Archiv für die Kategorie ‘elegische Landpartien’

„Zum Holunderstrauch“ in Wien

17. Oktober 2009

Bald ist es wieder soweit: Ich fahre nach Wien, um, wie seit einigen Jahren, dort zu tagen. Vor drei Jahren bekam ich von meiner Freundin Gabi, einer Native, den Tip, das Mittagessen im „Holunderstrauch“ einzunehmen. Nach meinem Besuch vor zwei Jahren entstand, damals noch für eine Veranstaltungsplatform, bei der ich damals schrieb, dieser Bericht.

Mittagszeit, der Magen knurrt. Die Bereitschaft, weiter nur den Kopf arbeiten zu lassen, sinkt gegen Null. Zum Glück haben wir ja in der letzten Woche bei einer Eingeborenen gewohnt, die immer für einen sehr guten Tip für uns zu haben war. Und die riet uns, zum Mittagsmahl in den „Holunderstrauch“ zu gehen. Die obere Gaststube ist klein, nur wenige lange Tische haben Platz in der Enge. Und somit muss man einfach einmal fragen, ob man sich zur Tischrunde dazu gesellen darf. Wir wurden freundlich eingeladen, uns zu setzen, und schon waren wir mit drei älteren, sehr charmanten Herren im Gespräch. Der Wirt war auch sofort da, um uns nach unseren Getränkewünschen zu fragen, und das Achtele Welschriesling und ein gespritzter Apfelsaft standen auch in allerkürzester Zeit vor uns durstigen Seelen. Ein preisgünstiges Mittagsmenü mit Backerbsensuppe und Champignongeschnetzeltem für 6 Euro gab es, so dass uns die Wahl nicht schwer fiel. Das Publikum war wirklich buntgemischt, der Handwerker mit Arbeitsschuhen saß neben dem fein gewandeten Herrn einträchtig zusammen gedrängt über den Teller gebeugt. Sehr demokratisch. Der Wein war natürlich ein österreichischer aus dem Weinviertel, Pilichsdorf, wem dieses etwas sagt. Irgendwie hätte es nicht verwundert, wenn der grantelnde Hans Moser irgendwo an einer Tischecke gesessen hätte. Touristentagträume, entschuldigt bitte….

Wer mit mir dort speisen will, sollte in Wien, im 1. Bezirk in der Schreyvogelgasse 3 zur Mittagszeit vorbei schauen.

Tracing James K.

2. Oktober 2009

Vor nunmehr fast drei Monaten bekam ich Post aus Schottland, und zwar gewichtige: wunderbares Büttenpapier, wunderbarer Inhalt des Briefes, rein beruflich versteht sich, von einem Dozenten für frühneuzeitliche Geschichte der ersten Universität Schottlands an mich adressiert. Es ging dabei natürlich um schottische Geschichte und zwar um die Rolle, die schottische Soldaten im Dreißigjährigen Krieg in Diensten der schwedischen Armee in Deutschland spielten.

Da mein Büttenpapier gerade aufgebraucht war, entschied ich mich, ganz neuzeitlich per e-mail zu antworten. Kaum ein paar Wochen und fünf e-mails später stand ich eines Mittwochs im August in Schönefeld am Flughafen, um zwei Kollegen abzuholen. Außer dem Dreißigjährigen Krieg standen auch noch zwei Generäle Friedrichs des Großen auf ihrer „To-do-List“.

Bis zu jener schottischen Anfrage zu James und George Keith hatte ich zu meiner Schande weder von dem einen noch von dem anderen jemals gehört. Eine geschickte Internetrecherche bot mir jedoch die Möglichkeit, mich in aller Kürze zu informieren. Und so entstand die Idee, am ersten Tag ihrer Reise, auf den Spuren von James Keith in Berlin zu wandeln.

Das Leben von James Keith glich einer Art Achterbahn, sowohl in beruflicher als auch in privater Hinsicht. 1696 auf Inverugie Castle als jüngerer Sohn einer dem schottischen Hochadel angehörenden Familie geboren, hatte sich James Francis Edward Keith zusammen mit seinem älteren Bruder George 1715 und 1719 an den Jakobitenaufständen beteiligt und war daraufhin aller Besitzungen und Titel entsetzt und flohen aus Schottland. Frankreich, Italien und Spanien waren die Stationen seiner Exilzeit, bis er schließlich in russischen Diensten zwischen 1728 und 1747 immerhin Gouverneur der Ukraine wurde. Gefördert wurde seine Karriere bis zu ihrem Tod 1740 von Zarin Anna Iwanowa und danach von deren Nachfolgerin Elisabeth Petrowna. Eine einseitige und zu innige Zuneigung der Herrscherin zu ihrem wackeren Schotten brachte einen erneuten Einschnitt in James Keith Leben mit sich: obwohl er in den russisch-schwedischen Auseinandersetzungen (1741  – 1743) militärisch erfolgreich gewesen und faktisch Herr über Finnland war, bat er um die Entlassung aus der russischen Armee und wechselte 1747 nach Preußen, wo ihn Friedrich II. von Preußen hochbeglückt in seine Dienste übernahm und ihm 1749 den Governeursposten für Berlin übertrug.

Neben seinem farbigen Diener brachte James zwei Söhne und deren Mutter, einer Schwedin (da sind sich die Quellen nicht ganz einig: Waise oder Kriegsgefangene) namens Eva Mertens mit. Verheiratet waren James und sehr viel jüngere Eva nicht, denn sie war seiner Familie offensichtlich nicht standesgemäß genug. Die lebenslustige Eva verdrehte in den etwa zehn Jahren ihrer Potsdamer Zeit zwar nicht dem „alten Fritz“ den bezopften Kopf, wohl aber dessen Bruder Heinrich, so dass James von seinem Dienstherrn nach einer offensichtlich besonders berauschenden Ballnacht erfuhr, dass die inzwischen etwa 25-jährige Eva in Preußen zur persona non grata geworden war. Eva ging und James widmete sich fortan voll und ganz dem Siebenjährigen Krieg in den Diensten des gestrengen Preußenkönigs, der ihn und seinen älteren Bruder George zu seinem engeren persönlichen Umfeld zählte.

1758 fiel der inzwischen 62-jährige Feldmarschall schließlich während eines Überfalls der österreichischen Armee auf das an militärisch unglücklicher Stelle errichtete preußische Feldlager bei Hochkirch/Sachsen.

Der trauernde Preußenkönig widmete seinem Feldherren und Freund eine eigenhändig getextete Trauerode und ließ seinen einbalsamierten Leichnam 1759 in die Berliner Garnisonskirche überführen, sozusagen in der Hall of Fame der preußischen Militärs und derer, die sich um Preußen verdient gemacht hatten.

Aber zurück zu meinem schottischen Besuch: Unser kleines Projekt „Tracing James K.“ sollte am Zietenplatz, ehemals Wilhelmsplatz in Mitte losgehen, denn dort sollte das Denkmal von James stehen, welches im späten 18. Jahrhundert zusammen mit fünf weiteren Generalkollegen als Freiluft-Hall of Fame dort errichtet worden war. Immerhin hat es James Keith in Metallform hier bis in die letzten Kriegstage ausgehalten, erst Ende der 1940er Jahre wurde sein Abbild in irgendwelche Depots geschafft und verblieb dort, bis sich vor einiger Zeit  die Schadow-Gesellschaft an ihn erinnerte. Mit dem Ziel, Mitte wieder Teile seines historischen Antlitztes zurückzugeben, wurde James mit Spendengeldern fachmännisch restauriert und sollte nun mit den Kollegen wieder das Sonnenlicht erblicken. Nun begaben wir uns also mit einem kleinen Spaziergang am Brandenburger Tor vorbei Richtung Mohrenstraße/Wilhelmplatz. Man sah schon, dass die Wiederherrichtung des Platzes in den letzten Zügen lag, von weitem konnte man auch schon drei metallene Generäle erblicken. Mein Besuch begann schon, sich mächtig zu freuen! Aber, ach-weh!

Coming soon...

Coming soon...

An dem Platz, an dem James Francis Edward Keith stehen sollte, empfing uns ein großes Plakat mit der Ankündigung, dass er nach dem 24. September 2009 hier wieder zu bewundern sei. Also waren wir einen Monat zu früh dran! Noch war der Besuch nicht so enttäuscht.

Aber ich musste die beiden Herren schon vorsichtig auf den nächsten Punkt unseres Spazierganges vorbereiten. Südlich des Hackeschen Marktes stand jene Berliner Garnisonskirche, die eine der Ruhestätten von James Keith war. 1943 brannte die Kirche nach einem Bombentreffer vollständig aus. Nach Kriegsende wurde die bis dahin unzerstörte Gruft geplündert, schließlich die mehr als 200 Bestattungen in 47 Särge „zusammengepackt“ und auf den Südwestfriedhof in Stahnsdorf außerhalb von Berlin verbracht.  Die sterblichen Überreste des wackeren Schotten waren unter ihnen. Nach kurzer Zeit standen wir also zu dritt am Garnisonskirchplatz und betrachteten schweigend die Baustelle eines parkhausähnlichen Rohbaus, der sich dort in den Himmel reckt. Eine Überraschung hatte ich aber noch parat: 1873 hatte Adolph Menzel, der große Berliner Maler, Zeichner und Illustrator, in der Gruft der Garnisonskirche die in den Särgen liegenden Toten gezeichnet, unter anderem auch James Keith.

James Keith, 125 Jahre nach seinem Tod (Lit.:C. Keiscĥ / M. U. Riemann-Reyher (Hrsg.), Adolph Menzel 1815–1905. Das Labyrinth der Wirklichkeit. Berlin, Nationalgalerie im Alten Museum 7. Februar – 11. Mai 1997 (DuMont: Köln 1996).

James Keith, 125 Jahre nach seinem Tod (Lit.:C. Keiscĥ / M. U. Riemann-Reyher (Hrsg.), Adolph Menzel 1815–1905. Das Labyrinth der Wirklichkeit. Berlin, Nationalgalerie im Alten Museum 7. Februar – 11. Mai 1997 (DuMont: Köln 1996).

Darauf brauchten die Herren erstmal ein Bier! Während wir also gemeinsam diese nächsten Punkt meines Spaziergangs „verdauten“, erzählte ich ihnen von Stahnsdorf und fragte, ob sie Lust hätten, dort auch noch hinzufahren. Natürlich wollten sie, nichts anderes hätte ich erwartet.

Als wir dann gegen Abend auf dem Friedhof ankamen, mussten wir zunächst einmal auf’s Geratewohl loslaufen, denn trotz eines großen Friedhofsplans am Eingang, ging aus diesem nicht hervor, wo denn nun James Keith (vorläufig??) letzte Ruhestätte zu finden ist. Aber endlich hatten wir einmal Glück: trotzdem es schon nach 18 Uhr war, stand die Tür der Friedhofsverwaltung offen. Ich schlüpfte hinein und fand Herrn I., der mir sofort sagen konnte, wo die „Garnisonskirchengrabstätte“ ist. Dadurch mutig geworden, fragte ich, ob er denn wisse, ob Feldmarschall James Keith auch dort liegen würde. Er wandte sich einem Regal zu, in dem in langen Reihen dunkle Ordner und Bücher stehen, in denen die „Eingänge“ auf dem Friedhof verzeichnet sind. Leider fehlte der Band von 1949 gerade. Er versprach aber, sich zu melden, sobald der Band zurück sei.

Schnell gingen wir die letzten Schritte, an der Norwegischen Kirche des Friedhofs vorbei, auf einen kaum sichtbaren Weg in ein Wäldchen hinein. Nur wenige Meter später endete der Weg vor einem größeren Grab, welches durch einen schlichten Stein mit der Inschrift

Hier ruhen Tote aus zwei Jahrhunderten aus der alten Garnisonskirche zu Berlin 1949

kenntlich gemacht wurde, hinter der Umfassung noch ein großes Kreuz.

