Archiv für April 2015

30
Apr
15

Abendstimmung

Petersberg_09

Die Stimmung wurde auf dem Petersberg bei Halle eingefangen…. elegische Feierabendpartie…

28
Apr
15

Wortschöpfung?

Es ist ja immer wieder überraschend, wie groß die Vielfalt der Gründe für Verspätungen oder Zugausfälle bei der S-Bahn in Berlin ist.
Letztens sah ich aber ein für mich neues Wort: SCHADZUG!
schadzug
Ist das so etwas Ähnliches wie „Schadsoftware“ oder „Schädling“, also ein Trojaner oder eine übergroße Küchenschabe?
Nachdenklich verließ ich den S-Bahnsteig und stieg lieber in die U-Bahn um.

25
Apr
15

Samstagssüß im Tantengarten

Man sollte ja alle Feste feiern, wie sie fallen. Gesagt, getan! Nun stand der Tantengeburtstag an, immerhin der 87. und zum Glück für die Tante fiel er in diesem Jahr auf einen Samstag. Leider musste ich dafür eine andere Feier zum Wiegenfeste „sausen“ lassen, aber die Tante hat einfach die älteren Rechte. An den Tagen davor wurde das Gartenhaus für die Saison durchgelüftet, geputzt, der Ofen angeheizt und schlussendlich die Geranien auf die Blumenkästen verteilt.

Als ich sie dann fragte, welchen Kuchen sie denn gebacken haben wollte, guckte sie nachdenklich und meinte dann, dass wir doch welchen kaufen könnten. Begeisterung klingt anders, fand ich.

Aber zurück zur Geburtstagsplanung: die Tante und ich steckten die Köpfe zusammen und schauten durch einige Ordner „gesammelter Internetrezepte“, die ich schon immer einmal nachkochen oder -backen wollte. Die Tante hatte einige Anforderungen an ihren Kuchen: zu aufwändig sollte es nicht sein, sahnige Kreationen oder neumodischer Kram wie Cupcakes kamen auch nicht in Frage und trocken sollte er auch nicht sein.

Schnell kamen wir über eine, dass es der nachfolgende Kuchen werden sollte, den ich bei küchenlatein gefunden hatte:

Tantengeburtstag_03

Aprikosen – Amarettini-Kuchen

Zutaten

Springform von 22 cm Durchmesser

200 g weiche Butter
200 g Zucker (hier: 160g Zucker)
195 g Weizenmehl Type 405
9 g Weinstein – Backpulver
4 Eier, Größe M
1/2-1 TL Mandelessenz, optional 1 Bittermandel fein gemörsert (hier: beides nicht, also ohne)
1 Dose Aprikosenhälften, abgetropft, Abtropfgewicht 240 g, 100 g grob gewürfelt (ich: große Dose, Abtropfgewicht 420g)
85 g Amarettini, zerbröselt (hier: 100g)
25 g Mandelblättchen

Zutat, da vom Mittagessen übrig: 2 Portionen Sahnepudding, aus 250 ml Milch, ½ Päckchen Puddingpulver sowie 3 EL Zucker.

Zubereitung

Den Backofen auf 160 °C Heißluft vorheizen, die Springform (22 cm Ø) ausbuttern und den Boden mit Backpapier auslegen.
100 g der abgetropften Aprikosen würfeln, die Amarettini grob zerbröseln.
Butter und Zucker schaumig rühren, die Eier nach und nach zugeben, dann das Mehl, mit Backpulver gemischt, unterziehen.

Ein Viertel des Teiges (ca. 190g) abnehmen, mit Mandelblättchen und 75 g Kekskrümeln sowie dem Pudding gut vermengen.

In den restlichen Teig 25 g der Kekse und die gewürfelten Aprikosenstücke geben. Den Teig in die Springform füllen und die Oberfläche mit der Rückseite eines Esslöffels glätten. Die Form in den Ofen geben und ca. 25 Minuten backen, bis der Kuchen eben fest und leicht gebräunt ist.

In der Zwischenzeit die Aprikosenhälften auf dem angebackenen Kuchen verteilen, dann die Pudding-Teig-Mischung schnell auf dem vorgebackenen Teig verteilen und weitere 20 Minuten oder länger backen, bis die Stäbchenprobe gelingt.

Kurz in der Form, dann auf einem Kuchengitter gänzlich abkühlen lassen.

21
Apr
15

Der Petersberg bei Halle

Wer sich Halle mit dem Zug oder mit dem Auto nähert, kann schon von ferne in der ansonsten einen weithin sichtbaren Hügel sehen, der sich fast bergartig über die ansonsten eher flache Landschaft erhebt. Oben steht ein Fernmeldeturm, der weithin zu sehen ist.

Blick auf Halle und Umgebung, die Markierung links steht über der Pauluskirch, der rechte über der Marktkirche.

Blick auf Halle und Umgebung, die Markierung links steht über der Pauluskirch, der rechte über der Marktkirche.

