Archiv für Juni 2008

27
Jun
08

Nase voll!

Es ist Sommer, es ist warm, heiß, schwül, manchmal alles auf einmal. Und das Auto hat eine Klimaanlage. Und *schwups* ich einen Schnupfen mit Halsschmerzen. Schön, oder? Weiterlesen ‚Nase voll!‘

23
Jun
08

Ich und München

An sich haben München und ich ein Problem: wir mögen uns nicht so besonders. Ich war letztens das dritte Mal dort (nach ca. 1982 & 1990) und es gab, abgesehen von meinen Freunden, die ich dort besuchte, zwei Lichtblicke: der Viktualienmarkt und ein zufälliger Besuch des schönen Geschäftes von Herrn Vogt.
Auf der Rückseite des Münchner Rathauses gelegen, zog die Auslage meinen Blick schnell an. Fayence- und Steinzeugkrüge in einer Qualität, wie ich sie sonst nur aus Museen kenne. Die Präsentation in vitrinenartigen Auslagen verwandelte jedes Stück in ein optisches Schmuckstück. Durch die Fenster konnte ich weiter hinten im Laden einen so genannten „Bartmann“ sehen, ein Stück aus rheinischer Produktion, welches so makellos von ferne schien, dass mich der Eingang förmlich ansog.
Im Laden war der Besitzer im Gespräch mit einem Kunden, ich wartete höflich (wie es ja meine Art ist) und wurde aber sofort freundlich angesprochen. Meiner Bitte, den „Bartmann“ einmal genauer anschauen zu dürfen, wurde schnell entsprochen. In diesen Momenten wünsche ich mir meine weißen Stoffhandschuhe her, denn in solchen Momenten kriege ich spontan feuchte Hände vor Freude.
Schnell entspann sich ein Gespräch zwischen dem Ladeninhaber, dem Kunden, den ich bislang in „Der Alte“ oder im „Traumschiff“ einordnete, und mir ein überraschend fachkundiges Gespräch über die rheinische Steinzeugproduktion des beginnenden Spätmittelalters.
Eine sehr schöne halbe Stunde verbrachte ich in dem Laden, den ich nachher hochzufrieden mit einem Hochglanzkatalog des Hauses als Geschenk verließ.

Ja, München, so könntest Du dich häufiger zeigen, so gefällste mir!

adresse:
Antiquitäten am Rathaus, Inh. P. Vogt, München
Marienplatz 8, Rathaus-Rückseite,
80331München
+49 89 294132

21
Jun
08

Hölle, Hölle!

Heute saß ich mit meiner Tante, die auf Besuch ist, nach einem längeren Spaziergang, der bei uns beiden ein Dürstchen erzeugt hatte, an der Spree, gegenüber dem Bode-Museum. Die Tante trank mit großem Vergnügen die erste Bionade ihres Lebens und ich freute mich an ihrer Freude darüber. Weiterlesen ‚Hölle, Hölle!‘

20
Jun
08

Fürstenberger Weiß

“Fürstenberger Porzellan”, das bedeutete bis vor wenigen Jahren nur Bedarf für den gehobenen Haushalt, deren Mitglieder vorzugsweise jenseits der 50 waren. Hier noch ein weißes Porzellanpferd auf der Anrichte, dort ein Döschen mit Blumendekor auf der Dame Schreibtisch mit ein paar Pralinchen zur geistigen Unterstützung bei der Verfassung von Einladungen. Und für das Sonntagsmahl wurde natürlich auch das gute Porzellan aufgedeckt. “Grandma’s Finest” halt. Aber seit etwa 15 Jahren weht eine frische Brise durch die ehrwürdigen Manufakturgebäude! Natürlich bekommt man auch heute noch die alten Formen und Dekore nach, natürlich wird auch heute die Handarbeit groß geschrieben, aber auch schlichtes, edles Design, fast skandinavisch anmutendendes, findet sich endlich im Sortiment. Denn neben den “guten alten Kunden” sollten und mussten auch neue, junge Käufer gewonnen werden, damit die Traditionsmarke aus dem Weserbergland nach 260 Jahren weiter bestehen konnte. Und so bekommt das Fürstenberger Porzellan seit einigen Jahren auch wieder Preise für innovatives Design, gut so!
fuerstenberg 2
Nur wenig bekannt ist, dass die Porzellanmanufaktur die zweitälteste, die, neben Meißen bis heute produziert. Sie wurde von den Herzog Carl I. von Braunschweig 1747 gegründet und in der Nähe seines weitab von aller Welt liegenden Jagdschlosses oberhalb der Weser untergebracht. Denn damals war die Produktion des “weißen Goldes” noch so etwas wie ein Staatsgeheimnis, welches es vor der Konkurrenz zu bewahren galt.

