Archiv für Oktober 2008

31
Okt
08

Unglaublich, aber toll!

Letzten Montag war ich einmal wieder in der Uckermark, in der Nähe von Prenzlau unterwegs. Kilometerzähltechnisch ist es gar nicht so weit von Berlin weg, nur etwa 110 km von meinem Heimathafen.

Nach zwei eher schlimmen Erfahrungen in den Pensionen Weiterlesen ‚Unglaublich, aber toll!‘

31
Okt
08

Pfui Spinne!

In manchen Gegenden Brandenburgs muss man froh sein, eine Unterkunft für eine gewisse Zeit zu finden, die einen an mehr oder weniger interessante Projekte bindet. Die Pension, die ich mir eigentlich ausgesucht hatte, stand nicht zur Verfügung, weil der Kollege, den ich während seines Urlaubs vertreten sollte, doch nicht Bescheid gesagt hat Weiterlesen ‚Pfui Spinne!‘

22
Okt
08

Uckermärkische Geschichte(n)

Letzte Woche weilte ich arbeitsbedingt wieder in der Uckermark, für mich recht überraschend am Sonntag abend angekündigt. Das bereits mehrfach besuchte Pensionszimmer war nicht frei, also musste ich am Montag während des Tages erst einmal nach einer bezahlbaren Unterkunft suchen. Erschwerend kam hinzu, dass in Brandenburg Schulferien sind und entweder die Pensionszimmer belegt waren oder die Penionswirte/innen selber im Urlaub waren.

Einen Tip hatte ich noch bekommen, das Zimmer sollte in Dreesch sein, mit Blick auf die wunderbare Scheune mit den Radkappen. Als ich das ordentliche Grundstück betrat, fiel mein Blick auf das Namensschild: ###kötter! Ach was, ein westfälischer Name so weit von zuhause wech??

Ich klingelte. Eine Weile tat sich gar nichts, ich versuchte es einfach noch einmal. Im Haus hörte ich dann doch Geräusche und beschloss, noch etwas zu warten.

21
Okt
08

Drombeg Stone Circle

An einem Morgen im späten Oktober 2002 machten wir uns auf den Weg, zu Fuß, was auf den kleinen Landstraßen in Irland manchmal ganz schön gefährlich werden kann, aber wir waren ja im Abenteuerurlaub unterwegs. Weiterlesen ‚Drombeg Stone Circle‘

18
Okt
08

Geschwister Hoffmann auf dem Weg zur Weltherrschaft?

Vor nicht allzulanger Zeit war ich im Urlaub im Südfranzösischen unterwegs, auf den kleinen, kurvigen Straßen der nördlichen Provence.

Nachdem wir einen wunderbaren Vormittag auf dem großen skurrilen Markt von Forcalquier verbracht hatten, uns ausgestaunt hatten über die esotherischen Käsehersteller, die zumeist aus dem Schwäbischen kamen, Weiterlesen ‚Geschwister Hoffmann auf dem Weg zur Weltherrschaft?‘

18
Okt
08

Warum ich biozertifizierte Eltern hasse

Der Tag ist ein wunderbarer klarer Herbstsamstag, perfekt für einen Marktgang. Weiterlesen ‚Warum ich biozertifizierte Eltern hasse‘

18
Okt
08

Zu Tisch…

Heute ist es so herbstig, dass ich beschlossen habe, ein herbstliches Allerlei Weiterlesen ‚Zu Tisch…‘

17
Okt
08

Zwischen die Beine oder zwischen die Augen?

