Archiv für Januar 2008

27
Jan
08

Zoobesuch in Berlin, bitte so schnell nicht mehr!

Hach, ich gehöre auch weniger zu den Hin- als zu den Hergerissenen, seitdem ich gestern das erste Mal in Berlin in einem der Zoos war. Aber der Reihe nach: Weiterlesen ‚Zoobesuch in Berlin, bitte so schnell nicht mehr!‘

23
Jan
08

Dampflokomotivenfriedhof

Brandenburg hat viele verborgene oder halb verborgene Schätze und Schätzchen. Und einen davon entdeckte ich letztes Jahr hier, bei q*pe. Einen toll geschriebener Beitrag von frau indica über einen Lokfriedhof in Frankfurt las ich und war begeistert, denn ich sollte einige Woche in der Gegend sein.

Im Sommer 2007 bin ich aufgrund des Beitrages los gezogen, um diesen Platz hinter dem Aldiparkplatz zu suchen und fand ihn auch.
Hier standen auf einem Abstellgleis eine ganze Reihe verrosteter Loks, eine hinter der anderen, eine irgendwie auch trauriger als die andere. Bunte Sommerblumen wuchsen wild wuchernd um die Kolosse herum und bildeten ein bizarres Ensemble.

Nicht mehr vorhanden (Stand 2014)

August-Bebel-Straße 1, jenseits des Aldiparkplatzes,
15234 Frankfurt (Oder)
GPS-Daten von google-maps: 52.344992,14.527527

18
Jan
08

Das Heim der ledigen Mütter

Wer sehr kurzfristig, so wie ich, eine Unterkunft in Eisenhüttenstadt braucht, kann dank der Internetpräsenz das Pech haben, in diesem Plattenbau zu landen. Da ich aufgrund der nicht schlechten Erfahrungen aus Lübbenau die nicht unberechtigte Hoffnung hegte, auch hier ordentlich zu logieren.
Der Anruf war schnell gemacht, ich wurde freundlich am Telefon empfangen. Weiterlesen ‚Das Heim der ledigen Mütter‘

11
Jan
08

Walther im Lusamgärtlein

Das Lusamgärtlein ist ein verstecktes Kleinod, welches nur selten von einer Touristengruppe aus seinem Träumen gerissen wird. Still ist es hier, Weiterlesen ‚Walther im Lusamgärtlein‘

08
Jan
08

Komischer Winter

Samstag gab’s Eisregen, Sonntag war’s noch kalt mit ein paar Schneeflocken, Montag morgen war es wieder kalt mit Glatteis, dann kam später wieder Eisregen dazu und heute war es morgens vier Grad über Null mit sonnigen Abschnitten.
Was ist das denn für ein Winter?

Ich will Schnee, einmal schön Eislaufen. Dazu Sonne, blauer Himmel…

04
Jan
08

Aus dem Westfalenland oder „hommaButtaaa“

Immer, wenn ich länger im Ostwestfälischen weile, ist mir klar, dass ich für dieses aufregende Abenteuer genügend Proviant benötigte.

Und wo kriegt man den am preisgünstigsten oder anders gefragt: welches ist der erste Supermarkt, den man am Wegesrand antrifft, wenn man das Ortsschild „Höxter“ passiert hat? Ja, der Feinkosthändler mit den vier Buchstaben. Nicht Mama, nicht Omma, nein, der Aldi – Markt.

Bereits auf dem Parkplatz des Marktes beschleicht mich das vertraute „Und–täglich–grüßt–das Murmeltier“ – Gefühl: Man sieht sofort und ohne Vorwarnung diejenigen, die schon immer in Höxter gewohnt haben. Man hat zwar die Namen vergessen, weil man sie eigentlich auch gar nicht persönlich kannte, sondern nur Sonntags aus der Kirche oder vom Schützenfest oder aus der Schule, ohne mit ihnen je das Klassenzimmer geteilt zu haben oder aus der Sparkasse. Dann hört man die aus Jugendtagen vertraute Sprache, in der viele Sätze mit „und ich sach noch..“ beginnt und mit „sach ich da“ beendet werden. Zumeist wird dieses mit der Nennung einer nicht am Gespräch Beteiligter Personen kombiniert, die sozusagen als Gewährspersonen für bereits „Gesachtes“ dienen können[1].

Zurück in’n Aldi.

Der Westfale an sich braucht Stunden, um einzukaufen oder wenn er durch starke Gewohnheiten geprägt ist, nur wenige Minuten, da er sowieso immer dasselbe kauft. Wenn Feiertage in erreichbarer Nähe sind, wie an jenem Tag Anfang April 2006, da Ostern mitsamt dem nicht verkaufsoffenen Karfreitag nur noch vier Tage entfernt war, kommt in den Westfalen jedweden Alters so etwas wie eine kollektive Erinnerung an die „schlechte Zeit“ zurück. Auch wenn sie sie aufgrund ihres Geburtsalters eigentlich gar nicht kennen. So auch die Höxteraner. Sie steigen mit einem Gefühl der Panik ins Familienauto, was sich in der Regel durch einen großen Kofferraum hervortut, fahren „nach’n Aldi“ und beginnen, einzukaufen. Da werden die Einkaufswagen, die, so habe ich den Eindruck, in jener Region sowieso besonders groß sind, bis zum Auseinanderbiegen des Drahtgeflechtes gefüllt, manchmal sogar noch ein zweiter Einkaufswagen hinzugeholt. Und genau in dieser Situation befanden sich die Einkäufer an jenem Montag Mittag. Die einen bewegten sich, scheinbar noch unschlüssig, zwischen den Regalreihen, andere schoben mit vor Anstrengung geröteten Gesichtern voll beladene Einkaufswagen.

