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Stockholm im Hotel

Eigentlich wollte ich mich nur vor den hoteleigenen Kamin in der Bar setzen, ein wenig ins Feuer starren und mich aufwärmen vom kalten Wind da draußen. Natürlich waren die Plätze belegt, von einem französischen Pärchen, das per Videokonferenz lautstark mit der Familie irgendwo im Süden Frankreichs über die unglaubliche Kälte parlierte. Dass es unter Null Grad war, wie der Junge behauptete, stimmte nicht, ich wollte mich aber nicht ungefragt einmischen.
Neben der Bar, die morgens auch Frühstücksraum ist, liegt die Bibliothek, die offensichtlich auch nicht nur zum Lesen genutzt wird, wie ich durch die offene Glastür sehen konnte.
Zunächst starrte ich mit gerunzelter Stirn von der Tür aus auf den Haufen Kleinkindpuppen. Kunst? Zumindest mit dem Teppichmuster musste ich zunächst davon ausgehen.

stratigraphy
Ich trat in den Raum, noch einen Schritt näher. Da links, nein, da lag noch ein bizzarrer Haufen. Nein, keine Totenmasken. Aber wo war ich hier hingeraten?

stratigraphy 2

Langsam klärten sich die Bilder, Kopfkino aus! Gegenüber im angrenzenden Raum saß das Hotelpersonal und wurde für die „Erste Hilfe“ upgedatet. Puh! Ich hatte schon begonnen, am Level der political correctness der Schweden zu zweifeln!

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9 Responses to “Stockholm im Hotel”


  1. 11. April 2014 um 10:20

    Da wäre es in meinem Kopfkino auch rundgegangen. ;-) Was machst du überhaupt in Stockholm – Urlaub?

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    • 11. April 2014 um 14:26

      Nein, kein Urlaub, eher so Röschörsche im kulturellen Bereich, Kontakte mit Kooperationspartnern auf die persönliche Ebene bringen und so…
      Und ich sach dir: ich bin gut unterwegs, zumeist zu Fuß *autsch*, aber heute geht’s noch zurück!

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  2. 11. April 2014 um 13:57

    Ich hätte glatt eine Kunstaktion vermutet.

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  3. 11. April 2014 um 14:01

    Gesichter zum Küssen (Üben) Babys zum probieren?

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  4. 11. April 2014 um 14:27

    @frautonari, nein, war’s nicht.. dachte ich ja auch erst.
    @kormoran, was du schon wieder denkst!

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  5. 12. April 2014 um 11:02

    Das sieht in der Tat sehr spooky aus. Ich hätte auch auf eine Kunstinstallation getippt. (Für Ihre Zwecke sind die Objekte mindestens 300 Jahre zu jung, vermute ich.)

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