James Keiths letzte Ruhestätte in Stahnsdorf

James Keiths letzte Ruhestätte in Stahnsdorf

Steve und Adam standen stumm da, nach dieser langen Suche, die hier so unvermittelt endete, waren sie einfach überrascht und etwas erschrocken, dass nicht einmal die Namen verzeichnet waren. Nach einiger Zeit meinte Steve dann, dass er eine kleine Messingtafel stiften wolle. Ich versprach, zu fragen, ob das möglich sei.

So endete die Suche nach James Francis Edward Keith (sprich: ki:θ), der auch preußisch Jakob von Keith (sprich: Keit) genannt wurde. Ob er sich hat träumen lassen, dass er auch nach seinem Tod keine Ruhe finden würde? Dass er 221 Jahre nach seinem letzten Einsatz für Friedrich den Großen weder in Schottland noch in Berlin ganz vergessen ist, hätte ihn sicherlich gefreut.

Nachtrag: Inzwischen habe ich von der Friedhofsverwaltung den Auszug aus dem Bestattungsregister bekommen, James liegt wirklich bei ihnen.

1949, 191 Jahr nach seinem Tod vom Generalfeldmarschall zum Generalleutnant degradiert!

1949 vom Generalfeldmarschall zum Generalleutnant degradiert (Name von mir etwas hervorgehoben)

Auszug aus unbekanntem Buch 19. Jh., Bild hängt im Bode-Museum

Auszug aus unbekanntem Buch 19. Jh., Bild hängt im Bode-Museum

James auf dem Zietenplatz

James auf dem Zietenplatz, vollständig preußisiert als "Jakob von Keith"

Da binsch wieder….

27. September 2009

So lange war es still bei Richensa, aber das soll nun wieder anders werden!

Aber ehrlich gesagt/geschrieben ist bei mir immer soviel los gewesen, so viel passiert, dass ich kaum im realen Leben zum Luftholen gekommen bin. So hat sich in meinem Kopf eine Menge angesammelt, was wert wäre, hier hineingesetzt zu werden:

da ist ein verloren gegangener schottischer General in Berlin, der seit 1758 tot ist,

da sind Norweger mit und ohne Pullis, dafür mit bunten Gummistiefeln

da sind uckermärkische Impressionen

und schlussendlich sind da zwei Wochen Südfrankreich-Erlebnisse, die geordnet werden müssen, im Kopf, die Fotos auf der Festplatte und die Highlights gibt es dann hier, versprochen!

Ach, Joulu, für Dich ist auch eine Karte aus Frankreich unterwegs, die EINZIGE, die es für dich hätte werden können, sie schwamm mir über den Weg!

Lasst mich noch etwas ordnen und vor allem, die Bilder zurechtlegen für die „erinnerungsengramme“, ja?

Stadtgespräch

5. August 2009

Die Nichte aus Oslo, süße zwölf Jahre, ist heute in Berlin mit dem Flugzeug eingeschwebt und von der einen Oma in Tegel abgeholt worden. Am Freitag wird sie zur anderen Oma per Auto von mir von Berlin ins Südniedersächsische mitgenommen.

Gut, über die Übergabemodalitäten muss nun noch mit Oma 1 am Telefon verhandelt werden. Die passende Festnetznummer bekomme ich von Oma 2. Also rufe ich Hilde mal an. Hilde wohnt in Westend, also am gegenüberliegenden Ende der Stadt.

*Bimmelim… bimmelim*

„Ja, hallo?“ (Oma 1 am Telefon)

„Guten Abend, Hilde! Ich wollte mal kurz mit Dir absprechen, wann ich Hannah abholen komme. Das wird so zwischen acht und halb neun morgens, da am Freitag.“

„Ach, so früh schon?“

„Nun ja, du hattest doch gesagt, dass wir früh los fahren sollen, weil ja alle Berliner dann schon auf’s Land fahren.“ (Vorsicht, sie darf die Ironie nicht so hören!!!! Sie selbst hatte mir diese westberliner Weisheit über Oma 2 zukommen lassen.)

„Ja, gut… es muss aber jemand bis zu meiner Wohnung hochkommen, um Hannah abzuholen.“ (Kann eine pfiffige Zwölfjährige nicht zwei Etagen alleine die Treppe hinuntergehen???)

