Archiv für November 2007

29
Nov
07

Alle Neune?

Normalerweise geht die Dame von Welt nur in Lokale, deren Reputation ganz sicher untadelig ist. Normalerweise!
Es gibt aber auch Ausnahmen. Wenn aus Halle der Ruf zum gemeinsamen Kegeln im (für mich Ex-)Kollegenkreis ertönt, dann gibt es kaum noch ein Halten mehr. Widrigkeiten wie Kilometer, Wetter oder Termine werden hin- und hergeschoben, damit ich mitmachen kann.
Eigentlich hatte ich Kegeln immer für eine eher spießige Angelegenheit gehalten, bis ich in die Fänge von „Traktor“ und „Turbine“ geriet. Angeführt von zwei verdienten Kegelherren wird mit Blut, Schweiß und Tränen um jeden Kegel gekämpft. Nicht, dass es viel helfen würde, das Geschimpfe, Gelächter und Gebrüll, aber es macht einfach Spaß.
Gekegelt wird auf zwei Bahnen, dazu gibt’s Wohlfeiles aus dem Glas zu trinken. Und dann beginnt der Kampf um jede Kugel, die in der Rinne landet. Irgendwann schmerzt der Wurfarm, zumindest meiner, aber aufhören mag kaum jemand. Fünf Runden à 100 Wurf haben wir schon geschafft, danach bin ich zumindest auf „allen Vieren“ aus diesem exotischen Ort gekrochen, mit der festen Aussicht auf den Muskelkater am folgenden Tag.
Aber scheeeeee war’s doch immer wieder und ich freue mich sofort auf das nächste Mal!

25
Nov
07

Sonntag, oh Sonntag!

Kaum hat das Wochenende angefangen, ist es auch schon wieder vorbei. Aber irgendwie ist das ja jedes Wochenende so. Und plötzlich ist wieder Montag.
Um den Sonntag zu beginnen, gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten nach dem Aufstehen. Frühstück zuhause, Garderobe dafür eher nachlässig oder Frühstück außerhäusig, Garderobe dem Wetter und dem Anlass eher angemessen.
Heute haben wir das Frühstücksangebot im Karvana in der Gabriel-Max-Straße getestet. Zusammen mit einer lustigen Runde haben wir uns gemütlich in den Sesseln gelümmelt, Tee, Kaffee- und Schokoladenspezialitäten des Hauses schnabuliert und viel, viel erzählt und viel, viel über Abwesende geredet.
Nach nur etwa 5 Stunden waren wir mit dem Frühstück fertig.
Ist doch eine gute Halbwertzeit, oder??

Und für die heimische Tasse gibt’s dort auch diese verführerischen Zotter-Schokoladen zum Mitnehmen, fair gehandelt und biologischer Kakaoanbau inklusive.

11
Nov
07

Wien, das Naturhistorische Museum

Um es gleich vorweg anzumerken: wer in dieses Museum gehen möchte, braucht drei Dinge:
Zeit, bequemes Schuhwerk und einen großen visuellen Speicher, der bereit ist, diese vielen Eindrücke aufzunehmen.

