Das Stadtmuseum Halle hat seit dem ausgehenden 2013 eine neue Dauerausstellung, die ich mir auch schon angeschaut habe. Nun greift in den Museen eine – aus meiner Sicht – Unart um sich, nämlich, dass man nicht mehr fotografieren darf. Ich verstehe ja, dass es mit Blitz und Stativ zu hantieren, nicht praktikabel ist, aber ausgerechnet ich, die ich ja das Museum oder die Ausstellung im Blog vorstellen möchte, darf nicht fotografieren!
In der neuen Dauerausstellung hätte ich fotografieren dürfen, aber kaum hatte ich die Knipse gezückt, da piepste die Batterie herzzerreißend und aus war’s! Also werde ich das Stadtmuseum noch irgendwann „nachreichen“. Die Dauerausstellung ist in einem ehemaligen Druckereigebäude untergebracht, sehr modern, barrierefrei, auch für Sehbehinderte/Blinde geeignet, der zweite Teil ist dem Zeitalter der Aufklärung in Halle gewidmet und im Haus des Mathematiker und Philosphen Christian Wolff. Dieser zweite Teil ist merklich anders aufgebaut, auch hier zwar die Themen als Aufhänger beim Gang durch die sehr behutsam restaurierten Räume des barocken Hauses. Hier scheint der Adressat, anders als in der neuen Dauerausstellung nicht der nur sporadische Museumsgänger oder Schüler zu sein, sondern eher der Bildungsbürger, der schon ein gerüttelt Maß an Vorbildung zur Philosophie und Geschichte des 18. Jahrhunderts mitbringt. Dieses Spagat macht sich übrigens auch am Bücherstand des Museums bemerkbar: für das Christian-Wolff-Haus liegen inhaltlich passend die dicken Wälzer über Frauen, Gesellschaft und mehr im Counter, die neue Dauerausstellung ist noch wenig präsent am Büchertisch und dann eher dünnbrüstig.
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