Posts Tagged ‘Alles wird gut

31
Dez
16

Silvester oder: Früher war mehr Buffet…

Den Abschluss des Jahres 2016 begehen meine Schwester und ich gemeinsam, so wie vieles Andere auch im zurückliegenden Jahr.
Wir lassen es gemächlich angehen, Raclette in der deutschen Variante, so mit Tischgrill und Käsescheiben. Das Coctailkleid wird auch nicht angezogen, wir bleiben „casual“.
Früher wurde da glamouröser in unserer Familie gefeiert: das kalte Buffet wurde gerichtet, der Käseigel durfte nicht fehlen, der Kartoffelsalat und die Schnittchen. Ach, und die Luftschlangen mussten auch gepustet werden. Daran erinnere ich mich mit großem Spaß!
Mit ein paar Impressionen aus dem Familienarchiv wünsche ich Euch allen einen guten Rutsch, kommt gut in’s neue Jahr und feiert kräftig!


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22
Mrz
15

Ich gehe dann mal…

… meine Fahrkarte ausdrucken…

Es ist Sonntagnachmittag, das Wochenende nähert sich dem Ende und die Fahrt gen Halle nähert sich mir. Schnell ist die Fahrkarte online gebucht, schnell mit meinem richensaroten Notebook, welches seit Anfang 2010 treue Dienste leistet. Leider kommuniziert mein Drucker nur unter besonderen Umständen mit diesem Gerät: wenn alle Tintenbehälter annähernd voll sind, wenn keine der Tinten „abgelaufen“ ist und wenn Weihnachten und Ostern auf denselben Tag fallen, also nie!

Um aber dennoch die Fahrtkarte auf Papier ausgedruckt in der Tasche zu haben, muss ich früh genug anfangen. Ich muss also den alten Rechner von 2006 unter xp hochfahren, das dauert. Dann muss ich mich auf dem Admin-Account einloggen, damit auch alle Programme inkl. Druckertreiber mit allem Gedöns geladen werden. Inzwischen kann ich noch Kaffee kochen, einen Kuchen backen oder den Koffer packen. Die Fahrkarte als pdf habe ich auf einen USB-Stick geladen und schon bereit gelegt.

Wenn nun alles hochgefahren und geladen ist, starte ich das Druckerbeiprogramm und klicke mich sehr geduldig bis auf den Teil, wo ich die Füllhöhen des Druckers ansehen kann. Die Benachrichtigung, dass das Mindeshaltbarkeitsdatum für „magenta dunkel“ abgelaufen ist, nehme ich nickend zur Kenntnis und klicke sie weg. Nicht hektisch werden. Füllhöhen-Fenster UNBEDINGT offenlassen!

Nun stecke ich den Stick in einen bestimmten USB-Slot und warte geduldig darauf, dass er erkannt wird. Ich könnte noch einmal den Inhalt des Koffers für die Woche überprüfen, mache ich auch oft. Ich gehe zurück zum Rechner und starte den pdf-reader. Das geht in der Regel schnell. Nun die Fahrkarten-pdf starten, das dauert. Inzwischen könnte ich nochmal… nein, der Koffer ist perfekt gepackt.

Fahrtkarte ist aufgerufen, nun keine falsche Bewegung machen. Druckmenü aufrufen, Befehl „aktuelle Seite drucken“ anklicken. OK. Jetzt wird es spannend, denn meistens kommt noch „keine Rückmeldung“. Nicht verzagen, einfach abwarten.

Koffer zur Tür rollen? Ja, wäre eine Möglichkeit. Während ich im Flur bin, höre ich es: Der Drucker druckt! Yeah! Kaum eine dreiviertel Stunde ist vergangen und schon habe ich meine Fahrkarte in der Hand.

Wenn mein Telefon kompatibel mit der Bahn-App wäre, wäre das eine Alternative, isses aber auch nicht.

Alternative: meinen Technikpark erneuern, aber eigentlich ist ja nichts vom bestehenden kaputt, es ist nur sehr nervig, dieser Zeitaufwand mit dem Drucker. Oder sollte ich doch mit Kartoffeldruck arbeiten?

Na, heute ging es fix, ich habe noch reichlich Zeit, noch etwas zu drucken….