Ich konnte letzte Woche nur mit bequemen Schuhen und einem akzeptablen Speicher aufwarten. Genug Zeit hatte ich noch nie für dieses wunderbare Museum.
Wer in diesem Museum allerneueste museumpädagogische Tricks erwartet, dürfte vielleicht ein kleines bisschen enttäuscht werden, denn das Naturhistorische Museum in Wien ist bereits als Gebäude ein Exponat. Und zwar eines, welches selber schon in eine Vitrine platziert werden müsste. Hier wurde zusammen mit dem Kunsthistorischen Museum nebenan als Museumsbau konzipiert, es ist also kein umgewidmetes Gebäude, für welches keine andere Nutzung gefunden werden konnte.
Nachdem die mächtigen Türen hinter mir zugefallen waren, der Mantel abgegeben und die Karte von einem freundlichen Museumwärter (ja, hier passt das Wort!) abgerissen worden war, machte ich mich auf den Rundgang.
Zunächst begrüßt den Besucher der ausgestopfte Löwe im Entrée, der wahrscheinlich genauso oft wie der Schiefe Turm in Pisa fotografiert wird. Ja, ich hab’s auch getan!
Unser erster Besuch ging in die Paläontologische Abteilung zu den Dinosauriern. An sich ist diese erdgeschichtliche Epoche nicht die, in der ich mich wirklich zuhause fühle, aber dieses Gefühl von „Jurassic Parc“ mit den riesigen Exponaten der Urzeitler ist schon beeindruckend. Manches in der Abteilung ist recht textlastig, an den Exponaten habe ich manchmal doch eine Erklärung vermisst. Dieses Miteinander von historistischem Museumsambiente mit den altertümlichen Holzvitrinen und den gigantischen Sauriern ist einfach ein besonderes Erlebnis.
In der archäologischen Abteilung fühle ich mich dann wieder vertrauter. Auch hier sind die prachtvoll ausgemalten Säle dicht an dicht mit den Holzvitrinen bestückt, in denen sich die Exponate regelrecht drängen. Aber auch hier würde ich mir eine bessere, sprich eine detailliertere Beschriftung wünschen, die nicht nur den Laien als Besucher an die Hand nimmt, sondern auch dem Fachbesucher genauere Informationen über Fundorte und -umstände gibt. Sehr spannend ist der k.u.k. geprägte Blick auf den Balkan, der Mitteleuropa manchmal vollends in’s Hintertreffen geraten lässt.
Die Epochen der Stein-, Bronze- und Eisenzeiten sind reichhaltig, zumeist mit namengebenden Fundorten vertreten. Für mich immer wieder schön sind die Funde aus dem Gräberfeld von Hallstatt, welches seinen Reichtum der Grabausstattungen direkt dem Salzbergwerk und dem damit verbundenen Salzhandel verdankt. Dieser Fundort war Mittelpunkt manches Referates, welches ich während meines Studium halten musste oder gehört habe. Und dann steht man fast mittendrin, toll!
Mein visueller (Gehirn-)Speicher drohte oftmals überzulaufen, daher kann man diese Vielfalt beim ersten Besuch kaum erfassen.

Mein absolutes Highlight ist die Venus von Willendorf, jenes kaum 10 cm hohe Frauenfigürchen aus Kalkstein mit ihren imposanten fraulichen Ausmaßen. Es wird in einem kleinen, stark abgedunkelten Kabinett präsentiert, in einer Vitrine effektvoll ausgeleuchtet. Die Welt bleibt im wahrsten Sinne des Wortes draußen, wenn man das Glück hat, ihr alleine gegenüber zu stehen und dieses einzigartige Kunstwerk aus der frühen Menschheitsgeschichte auf sich wirken lassen zu können.

Für die Mineralogie hatten wir dann zum Schluss nur noch wenig Zeit, das muss bis zum nächsten Wienbesuch warten.
Man merkt, dass das Museum arbeitet: auch wenn es bereits in den Grundzügen mehr als 250 Jahre alt ist, werden in den letzten Jahren ganze Abschnitte überarbeitet und modernen Sehgewohnheiten und Ansprüchen angepasst. Es dauert halt nur, damit muss man sich abfinden.
Dennoch freue mich schon sehr auf meinen nächsten Museumsbesuch im Naturhistorischen…

Adresse:
Naturhistorisches Museum
Burgring 7, 1010 Wien
http://www.nhm-wien.ac.at/

Öffnungszeiten: Mo, Do-So: 9-18.30, Mi: 9-21, Di: geschlossen
Eintritt: Erwachsene 8 €

08
Nov
07

Frühstück bei Muhß

Brandenburg ist groß und hat viele Möglichkeiten, sein müdes Haupt zu betten. Wenn man beruflich unterwegs ist und das Budget für die Übernachtung recht übersichtlich ist, wird das automatisch die Auswahl der Übernachtungsmöglichkeiten auch. Manches ist skurril Weiterlesen ‚Frühstück bei Muhß‘

03
Nov
07

„Röbler Thor“ in Wittstock

Zum Abschluss des sechswöchigen Arbeitsaufenthaltes in Wittstock wollten wir uns noch einmal etwas Nettes gönnen, eigentlich sollte es sogar das Netteste am Orte sein.
Somit fiel unsere Wahl auf das „Röbeler Tor“, ein Restaurant mit kleinem angegliederten Hotel. Man ist sehr stolz darauf, dass Königin Silvia von Schweden mit ihrem Carl Gustav 2002 hier privat abgestiegen ist Weiterlesen ‚„Röbler Thor“ in Wittstock‘




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