Archiv für Mai 2011

30
Mai
11

Mein Kuchenbackprojekt

Ricotta-Zitronen-Kuchen, so oder so ähnlich lautete der Titel des Rezeptes, welches ich auf einem Foodblog vor geraumer Zeit gefunden habe. Die Zutatenliste habe ich mir notiert, eigentlich alles, was ich sowieso zuhause habe. Ricotta, Bio-Zitrone (wegen der Schale), Mehl, Eier, Zucker, Backpulver, Äpfel, die berühmte Prise Salz.

Tja, bis ich meinen Blick Richtung Obstecke schweifen ließ: keine Äpfel! Das lag natürlich daran, dass ich am letzten Sonnabend keine auf dem Markt gekauft habe. Es mussten halt Erdbeeren und Spargel sein, passend zur Jahreszeit. Die Äpfel bei meinem Lieblingsstand werden langsam etwas mehlig, sie sind hier aus Brandenburg. Also würde ich während der Woche mal im Supermarkt einen Boskoop kaufen, nur einen, nur für den Kuchen. Ich habe den Apfel natürlich vergessen, zu kaufen und nochmal wollte ich so kurz vor Geschäftsschluss nicht noch einmal loslaufen. Verschieben wir es auf morgen, ganz Scarlett O’Hara.

Bis auf den Apfel hatte ich ja alles da.

Gestern fiel mir wieder ein, dass ich ja noch, bevor der Holunder im Hof in vollster Blüte steht oder gar die Holunderblüten das Beste hinter sich haben, Holunderblütensirup ansetzen wollte. Die Wassermenge für den Zuckersirup wurde für die Zuckermenge im Vorratsschrank angepasst. Bis auf den letzten Krümel wanderte er in den gr0ßen Topf, zusammen mit den Biozitronen und der letzten Orange aus dem Obstkorb. Dazu ein halber Armvoll Holunderblüten. Nun zieht die Mischung und duftet durch den Kühlschrank. Und nun muss nur noch neuer Zucker her, ab auf den Einkaufszettel!

Tja, also wanderten heute Äpfel in den Einkaufskorb und noch so einiges andere, denn es sollte Matjesfilet in einer Joghurt-Schmand-Tunke mit Äpfeln, Zwiebeln und Gewürzgürkchen geben. Zuhause musste ich feststellen, dass ich leider den Zucker vergessen hatte. Ich sollte einfach immer einen Einkaufszettel mit mir führen, einen aktuellen natürlich.

Ich bleibe zuversichtlich, was das Ricotte-Zitronen-Kuchen-Projekt angeht. Im Moment fehlt nur der Zucker, der Apfel ist da, Zitrone ist noch da. Mal schauen, wie sich die Sache mit den Eiern, dem Mehl, dem Backpulver und der Prise Salz in den nächsten Tagen so entwickelt. Und Butter! Butter ist auch noch da…. Mal schauen, wie lange noch…

29
Mai
11

Heute

Wenn der Ausdruck mit den Spinnweben zwischen den Beinen, sonst nur aus „Sex and the City“ bekannt, wieder auf seine wortsinnige Bedeutung zurück gesetzt wird:

 

