Archiv für Dezember 2011

30
Dez
11

Serviervorschlag aus Göttingen

Nachträglich zu Weihnachten noch ein Menüvorschlag, die Kalorienmenge ist nur schwer abzuschätzen:

Guten Hunger!

27
Dez
11

2. Weihnachtsfeiertag 2007

Der 2. Weihnachtsfeiertag ist traditionell der ruhigste bei mir. Nach den Aufregungungen, Völlereien und Reisen vor Heiligabend und am 1. Weihnachtstag zurück nach Hause brauche ich Ruhe, nur viel Tee und eventuell noch eine funktionierende Fernbedienung, sollten keine neuen Bücher unterm Weihnachtsbaum gelegen haben.

Frohgestimmt kam ich damals am 1. Feiertag abends nach Hause. Leicht erhitzt noch vom Treppensteigen in den 4. Stock, dabei vollbeladen wie das Christkind vor Weihnachten merkte ich zuerst gar nicht, dass es unziemlich frisch in der Wohnung war. Als ich mir die Hände waschen wollte, bemerkte ich schon, dass nur noch eiskaltes Wasser aus dem Hahn floss und die Gastherme nicht ansprang. Der Zündfunke wollte nicht zünden. Somit war auch klar, warum es so frisch in der Wohung war. Im Sicherungskasten sah alles normal aus, keine Sicherung war herausgesprungen. Es war schon so spät, dass ich nicht mehr beim Hausmeister anrufen wollte. So ging ich schlafen. Am nächsten Morgen sollte es dann zumindest erstmal ein Heißgetränk geben, um die Lebensgeister aufzutauen. Der Wasserkocher lief kurz, dann war alles tot: kein Strom mehr, gar keiner mehr. Die Sicherungen im Kasten standen immer noch auf „alles ist gut“. Der Strom blieb weg.

Also ging ich runter zum Haupsicherungskasten, der mit einem ordentlichen Vorhängeschloss gesichert war, zu dem ich natürlich keinen Schlüssel hatte. Schlecht gelaunt stieg ich die vier Treppen wieder hoch. Ich suchte die Nummer vom Hausmeister und wählte. Nichts, außer der Dame, die den Anrufbeantworter einläutet. Ich sagte freundlich mein Sprüchlein und bat um schnelle Hilfe. Die Temperatur in der Wohnung war auf etwa 13°C gesunken, eindeutig kalt! Als Freundin der analogen Kerzen zündete ich nach und nach alle an, die mir in die Hände fielen. Schließlich wurde das Wohnzimmer von gut 30 Kerzen illuminiert, der Gasherd sorgte für Heißgetränke! Und schließlich hatte ich ja Bücher zu Weihnachten geschenkt bekommen.

Drei Stunden später rief ich erneut den Anrufbeantworter des Hausmeisters an. Wie sich inzwischen herausgestellt hatte, war nur diese eine Wohnung von der herausgeflogenen Hauptsicherung kaltgestellt. Aber es war sowieso kaum jemand zuhause, und schon gar keiner, bei dem ich den Tag hätte verbringen wollen. Und noch ein Anruf beim Anrufspeicher, denn geantwortet hatte er ja nicht, da auch der Hausmeister Weihnachten hatte. Meine Nachrichten wurden auch etwas schärfer im Tonfall, später etwas verzweifelter. Immerhin hatten die Kerzen die Wohnung auf kuschelige 17°C erwärmt! Gegen abend beschloss ich, ins Kino zu gehen, es würde sowieso keiner mehr kommen, um die Sicherung auszutauschen. Aber auch dort war mir das Glück nicht hold: keiner der Filme konnte mich locken, in einen weichen Sessel zu sinken und für 2 Stunden meine missliche Lage zu vergessen. Also zog ich, noch schlechter gelaunt als vorher zurück nach Friedrichshain, um dort bei einem sonst sehr guten Thai meinen Magen mit wärmenden Speisen zu füllen. Und, es war wie verhext, meine Bestellung wurde vergessen. Ich war den Tränen nahe und auch die sofort nachgekochte Speise konnte mich nicht wirklich versöhnen, ebensowenig die Entschuldigungsflasche Pflaumenwein, den ich nicht mag.

Zurück zuhause kochte ich mir Wasser für die Wärmflasche und stieg in das eiskalte Bett.