Herr Jebsen warf mir vor einer Weile ein Stöckchen zu, in Form einer netten Nachricht auf einem anderen Kanal. Manche Dinge brauchen halt ihre Zeit, es ist ja eine Menge Weiterlesen ‚Zwischen die Beine oder zwischen die Augen?‘

10
Okt
08

Grand Cairn de Barnenez, Plouézoch

Eigentlich sollte man ja nicht denken, dass es in der Bretagne zuwenig Steine gibt, und schon gar nicht, dass man sich in der Region Europas, die für ihre megalithischen Denkmale am bekannten ist, an Grabhügeln vergreift.
Am 23. Mai 1955 meldete die Tageszeitungen im Finistère den spektakulären Fund eines riesigen Dolmens auf einer Baustelle am Kap von Barnenez, einer kleinen Halbinsel in der nördlichen Bretagne. Langsam wurde aber klar, dass seit mehr als einem Jahr zwei dieser gewaltigen vorgeschichtliche Grabbauten als Steinbruch genutztwurden, und als Baumaterial zum Bau einer Straße zur Pointe de Terenez endeten. Einer der Hügel war 1954 auf diese Weise vollständig verschwunden, der zweite 1955 in zwei aufsehenerregenden Prozessen vor der weiteren Zerstörung gerettet. Der Bauunternehmer wurde zu einer hohen Geldstrafe und zur Finanzierung von Rettungsmaßnahmen verurteilt. Dieses war der Beginn der Forschungen um die verbliebene Anlage, die bis 1968 andauernd sollten. Weiterlesen ‚Grand Cairn de Barnenez, Plouézoch‘

05
Okt
08

Mein schönstes Ferienerlebnis

Nach einer langen Fahrt, die über Stunden mit Sturm und Regen garniert war, erreichten wir endlich das Plateau de Valensole, da wo die Lavendelfelder den Himmel berühren. Wie durch Zauberhand bewegt, ließen die Wolken wieder die Sonnenstrahlen hindurch, die die Berge wie mit einer überdimensionalen Taschenlampe anleuchteten. Durch das geöffnete Fenster strömte kühle, lavendelduftende Bergluft ins Auto, obwohl die Felder zum größten Teil abgeerntet waren.

wo der Himmel die Lavendelfelder berührt

wo der Himmel die Lavendelfelder berührt

Bald tauchte auch St. Jurs vor uns auf. Bevor wir das kleine Dorf mit seinen etwa 152 Einwohnern erreichten, bogen wir aber nach Norden ab, um zum Hof von Odile und Laurent zu gelangen. Als das Auto nach etwa zwei Kilometern vor dem Haus hielt, kamen zwei Hunde wild bellend auf uns zu und begrüßten uns als erste. Nur wenige Augenblicke später kam auch Odile aus dem Haus und begrüßte uns herzlich. Die Hunde waren verstummt, umkreisten uns schnüffelnd und trollten sich, nachdem sie uns in ihre Geruchsdatenbank aufgenommen hatten.
Die Ferienwohnungen liegen in den Nebengebäuden des Hofes und sind wunderbar liebevoll eingerichet. Unsere wies zwei Schlafzimmer auf mit französischen Betten, alten Schränken und einem kleinen Sekretär auf, dazu eine voll eingerichtete Küchenzeile mit antikem Esstisch und -stühlen sowie eine gemütliche Sofaecke. Selbst ein Fernseher fehlte nicht, aber im Nachherein betrachet, lief er nur ein einziges Mal für die Wettervorhersage vor der Tour durch die Gorge du Verdon.
Odile zeigte uns den Hof, auch den Swimmingpool, dessen Wasser, wie sie lachend meinte, sehr, sehr kalt sei, aber wenn wir mutig genug seien, könnten wir ihn gerne benutzen und drückte uns den Schlüssel für dessen Tür in die Hand. Als Willkommensgruß des Hauses brachte sie uns auch ein Glas selbst gekochter Feigenmarmelade mit. Die beiden Hunde scheuchte sie mit einer Handbewegung aus der Wohnung und erklärte, dass sie vollkommen harmlos, der eine aber unglaublich verfressen, der andere nur neugierig sei. Gute Beschreibung der beiden!
Schnell war das Auto entladen, und dann endlich konnten wir auf den Beginn des Urlaubs mit einem ordentlichen Pastis anstoßen, den wir stilecht auf unserer grün umrankten Terrasse einnahmen. Später gesellte sich Laurent dazu, der seinerseits zwei lavendelhoniggefüllte Waben aus den hofeigenen Stöcken mitbrachte. Gourmand, der dicke Hund trottelte hinter ihm her.