31
Dez
13

Das eine geht, das andere kommt…

So, geschafft… 2013…

Normalerweise ist es ja nur ein Wechsel im Datum, denn irgendwie laufen die Tage ja ohne Innehalten weiter. Dieses Mal ist es etwas anders. Ich gehe gen Süden, nicht sehr weit, nur in die „mitteldeutsche Scheibenwelt“ und auch immer nur von Montag bis Freitags. Meistens. Hoffe ich zumindest. Und dann Freitag bis Sonntag hier im Bundesdorf. Hoffe ich stark.

So ein (Teil)Umzug ist auch aufregend, denn irgendwie muss ich die Dinge, die schon einmal in einem Zweitwohnsitz mit mir zusammen wohnten, wiederfinden:

  • Handrühgerät (wieso komme ich da zuerst darauf?)
  • Töpfe (wohnen inzwischen in Hannover bei meiner Schwester)
  • Wasserkocher (gestorben, in der Uckermark geblieben, zu Weihnachten gab es einen richensaroten)
  • Bettstatt (brauche ich neu)
  • Sessel (der bleibt hier, ich leihe mir vor der Tante einen, der meiner Oma gehörte, hinreißend in grün mit gelben Blumen)
  • Tisch für die Küche (auch von der Tante geliehen, gehörte vorher der Großtante)
  • Tisch für Arbeitskram und Bewirtung von kleineren Gästescharen (ja, Beine im Keller, Platte hinter dem Regal)
  • Toaster (der alte hat mal fast gebrannt, wurde entsorgt)
  • Stühle (auch von der Tante geliehen, sechs Klappstühle aus solidem Holz in dunkelgrün, komplementär zu richensarot)
  • Eierbecher (wer braucht die?)
  • Geschirr (ja, das bunte aus der Studentenausstattung und ein paar Schälchen, davon zwei nach Formen des 17. Jahrhunderts nachgetöpfert, ein Geschenk von einem sehr netten Authentizitätsfreak)
  • Wassersprudler (will keine Flaschen mehr schleppen, nur alle paar Monate die Sprudelpatrone, neu!)
  • Besteck, Küchengedöns, scharfe Messer, Messerschärfer (habe ich noch)
  • Magnetleiste für scharfe Messer (ha!)
  • Wecker (habe ich noch, der hat ein echt fieses Klingeln, habe ich seit der Erstkommunion in zahnsteinbeige, der geht einfach nicht kaputt!)
  • Bettzeug und -wäsche, Handtücher (ja, alles da, schon verpackt so vacuumierten Päckchen, sehr praktisch, dafür braucht’s nur einen
  • Staubsauger (musste neu, jetzt einen ohne Beutel, der alte hatte schlappe 500 W und wurde 2006 entstorgt, da hätte ich auch Strohhalme nehmen können)
  • Duschkopf und -schlauch (es hat zwar einen in der Dusche in der neuen Wohnung, aber „da ist mir fies vor“)
  • Haushaltsleiter (ist schon da, ist noch aus dem Haushalt meiner Eltern, hat mein Vater je eine neue gekauft??)
  • Haarfön (der alte Zweitfön ist beim Abtauen einer Tiefkühltruhe in die ewigen Föngründe gelangt, brauche ich noch)

Was fehlt wohl noch? Irgendwie habe ich immer die Panik, dass ich vor dem ersten Arbeitstag da stehe und irgendwas wichtiges fehlt. Bügeleisen… ja, habe ich nur fürs Wochenende…

Was auch immer in 2013 noch passiert, ich stehe da mit gepacktem Gedöns und schaue mal, was dann nächstes Jahr so alles passiert. Ich bin gespannt!

 

 

12
Jan
12

Ungemach und Gemach gehören zusammen

Mehrfach habe ich über das Ungemach, welches mir ins Haus steht berichtet. Nun wird es richtig ordentlich Zeit, dass es auch einmal wieder „Gemach“ gibt, so wie es lakritze mir schon wünschte. Und es gibt nun wirklich ein neues Gemach, wenn auch nicht mehr in Friedrichshain, sondern in Treptow, also außerhalb des Berliner S-Bahnringes.

Die Suche gestaltete sich nicht einfach, Massenbesichtigungen trotz Makler waren ebenso dabei wie Absagen, Vertröstungen („Sie rücken doch nach, wenn die anderen absagen“) und Frustrationen. Einmal hatten wir sogar vier Stunden lang eine Zusage für eine Wohnung, die uns eigentlich nicht besonders gefiel, die aber aus verschiedenen Gründen doch in Betracht gekommen wäre. Der Vermittler sagte mir am Telefon etwas davon, dass er nicht gewusst habe, dass ausgerechnet heute morgen der Mietvertrag anderweitig unterschrieben worden sei.