So ein Einkaufswagen kam mir im Gang mit den Nudeln und sonstigen Nährmitteln entgegen. Zunächst sah es so aus, als würde er sich auf geheimnisvolle Weise selber bewegen, dann aber sah ich, dass er von einem nicht sehr hoch gewachsenen Mann geschoben wurde. Auch er sah sichtlich angestrengt aus. Und was türmte sich nicht alles in dem Wagen, es sah wirklich so aus, als ob jeder Artikel der Aldi-Filiale mindestens einmal vertreten war. Drei große Pakete Toilettenpapier, die im Begriff waren, das Gefährt mittels Herunterrutschen verlassen zu wollen, lagen ganz oben drauf.

Dann hielt der Wagen an. Der Mann dahinter richtete sich auf und rief mit leicht angestrengter Stimme über das Warenregal in den nächsten Gang herüber: „HassenochgenuchButttaMellanie?“ Jau, welch gewichtigen Worte… oder genauer gesagt: ein Wort… „HassenochgenuchButttaMellanie“. Unwillkürlich blieb ich stehen, vergewisserte mich mit einem Blick in meine kleine Einkaufstasche, die ich langsam an mich zog, dass sich darin ein Stück Butter befand. Die Antwort auf die Frage des kleinen Mannes ließ auch nicht lange auf sich warten.

Melanie näherte sich. Was für eine Frau! Die Walküren hätten ihre wahre Freude an ihr gehabt: sie war mindestens 1,90m groß und ich schätzte sie auf ca. 125 – 140 kg Lebendgewicht.

Tausende von Gedanken wirbelten in meinem Kopf umher. „hoffentlich hatte ALDI genug Butter“, war einer von ihnen, ein anderer: „schnell weg, bevor die Riesin erschnüffelt, dass sich inmitten meiner läpperlichen Menge an Einkäufen auch ein Stück Butter befindet“. Ich drehte mich betont langsam um und bewegte mich vollkommen unauffällig zur Kasse. Zwei Kinder, die verblüffende Ähnlichkeit mit der Riesin hatten, starrten mich an. Sie waren höchsten drei und fünf Jahre alt, wie ich nach einer schnellen Diagnose des Zahnstandes der Kinder ermitteln konnte, da sie mit offenem Mund da standen und nacht „Buttaaa“ witterten. Ich lächelte sie liebreizend an, ging schnell um sie herum und begab mich in den Schutz der Schlange vor der Kasse. Hinter mir hörte ich, wie Melanie ihrem Männlein zurief:

„JauichbrauchnochButtahommmafümmfStückissjaOstanOmmakommt“. Ich presste mein Stück an mich. Nein, das ist meins, dachte ich, mir meiner westfälischen Gene schlagartig bewusst werdend. Die Verkäuferin schaute etwas merkwürdig, als sie das verformte, warme Päckchen Buttttaa über den Scanner an der Kasse zog.


[1] Als Beispielsatz mag dieser Satz dienen: „Und ich sach noch zu Golückens Mechthild, da kommt bestümmt Regen, wenn ich getzt de Wesche aufhengg, sach ich da.“

03
Jan
08

Bleib mein Freund…

Also, wenn ich so an meine Schulzeit zurück denke, mag ich nur wenige der damaligen Schulkameraden wieder sehen. Bei anderen Leuten scheint das anders zu funktionieren, sie ergötzen sich an Klassentreffen nach fünf, siebeneinhalb, zehn, zwanzig oder fünfzig Jahren. Ein anderes Modell ist das der „Goldenen Kommunion“- oder der „Diamantenen Konfirmation“-Treffen.
Nun hat jemand Findiges die Seite „Stay-friends“-Site in’s Leben gerufen. Toll, wer will, kann sich da anmelden und seine verschollenen guten alten Freunde wieder finden.
Dummerweise muss das dem Suchenden auch einen Jahresbeitrag von 18 Euro wert sein, damit man überhaupt mit den Fundstücken aus der Datenbank in Kontakt treten kann. Ansonsten kann man nix machen und auch nicht Freunde bleiben oder wieder werden.
Geschickt….

01
Jan
08

Schon wieder….

…. muss ich mir eine neue Jahreszahl für ein Jahr einprägen, es wird wahrscheinlich bis Mitte Januar dauern, bis ich die „2008“ ohne lange nachzudenken, schreibe.
Der Jahreswechsel war in Berlin irgendwie komisch. Es wurde schon seit dem frühen Abend gekracht und geböllert, dass ich nachher gar nicht mehr wusste, wann denn nun wirklich die Minute „0“ des neuen Jahres war. Nun liegt die nächsten Tage der Papier- und Pappmatsch der Raketenverpackungen auf den Straßen rum, bis die BSR alles weggeschafft hat.
Komischer Jahreswechsel….




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