Archiv für die Kategorie ‘jahreszeitiges’

Wo bleibt der Sommer?

25. Juni 2009

Ein Rundgang über den Balkon… so richtig sommerlich sind grüne Tomaten noch nicht, oder?

Nachtrag am 10.07.09:

Beute vom Balkon:

eine Zucchino, drei weitere sind im Wachsen

eine Tomate, zwei weitere sind rot, eine noch unentschieden:

tomaten

Tomaten, gestern; die kleine ist heute etwas rötlicher

Lasst Blumen sprechen…

5. Juni 2009

Blumen

Frohe Ostern!

12. April 2009

Ostern ist eigentlich bei mir so eine Art Reisefest, denn meistens bin ich zu entweder zu meinen französischen Freunden, zu meiner Schwester oder sonst irgendwie in der Weltgeschichte unterwegs oder ich habe Besuch von meinen französischen Freunden, von meiner Schwester (mehr…)

Wherever I lay my hat… that’s my home!

6. Februar 2009

Langsam ging ich vom Supermarkt nach Hause, die Taschen samt Inhalt zogen mit ihrem Gewicht ganz schön an den Schultern. Die Musik plätscherte durch den Kopfhörer in meine Ohren und Gehirn. Ich schaute an der Ampel auf meine Stiefel, dann ging ich mit den anderen Fußgängern über die Straße.
Unvermittelt war es wieder da, dieses Gefühl der Erkenntnis, dass ich wirklich in Berlin bin, dass ich hier wohne und das schon seit Jahren. Von Zeit zu Zeit trifft mich diese Erkenntnis immer mal wieder. Und dann bin ich sehr überrascht, dass ich mitten in Berlin bin und nicht in Göttingen oder Würzburg, Halle/Saale, Münster, Paderborn oder sonst wo. Natürlich freue ich mich sehr, dass ich nicht in den vorgenannten Städten weile, sondern hier, wo ich, nachdem ich hier meine Kopfbedeckung aufhängte, heimisch geworden bin, aller anderen Zugezogenen (Schwaben etc.) zum Trotz.
Ich liebe diese Stadt inzwischen, auch wenn ich den Geruch von Hundefäkalien manchmal nur schwer ertrage oder den Dreck auf Straßen und Bürgersteigen, der umso mehr auffällt, wenn der immer grauer werdende Schnee geschmolzen ist.
Peter Fox hat’s auf den Punkt gebracht:

Den Kopf erhoben, schaue ich mich um, als ich meine Einkäufe nach Hause schleppe, gleich gibt’s einen Caipirinha auf Berlin!

2009…

4. Januar 2009

Feuerwerk

Silvester in Friedrichshain

1. Januar 2009

Wenn sich das Jahr dem Ende zu neigt, dann steht wohl Silvester vor der Tür. Da wir in einem älteren Berliner Haus wohnen, bei dem noch keine schicke Dachgeschosswohnung den Zugang auf selbiges verstellt, ist der Weg in den nächtlichen Himmel noch offen.

Seit wir hier wohnen, verabschieden wir das alte Jahr und begrüßen wir das neue mit einer Prise Nachtluft um die Nase und einer ordentlichen Lungevoll Pulverdampf oben auf dem Pultdach, mit einem Rundumblick über Friedrichshain und Lichtenberg. Dummerweise scheint sich inzwischen herumgesprochen zu haben, dass wir noch eine der letzten freie Dachzugänge haben und so stapften gestern ganze Heerscharen an uns vorbei, rissen die Dachluke auf und stiegen sehr selbstverständlich auf’s Dach. Bis hierhin habe ich ja auch noch nichts dagegen einzuwenden, ich teile ja gerne!

Dass dann aber betrunkene Amerikanerinnen mit ihrer Jim-ich-sauf-mich-dumm-Beam-Flasche auf dem leicht abschüssigen Dach, von dem man geschätzte sechs Stockwerke herunterfallen kann, herumspringen und irgendwelche recht finster blickende Idioten wahrscheinlich sprengstoffhaltige Kracher in die Kamine warfen, hat mich dann doch reichhaltig verstimmt.

Immerhin war ich mit Menschen auf dem Dach, die mir sehr viel bedeuten und so habe ich doch noch eine schöne, wenn auch eiskalten Zeit über den Dächern von Friedrichshain verbracht!

Frohes neues Jahr, Berlin und Welt!

Na dann: frohe Weihnachten!

