01
Sep
14

Der Lac de Sainte-Croix

Sobald man vom Plateau de Valensole über die Hügel hinuntercruist, rücken die krüppeligen Steinkiefern näher an die Straße, die Kurven werden haarnadeliger und Moustier-Ste-Marie, das pittoreske Fayencestädtchen zieht die Blicke auf sich.
Aber irgendwann ist es soweit; Kormoranflug, ich muss mir mal dein Motto kurz ausleihen: „… wenn ich den See sehe…“, dann wird mir ganz türkisgrün ums Herz.lac du verdon_1
Der See wird bei Sainte-Croix durch eine Staumauer überhaupt zu einem gemacht und das seit 1974. Genutzt wird er als Trinkwasserreservoir und zur Stromerzeugung. Beim allmählichen Ansteigen der Fluten wurde auch ein Dorf geflutet, die Kirche gesprengt und die Brücke aus dem 6. Jahrhundert versank in den türkisen Fluten, die der Verdon durch die spektakuläre Schlucht, Europas tiefsten Canoyn heranbringt.
lac du verdon_7
Leider sind auch viele prähistorische Höhlen durch die Aufstauung vollkommen geflutet, nur ein Teil konnte seit den 1960er Jahren in Notbergungen ansatzweise untersucht werden. Das Musée Préhistoire zeigt die archäologischen Schätze aus dem Verdontal in Quinson, einige Kilometer stromabwärts der Staumauer.
Der See ist heute ein beliebtes Badeziel, mit Elektro- und Muskelkraft betriebenen Booten darf er befahren werden, ansonsten gehen auch Schwimmflügel, Luftmatratze und rudernde Schwimmbewegungen. Im Sommer wird er im Randbereich angenehm warm, der einzige Wermutstropfen sind die kiesigen Strände, die es nicht zum reinen Vergnügen machen, ins Wasser zu gelangen.
lac du verdon_8

Advertisements

4 Responses to “Der Lac de Sainte-Croix”


  1. 1. September 2014 um 19:10

    Merci für die Erinnerungen und die schönen Bilder, ich war nur einmal dort, vor 21 Jahren – und bin sogar Tretboot gefahren, lach! Die Gegend drumherum ist auch wunderschön, mir hat die „Provence verte“ gut gefallen, rundum Barjols.

    Gefällt 1 Person

  2. 2. September 2014 um 07:50

    Ich sehe schon, nächstes Jahr muss es mit Frankreich endlich klappen…

    Gefällt mir

  3. 4 karu02
    14. September 2014 um 18:14

    Wieder werden Erinnerungen wach bei Deinem Bericht. in Moustier-Ste-Marie waren wir einmal Anfang November die einzigen Gäste. Es war so absolut still in der Nacht, dass ich nicht schlafen konnte, weil ich immerzu das eigene Blut in den Ohren rauschen hörte. Die Schluchten des Verdon sind gigantisch.

    Gefällt mir


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s


%d Bloggern gefällt das: