Da starrte ich aus dem Fenster, etwas wehmütig ob des schlechten Wetters, welches heute wieder einmal grau, kalt und nass daher kam und dann sah ich einen besonderen Besuch. Er saß oben auf der Brandmauerkrone zum Nachbarhaus und ließ sich seinen Nachmittagssnack schmecken: Täubchen Friedrichshain.
Es war ein ordentlicher Turmfalke, der genüsslich die frische Atzung zu sich nahm.
Glücklicherweise ist meine Fotoausrüstung noch nicht verpackt, so konnte ich sogar eine Leiter für den besseren Fotowinkel aufbauen, leise das Oberlicht öffnen und zunächst für den Falken unsichtbar hinter dem Fliegennetz agieren. Erst als ich sicher war, ihn ein paar Mal ordentlich “erwischt” zu haben, wagte ich es, das Netz wegzuziehen. Endlich konnte er mich sehen, gehört hat er mich ganz sicher vorher auch schon. Er grinste und verschwand mit elegantem Flügelschwung in den grauen Friedrichshainer Himmel.
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Den hast Du schön erwischt, was für ein prachtvoller Vogel. Falls Du ihn noch mal sehen solltest, wir haben auch sehr wohlschmeckende Tauben hier.
Hat der Euch in der alten Wohnung verabschiedet oder in der neuen begrüßt?
Wie schön, dieser Turmfalke. An meiner alten Arbeitsstelle haben sie hoch oben in einer alten Werkshalle genistet.
Gut gelungen, die Fotos, richtig schönes Fotografenglück.
So einen wünsche ich mir. Als Fußgängerzonenfalken.
Ganz andächtig wird man angesichts so viel Wildnis in der Stadt. Schön, dass es sie noch gibt!
Der Falke wohnt irgendwo über den Dächern der alten Wohnung, mal schauen, ob er auch in Zukunft genügend Unterschlupf findet, denn im Moment haben wir alleine in diesem Straßenabschnitt zwei gerade im Bau befindliche Dachstühle, dann der im Nachbarhaus u in diesem Haus.
In Göttingen wurde eine Weile mit Falken Jagd auf die Taubenplage gemacht, auch in der Innenstadt…
Wie sich die Zeiten so ändern! Zu meiner Zeit in Göttingen wurde mit Lackspraydosen Jagd auf die Pelzmantelträgerinnen gemacht und unsere Kinder gingen auf Anti-Dosen-Demos. Und samstags wurden die Fenster der Deutschen Bank entglast, bevor die Demo zur Brücke (existiert nicht mehr) am Anfang der Weender Landstraße ging, an der Conny von den Bullen ermordet wurde.
Diesen Kommentar zum Kommentar bei Befarf wieder löschen, da er nichts mit dem eigentlichen Beitrag zu tun hat.
Macht nix, Göttingen ist nun die Hochburg der Jochen-Wolfshaut-Jackenträger! Als ich in Gö wohnte (in den 1990ern) war auch noch alles anders, die Conny-Brücke gab’s da noch..
Und die Falken konnte man rund um den “Blauen Turm” gut beobachten (zurück zum Bezug zum Artikel)…
Wenn der Turmfalke im Dach wohnt wird es schwierig mit dem neuen Ausbau….(Naturschutzamt).
Ich wünsche dem Falken, dass er NICHT hier wohnt! Bin mir eigentlich sicher, denn sonst hätte Richensa Adlerauge ihn in den Jahren hier schon einmal wahrgenommen… Und auch die umtriebige Nachbarin, die Hof und Dachboden sehr intensiv genutzt hat, hätte mir von ihm erzählt…