24. Dezember 2008

Liebe Leser und Leserinnen,

ich wünsche allenthalben schön Festtage, ohne Stress, ohne Familienstreit und natürlich mit zauberhaften, liebevoll ausgesuchten Präsenten!
Mit dem Heilig Abend verbinde ich eine ganz besondere Geschichte, nein, nicht die von Peter Handtke und der „Möhre“, sondern die mit einer Rinderzunge und meinem Vater. (mehr…)

Advent, Advent…

30. November 2008

Heute ist der erste Sonntag der Adventszeit. Auch wenn ich schon lange nicht mehr der großen Glaubensgemeinschaft der Katholen angehöre, sind mir doch die Rituale und Bräuche nie fremd geworden. Und dazu gehört eben der Adventskranz, (mehr…)

Zu Tisch…

18. Oktober 2008

Heute ist es so herbstig, dass ich beschlossen habe, ein herbstliches Allerlei (mehr…)

Mein Wochenmarkt

24. August 2008

Der Wochenmarkt auf dem Boxhagener Platz ist am Samstag morgen einer der besten Plätze in Friedrichshain. Hier gibt es eine Menge Bio-Stände meist vom Direkterzeuger mit Obst und Gemüse, aber auch den Räucherfisch aus dem mobilen Ofen oder die Wurst aus Thüringen, gewürzt mit Witz und Pfeffer.
Dann gibt es auch den Stand mit frischem Espresso oder frischen Kuchen und Brot.
Vergessen wir nicht die Stände mit türkisfarbenen Nachthemden, die aber irgendwie…. hmmm… das Bild abrunden!
Bei Regenwetter teilt man sich das Marktvergnügen nur mit relativ wenigen Unentwegten, die wirklich Kartoffeln kaufen.

Der Einkaufszettel vom 19.5.07:
Erdbeeren – angeblich deutsche Freilandware, roch gut, war aber noch nicht so richtig erdbäärig
Spagel – brandenburger Ware: UNGLAUBLICH lecker! duftete schon beim Einkauf gut, sehr frisch
Kartoffeln – ein Muss zum Spargel, vorwiegend festkochend
Pfefferminze – meine auf dem Balkon ist noch nicht so ergiebig, dass ich dauernd Tee kochen könnte, diese war sehr lecker-minzig und hat natürlich nix mit der Teebeutel-Minze unserer Kindertage in Jugendherbergen und Krankenhäusern zu tun..

Der Einkaufszettel vom 24.8.2008
Da kämpfen immer zwei Seelen in meiner Brust am Samstagmorgen: gehe ich früh hin wegen der besten Blumen und der frischesten Kräuter oder lieber spät, kurz vor Schluss, damit ich Obst und evt. Gemüse preisgünstiger bekomme.
Meist entscheide ich mich für letzteres.
Heute gab es:
- Augustäpfel, die mit der pastellig-grünen Schale, klein und süßsauer
- Zwiebeln, aber so niedliche kleine, dass man sie im ganzen schmoren kann
- Pfirsiche für den Nachtisch heute abend, der Rest wird Konfitühüüre
- einen Blumenstrauß aus quer-durch-den-Garten-Blumen
Unbezahlbar dabei sind die kleinen Plaudereien mit den Marktfrauen an meinen Lieblingsständen, zumeist stehen sie seit langen Jahren auf dem Markt.
Die Blumenfrau erzählte mir von ihrem Garten, zeigte Bilder vom Blumenladen der Tochter in Altlandsberg, die sie aus ihrer riesigen Tasche zauberte, und ließ sich auch von einem arroganten Fatzke, der ihr erzählte, dass er Sonnenblumen gar nicht leiden kann (Geschmackssache, aber der Tonfall macht die Musik!), nicht aus ihrer gelassenen Ruhe und Freundlichkeit bringen. Kein Wunder, bei fast 75 Jahren, wie sie mir stolz erzählte, die man ihr wahrlich nicht ansah, nur den Händen, die von harter Arbeit in der Landwirtschaft kündeten. Nach dem harten Sonnabend auf dem Markt, dem langen Weg sei sie Abends immer halbtot, aber am Sonntag, wenn das Radio liefe und sie gemütlich in der Küche säße, würde sie wieder Mensch, sagte sie und hatte ein breites Lachen um dem Mund und eine Warmherzigkeit in den Augen, die den frühherbstlichen grauen Wind sofort vergessen ließ.