Am nächsten Morgen rief der Hausmeister an und fragte, warum ich denn nicht beim Elektriker angerufen hätte, die Nummer würde im Hausflur unten hängen. Ich konnte es nicht fassen: ich hatte überall gesucht, aber nur die Sprechzeiten der Hausverwaltung und deren neue Telefonnummer gefunden. Der Hausmeister versprach, den Elektriker sofort zu benachrichtigen.

Und wirklich: keine zwei Stunden später war der Elektriker da! Aber auch er hatte keinen Schlüssel für das Vorhängeschloss und musste es mit einem Bolzenschneider aufbrechen. So hing dann der Schrank mehr als zwei Jahre unverschlossen herum und nie wieder ist eine Hauptsicherung herausgeflogen.

Seitdem geht nur noch das Licht hier im gesamten Straßenbereich aus, für alle gleichzeitig. Dann brennen hier die analogen Kerzen und das Leben ist gleich viel ruhiger. Aber der Stromausfall dauert nie so lange wie meiner Weihnachten 2007!

23
Dez
11

Weihnachtswünsche 2011

Liebe Leser, nun wollte ich eigentlich gestern noch ein schönes Weihnachtsbild aus meinem reichhaltigen Fundus von Selbstfotografiertem heraussuchen. Dann fiel gestern der Strom aus. Nein, nicht bei uns in der Wohnung, nein, nicht bei uns im Haus, sondern einmal wieder im gesamten Straßenabschnitt. Zwei Stunden war alles ruhig, besonders das Radio der Bauarbeiter im Innenhof. Aber eben auch mein Rechner. Inzwischen haben wir uns auf den Weg zu unseren Lieben außerhalb von Berlin gemacht und sitzen gemütlich zusammen am bullernden Ofen und trinken wunderbaren französischen Rotwein.

Darum bin ich nun wieder entspannter, Weihnachten kann kommen. Somit wünsche ich Euch, liebe Leser, ein schönes Weihnachtsfest. Lasst es euch gut gehen, nicht mehr stressen und trinkt auch einen feinen Rotwein oder ähnliches Leckeres.

20
Dez
11

Cesaria Evora

Bei all‘ den Diktatoren und Präsidenten, die in den letzten Tagen gestorben sind, ist eine ganz still, sozusagen barfuß gegangen. Aber der Reihe nach: vor vielen Jahren saß ich abends, ich glaube sogar, dass es noch in Göttingen war, vor dem Fernseher und schaute eher lustlos das „heute journal“. Manchmal lohnte es sich aber, denn zum Schluss gab es so etwas wie ein „off-topic“, einen Bericht, der sich mit Dingen außerhalb des Tagesgeschehens beschäftigte. An jenem Abend stellte das ZDF in einem Beitrag eine nicht mehr ganz so junge Dame vor, die mit wunderbar weicher Stimme ein melancholisches Lied anhob zu singen. Sie kam von den Kapverdischen Inseln, dieser kleinen afrikanischen Inselrepublik mitten im Atlantik, etwa 450 km vor der Westküste Afrikas. Auch in ihrer Familie gab es seit Generationen viele Musiker, sie selber wurde von einem kapverdischen Musiker, der inzwischen in Frankreich lebte, zufällig in Lissabon entdeckt und dann über eine französische Plattenfirma plötzlich zum Geheimtip in Europa. Auch als sie schon bekannt war und über ihre Platten jede Menge Schuhe kaufen konnte, trat stets barfuß auf, was bei den in unseren Breitengraden vorherrschenden Temperaturen bestimmt nicht immer angenehm war. Immerhin hatte mich dieser kurze Filmbeitrag mit ihrer Musik so begeistert, dass ich mir in kurzer Zeit drei ihrer CDs besorgte: Cesária (1995),Cabo Verde (1997) und São Vicente di Longe (2001), die ich alle, stimmungsabhängig immer noch sehr gerne höre. Ihre Musik ist eine Mischung aus portugisisch-brasilianischer Musik mit kubanischen und afrikanischen Elementen, Zeuge der vielhundertjährigen Tradition der kargen Inseln als Haltepunkt der Schiffe, die den Atlantik überquerten und auf den Kapverden noch einmal frisches Wasser und Proviant bunkerten.

Etwa 2004 oder 2005 später sah ich eine Konzertankündigung mit ihr hier in Berlin und setzte Himmel und Hölle in Bewegung, um ihren Auftritt im Tempodrom zu sehen. Das Konzertpublikum war, mehr noch als ich, das „kulturbeflissene“ Lehrerkreuzberg, welches sich versammelt hatte und artig auf Stühlen der Dinge harrte, die da kommen sollten. Vorgruppe war eine ebenfalls von den Kapverden stammende Künstlerin, Lura, die wunderbar quecksilbrig über die Bühne tobte. Ich war begeistert, der Rest der Anwesenden eher verhalten, weil man ja auf die „Diva aux pieds nus“ wartete.