„Na klar, kein Problem, mache ich.“

„Und…. habt ihr auch Sonne auf dem Balkon?“ (Hilde bemühte sich offensichtlich, noch etwas Gespräch zu veranstalten. Ich musste mich ordentlich beherrschen, nicht laut loszulachen, ob dieser offensichtlich ernst gemeinten Frage.)

„Na klar, ist ja nicht so weit von Dir zu mir…“ (Hilde als eingeborene Westberlinerin hegt immer noch ein gesundes Misstrauen den östlichen Stadtbezirken gegenüber.)

„Ach….“ (nun wusste sie auch nichts mehr zu sagen..) „… na dann, bis Freitag morgen…“

„Dir auch einen schönen Abend… Tschüss.“

„Tschüss…“

Als die Nichte vor ein paar Jahren mitsamt der liebenden Eltern im Westend weilte, wollte man sich auf ein Abendessen treffen. An dem Abend spielten die Rolling-Stones in Berlin, es herrschte sowas wie Ausnahmezustand in allen Bahnen gen Westend.

Es wurde beschlossen, im Grunewald essen zu fahren und die gute Oma 1 dirigierte den Schwiegersohn am Steuer des Wagens auf eine ausgedehnte Tour durch Villenviertel und Botschaftsecken inkl. am Standort ihres Tennisclubs vorbei, damit die arme, angeheiratet Verwandtschaft aus dem Ostteil der Stadt mal „schöne Häuser“ zu sehen bekam.

Naja, OSTwestfalen sind offensichtlich in Hildes Augen auch Menschen mit Migrationshintergrund, kurzum Ossis.

Freue mich schon auf Freitag!!

Elefantös!

6. Juli 2009

Gerade habe ich etwas in Wassilys Weisheiten gestöbert und stolperte dort über ein schönes Bild. Zunächst dachte ich, dass er eine Reise in’s schöne Leipzig getan habe, aber nein, es gibt auch bei ihm um die Ecke offensichtlich Elefanten. (mehr…)

Lasst Blumen sprechen…

5. Juni 2009

Blumen

Oder oder nicht?

28. Mai 2009

Brandenburg ist ja nicht dafür bekannt, dass es wenige Gewässer hat, allerdings so richtige, echte Flüsse sind doch eher selten. Die (Eis-)Zeiten mit ihren gewaltigen Wasser- und Schuttmassen, die in Urstromtälern vor den mächtigen Eisrandlagen entlangflossen, haben die Landschaft geformt, (mehr…)

Zeitzonen

22. Mai 2009

In Zeiten, in denen die Zeit von Kirchturmuhren zerteilt wurde und die Eisenbahn noch nicht ein börsenorientiertes Unternehmen war, sondern mit dekorativen Rauchwölkchen und schrillem Pfeifen als das schnellsten Beförderungsmittel galt, wurde diesselbe, nämlich die Zeit zum Problem. (mehr…)

Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer…

15. Mai 2009

In den letzten drei Wochen konnte ich ausführlich Land und Leute im östlichen Spreewald, irgendwo zwischen Lübben, Beeskow und Guben, kennenlernen.

Ich traf zutrauliche Graugänse am Schwielochsee, zwei Jungen, mit denen ich diskutieren konnte, wie groß ein Haus sein muss, umals Schloss durchzugehen und einen älteren Seeadler, der eine weiße Schwanzfeder hatte. Und dann war da auch noch eine Schwalbe, die (mehr…)

… du schöner grüner Wald!

1. Mai 2009

Die Uckermark hat während des letzten dreiviertel Jahr schon so manche Überraschung für mich bereit gehalten. Dafür mag ich sie noch mehr, abgesehen von den Hügeln, den nun zart grünen Buchenwäldern, die mich doch zeitweise sehr an meine mittelgebirgige Heimat im Ostwestfälischen erinnern.

Nun war ich vor nun schon zwei Wochen des Abends in der Gegend zwischen Angermünde und Oder unterwegs. Von der hochflächenartigen Gegend um die schöne Stadt wollten wir abends noch einen Abstecher ins Odertal zum „Grützpott“ machen, einem trutzigen Rundturm des Spätmittelalters. (mehr…)