08
Mai
11

Mehr Rhabarber: jetzt als Kuchen

Nun denn, weitere 700 g Rhabarber wollten in einen wunderbaren Kuchen verzaubert werden.
Das Internet ist ja voll von Rezepten, die Kochblogs quellen geradezu über damit, ich habe mich aber dann für ein Rezept mit Baiserhaube entschieden, mit kleineren Abwandlungen.
Also, zunächst für den Teig:

200g Mehl (Dinkelmehl war’s bei mir)
100 g Butter
80 g Zucker
3 Eigelb (die von den Eiweiss für den Baiser übrig bleiben werden)
2 TL Backpulver.
Alle Zutaten zu einem Mürbeteig verkneten und kühl stellen.

Für die Füllung
500 – 700 g Rhabarber
100 g Zucker
Rhabarber säubern, evt. schälen und in kleine Würfel schneiden, zuckern, etwa anderthalb Stunden stehen lassen, immer mal umrühren. Dann abtropfen lassen. Das „Zuckerwasser“ mit Rhabarbergeschmack habe ich gleich für die noch zu kochende Rhabarberkonfitüre zur Seite gestellt.

300 ml Milch
1 Pckch. Puddingpulver (Sahne-)
werden zu einem dicken Pudding verkocht, dann werden die Rhabarberwürfel untergemischt.

Inzwischen den Teig in einer Springform (Dm. 26 cm) verteilen, den Rand nicht vergessen! Darauf wird dann die Rhabarber-Pudding-Mischung verteilt.

Ab damit in den auf 180° C vorgeheizten Backofen und das für etwa 20 – 25 min.

In der Zwischenzeit hat man Zeit, die Baisermasse vorzubereiten.

Dafür braucht man die vorhin schon erwähnten

3 Eiweiße und 100 g gesiebten Puderzucker.
Erstere werden zunächst zu standfestem Eischnee geschlagen, dann mit Puderzucker zur Baisermasse verarbeitet. Diese wird dann auf dem vorgebackenen Kuchen verteilt.
Der Backofen muss nun bei etwa 150°C (Ober- und Unterhitze) den Kuchen fertigbacken und das etwa 30 – 40 min (je nach Ofen).
Verkostet wurde das Prachtstück noch lauwarm (mangelnde Geduld!) mit etwas Vanilleeis. Die Baiserkruste war wirklich comme il faut: mit leichtem Knistern brach die Gabel den Widerstand…. Absolut lecker!

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6 Responses to “Mehr Rhabarber: jetzt als Kuchen”


  1. 8. Mai 2011 um 21:20

    Jetzt falle ich mal ein bißchen in Ohnmacht. So was hätte ich auch gern! Leider ist der Leibkoch Rhabarberhasser, und irgendwelche Cafés machen das leider nicht verläßlich gut … Was für ein Prachtexemplar!

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    • 2 richensa
      9. Mai 2011 um 06:05

      Da kann ich nur eine Einladung, nach Berlin zu kommen, aussprechen. Für diesen Kuchen wird’s wohl nix mehr, der geht heute den Weg durch die Kehlen der Kollegen, aber Rhabarberzeit ist bis ca. Ende Juni (Johanni, da hört auch die Spargelzeit auf).
      Die Kuchengabel ist aus dem Hausschatz ;-)

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  2. 8. Mai 2011 um 21:21

    (Sehr hübsch, übrigens, die Kuchengabeln.)

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  3. 4 karu02
    9. Mai 2011 um 11:56

    Ich liebe Rhabarber, kriege aber nie Baiser so prachtvoll hin. Diese Torte kann ich mir auch mit Stachelbeeren (ebenfalls geliebt von mir) gut vorstellen.

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  4. 5 kormoranflug
    9. Mai 2011 um 16:00

    Sieht super lecker aus. Eine echte Baiser-Spezialistin muss ihre Geheimnisse offenbaren.

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    • 9. Mai 2011 um 17:55

      @karu & kormoran: an sich gibt es keine Geheimnisse beim Baiser, außer: Eiweiß und Rührgefäß sollten leicht gekühlt sein, das Eiweiß sollte noch zuckerfrei felsenfest steif geschlagen sein, erst dann allmählich den Puderzucker unterziehen und nur so lange rühren, bis sich geschmeidige Spitzen mit dem Rührer aus der Masse ziehen lassen; der Ofen darf nicht zu heiß sein, wenn der Baiser auf dem Kuchen back-trocknet. Mehr isses nich…
      Ist wie beim Hefeteig: rantrauen!

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