Sie ließ uns erstmal warten, rauschte dann auf die Bühne und begann. Komischerweise dauerte es eine ganze Weile, bis das Gefühl der Lustlosigkeit, welches ich bei ihr zu verspüren vermeinte, zurück trat und sich allmählich die Freude an ihrer Musik auch bei mir einstellte. Melancholische Herz-Schmerz-Lieder, wahrscheinlich doch zu oft vor gleichartigem Publikum vorgetragten, vielleicht hätte ich auch keine Lust mehr gehabt, zumindest kalte Füße im eisigen Berlin. Madame rauchte in den Pausen, wenn ihre Musiker sich bemühten, die Stimmung aufrecht zu erhalten. Und die waren wirklich gut, was auch das Publikum nach und nach honorierte. Plötzlich stand sie auf, meckerte ihre Musiker an und verschwand von der Bühne. Wir waren alle überrascht, ihre Combo professionell genug, um sich nichts anmerken zu lassen. Nach etwa 10 Minuten kam sie wieder und sang weiter, als sei sie nie weg gewesen. Die Stimmung war aber, zumindest bei mir, vollständig dahin. Fast wäre ich aufgestanden und gegangen. Ich blieb aber und wünschte mir Lura zurück auf die Bühne. Zugabe gab es keine, soweit ich mich erinnere. Immerhin: von Lura habe ich dort die CD Di korpu ku alma erstanden!

Cesaria Evora bekam jede Mange Preise für ihre Musik, war sechsmal für den Grammy nominiert und gewann ihn schließlich 2004 auch in der Kategorie „Weltmusik“. 2009 wurde sie, sagt wikipedia, sogar „Ritter der Ehrenlegion“. Dennoch waren ihre letzten Jahre nicht einfach: zunächst erlitt sie 2008 einen Schlaganfall, arbeitete trotzdem weiter am nächsten und letzten Album Nha Sentimento (2009). Dennoch tourte sie weiter mit ihren Liedern, eines der jüngsten youtube-Videos, das ich fand ist von einem Konzert in Athen im Juni 2011. Ihre letzten Monate verbrachte sie zuhause, auf den Kapverden in ihre Heimatstadt Mindelo, wo sie dann letzte Woche am 17. Dezember, siebzigjährig starb.

Nur auf ihren Platten wird sie ihre Mornas weiter singen, von Sehnsucht, nicht erfüllten Hoffnungen, Armut, aber auch von Liebe und den schönen Seiten des Lebens. Hachja, ihren schlechten Tag damals in Berlin habe ich ihr lange verziehen….

… wohl aufgenommen, kurz nachdem sie entdeckt worden war…

So ähnlich sah das Bühnenbild bei „meinem“ Konzert auch aus:

16
Dez
11

Ungemacht steht unserem Haus ins Haus

Gestern bekamen wir noch einmal Besuch von dem Bauleiter, der hier die gesamte Umbaumaßnahmen in und ums Haus dirigiert. Er wollte eigentlich den Architekten oder den Statiker mitbringen, um sich noch einmal Details für das Aufsetzen des Dauchausbaus anzusehen, kam dann aber doch alleine. Nachdem er noch einmal Fotos vom Dielenboden in den Zimmern gemacht, den Balkon und das Bad aufgenommen hatte, begann, uns von den neuesten Planungen zu erzählen: noch ist nicht ganz klar, ob das Bad an der jetzigen Stelle bleibt, denn der Hauptwasserstrang läuft ja da entlang, wo die Schlauchbäder der Wohnungen unter uns liegen. Nun, da steht bei uns die Küchenzeile, denn das einstmals dort vorhandene typisch Berliner Dunkelkammer-Bad wurde durch die Wegnahme der Wände des Ex-Bades und des Ex-Flures zugunsten einer großzügigen Küche-Wohnzimmer-Lösung von fast 40 qm verlegt. Nun überlegt man also, ob es sinnvoller ist, das Bad zurückzuverlegen bzw. in das dahinterliegende Zimmer, derzeit Schlafzimmer, zu verlegen. Nachteil: dieses Zimmer ist deutlich größer als das Bad-Zimmer, man müsste den Boden zugunsten eines Fliesenboden vollständig umbauen. Die zweite Lösung sei, das etwa 10 Jahre alte Bad komplett umzubauen: Wanne auf die andere Raumseite, Toilette und Waschbecken dito, denn dann würde man ein paar Meter Wasserleitung sparen.
Zudem sollen offensichtlich alle Holzdielen aufgenommen werden, um zu schauen, wie die Substanz darunter ist. Wobei meiner Meinung nach „aufnehmen“ gleichbedeutend mit „sollen raus“ ist. Die Dielen sind genagelt und wenn man die tief eingeschlagenen Nägel einmal draußen hat, wird die Diele das auch nicht unbeschadet überstehen.
Kommen wir zur Decke: die soll wohl auch raus und neu gemacht werden, weil für das neue Dachgeschoss noch Eisenträger eingezogen werden sollen. Wir merken jetzt schon, dass die Dielung oben fehlt, denn es wird inzwischen noch schneller kalt.
Der Balkon bekommt einen neuen Estrich, die Abwasserrinne muss auch neu gemacht werden, aber alles nicht so tragisch.
Nach dieser langen Aufzählung fragte ich den Bauleiter, ganz ohne Ironie, ob es nicht preisgünstiger sei, das Haus vollständig neu zu bauen, denn der Charme des Altbaus ist nach diesen Umbaumaßnahmen vollständig dahin. Er antwortete dann auch, dass diese Maßnahmen insgesamt teuerer als der Neubau des Hinterhauses würden, allerdings der Abriss kurz eine echte Option war, von der man dann aber doch aus Zeit- und Kostengründen abgesehen habe.

Armes altes Haus, dir steht eine Menge Ungemach ins Haus und wir ziehen auch noch aus, wo wir dich doch echt gemocht haben!

12
Dez
11

Da isser wieder!

Auf meiner mehr oder weniger täglichen Leseliste findet sich natürlich auch die ZEIT-online-Variante. Heute musste ich erschreckt lesen, dass der Freiherr-von-und-zu-auf-und-davon-ich-bin-sowas-von-geläutert offensichtlich durch die europäische Verandatür uns wieder erscheint. Nach dem Wirbel um seine Abschreibereien, für die er zunächst einen Dr.-Titel verliehen bekam und zum Glück wieder verlor, hat er seine Rückkehr generalstabsmäßig vorbereitet: zunächst das „BUCH der Entschuldigungen“ fix geschrieben schreiben lassen, dann das große Mea-culpa-Interview mit dem Herausgeber der ZEIT und eine heftige Brise im deutschen Medienwald.
Nun gut, sagte sich der oberfränkische Herr von-und-zu-auf-und-davon-ich-bin-dann-mal-wech, da ich offensichtlich noch nicht mit Glanz und Gloria durch die Vordertür zurück in die deutsche Politlandschaft marschieren kann, versuche ich es mal mit einer Finte durch die EU. Hmmm… welche Posten hätte man denn mal für mich? Etwas, wo ich weiterhin den Status des Gut- und Anstandsmenschen, der wegen dieser Dr-Affäre, etwas gelitten hatte, ausbauen kann… Ah, „EU-Berater für Internetfreiheit“!
Der Herr von-und-zu-auf-und-davon-ich-bin-dann-mal-wech soll in dieser Position „Internetaktivisten in autoritären Regimen helfen“ (ZEIT online, dpa, 12.12.2011). Ausgesucht für diesen Job wurde er von Neelie Kroes, der EU-Kommissarin für die Digitale Agenda, was auch immer das im Einzelnen heißt.
Er soll, so die ZEIT (s. Zitat oben) „Notpakete aus internetfähigen Geräten und Software für die Aktivisten bereitgestellt werden, um trotz Zensur und Beschränkungen weiter arbeiten zu können.“ Wer aussucht, wer so etwas bekommt, wie es finanziert wird und vor allem, wie diese Dinge verteilt werden, ist vollkommen unklar. Aber macht sich erstmal gut, so etwas ohne Plan in die Welt zu setzen. Er soll also nun denen helfen, die in ihren Ländern Dinge aufdecken, über Ungerechtigkeiten berichten und sich dagegen zur Wehr setzen. Kommt mir irgendwie komisch vor, dass sie ausgerechnet ihn dafür ausgesucht haben. Dabei geht mir ein altes Sprichwort mit einem Bock und einem Gärtner durch den Kopf.
Naja, schließlich sagte die EU-Kommissarin, dass sie selber nach „Talenten, nicht nach Heiligen“ gesucht habe. Auch interessant: somit hat die persönliche Vorgeschichte keine Rolle gespielt? Seit September geht der Herr von-und-zu-auf-und-davon-ich-bin-dann-mal-wech übrigens beim „Center for Strategic and International Studies„, einer amerikanischen Denkfabrik als „Distinguished Statesman„, als herausragender Staatsmann, einer nicht näher bezeichneten, dabei natürlich unentgeldlichen Beschäftigung nach.
Und dank dieser wird er jetzt EU-Berater in einem Feld, die in meinen Augen ein hohes Maß an Vertrauenswürdigkeit voraussetzt. Ist schon merkwürdig, wie diese Verbindungen so funktionieren. Wenn ich meinen Job los bin, dann fragt mich keiner, ob ich nicht EU-Berater werden will. Mir fehlen einfach nur ein paar transatlantische Superverbindungen, mehr nicht!
Darüber muss ich als Blondine erstmal nachdenken!