Spinnweben zwischen den Beinen

22
Mai
11

Cruising im Lysefjord

Zu einem anständigen Kurzurlaub in Norwegen gehören Fisch und eine Bootstour. Das Wetter… ach, das Wetter war nicht ganz optimal für eine Bootstour im Paddelboot, denn es goss in Strömen, als wir uns dem Hafen von Stavanger näherten.
Zum Glück gibt es eine Reihe von Möglichkeiten, sich im Trockenen durch die Gewässer um Stavanger zu bewegen: das Schnellboot ist eines der besten davon! Also zahlten wir 300 NOK für eine etwa dreistündige Rundfahrt bis in den Lysefjord und genossen die grandiose Landschaft der Schären und die steil aufragenden Felsen aus einem gemütlichen Sessel.
Einer der Höhepunkte war sicherlich der „Preikestolen“, ein mehr als 600 m über dem Wasserspiegel aufragender Pultfelsen, der den Namen „Priesterstuhl“ trägt. Dieser Felsen ist eine der Hauptziele von Wanderungen und natürlich fährt auch jedes Passagierschiff hier vorbei. Ich würde schrecklich gerne von dort oben über den Fjord schauen, aber ob ich da jemals hinkomme? Meine mehr oder weniger latente Höhenangst könnte dem entgegen stehen.
Aber von unten war’s ja auch schön!
Neben dem „Preikestolen“ ist der Wasserfall Hengjanefossen noch ein optischer Höhepunkt. Die Schiffe fahren bis auf wenige Meter unter den Wasserfall und dann gibt es für die Passagiere einen Schluck Wasserfallwasser zur Verkostung: einer der Stewards holt in einem großen Eimer frisches Wasser ein und verteilt es in Bechern an die Mitfahrer. Köstlich, natürlich!
Etwas abseits der Hauptfahrrouten der Schiffe kann man, wenn auch von ferne, die Lachsfarmen sehen. Es sind große Netzbecken, in denen die Lachse zur Schlachtreife gebracht werden, mit schwimmenden Gebäuden und der notwendigen Technik darauf. Auch wenn die Lachse im offenen Meer „hängen“, ist es eine intensive Tierhaltung, die sich wahrscheinlich nicht sehr von den Legebatterien für Hühner unterscheidet. Aber erklärt das mal jemandem, der beim Discounter für 1,99 € Räucherlachs kauft… Ich schweife mal wieder ab…
Die Tour war wirklich klasse, zunächst sieht alles so niedlich und klein wie die Landschaft in einer Märklineisenbahnwelt aus, aber sobald ich mal einen Größenvergleich, wie ein fahrendes Auto, hatte, musste ich doch über die Dimensionen staunen. Wie immer lässt sich die Wirklichkeit kaum so schnell erfassen und anschauen, dazu bräuchte es viel mehr Zeit und individuelleres Reisen.
Viel zu schnell waren wir zurück im Hafen von Stavanger. Achja, es regnete schon wieder…

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22
Mai
11

Jernaldergarden in Stavanger

Von den Wikingerschwertern ging es direkt in den „Eisenzeitgarten“, den Jernaldergarden. Mit einem wunderbaren Blick über den Hafirsfjord hatte hier in der so genannten Völkerwanderungszeit (etwa 350 – 550 n.Chr.) ein Gehöft gestanden, welches aus vier Langhäusern und einigen Nebengebäuden bestanden hatte. Bereits in den späten 1960er Jahren war das Areal archäologisch untersucht und später auf den originalen Fundstellen mit den Rekonstruktionen wieder bebaut. Der Grund für die Ausgrabungen war wohl der geplante Bau der Universität Stavanger, deren Hochhausbebauung die Zeitreise optisch etwas stört. Oben auf dem Hügel liegen zudem die Reste eine Flagstellung aus dem 2. Weltkrieg, mutmaßlich deutscher Bauart, eine andere Art Zeitreise.

Das Gelände wird als Freiluftmuseumsabteilung des Archäologischen Museums in Stavanger genutzt, welches am Wochenende während der Sommersaison zu Führungen und vielfältigen Aktivitäten zum Leben während des „Jernalders“, der Eisenzeit einlädt.

Als wir dort herumspazierten, waren wir mit der kleinen Schafsherde mit ihren entzückend lebendigen Lämmern alleine. Die fünf Jungschafe rannten und hüpften über die grünen Hügel und Felsblöcke, dass ich erst genau hinschauen musste, ob es sich nicht um Bergzicklein handelte. Neugieriges Pack, das wollige!

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Jernaldergården
Ullandhaugveien 165
N-4002 Stavanger

21
Mai
11

Schwerter im Felsen

Stavanger ist das Ziel! Seit etwas mehr als 2 Jahren wohnt dort eine sehr liebe Freundin, die es wieder einmal zu besuchen galt. Die Wettervorhersage war zwar nicht so verheißungsvoll, aber wozu gibt es denn wetterfeste Kleidung?
Zumindest das Programm stand schon fest, zumal wir jede regenfreie Minute nutzen wollten.
So fuhren wir vom Flughafen Sola bei Stavanger auch gleich zum ersten Aussichtspunkt am westlichen Standrand, nach Møllebukta am Hafrsfjord. Hier recken sich drei riesige Metallschwerter mit drei unterschiedlichen Handhabenformen in den norwegischen Himmel, drei Wikingerschwerter in XXL. König Olav von Norwegen hat in den 1980er Jahren dieses Denkmal des ersten wikingisch-norwegischen Königreiches eingeweiht. Die Schwerter sollen die verschiedenen Landesteile symbolisieren, die sein Amtsvorgänger Harald Hårfagre, zu deutsch: Harald Schönhaar, an diesem Fjord durch eine Schlacht geeint haben soll, zumindest berichten das die Erzählungen des Snorri Sturluson. Wahrscheinlicher ist aber, dass sich Haralds Reich eher an der Küste Norwegens erstreckte, dass ihm ein Teil der norwegischen Jarle tributpflichtig waren und er dafür zu sorgen hatte, die Küsten Norwegens vor Überfällen der schottischen Ex-Wikingern zu schützen. Die Norweger (erst seit 1905 wieder selbstständig) sind trotzdem sehr stolz auf ihre Geschichte und haben eben diese drei gewaltigen Schwerter in den Felsen am Hafrsfjord rammen lassen.

