Posts Tagged ‘abschied

06
Sept
14

A la prochaine, Haute-Provence

Schwups, ist die Woche in der Haute-Provence rumgegangen. Wir haben viel gesehen, gestern abend noch einmal durch die Gassen in Forcalquier geschlendert, das Auto ächzt jetzt schon unter Mitbringseln, Einkäufen.
Nun geht es ein paar Kilometer weiter westlich gen Bagnols-sur-Ceze, wo es kein Wlan in der Unterkunft gibt, also auch keine täglichen „Wasserstandsmeldungen“.

sonnenaufgang

04
Feb
12

Abschied vom Hof

Der Umzug ist vollbracht, der Abschiedsschmerz verblasst langsam angesichts der neuen Umgebung und einer vorsichtigen Vorfreude, diese zu entdecken. Dennoch: Ich werde das Fenster zum Hof vermissen, dieser Hof, der sich zwischen zwei Häuser schmiegte und somit den Anrainern genügend Licht und Luft zum Atmen und auch zum Schauen gab. Niemand war nahe genug an des Nachbarn Fenstersims, um Gesichter oder echte Einzelheiten zu erkennen. Nun gut, der Rhythmus des Pärchens, welches offensichtlich dem lustvollen Beischlaf bei hellstem Zimmerleuchten nachging, war nicht fehlzudeuten, aber ich hätte sie wohl auf der Straße nicht eindeutig identifizieren können. Heidi, die Nachbarin mit dem grünen Überdaumen, die Hofgarten und Hausflur begrünte und mit den Ablegern von geschenkten Grünpflanzen bevölkerte, wird mir fehlen, ihr immer fröhlich hüpfendes Töchterlein ohne jedwede Scheu oder die im Gegensatz auch nach Jahren des Zusammenwohnens im Haus immer noch leicht  scheuen Mädchen aus der Wohnung unter uns.

Es ist vorbei, tschüss, Simon-Dach-Straße!

Eiskaltes Fenster und heiße Tränen...

12
Jan
12

Ungemach und Gemach gehören zusammen

Mehrfach habe ich über das Ungemach, welches mir ins Haus steht berichtet. Nun wird es richtig ordentlich Zeit, dass es auch einmal wieder „Gemach“ gibt, so wie es lakritze mir schon wünschte. Und es gibt nun wirklich ein neues Gemach, wenn auch nicht mehr in Friedrichshain, sondern in Treptow, also außerhalb des Berliner S-Bahnringes.

Die Suche gestaltete sich nicht einfach, Massenbesichtigungen trotz Makler waren ebenso dabei wie Absagen, Vertröstungen („Sie rücken doch nach, wenn die anderen absagen“) und Frustrationen. Einmal hatten wir sogar vier Stunden lang eine Zusage für eine Wohnung, die uns eigentlich nicht besonders gefiel, die aber aus verschiedenen Gründen doch in Betracht gekommen wäre. Der Vermittler sagte mir am Telefon etwas davon, dass er nicht gewusst habe, dass ausgerechnet heute morgen der Mietvertrag anderweitig unterschrieben worden sei.

Irgendwann war dann uns das Glück doch noch hold. Die Wohnung war eine Weile im Angebot gewesen, aber durch die Lage offensichtlich nicht auf dem „Must have“-Radar der Wohnungssucher. Die Vergabe wurde durch einen Makler abgepuffert, auch Kosten, die man nicht eben mal so einfach haben möchte. Aber da mit dem derzeitigen Vermieter eine Art finanzieller Übereinkunft im Raum schwebte, wenn wir bis zu einem bestimmten Zeitpunkt ausgezogen sein würden, haben wir den Termin mit der Maklerin vereinbart.

Die Wohnung ist wirklich schön, auch wenn sie zwei bis drei Minuspünktchen hat, die aber durch einige andere Pluspünktchen aufgewogen werden: Die Lage ist nicht mehr so zentral wie die der jetzigen Wohnung, dafür ist der Preis ähnlich dem jetzigen. Leider geht sie nach Osten und Norden hinaus (also nie mehr rote Pepperoni vom Balkon), dafür ist das Schlafzimmer zum ruhigen Innenhof. Leider passt die Waschmaschine nicht mehr ins Bad, dafür sind Bad und WC nun getrennt. Leider muss die Waschmaschine nun in die Küche, dafür wird sie mit Spülmaschine und einem Unterschrank zusammen mit einer Arbeitsplatte überbaut und so habe ich mehr Arbeitsplatz, denn die Anrichte muss in die Kammer auswandern. Dafür kann ich mich von Überflüssigem in der Küche trennen. Ein Minus, welches wirklich nicht aufgewogen werden kann, hat die Wohnung doch: es gibt kein Gas mehr zum Kochen! Achja, Küche und Wohnzimer sind nun zwei durch einen Flur getrennte Räume, nix mehr mit großer offener Wohn-Ess-Küche!

Dank einem CAD-Programm konnte ich alle Möbel schon im Grundriss hin- und herschieben, es scheint alles zu passen. Zudem gibt es eine größere Kammer, in der die Anrichte aus der Küche, die Wäschekommode aus dem Bad und der Trockner nunmehr eine neue WG gründen können, unterstützt von IVAR aus dem Schwedenland.

Die Zeit hier in Friedrichshain neigt sich dem Ende zu, natürlich bin ich nicht glücklich über dieses von außen aufgezwungene Ungemach. Inzwischen waren die ersten Kaufinteressenten in der Wohnung, die für 321.000 € über den Tresen gehen soll. In einem Hochglanzprojekt wird mit schönen 3-D-Zeichnungen für den Einkauf geworben, am Haus hängt inzwischen auch ein großes Werbebanner.

aus der Werbebroschüre: Lage Lage Lage

26
Nov
11

Ungemach steht ins Haus 6

Die Dinge entwickeln sich: auch im Nachbarhaus steht Ungemach ins Haus, viele ehemalige Mieter haben aber vor den anrückenden Bautrupps die Segel gestrichen und sind weggezogen. Auch unser Haus leert sich, heute ist unsere Nachbarin in der mittleren Wohnung ausgezogen, gegenüber die Wohnung steht seit drei Wochen leer.

Gestern bekamen wir einen kleinen Vorgeschmack auf die Arbeiten, es wird entrümpelt, Öfen herausgerissen und in Teilen aus dem Fenster geworfen. Bisweilen aus dem 4. Stock hinein in die weiche Erde des gerodeten Gartens. Ob der Kollegga gerade unten lang geht, wen stört’s? Die drei bis vier Arbeiter scheinen von ausgesuchter Qualifikation zu sein, wenn man so ein paar Minuten zuschaut, wie mit einer Billigaxt aus dem Baumarkt auf frisch gerodetes Holz eingeschlagen wird, welches in seiner Elastizität fröhlich und gummiartig zurück schlägt. Die „112“ hatte ich schon vorgewählt, da der eine Herr sich in der kurzen Zeit, die ich aus dem Fenster zuschaute, mehrfach nur um Haaresbreite selbst das Bein zerschlagen hätte. Sicherheitsschuhe, Arbeitskleidung oder gar Beachtung von Sicherheit auf der Baustelle suchte frau vergebens zu erspähen.

Grau und kahl kommt der Innenhof daher, Spuren der Verwüstung..

Aus einem zurück gelassenen Fahrrad gebaut: der Flaschenzug

Spuren auf der Fensterbank...




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