PS. In der folgenden Aufzählung ist zwar Frau Kroes drin, Herr von-und-zu-auf-und-davon-ich-bin-dann-mal-wech naturgemäß noch nicht…

11
Dez
11

Butter-Zimt-Schnecken

Und noch ein wenig mehr Hüftgold! Schließlich kann man auf einem Bein schlecht stehen, wenn das Gold an nur einer Hüfte hängt….

Butter-Zimt-Schnecken

500g Mehl, 325g Butter, 125g Vollmilch-Joghurt, Salz, Mehl zum Ausrollen;
4 EL feinster Zucker, 1 EL Zimt/ Lebkuchengewürz, 50g Hagelzucker

Mehl in eine Schüssel sieben und in die Mitte eine Mulde drücken. Kalte Butter klein würfeln und zugeben. Joghurt und Salz in der Mulde verrühren und mit Mehl vermischen. Den Teig mit den Händen schnell zu einem glatten Teig verarbeiten, darauf achten, dass die Butterflöckchen gut aufgelöst sind. Die Hälfte des Teigs mit wenig Mehl auf etwa 3mm zu einem Rechteck von wieder einmal 30 x 40 cm ausrossen, Zimt und Zucker mischen auf die Hälfte über den Teig streuen. Den Teig von der breiten Seite her aufrollen und die Rolle mindestens eine Stunde lang kalt stellen. Mit der zweiten Teighälfte ebenso verfahren. Nach der Kühlzeit in etwa 1/2cm dicke Scheiben schneiden und auf mit Backpapier ausgelegte Backbleche legen. Mit Hagelzucker bestreuen und im vorgeheizten Backofen bei 200°C (Umluft 170°C) etwa 15 min backen.

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11
Dez
11

Hagebutten-Pinien-Würfel

Ja, die Weihnachtsbäckerei, die ist dieses Jahr bislang zu kurz gekommen. Gestern hatte ich zum Tee geladen, da sollte doch etwas Selbstgezaubertes auf dem Tisch stehen.

Eine meiner Lieblingsweihnachtsleckerei sind gefüllte kleine Küchlein, schon eigentlich seit Kindertagen. Meine Mutter hatte sie ein Jahr gemacht, danach nie wieder, da es ihr zu aufwändig war. Vor einigen Jahren fand ich ein Rezept für Gebäck, welches schon beim Lesen die Chance hatte, so ähnlich zu schmecken. Mit einigen Abwandelungen ist es inzwischen in die Bestenliste meines Backofens aufgestiegen.

Hier das Rezept:

Für den Teig:
75 g Pinienkerne, 125 g weiche Butter, 50 g Puderzucker, etwas Salz, 1 Ei, 250 g Mehl (ich mische Type 550 mit Dinkelmehl 630), 1 TL Weinsteinbackpulver.
Für die Füllung:
ca. 4 EL Hagebuttenkonfitüre, 100 g Marzipanrohmasse
Für den Guss:
50 g Puderzucker, 2 – 3 EL Zitronensaft

