Und weil ich am Donnerstag nicht nur Blumen vor die Linse gezerrt habe, sondern auch mit einer handlichen Blumenschere ausgerüstet war, habe ich eine ganze Tüte voller Holunderblüten von meinem Streifzug am Rande einer kleinen Hügelkette bei Oderberg mitgebracht. Wichtig ist, dass man die frisch erblühten nimmt, die, die schon vor dem Verblühen sind, besser nicht, denn sie eignen sich nicht mehr so gut für Holunderblütensirup.
Natürlich kann man das auch relativ simpel bei einem schwedischen Möbelhaus mit vier Buchstaben kaufen, aber ich mag es nicht so krachsüß lieber.
Also, man schaue bereits beim Pflücken und Eintüten draußen zu, dass möglichst wenig kleine Krabbelviecher mit in die Tüte wandern, daher kurz ausschütteln.
Zuhause habe ich dann einen Zuckersirup aus 2,5 l Wasser und 2 kg Zucker angesetzt und solange aufkochen lassen, bis der Zucker vollständig gelöst ist. Dann gibt man etwa 60 g Zitronensäure dazu und lässt das Ganze abkühlen.
Inzwischen werden die Holunderblütendolden von möglichst vielen Stilen befreit, in einen großen Edelstahltopf gegeben, mit drei bis vier unbehandelten Zitronen/Limetten in Scheiben begleitet und dann, wenn der Sirup nur noch handwarm ist, mit selbigem übergossen. Diese Mixtur lässt man ein paar Tage ziehen, drei bis vier reichen aus. Immer mal umrühren, damit sich die Aromen gut verbinden.
Abschließend seiht man die Blüten und die Zitronenscheiben ab, der Sirup wird in Flaschen gefüllt und kann nun mit je nach Geschmack mit Mineralwasser, Sekt oder anderem genossen werden.

Schlagworte: Brandenburg, Frühling, wunderbar
7. Juni 2009 um 09:32 |
Sehr lecker ! Die feste Form: Blütendolden in Pfannkuchenteig stürzen und ausbacken.
7. Juni 2009 um 14:01 |
Da fragen wir doch den Chefkoch mal
8. Juni 2009 um 19:49 |
Sirup ist nicht so mein Ding, ich mag lieber den Holunderblütensekt
.
10 Holunderblütendolden (oder auch ein paar mehr)
4 Zitrone(n), unbehandelt, in Scheiben
700 g Zucker
5 Liter Wasser
Die Holunderblütendolden, die Zitronenscheiben und den Zucker in einer großen Schüssel mischen und mit dem Wasser aufgießen. Gut Umrühren und die Schüssel (mit Deckel) 2-3 Tage stehen lassen. Ab und zu umrühren.
Wenn sich leichter Schaum bildet, Flüssigkeit durch ein Sieb abschütten und in Flaschen abfüllen (keine Plastikflaschen, die sind dem Druck nicht gewachsen). Gut verschließen und noch etwa 10 Tage kühl lagern. (können auch ein paar Tage mehr sein und die Flasche vorsichtig öffnen)
Danach ist der Sekt fertig. Er hält sich etwa 2 Monate, sollte aber unbedingt kühl gelagert, aber vor allem auch kühl getrunken werden.
10. Juni 2009 um 21:04 |
Im Holunderblütensekt wird, glaube ich, Essig beigegeben, was mir auf den ersten Blick nicht so schmackhaft vorkommt. Vielleicht sollte ich es einmal probieren?
10. Juni 2009 um 22:10 |
Es gibt auch Rezepte mit Essig, aber den mag ich auch nicht. Probiere es mal, ich fand er schmeckte wie Asti.
11. Juni 2009 um 19:21 |
Dann verrate mir mal dein Rezept!
17. Juni 2009 um 20:36 |
Nun habe ich das Rezept gesucht, aber nicht gefunden. Soweit ich mich errinnern kann, ist das Rezept aber so wie oben beschrieben.
Ich habe aber dafür unser Rezeptbuch für Fruchtweine wieder gefunden *lach*
19. Juni 2009 um 19:28 |
Vielleicht lässt Du die geneigte Leserschaft und mich wenigstens daran teilhaben??
20. Juni 2009 um 00:33 |
Ups, du verlangst doch jetzt nicht von mir, dass ich dir die ganzen Rezepte für die verschiedensten Fruchtweine hier reinschreibe? Da bin ich ja Tage mit beschäftigt *ggg* und müsste meinen Urlaub absagen. Nein, das kannst du nicht von mir verlangen oder doch? *lächel*
22. Juni 2009 um 20:30 |
Sieht herrlich aus! Das Foto macht sich vergrößert für die Küchenwand sicher auch ganz formidabel, nicht?
22. Juni 2009 um 21:19 |
Und das Ergebnis macht sich sowas von „lecker“ (ich hörte einmal, dass Österreicher dieses Wort gar nicht schätzen??) im Glas, als alkoholfreie Variante mit Mineralswasser, auch gerne als Aperitiv mit Sekt…
22. Juni 2009 um 22:43
Lecker? Klingt nicht sehr toitsch für mich, gehört zu meinem Alltagssprachgebrauch, ist ösitauglich
Und wie bekomm ich jetzt ein Schlückchen durch meine Leitung? Wart, ich dreh mal die Firewall ab … so, erste Hürde überwunden! ^^
24. Juni 2009 um 21:25 |
Ach, da bin ich aber erleichtert, dass „lecker“ nicht in Acht und Bann gestellt wird. Ich erinnere mich da an Kommentare von Gourmands und Gourmets (???) auf kweip, die „lecker“-Benutzer fürchterlich gegeißelt haben.
Für eine Degustation müsstest du einfach bei mir vorbei kommen… da kannst du ruhig deine Feierwohll aktiviert lassen, liebe Joulou!
25. Juni 2009 um 00:03 |
Zur Not sagst einfach „gschmackig“, dann werden sie ‘lecker’ schon wieder zu schätzen wissen
Ich freu mich auf die Köstlichkeit, ob hier oder dort, und dank schon mal im Voraus!
25. Juni 2009 um 21:50 |
Dann muss der Kutscher den Kutschpferden ordentlich Hafer zu fressen geben, damit sie geschwind gen Süden klappern und bald etwas in deinem Stiegenhaus liegt