23
Okt
10

Stutenkerl

Eine meiner liebsten Kindheitserinnerung ist die Vorfreude auf den 6. Dezember, auf den Nikolausmorgen. Damals gab es neben den Kleinigkeiten wie Mandarinen und Nüssen auch den Stutenkerl auf dem Teller. Frisch vom Bäcker, mit der weißen Tonpfeife in den leichten Hefeteig eingebacken, Rosinen als Augen und Knöpfe einer imaginären Jacke. Diese Stutenkerle gab es wirklich nur zum Nikolaustag, nicht vorher, nicht nachher, nur am 6. Dezember.

Nun war ich am Wochenende auf Stippvisite in Kleve und da lagen doch glatt beim Bäcker schon die Stutenkerle in der Auslage, am 23. Oktober! Können die nicht warten, da am Niederrhein?

Na, wenn ich ehrlich bin, konnte ich auch nicht warten und habe welche von den Kerlen käuflich erworben.

Fluffiger Hefeteig, kleine Rosinenaugen, die Pfeife noch ungeraucht...

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3 Responses to “Stutenkerl”


  1. 1 donqyxote
    24. Oktober 2010 um 22:07

    so schön !

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  2. 2 vau
    25. Oktober 2010 um 07:39

    och och och, wieso kenn ich den sowas Schönes nicht. Hat das wieder was mit nichtkatholischem Heidenaufwachstum zu tun oder ist das eher eine regionale Tradition? Ich kenn bloß schwarze Kohle im Schuh. Orangen gab es ja auch nicht… dafür leckere Ersatzschokolade in Weihnachtsmannform.

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  3. 3 kormoranflug
    25. Oktober 2010 um 14:05

    aus den Tonpfeifen schmeckt der Tabak doppelt so gut….

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