Pinienkerne rösten, abkühlen lassen und sehr fein hacken. Butter, Zucker und Salz mit dem Handrührer cremig rühren, das Ei unterrühren. Mehl, Backpulver und Pinienkerne dazu geben und mit den Händen zu einem glatten Teig verarbeiten. Den Teig in Folie für ca. 1 Stunde kalt stellen.
Den Teig kurz durchkneten und zwischen 2 Lagen Backpapier zu einem Rechteck von etwa 30 x 40 cm Größe ausrollen. Den Teig mit einer Gabel einstechen, quer halbieren und auf einem Tablett noch einmal in den Kühlschrank ziehen. Weitere 40 min kalt stellen. Den Backofen auf 180°C, Umluft 160°C vorheizen.
Eine Teigplatte mit der Konfitüre bestreichen und das Marzipan gleichmäßig darüberraspeln, die zweite Teighälfte darauf legen und leicht andrücken. Mit dem Backpapier auf ein Blech ziehen und auf der mittleren Schiene im vorgeheizten Ofen 20 – 25 min goldbraun backen.
Puderzucker und Zitronensaft glatt rühren und die noch heiße Teigplatte damit bestreichen. Diese dann ganz auskühlen lassen und dann in kleine Rauten schneiden.

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Am besten schmecken diese, wenn sie ein paar Tage durchziehen können. Ging aber gestern nicht, denn der Besuch sollte nur ein paar Stunden später erscheinen. Und der größte Fan diese Leckerei war der jüngste Gast, 2 Jahre und ein paar Monate. Gut, dass ich nicht die ursprünglich Rezeptur mit Aprikosenschnaps für den Guss verwendet habe!

09
Dez
11

Bin uffjereecht

Heute nachmittag habe ich einen Wohnungsbesichtigungstermin in Lichtenberg, gefunden über ein bekanntes Immobilienportal. Es ist ehrlich gesagt die erste Wohnung, die mir wirklich gefällt, bei der Preis und Leistung doch mal übereinstimmen.

Nun habe ich sie gestern abend im Netz gefunden, gleich eine Mail geschrieben und heute morgen angerufen. Die Dame am Telefon war nicht wirklich freundlich. Wahrscheinlich bimmelt seit sechs Uhr morgens das Telefon, denn sie machte mir auf recht uncharmante Art und Weise deutlich, was zum Besichtigungstermin, wo schon wirklich viele andere Leute dabei sind, alles mitgebracht werden muss.

Zum Glück haben wir uns schon auf das „Naggisch-machen“ vor zukünftigen Vermietern eingestellt und sind, bis auf die Mietschuldenfreiheitsbescheinigung des Vermieters, gut ausgestattet.

Es werden verlangt:

  • eine Kopie des Personalausweises
  • die letzten drei Einkommensnachweise oder etwas vergleichbar Aussagekräftiges
  • die SCHUFA-Auskunft
  • und die leidige Mietschuldenfreiheitsbescheinigung

Ich habe alles in eine Bewerbungsmappe geheftet, mit einem Deckblatt und Inhaltsverzeichnis und überlege ernsthaft, womit wir noch punkten können. Visitenkarte? Selbstgebackene Weihnachtskekse? Meine Publikationsliste? Hey, das ist genauso aufregend wie ein Bewerbungsgespräch um eine Stelle! Was ziehe ich an? Fragen über Fragen!

03
Dez
11

Suchbild

Kurz bevor der 2. Advent anbricht, brach bei mir doch noch das schlechte Dekogewissen aus. Zwar lagen die liebevoll geschnittenen Nadelzweige immer noch auf einem Haufen geschichtet und nicht in einen Kranz gewunden, aber etwas weihnachtlich sollte es doch noch werden. Noch zwei Stunden, dann ist der Adventssonntag da. Und so kramte ich mich in die Korbkiste, die die gesammelten Dekoartikel enthält, wie eine Art Matroschka in einer größeren Korbkiste verstaut. Als ich den zweiten Deckel öffnete, blinkten die Glaskugeln auf, ein leichter Restduft der Bienenwachskerzen, die letztes Jahr am Weihnachtsbaum nicht mehr ihr Strahlen entfalten konnten, stieg mir in die Nase und ein Grinsen um den Mund. Als Anhänger an einem Weihnachtsgeschenk des letzten Jahres war da etwas in unseren Haushalt und dann in hier in die Untiefen dieses Korbes gelangt, was da eigentlich nicht so recht hinpasste. Und bevor ich weiter nach Strohsternen und Erzgebirgsgedöns suche, wollte ich diese Impression doch als Suchbild hier einstellen.

Na? Wer sieht’s zuerst?

Was gehört hier eigentlich nicht hin?

Nun denn, ich helfe mal gewaltig und entschuldige mich natürlich in aller Form für vorher eingestellte, zu kleine Bilder in unschöner Auflösung!

 

Das da gehört da nicht hin!




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