Nach Halle reise ich ja normalerweise mit dem Zug an, aber letzte Woche hatte ich ein Auto zur Verfügung. So konnte ich nach der Arbeit doch einmal zu einer „elegischen Landpartie“ aufbrechen, zusammen mit einer Kollegin, die den Weg zu kennen meinte. Wir hätten zwar analog und digital den Weg herausfinden können, wollten es ja aus Gründen der Elegie so versuchen.
Wir haben nicht den direktesten aller Wege genommen, dafür war der Weg sehr schön. Als wir schließlich oben auf dem Berg ankamen, der immerhin 250,4 m ü NHN hoch ist, war unser Hauptziel, die Klosterkirche St. Peter, leider schon geschlossen, auch wenn das Schild verhieß, dass die Kirche bis Sonnenuntergang geöffnet sei. Die Anlage des ehemaligen Augustinerchorherrenstiftes aus dem frühen 12. Jahrhundert wurde bereits in den 1870er Jahren im Stil der Zeit renoviert, inzwischen sind diese Umgestaltungen rückgebaut, was ich gerne gesehen hätte. Nun ja…
So blieb es bei einem Spaziergang über das Plateau, zum Sendeturm, zum daneben stehenden Bismarckturm und um die Kirche herum, die von Ruinen älterer Gebäude und einem Friedhof mit teilweise mehr als 200 Jahren alten Grabsteinen umgeben ist.

20
Apr
15

Richensarot – Rhabarbersirup

Geplant war ja nicht der Rhabarberkuchen, eigentlich war der Einkauf der rot-grünen Stangen für die Produktion von Sirup gedacht.
Nach kurzer Recherche habe ich, von Frau bushcook eingestellt, aus ihrem ersten „Internetleben“ ein tolles Siruprezept inkl. Resteverwertung der Rhabarberschalen gefunden, sehr praktisch.

Rhabarber-Sirup

250 g Rhabarber – Schalen (bei mir:380g)
1 kg Zucker
1 l Wasser
10 g Zitronensäure

Den Rhabarber vor dem Schälen gut waschen.
Die Schalen mit Wasser, Zucker und Zitronensäure zu einem Sirup aufkochen. 30 Minuten bei kleiner Hitze köcheln lassen. Anschließend abkühlen und 24 Stunden kühl aufbewahren (wichtig für den Geschmack!).
Am nächsten Tag den Sirup abseihen, kurz aufkochen und noch heiß in Flaschen mit Twist-Off-Verschluss einfüllen. Sofort verschließen und auf dem Kopf stehend auskühlen lassen.

Das mit dem „umgedreht hinstellen“ mache ich nie, nicht, dass die Flaschen umkippen und den Küchenboden in einen roten, klebrigen See verwandeln…

19
Apr
15

Frühlingshafter Rhabarberkuchen

Gestern beim Einkaufen lockten sie mich das erste Mal in diesem Jahr, die schicken grün-roten Stangen. „Rhabarbersirup“ sollte es werden, dazu mehr im nächsten Post. Aber ich hatte genügend eingekauft, dass es auch noch für einen Mitnehmkuchen für nächste Woche nach Halle reichte. Unsere Eierlieferung dieser Woche war von einem frühlingshaftem Ei mit hübscher grüner Schale gekrönt, welches unbedingt in den Kuchen sollte.
Gedacht, Rezept gesucht und losgebacken.

rhabarberkuchen 5

Rhabarberkuchen aus der Kastenform

350g roter Rhabarber
100g weiche Butter
150g Zucker
4 Eier
200 g Mehl (Type 550)
75g Weizenvollkornmehl
1 Pckch. Backpulver
1 Prise Salz
1 TL Zimt
50 g Mandelblättchen
50 ml Sahne.

Rhabarber waschen, putzen, in kleine Würfel schneiden. Mit 2 EL Mehl bestäuben, durchrühren. Die Form mit Backpapier auskleiden. Restlichen Mehl mit Vollkornmehl, Salz, Zimt und Backpulver mischen.

Butter mit Zucker schaumig rühren, dann die Eier einzeln zugeben. Anschließend die Mehlmischung zugeben, Sahne unterziehen. Zum Schluss den Rhabarber und die Mandelblättchen unterheben.

Teig in die Form einfüllen, auf unterster Stufe im vorgeheizten Backofen bei 180°C ca. 70 min backen. Kuchen kurz in der Form ruhen lassen, dann auf einem Kuchengitter endgültig auskühlen lassen.

Mit halbgeschlagener Sahne servieren, dazu einen schönen Kaffee und schon ist der Sonntagnachmittag perfekt!

