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Feb
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Wildwechsel

Irgendwo östlich von Berlin. Kalt war es heute morgen, immer noch -7°C gegen halb neun Uhr vormittags. Der Nebel hing noch als vereister Hauch in den Bäumen, die Welt war nur weiß, soweit das Auge reichte. Unwirklich…

Aber dann kam die Sonne durch die Wolken und belohnte mit gleißendem Licht, sogar mit etwas Wärme, wenn man ihr das Gesicht hinhielt. Der Schnee außerhalb der Stadt ist immer noch so weiß wie ein frisch gewaschenes Damasttischtuch.

Fährte im Schnee, kein Fuchs – Karu hat’s gleich gesehen

Gegen Mittag fiel ein Schwarm Feldsperlinge in das verschneite Feld, aus dessen weißen Flächen hier und da die vertrockneten Stängel von Pflanzen ragen, die im Sommer gelbe Dolden und blaue Blütenblätter zeigten. Viel Gezanke um die letzten Futterreste und dann waren sie schnell wieder verschwunden.

im Sommer blau, aber auch jetzt nicht vollkommen farblos

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6 Responses to “Wildwechsel”


  1. 18. Februar 2010 um 16:12

    Das trifft es perfekt, elegische Landpartie :).

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  2. 2 karu02
    18. Februar 2010 um 19:18

    Eine schöne Stimmung hast Du eingefangen.
    Die Spuren sind wahrscheinlich von einer Katze, vielleicht sogar Wildkatze. Die Katzen heben die Beine hoch, wenn sie durch den Schnee laufen. Für den Fuchs sind die Spuren zu eng und ohne Schleifspuren zwischen den Tritten.
    Du bist sicher die Einzige, die die Blaue Blume auch im tiefsten Schnee findet. Kaum jemand findet sie im Sommer.

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    • 3 richensa
      19. Februar 2010 um 19:20

      Du hast Recht, ich habe noch einmal im tauenden Schnee heute nachgeschaut, bevor die Spuren verschwunden sind: es sind Ballen von Katzenpfoten, die ihre Abdrücke hinterlassen haben…

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      • 4 karu02
        19. Februar 2010 um 19:40

        Das finde ich übrigens am schneereichen Winter, den wir hier am Niederrhein ja nur sehr selten haben, so interessant. Ich kann sehen, was alles ums Haus, durch den Garten und über die Waldwege schleicht. Gelegentlich staunte ich, was für ein Betrieb z.B. ums Haus herum herrscht. Immer wieder gibt es auch Spuren, die ich nicht identifizieren kann. Dann warte ich auf frischen Schnee um noch mal genauer zu gucken. Hier scheinen mir gänzlich unbekannte Tiere zu Hause zu sein, gleich nebenan sozusagen.

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  3. 27. Februar 2010 um 16:57

    Das dürfte einer der letzten dieser Tage sein. Schönen Winter hast Du!

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