Ein paar Stunden sollte man durchaus einplanen, wenn man einen Gang durch das Museum, welches im Hauptgebäude des ehemaligen Schlosses eingerichtet wurde. Zusammen mit der Hinwendung zu modernerem Design der Marke Fürstenberg erlebte auch das Museum eine Verjüngung, verbunden mit einer guten wissenschaftlichen Betreuung.
Besonderes Augenmerk sollte man dem “Treppenhaus” des Renaissancebaus widmen, es ist der mittelalterliche Rest der Vorgängeranlage, der Burg der welfischen Herzöge aus dem 14. Jahrhundert, sehr gut erhalten.
So ist ein Nachmittag in Fürstenberg eine echte Zeitreise, vom mittelalterlichen Palas bis hin zum zukünftigen Designklassiker.

Meinbrexener Straße 2,
37699 Fürstenberg
+49 52 71401-161
http://www.fuerstenberg-porzellan.com

Öffnungszeiten des Museums: Di-So 10.00 bis 17.00 Uhr, montags geschlossen, geänderte Öffnungszeiten im Winter,
Eintritt Erwachsene 5 Euro, vielfältige Familien-, Gruppen-, Schülertarife am besten auf der Website nachschauen.

18
Jun
08

Wie alt bist du denn?

Normalerweise stellt sich die Frau von Welt diese Frage höchstens still und leise morgens vor dem Spiegel. „Guten Morgen, wie alt bist du heute denn?“ oder so ähnlich. Weiterlesen ‚Wie alt bist du denn?‘

17
Jun
08

Völkerschlachten

Vier lange Tage wurde gefochten, geschossen, geritten, sich zurückgezogen, sich neu aufgestellt, auf Unterstützung gehofft, die Niederlage eingestanden, verzweifelt, gelitten und schließlich gestorben.
Es waren die Tage zwischen dem 16. bis 19. Oktober 1813. Um Leipzig waren mehr als 500 000 Soldaten aus vielen Ländern waren beteiligt, auf beiden Seiten. Auf der einen stand Napoléon, Kaiser der Franzosen mit seinen Verbündeten, auf der anderen die Preußen, die Österreicher, die Russen und die Schweden. Weiterlesen ‚Völkerschlachten‘

17
Jun
08

Eingelegtes Gemüse


Letztens, bei einer Ausstellungseröffnung in der Slawenburg Raddusch wurde folgender Sinnspruch gehört und mir weiter erzählt: „Die Gurke ist das Parteiabzeichen des Spreewälders.“

Was für ein Satz! Eigentlich hätte hiernach Stille, in der man eine Stecknadel zu Boden hätte fallen hören müssen oder doch eine Gurke in die Einlegeflüssigkeit. Weiterlesen ‚Eingelegtes Gemüse‘

08
Jun
08

Sunset in Berlin

Was macht man, wenn der Besuch schon mal eine Stadtrundfahrt im Bus gemacht hat (und dabei fast rausgeflogen wäre ob lauthalser Freudenausbrüche)? Man begibt sich auf’s Wasser! Und da soll es etwas anderes sein als die üblichen Touren!
Die Sunset-Tour vereint die unterschiedlichen thematischen Touren der Geschichtswerkstatt zu einer bunten, aber unterhaltsamen Mischung und da dachten wir, dass es genau das Richtige für uns acht wäre. Da ja bei acht differierenden Meinungen einfach nicht langfristig vorgeplant werden sollte, habe ich nicht über das Internet gebucht, sondern wir sind nach vielfältigen Irrungen, Wirrungen ob des ungekennzeichneten Startplatzes einfach so da gewesen. Ein kleines Gewitter über der Stadt sorgte für eine spektakuläre Wetterkulisse. Aber bald konnten wir von unten aus dem Bauch des Schiffes auf’s Sonnendeck ziehen. Moderiert wurde die Tour zu zweit, kleine Lesungen von Gedichten und Textpassagen zu den eben passierten Sehens- und Merkwürdigkeiten gab es von einem Herrn mit offensichtlicher Schauspielstimme. Lecker! Leider ist derzeit der Landwehrkanal abends für die Schifffahrt gesperrt, so dass die Tour nur auf die Spree auf- und ab ging, dafür bis zum Treptower Park hoch.
Der Sonnenuntergang war wirklich toll, so vom Schiff aus und dann diese Stimme, mit der selbst Gottfried Benns „Blinddarm“ romantisch klang.
Wir waren uns ja einig, dass wir den Vorleser bitten wollten, uns eine Gute-Nacht-Geschichte vorzulesen. Da wir aber alle sehr schüchtern sind, haben wir uns nicht getraut.
Doof, doof, doof!!!

Berliner Geschichtswerkstatt e.V.
Goltzstr. 49, 10781 Berlin
+49 30 2154450




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