Archiv für die Kategorie ‘Geschwurbel’

Ich hätte da mal eine Frage….

6. November 2009

Liebe Frau Sommer,

ist es eigentlich zuviel verlangt, dass Sie als Sekretärin, die eigentlich mit den gängigen Textverarbeitungs- und Mailprogrammen umgehen sollte, dass Sie also, wenn Sie eine Einladung zu einem Vortrag an meine Kollegen und mich verschicken, die Sie sich selber von der der Mailadresse der Poststelle an Ihre namentliche Mail-Adresse weitergeleitet haben, soweit auseinander pflücken, dass ich nicht eine Weiterleitung der Weiterleitung der Weiterleitung öffnen muss, um zu sehen, um was es eigentlich geht?

Ich frage meine Nachrichten schließlich per mobilem Taschengerät ab und möchte nicht meine Frühstückspause damit verbringen, diese unendlichen Weiterleitungen öffnen zu müssen.

 

Mit herzlichen Grüßen

Ihre

Richensa

 

Nachtrag:

Immerhin müsste man die Sekretärin in der Dienststelle der Professur für Ur- und Frühgeschichte auch einmal fragen, ob sie in das Anschreiben, welches sie in die Welt hinauspustet, nicht schon einmal den Referenten samt Titel seines Vortrags hinschreiben könnte und dann noch, ob sie denn nicht ein Word-Dokument mit Abbildung in eine schlanke pdf-Datei verschönern könnte, so dass man nicht all’ die sinnlosen Tabs und Returns sieht, die zeigen, dass sie auch nicht so richtig weiß, wie man so etwas gestaltet.

Fundstück des Tages

28. September 2009

Mein Fundstück des Tages hing noch hinter dem Scheibenwischer eines geparkten Autos:

onkel steini

Onkel Steini und Onkel Münte

Noch lächeln beide, photoshopgeglättet, offener Hemdkragen, Button-down-Hemd (denn so lässig wir dann doch nicht), zumindest den Sackoaufschlag dank Photoshop mit mehr Profil ausgestattet, Steinis Hand mit zufällig in die Bildecke noch passendem Ehering die dringend benötigte Seriosität verpasst.

Sagen Sie mal, meine Herren, wollten einer von Ihnen eigentlich überhaupt den Kanzlersessel, sei es für sich selbst oder für den anderen? Seiensedochmaäähalich!

Mannmannmann, Keeeäkeeäkeäää!

Ich gehe mich mal ne Runde fremdschämen… und das Fundstück des Tages wandert an die Innenseite meiner Wohnungstür, da wo schon eine Menge anderer Kuriositäten hängen. Zumindest dafür bedanke ich mich mal artig bei der SPD.

Da binsch wieder….

27. September 2009

So lange war es still bei Richensa, aber das soll nun wieder anders werden!

Aber ehrlich gesagt/geschrieben ist bei mir immer soviel los gewesen, so viel passiert, dass ich kaum im realen Leben zum Luftholen gekommen bin. So hat sich in meinem Kopf eine Menge angesammelt, was wert wäre, hier hineingesetzt zu werden:

da ist ein verloren gegangener schottischer General in Berlin, der seit 1758 tot ist,

da sind Norweger mit und ohne Pullis, dafür mit bunten Gummistiefeln

da sind uckermärkische Impressionen

und schlussendlich sind da zwei Wochen Südfrankreich-Erlebnisse, die geordnet werden müssen, im Kopf, die Fotos auf der Festplatte und die Highlights gibt es dann hier, versprochen!

Ach, Joulu, für Dich ist auch eine Karte aus Frankreich unterwegs, die EINZIGE, die es für dich hätte werden können, sie schwamm mir über den Weg!

Lasst mich noch etwas ordnen und vor allem, die Bilder zurechtlegen für die „erinnerungsengramme“, ja?

Blauer Salon

22. Juli 2009

In meinem Blogroll habe ich, seit ich hier schreibe, eine schöne Seite aufgeführt, die ich immer wieder gerne besuche: die Photoshopdisasters! Tolle Sachen, was die verschiedenen Mitschreiber so zusammensammeln!

Und nun habe ich selber ein schönes Beispiel gefunden, auf der Tür einer „blauen Box“, des „blauen Salons“ oder ganz profan: auf einer Dixi-Toilette. Wobei ich mich am Rande gefragt habe, warum der Aufsteller die Werbung auf der Innenseite der Toilette anbringt, denn wer drinnen sitzt, hat offensichtlich das Produkt gebucht, oder?

Aber das sei nur am Rande erwähnt.

Blaue Fee oder Alien?

Blaue Fee oder Alien?

So, liebe Leser, ich habe insgesamt zehn Photoshopattacken eines mäßig begabten Grafikers entdeckt.

Wieviele findet ihr? Reicht die Bildgröße aus? Kommt, suchet und findet!

Blaues Ding...

Blaues Ding...

Inzwischen wurde ich darauf hingewiesen, dass das blaue Ding das Kalenderblatt „Januar“ des Dixiklo-Kalenders 2009 ziert.

Perlzwiebelchen?

18. Juli 2009

„Perlzwiebeln?“ Mit dem befehlsgewohnten, preußischen Kommandoton eines Fräulein Rottenmeiers erschreckte uns die Dame mit der blondierten Betonfrisur, als meine Schwester und ich, nichts Böses oder gar die Existenz jener Perlzwiebeln ahnend, aus dem Gang mit dem Frühstückscerealien auf den Hauptgang des Einkaufszentrums im Hannoverschen einbogen. (mehr…)

Was bleibt übrig? – Gedanken um Friedrichshain

12. Juli 2009

Friedrichshain, Simon-Dach-Kiez. Da wohne ich. Ich habe mir vor einigen Jahren diese Gegend deswegen ausgesucht, weil ich als Noch-nicht-Berlinerin einen Stadtplan vor mir liegen hatte, auf dem die großen Straßen gen Süden, (mehr…)

Fenster zum Hof

10. Juli 2009

Wo immer ich meinen Hut hinlege, da bin ich zuhause… Dazu habe ich schon einmal hier ein paar Worte geschrieben. Nun kommen noch ein paar zu meiner persönlichen Hutablage dazu: ich wohne in einem dieser typischen Berliner Mietshäuser, die ein Vorderhaus, einen Seitenflügel und ein Hinterhaus haben. Und dazwischen liegt der mehr oder weniger nette Hof oder eventuell auch gleich mehrere hintereinander, was ursächlich mit der Zahl der Seitenflügel und Hinterhäuser zu tun hat. Kurz und gut: mein Hof ist nett, auf dem unsere Nachbarin Heidi ihre Herrschergelüste verwirklicht, denn eigentlich darf niemand außer ihr selber etwas in den Hofbeeten anpflanzen. Mein zaghafter Versuch mit ein paar Erdbeerpflanzen wurde verbal freundlich, danach praktisch gärtnerisch niedergemacht, aber ich wusste damals noch nicht um ihre Hoheitsrechte. Immerhin sorgen zwei pechschwarze Hofkatzen hoheitsvoll für die Rattenfreiheit.

Das Nachbarhaus ist eines der wenigen hier in der Ecke, die noch nicht renoviert, saniert und teuer wiedervermietet oder gar eigentumsbildend verkauft wurden. Mein Fenster vom Hof geht von der Küche aus und bietet fast so etwas wie einen Logenplatz, denn vom 4. Stock kann man gut in alle Fenster schauen. Wem das nicht recht ist, dass der Nachbar schaut, hängt Blickdichtes hin.

Seit genau 10 18 34 Tage lang fesselet etwas ganz ungemein meine Aufmerksamkeit:

Fenster zum Hof_01

06.07.09: Hemden, rumhängend

Nun ja, es sind vier weiße Hemden, die gebügelt im offenen Fenster hängen. An sich wäre das nicht ungewöhnlich, wenn sie genau so nicht schon seit zehn Tagen dort hingen! Tag und Nacht, bei Regen und Sonne, seit 10 Tagen.

Das eine ist sogar eines mit Knopflöchern für Manschettenknöpfe, es hängt auf einem hölzernen Kleiderbügel (Stöckchen für Lakritze!).

Fenster zum Hof_07

08.07.09: Hemden, bei leichter Sonne rumhängend

Was ist bloß mit dem Hemdenträger passiert oder mit der BüglerIn?

Also, er oder sie könnte unvermutet im Lotto gewonnen haben und zwar so viel, dass er oder sie spontan beschlossen hat, alles (also das ganze Leben & Berlin) hinter sich zu lassen, fürderhin nur noch ungebügelte Kokosnussschalen und Baströckchen resp. Eisbärenfelljacke über Seehundfellhosen zu tragen.  Das wäre die für den/die sonstigen BüglerIn angenehmste Geschichte.

Als Variante könnte man sich vorstellen, dass er oder sie beschlossen hat, nie mehr zu bügeln und so dem Protest eine sichtbare Note verleiht: „Seht her, ich kann bügeln! Aber ich werde es nie wieder tun!“

Nun kommen die unangenehmeren:

Er/Sie hat sich am Bügeleisen verbrannt, ab in die Notaufnahme und dort seit 10 Tagen => unwahrscheinlich, so lange bleibt man mit einer bügeleisenförmigen Brandwunde nicht im Krankenhaus.

Er/Sie wurde vom Hemdenträger umgebracht, weil das letzte Hemd nicht schön genug gebügelt war. Wenn dem so war, kann das Mordopfer nicht in der Wohnung liegen, sonst wären schon, (verzeiht, es ist ekelig) große schwarze Vögel da, die sich am Leichnam laben würden und kleine Krabbeltiere. Letztere sehe ich natürlich nicht von meinem Küchenfenster.

Was wohl passiert ist? Bin ich zu neugierig??

Gerade regnet es wieder, das Fenster steht offen, leise blähen sich die Hemden im Wind……

Fenster zum Hof_03

10.07.09: Hemden, bei Regenschauer rumhängend, ca. 13 Uhr.