Irgendwann war dann uns das Glück doch noch hold. Die Wohnung war eine Weile im Angebot gewesen, aber durch die Lage offensichtlich nicht auf dem „Must have“-Radar der Wohnungssucher. Die Vergabe wurde durch einen Makler abgepuffert, auch Kosten, die man nicht eben mal so einfach haben möchte. Aber da mit dem derzeitigen Vermieter eine Art finanzieller Übereinkunft im Raum schwebte, wenn wir bis zu einem bestimmten Zeitpunkt ausgezogen sein würden, haben wir den Termin mit der Maklerin vereinbart.

Die Wohnung ist wirklich schön, auch wenn sie zwei bis drei Minuspünktchen hat, die aber durch einige andere Pluspünktchen aufgewogen werden: Die Lage ist nicht mehr so zentral wie die der jetzigen Wohnung, dafür ist der Preis ähnlich dem jetzigen. Leider geht sie nach Osten und Norden hinaus (also nie mehr rote Pepperoni vom Balkon), dafür ist das Schlafzimmer zum ruhigen Innenhof. Leider passt die Waschmaschine nicht mehr ins Bad, dafür sind Bad und WC nun getrennt. Leider muss die Waschmaschine nun in die Küche, dafür wird sie mit Spülmaschine und einem Unterschrank zusammen mit einer Arbeitsplatte überbaut und so habe ich mehr Arbeitsplatz, denn die Anrichte muss in die Kammer auswandern. Dafür kann ich mich von Überflüssigem in der Küche trennen. Ein Minus, welches wirklich nicht aufgewogen werden kann, hat die Wohnung doch: es gibt kein Gas mehr zum Kochen! Achja, Küche und Wohnzimer sind nun zwei durch einen Flur getrennte Räume, nix mehr mit großer offener Wohn-Ess-Küche!

Dank einem CAD-Programm konnte ich alle Möbel schon im Grundriss hin- und herschieben, es scheint alles zu passen. Zudem gibt es eine größere Kammer, in der die Anrichte aus der Küche, die Wäschekommode aus dem Bad und der Trockner nunmehr eine neue WG gründen können, unterstützt von IVAR aus dem Schwedenland.

Die Zeit hier in Friedrichshain neigt sich dem Ende zu, natürlich bin ich nicht glücklich über dieses von außen aufgezwungene Ungemach. Inzwischen waren die ersten Kaufinteressenten in der Wohnung, die für 321.000 € über den Tresen gehen soll. In einem Hochglanzprojekt wird mit schönen 3-D-Zeichnungen für den Einkauf geworben, am Haus hängt inzwischen auch ein großes Werbebanner.

aus der Werbebroschüre: Lage Lage Lage

07
Feb
10

Graffiti des Tages

Merke: wenn Eis auftaut und dann wieder tieffriert, dann wird es wieder wunderschön glatt! So auch bei uns im Viertel.Und noch ein Merksatz aus F’hain: Je gutmenschiger ein Laden, desto schlechter ist der davor liegende Bürgersteig geräumt/gestreut.

Inzwischen wird ein Spaziergang oder ein Einkaufsgang zum echten Erlebnis, denn man muss höllisch aufpassen, dass man nicht mehr oder weniger unelegant zu Boden geht. Und damit dieses nicht passiert, watschelt man eben mehr oder weniger unelegant einher und hält den Blick meist zu Boden gesenkt.

Dass dieses auch vorteilhaft sein kann, da man auch sonst schnell Übersehenes wahrnimmt, habe ich gestern feststellen können. Ein etwas unscheinbares Graffiti, etwa auf Höhe meines Unterschenkels an eine graue Hauswand gebracht, Schablonenmalerei in mittelblau.


Um es fotografieren zu können, musste ich mich auf eisglattem Untergrund hinhocken, auch unelegant, dabei wurde ich argwöhnisch von einer Gruppe pelzmantelbekleideter Italienerinnen fortgeschrittenen Alters beäugt, die es ganz bestimmt sehr spannend fanden, was hier die Eingeborenen so treiben.




August 2018
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