Am nächsten Morgen wurden wir durch leises Bimmeln vor unserem Fenster geweckt. Ah, Ziegen oder Schafe? Nein, das war das uns bald sehr vertraut werdende Geräusch des Glöckchens, welches Hund Nr. 2, der Neugierige, Curieux, um seinen zotteligen Hals trug. Wie uns Laurent später erzählte, zockelt Curieux gerne durch die Nachbarschaft, schaut mal hier herein, mal dort. Und damit ihn niemand mit einem Hasen oder anderen jagdbaren Wild verwechselt, trägt er halt Glöckchen. So brauchten wir keinen Wecker, denn Curieux war pünktlich jeden Morgen da, um zu schauen, warum wir Langschläfer denn so lange brauchten, um ihm das Fell durchzuwuseln, er war schließlich ja auch schon unterwegs.
Neben der Vermietung der Ferienwohnungen richten Odile und Laurent auch wunderbare Essen aus. Auf Vorbestellung ab acht Personen begeben sich beide in ihre jeweilige Küchen und zaubern Köstliches aus dem Gartengemüse und aus dem, was die Region ansonsten noch bietet. Den Käse bereitet der Nachbar, dafür dürfen seine Ziegen auf Laurents Hochweiden in den Bergen weiden. Das Fleisch wird von einem anderen geliefert, der Rinder hält. Auch für uns haben die beiden an einem unserer letzten Abende aufgekocht, obwohl wir nur zu dritt waren. Und ich wäre tief betrübt gewesen, wenn wir diese kulinarischen Highlights nicht hätten kosten können.
Als Aperitiv gab es einen gut gekühlten Weißwein aus der Provence, dazu reichten die beiden in Bierteig ausgebackenes Gemüse, und krosses Weißbrot mit Knoblauch und Tomate aus dem eigenen Garten belegt. Zur Vorspeise hatte Odile einen kräftigen Salat bereitet sowie eine mit Ratatouille gefüllte Blätterteigpastete. Der Hauptgang wurde von Laurent am Kamin bestritten, an dem er ein wunderbares Stück Entrecôte zart rosa briet. Aus Odiles Küche kamen selbstgemachte Bandnudeln mit Tomaten und Kräutern dazu. Und zum Nachtisch schob sie eine Schüssel Mousse au chocolat und einen Tarte tatin mit frischen Pfirsichen auf die Tafel.

Die Digestivs des Hauses waren auch aus der eigenen Produktion: einen Vervein-Kräutertee oder, viel besser noch selbst angesetzte Kräuterschnäpse. Die Flasche, in der eine Schlange eingelegt war, hat dann doch keiner von uns dreien angerührt, obwohl wir alle sehr neugierig auf die Wirkung waren. Aber da bin ich meinem Motto treu geblieben: alle Worte, die mir in der französischen Küche fremd sind, haben etwas mit Innereien oder Schlimmerem zu tun. Und wie diese Schlange mit Vor- und Zunamen heißt, weiß ich nun wirklich nicht!

Nach einer Woche haben wir Ort und Quartier gewechselt und ich kann nur sagen, dass das ein Fehler war, ein riesengroßer Fehler!
Denn obwohl wir ja zahlende Gäste waren, haben wir uns bei Odile und Laurent wie bei guten Verwandten auf dem Land gefühlt, wie bei echten Gastgebern und nicht wie bei Vermietern.

Merci beaucoup à vous, Odile & Laurent!

Nun denn, die Adresse:

Les Gîtes de Molans
Odile et Laurent
F-04410 Saint-Jurs
Haute-Provence
Tél. : 0033 4 92 74 30 72

http://www.giteshauteprovence.com/

 




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