Heute ist der Ort ein beliebter Picknickplatz, wir trafen die Grundschüler der internationalen Schule in Stavanger dort und einige junge Spanier, die meiner verdutzten Freundin fürs Erinnerungsfoto eine analoge Uralt-Knipse in die Hand drückten. Sie musste sich erst einige Momente besinnen, dass man bei diesen Fotoapparaten durch den Sucher schauen muss und es kein Display gibt.

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Sverd i Fjell
Møllebukta
4042 Hafrsfjord
20
Mai
11

norwegen als multibild

Das letzte Wochenende stand voll und ganz unter dem Thema „Norwegen“. Und bevor hier noch ein paar Impressionen geschildert werden, soll ein „Multibild“ etwas optischen Appetit machen. Habe nämlich bei der Kamera, die mich begleitete, diese Funktion entdeckt. Zunächst konnte ich mir darunter zwar nicht viel vorstellen, aber es sind ein paar witzige Bilder entstanden.

12
Mai
11

Ungemach steht ins Haus

Mein Gefühl des Tages: Es steht Ungemach in Haus!

Letzte Woche lag ein Brief des Vermieters im Briefkasten. Normalerweise liegt zu dieser Jahreszeit die Nebenkostenabrechnung darin, auch nicht unbedingt ein Quell ewiger Freuden, dieses Mal aber wird es unangenehmer: Er schickt jemanden vorbei, der sich den Bauzustand 15 Wohnungen in Vorderhaus und Restseitenflügel anschauen will. Warum, das stand natürlich nicht im Brief. Aber da funktioniert doch das gute alte Buschtelefon hier im Haus, so dass ich von einer Nachbarin, die den Hausmeister getroffen hatte, gleich Gewissheit bekam: wir kriegen was auf’s Dach! Nein, keine Solaranlage oder Satellitenschüssel, es darf schon ein bisschen mehr sein. Unser Dachgeschoss wird ausgebaut und nicht nur das! Das seit dem 2. Weltkrieg fehlende Hinterhaus und der Rest vom Restseitenflügel werden wieder hochgezogen, kaum 66 Jahre nachdem der Schutt abtransportiert wurde.

So stand dann heute der zukünftige Bauleiter bei uns in der Wohnung, und erzählte uns nun aus erster Hand von den Plänen unseres Vermieters, der natürlich nicht nur unser Haus sein eigen nennt. Zum Jahresende müssen ja in Berlin die Dachböden gedämmt werden und nun wolle man die Chance nutzen, Kredite seien auch noch günstig und überhaup sei Berlin ja auch für Anleger interessant… MOMENT! Halt! Nun mal Butter bei die Fische! Es wird nicht nur ein Jahr lang hier rumgebaut, unser grüner Hinterhof, der eine Oase der Ruhe im quirlig-touristen Friedrichshain ist, wird zugunsten der Baustelleneinrichtung und dann eines Minirasens verschwinden und nun noch was? Ja, unser Haus wird in einzelne Einheiten aufgeteilt, die getrennt vermarktet werden können, schließlich sei ja Berlin die billigste Hauptstadt Europas. Zunächst wollte ich mit einem „preisgünstig“ verbessern, überlegte es mir anders, denn er hat irgendwie recht.

Das Viertel, der Simon-Dach-Kiez verändert sich rasend schnell. Im Moment scheint hier auch der Trend der Prenzlauer-Bergisierung hier einzusetzen. Noch ziehen die betrunkenen Jung-Touristen aus GB, Italien, Spanien und vermehrt auch Frankreich und Skandinavien durch die Kneipen, aber schon hört man von Investoren aus denselben Ländern, die hier Wohnungen für die eigenen Wochenendtrips nach Börlin kaufen. Rumors? No. Nun denn, jetzt trifft’s eben auch mich.

Der Bauleiter sagt, dass der Vermieter (zukünftig: der Verkäufer) zunächst natürlich die Wohnungen den jetztigen Mietern zum Kauf anbieten wolle, aber natürlich sei das Interesse daran, besonders an den Wohnungen hier in der oberen Haushälfte groß bei Investoren aus dem ganzen Bundesgebiet. Man könne ja mal im Internet schauen, für etwa 1900 € pro Quadratmeter sei das der ortsübliche Preis. Natürlich… schon klar… wie sind nun die Perspektiven? Ein Jahr Baulärm und -dreck? Der Einbau einer Zentralheizung, die ich nicht will, wo ich gerade meinen Gasanbieter gewechselt habe? Einen Aufzug vor dem Treppenhaus, so von draußen, dass der Garten noch kleiner wird? Achso, wir haben dann ja keinen mehr, aber wo wollen die denn den Aufzug hinbauen, wenn das Treppenhaus doch genau über dem Zugang zu Hinterhaus u Restgarten ist? Fragen über Fragen, allesamt von dräuendem Ungemach!