11.07.09: Hemden in der Dämmerung, ca. 21.39 Uhr

11.07.09: Hemden, in der Dämmerung rumhängend, ca. 21.39 Uhr

Neuigkeiten am Fenster: Und wieder sind ein paar Tage vergangen, aber heute scheint Bewegung in die Sache zu kommen, nein, nicht in die weißen Hemden. Die hängen weiter wortlos herum, aber sie haben kurzzeitig Gesellschaft gehabt.

15.7.09: Gemeinsam rumhängen, nun auch in roter Gesellschaft

15.7.09: Gemeinsam rumhängen, nun auch in roter Gesellschaft (s. links)

Es ist Freitag abend, nach dem Gewitter ist es wieder ruhig im Hof geworden, aus einem Fenster schallt vielstimmig eine der wunderbaren Damen-Combos der 1960er Jahre, ein Sommerabend…

17.07.09: Hemden, im Fastdunklen herumhängend, leise zur Musik mit dem linken Ärmel wackelnd.

17.07.09: Hemden, im Fastdunklen herumhängend, leise zur Musik mit dem linken Ärmel wackelnd.

Heute morgen, als ich aufstand, hingen die Hemden noch so, wie ich sie heute nacht, als ich gen Schlafstatt strebte, im schalen Schein der Berliner Nacht gesehen hatte. Zugegebenermaßen habe ich nicht soviel Zeit wie eine echte Miss Marple, die diese 19 Tage lang auf der Lauer gelegen hätte, um den genauen Zeitpunkt nicht zu verpassen, an dem die Hemden sich endlich bewegen. So war ich ganz erschrocken, als mein Besuch die Veränderung am Fenster gegenüber bemerkte, die ich versäumt hatte.

19.07.09: Hemden, nach Platzwechsel erneut rumhängend

19.07.09: Hemden, nach Platzwechsel erneut rumhängend

Ein Teil der Hemden scheint nun in Gebrauch zu sein, der Besitzer scheint wieder aufgetaucht. Er kam in grauer Jogginghose, hinterließ diese auf dem Fensterbrett und muss wohl in das Manschettenknopfhemd geschlüpft sein. Ich hoffe natürlich, dass er auch ein adäquates Beinkleid dazu trägt.

Mal schauen, wie lange die Jogginghose im Fenster rumliegt.

23.07.09: Hemd hängt rum, Jogginghose hängt ab.

23.07.09: Hemd hängt rum, Jogginghose hängt ab.

23.07.09: Hemd hängt rum, Jogginghose liegt rum im Abendlicht

23.07.09: Hemd hängt rum, Jogginghose liegt rum im Abendlicht.

Und wieder senkt sich der Abend über den Hof, alles hängt und liegt an Ort und Stelle.

26.07.09: zwei Hemden hängen noch, die Jogginghose liegt auch noch rum.

26.07.09: zwei Hemden hängen noch, die Jogginghose liegt auch noch rum.

Heute ist der 4. August und ich habe beschlossen, die öffentliche Fensterbeobachtung einzustellen, denn die weißen Hemden und auch die Jogginghose sind endlich in’s Innere der Wohnung zurück gekehrt. Als ich heute morgen den noch schlaftrunkenen Blick über den Hof schweifen ließ, sah ich es:

hemd_15

04.08.2009: keine weißen Hemden mehr, die rumhängen

Die langwierigen Untersuchungen, nächtlichen Beschattung der weißen Hemden haben ein Ergebnis erbracht: ihr Mensch scheint ein unorthodoxes Lüftungsverhalten und ein offensichtlich ein Platzproblem (resp. keinen Schrank) zu haben. Kein Mord, keine Geheimnisse um die Hemden. Schade eigentlich!

Elefantös!

6. Juli 2009

Gerade habe ich etwas in Wassilys Weisheiten gestöbert und stolperte dort über ein schönes Bild. Zunächst dachte ich, dass er eine Reise in’s schöne Leipzig getan habe, aber nein, es gibt auch bei ihm um die Ecke offensichtlich Elefanten. (mehr…)

Wo bleibt der Sommer?

25. Juni 2009

Ein Rundgang über den Balkon… so richtig sommerlich sind grüne Tomaten noch nicht, oder?

Nachtrag am 10.07.09:

Beute vom Balkon:

eine Zucchino, drei weitere sind im Wachsen

eine Tomate, zwei weitere sind rot, eine noch unentschieden:

tomaten

Tomaten, gestern; die kleine ist heute etwas rötlicher

Neues Zuhause gesucht!

19. Juni 2009

Eigentlich ist Anke an allem schuld, eine wirklich gute Freundin. Anke hatte letztes Jahr beschlossen, unser liebliches Deutschland zugunsten von Norwegen zu verlassen, zumindest zeitweise. Kurz und gut: der Umzug, der eigentlich ja keiner war, vollzog sich etwas… hmm… verteilend. Ein kleiner Teil, nämlich der, der in ihrem geliebten schwarzen GOLF Platz hatte, wanderte mit, der Rest nicht. (mehr…)