und musste es mit einem Bolzenschneider aufbrechen. So hing dann der Schrank mehr als zwei Jahre unverschlossen herum und nie wieder ist eine Hauptsicherung herausgeflogen.

Seitdem geht nur noch das Licht hier im gesamten Straßenbereich aus, für alle gleichzeitig. Dann brennen hier die analogen Kerzen und das Leben ist gleich viel ruhiger. Aber der Stromausfall dauert nie so lange wie meiner Weihnachten 2007!




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