Jetzt gehe ich erstmal ans Plattenregal und suche die „Rebelsongs“-CD von Chumbawamba!

Ach, übrigens soll das Nachbarhaus auch einer tiefgreifenden Modernisierung ausgesetzt werden, das wo die Hemden im Fenstern hingen.

11
Mai
11

Sonntagsbummel über den Boxhagener Platz

Sonntags herrscht auf dem Boxhagener Platz wiederum eifriges Gedränge: es ist Flohmarkt.

Und wie jeden Sonntag laufen die „Frühstücker“ (ausführlich dazu siehe Sven Regner, Herr Lehmann und die im allgemeinen überschätzte Kruste beim Schweinebraten) über den Platz auf der Suche nach dem ultimativen Seventies-Schnäppchen, welches sich in meinen Augen zumeist als überteuerter Schund zeigt. Wer mit dem Zeug original aufgewachsen ist, weiß, wie streng man selber riecht, wenn man schwitzt oder wer als Kind paralysiert die breiten Krawatten des Herrn Vaters angestarrt hat, kann einen Gang nur mit einem gewissen Hang zum Gruseln einerseits und zum nachfolgenden Erleichtertsein genießen.

Wenn Besuch da ist, möchte jener allerdings oftmals dort schlendern gehen. Nun denn, als gute Gastgeberin geht frau natürlich mit und verdreht schon vorher im Geiste die Augen.  Als ich aber vor drei Wochen dort war, habe ich das erste Mal, seitdem ich ab und zu über den Markt laufe, etwas gekauft.  Zwei Bücher, eines über die Backsteingotik und eines von Erich Kästner. Die Backsteingotik aus Norddeutschland entpuppt sich als Bändchen über Nordostdeutschland, das einzige Bild des Lübecker Rathauses ist eindeutig eine Vorkriegsaufnahme (die abgebildeten Automobile sind das datierende Element).

Das zweite enthält Gedichte und Chansons von Erich Kästner. Ich lernte ihn natürlich als Kinderbuchautor kennen und verschlang ein Buch um’s andere aus der Bücherei. Ab und zu bekam ich auch eines geschenkt, wie „Der kleine Mann“.  In der 10. Klasse lasen wir „Fabian“ und ich war sehr erstaunt, dass das recht wenig mit einem Kinderbuch zu tun hatte, „verlas“ mich aber wieder in Kästner. Ich glaube, dass ich eine der wenigen meiner Klasse war, die das Buch direkt in einem Zug durchlasen und auch wirklich wussten, was darin stand. Anke M. aus der Herrmannstraße schrieb sicherlich die bessere Deutscharbeit, weil sie immer diese grünen Heftchen aus dem reclam Verlag auswendig lernte, die unsere Lehrerin auch in Ermangelung eigener Gedanken zur Interpretation benutzte. Ich habe mir das Buch noch einmal gekauft, als ich nach Berlin gezogen bin und lese es von Zeit zu Zeit immer wieder.

Nun hat der „Fabian“ einen Nachbarn im Bücherregal bekommen: „Ein Mann, der Ideale hat“.

09
Mai
11

Blaue Stunde

Das Frühlingswetter zum gestrigen Tagesausklang glich beinahe einem lauen Sommerabend. So wurde ein leicht gekühlter Rosé aus der Gascogne zum Begleiter bei Kerzenschein und einem leichten Abendessen, welches von einem von Frau evenaars kulinarischen Beiträgen inspiriert war.

So gefällt mir der Himmel über Berlin einmal mehr.

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08
Mai
11

noch mehr rhabarber, nun als konfitüre

Der Rest des 3 kg Rhabarberschatzes wurde ganz profan mit Erdbeeren zu einer leicht säuerlichen Konfitüre verkocht.

Alles in allem ergaben Rhabarber und Erdbeeren in inniger Gemeinschaft im Topf etwa 2 kg Fruchtmasse, die mit Gelierzucker 2:1 vermischt wurde, auf kleiner Flamme geköchelt, bis genügend Flüssigkeit gezogen war und dann die letzten paar Minuten ordentlich aufgekocht wurde.

Ab in’s Glas und dann nur noch auf das Ploppen der sich zusammenziehenden Twist-off-Deckel warten, 14 Mal im Ganzen.




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