Archiv für November 2012

25
Nov
12

Sonntagsbild 2

Die Ernte meiner kleinen scharfen Balkon- resp. Wohnzimmerbewohner ist durch, ein paar gelbliche Schötchen des Tabasco (Capsicum frutescens) hängen noch und schauen in das Grau des Berliner Novembers. Der Rest wurde vorsichtig getrocknet, ein paar Schoten sind heute in eine Flasche umgezogen. Mit Rosmarin, Thymian und Oregano vom Balkon und in einer von dreien mit einer Knoblauchzehe zusammen geben sie nun ihr Feuer an das Olivenöl ab, mit dem sie begossen wurden.

Das erste Präsent für „unter den Weihnachtsbaum“…

 

Feuerrot meets grüngold und grün…

15
Nov
12

Wiener Impressionen

Wien ist immer eine Reise wert, auch wenn sie nur sehr kurz war und außer einer Tagung kaum Platz für Privates ließ. Nicht einmal bis zum Naschmarkt habe ich es geschafft, obwohl ich allenthalben gewarnt wurde, dass ein großer Umbau im Gange sei. Dieses Mal war ich auch nicht im Narrenturm, immer noch nicht in der Kapuzinergruft, habe kein Wiener Schnitzel gegessen und Sachertorte ebenfalls nicht. Ehrlich gesagt gab es viele andere Gerichte, die mir kulinarisch reizvoler erschienen, der Mittagstisch im „Holunderstrauch“ bot vieles mit Kürbis, bedauerlicherweise blieb auch nie Zeit für die hausgemachte Linzer Torte oder das Quittenküchlein.

Wie dem auch sei, erfreulicherweise ließ sich ein Treffen mit Frau Jou einrichten, wenn auch schon mit Rollköfferchen auf dem Weg zurück zum Flughafen.

Achja, noch eines: mir wurde dank eines Vortrages endlich klar, warum der Herr Mozart anno 1791 in einer Art Massengrab gelandet sei. In der Schule lernte ich etwas wie „Armenbegräbnis“, aber nun weiß ich, dass es dank der Bestattungsvorschriften des habsburgischen Kaisers Josephs II. so gekommen ist: er ließ die Friedhöfe außerhalb des Wiener Befestigungsringes verlegen und bestand aus Platzgründen darauf, dass die Verstorbenen in Gruppengräber bestattet wurden und die Hinterbliebenen keinen Aufwand mit der Markierung und Grabdenkmalen betrieben. Da Herr Mozart das Pech hatte, zu früh zu sterben, nämlich innerhalb der Gültigkeitsdauer dieses an sich fortschrittlichen Bestattungsbrauches, weiß nun niemand mehr, wo er denn nun genau zur letzten Ruhe gebettet wurde. Der Friedhof ist bekannt: der Sankt Marxer im damaligen Bezirk Landstraße, seit 1855 ist auch der Platz einigermaßen bekannt. Nun denn, Wien lohnt sich immer….

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04
Nov
12

Sonntagsbild

Die Ernte ist noch nicht abgeschlossen, die Pflanze ist aus Sorge um ihr Wohlergehen diese Woche vom frostkalten Balkon in die Wohnstube umgezogen. Natürlich hat sie einen Logenplatz am Fenster bekommen, mit einem Blick auf ihren ehemaligen Standort, wo allenthalben ein Bibbern und Zähneklappern zu vernehmen wäre, hätten die Pflanzen Zähne. Leider ist der lila Basilikum der ersten froststarren Nacht zum Opfer gefallen, also wird es kein Pesto vom Balkon geben.
Immerhin scheint der Peperonistrauch die Drohung verstanden zu haben: wenn du nicht die Schötchen endlich sich röten lässt, geht’s wieder raus, schau gut hin!
Und so gab es dann doch die ersten feuerrote Schötchen zu ernten, es kommen noch mehr!

01
Nov
12

Was wäre das Paradies für mich?

Karu warf in ihren Kommentaren ein gedankliches Stöckchen, lakritze warf es auch herum, und so möchte ich es ebenfalls gerne auffangen und weiterreichen oder -werfen: Was wäre das Paradies für mich?

Puh, das Paradies? Das ist wahrscheinlich so etwas wie der „perfekte Moment“, der für mich ganz unabhängig von Zeit und Ort sein kann. Ich habe solche „perfekten Momente“ bislang nur ganz selten im Leben gehabt, eigentlich dann, wenn ich gar nicht damit gerechnet habe, in keiner besonderen Situation. Das erste Mal, dass mich so ein Moment erwischte, war während meines Studiums während einer Exkursion in der Mittagspause. Ich saß auf einer Bank am Rande des Steigerwaldes im Fränkischen und schaute über die Weinberge ins Tal. Nur so. Die Sonne schien und ich fühlte einen langen Moment nichts als unglaubliche Gelassenheit, inneren Frieden und große Freude darüber. Es gab keinen Grund, auch später konnte ich trotz intensiven Nachgrübelns keinen Grund finden, warum dieser Moment so perfekt gewesen war. Er war es einfach und ich war diesen einen Atemzug später einfach nur unglaublich und grundlos glücklich. Es hatte auch etwas von dem Moment im Frühherbst, wenn der dicke Nebel noch über dem Flusstal liegt und man an einem Hang nur wenige Meter hochsteigt und plötzlich die ersten Sonnenstrahlen erahnt und der Himmel blau durch den Wattenebel blitzt. Das waren in Schulzeiten die typischen Tage für den ersten Wandertag im neuen Schuljahr, bei dem die Vorfreude auf das Erreichen des Ziels mit dem plötzlichen und unerwarteten Aufblitzen der warmen Sonnenstrahlen parallel lief.
Tja, das Paradies, manchmal (f)liegt es ganz unerwartet herum….




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