06
Apr
15

Nostalgisches Dessert

Das Osteressen sollte dieses Jahr bei der Tante stattfinden. Fernmündlich wurde mir von Schwester und Tante mitgeteilt, was denn der Hauptgang sein sollte: Lamm. Die Tante ist im Moment im zarten Alter von bald 87 Jahren in ihrer kulinarisch experimentierfreudigen Phase, denn sie wünschte sich „Lamm mit Minzsauce“. Da sie über einen umfangreichen Bestand an sogenannten Kochkarten verfügt, hatte sie auch das Rezept parat. Die Hauptmenge dre Sammlung der Kochkarten stammt aus den späten 1970ern und frühen 1980ern, so dass das Kochen nach jenen Rezepten etwas von einer Zeitreise in geschmacklicher Hinsicht an sich hat.

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Zum Einstimmen auf das Rezept hat unsere Tante uns die Karte fotografiert und per Mail geschickt. Nun wurde fernmündlich zwischen meiner Schwester und mir um die Minzsauce diskutiert: ich war strikt gegen dagegen, eine minzige Note wäre für mich in Ordnung, schnell fanden wir einen Ausweg mit einem Bündel weiter Kräuter, etwas Knoblauch und einem griechischen Joghurt unter Weglassen des Zuckers und des Essigs aus dem Originalrezept.
Die Tante hatte beim Fleischer den Knochen schon aus der Keule entfernen lassen, diesen aber glücklicherweise mitgenommen. Meine Schwester bereitete das Fleisch nun am Vorabend der gemeinsamen Kochaktion vor, Fett und Sehnen wurden entfernt, die entbeinte Keule mit Pfeffer, frischem Rosmarin und einem Hauch Knoblauch eingerieben und fest in eine Folie eingewickelt und kühl gelegt. Am Brattag briet sie die aus der Folie befreite Keule von allen Seiten scharf an, dann wanderte diese im Bräter in den 160°C heißen Ofen, ein Gläschen Rioja kam dazu und dann konnten wir in den kommenden 3 Stunden plaudern, die Kartoffeln, Bohnen und die abgewandelte Minzsauce vorbereiten.
Als Nachtisch gab es ebenfalls einen Klassiker, der aber aus den 1990ern: Mousse au chocolat nach dem Rezept aus meinem alten Rezeptbuch, ist zu Studienzeiten gerne zubereitet worden und mit der Hand in das dicke Heft eingetragen.

Mousse au chocolat

(für sechs bis acht Portionen)

200 g Schokolade (mind. 70% Kakao)
3 Eier, getrennt
2 EL Zucker, braun
200 ml Sahne

Schokolade über dem Wasserbad schmelzen, leicht abkühlen lassen. Inzwischen die drei Eiweiße steif schlagen, die Sahne ebenfalls, natürlich in getrennt. Die drei Eigelbe mit dem Zucker über dem Wasserbad schaumig aufschlagen, über Eiswasser kurz weiterschlagen.

Die Eicreme unter die Schokolade ziehen, dann die Sahne darunterziehen und zum Schluss das Eiweiß schnell unterheben.

Zum Schluss in einer Schüssel kaltstellen oder auf sechs Portionsgläser aufteilen und dann kühl stellen, mindestens 3 Stunden, am besten über Nacht.

Dieses Mal hat die Mousse so schnell „angezogen“, dass das Aufteilen optisch nur wenig ansprechend gelungen ist. Da ich die Mousse in fremder Küche am Vortag zubereitet habe, sollte die Mousse in Marmeladengläsern für den Transport abschließbar verteilt werden. Geschmeckt hat die dichte Schokoladenmousse am nächsten Tag trotzdem sehr.

 

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Passend zu diesen nostalgischen Gerichen läuft „Während du schliefst“ im Fernsehen, von 1995, auch etwas zu süß. Passt zum Blusenbügeln…

05
Apr
15

Frohe Ostern

Das wünsche ich allen, die hier vorbeilesen, die Tulpenbilder sind heute frau indica gewidment, die Ostern unfreiwillig „außerhäusig“ verbringt.
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04
Apr
15

Aufgehübscht

Ostersonntag nähert sich mit Riesenschritten, die Dorfstraße wird gefegt, über den Hügeln qualmt schon das eine oder andere Osterfeuer aus nassem Holz. Unten im Wesertal kann man bei Einbruch der Dunkelheit von Dorf zu Dorf die Flammen mächtig vor nachtschwarzem Himmel lodern sehen, wenn das Holz trocken genug und die Kehlen der Feiernden angefeuchtet genug sind.
Aber noch kriechen die letzten Strahlen der Sonne über die Hügel, die noch kahlen Büsche in den Dörfern rundherum sind mit farbenfrohen Ostereiern geschmückt, die Glocke der Kirche schlägt sieben Uhr abends. Wir gehen rein, es ist doch empfindlich kühl geworden.

03
Apr
15

Ganz auf Linie

Oben auf den Bergen im Weserbergland und Harz liegt der frische Schnee, unten im Tal rauschen Werra, Fulda und Weser mit braunen Fluten um HannMünden herum. Anbei gibt es zum Karfreitag einen Stadtbummel in der Stadt der schiefen, aber hübschen Fachwerkhäuser. Leider stehen inzwischen in der Innenstadt auch etliche leer und warten auf liebevolle Restaurierung.

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